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Mittwoch, 24.06.2026
um 10:00 Uhr




25 Jahre Literaturhaus.
Schweben. Ein Kontrastprogramm in schweren Zeiten
mit Helmut Böttiger
Schon früh eignete sich Ingeborg Bachmann für Projektionen. Am 25. Juni jährt sich ihr 100. Geburtstag; für viele feministische Ikone, für andere eine haltlose, selbstzerstörerische Frau. Immer wieder geht es in ihren Texten um das Changieren zwischen der Sehnsucht nach Bindung und dem Willen zum „Freisein“. Oft führt sie das Motiv der unbedingten Liebe bis in die letzte Konsequenz – eine Liebe, die von der Unmöglichkeit, gelebt zu werden, durchdrungen ist. Das Agieren im Dazwischen, im Uneindeutigen, in einer Form des Schwebens ist für Ingeborg Bachmann von radikaler ästhetischer und existenzieller Konsequenz. Der Literaturkritiker und Essayist Helmut Böttiger lotet im zweiten Frühstücksseminar des Jubiläumsprogramms „Schweben. Ein Kontrastprogramm in schweren Zeiten“ diese Räume in Bachmanns Werk aus. Geboren 1956 in Creglingen, lebt der Kenner der deutschen Nachkriegsliteratur seit vielen Jahren in Berlin. 2013 erhielt er für seine Analyse der Geschichte der Gruppe 47 den Preis der Leipziger Buchmesse.

Gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung, Literatursommer 2026

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