Theater tri-bühne


Eberhardstraße 61A, 70173 Stuttgart

 

 

Öffnungszeiten:
telefonisch erreichbar:
Mo-Fr 10-20 Uhr
Sa 17-20 Uhr
An Sonn- und Feiertagen 1 Stunde vor Aufführungsbeginn

Kassenzeiten:
Mo-Sa 17-20 Uhr
An Sonn- und Feiertagen 1 Stunde vor Aufführungsbeginn

Bürozeiten:
Mo-Fr 10-17 Uhr


Quelle: kulturkurier

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Kommende Events

Frauen packen aus, Männer packen zu
17.01.2018 um 20:00 Uhr

KONZEPTION & REGIE Florian Dehmel

Eine Performance für alle Sinne von fast dionysischen Ausmaßen: Fetzige Live-Songs für die Ohren, die besten, laufend frisch zubereiteten Pfannkuchen und eiskalte Caypirinhas für den Gaumen.

Dazu natürlich die geistige Nahrung: Texte voller Scherz, Satire, Anregung und tieferer Bedeutung mit Hinblick auf das ewig holprige Zusammenspiel der Geschlechter und die ungleiche Machtverteilung zwischen Mann und Frau. Die Beteiligten liefern einen somit einen höchst ungewöhnlichen und gleichzeitig unterhaltenden Beitrag zur aktuellen Genderdiskussion!


KOSTÜME Renáta Balogh
MUSIKALISCHES ARRANGEMENT Sebastian Huber
DARSTELLER Sebastian Huber | Natascha Kuch | Christian Werner | Manoel Vinicius Tavares da Silva | Stefani Matkovic
Frauen packen aus, Männer packen zu
17.01.2018 um 20:00 Uhr

Eine Performance für alle Sinne von fast dionysischen Ausmaßen: Fetzige Live-Songs für die Ohren, die besten, frisch zubereiteten Pfannkuchen und eiskalte Cocktails für den Gaumen.



Dazu natürlich die geistige Nahrung: Texte voller Scherz, Realsatire, Anregung und tieferer Bedeutung. Mit Hinblick auf das ewig holprige Zusammenspiel der Geschlechter, Machismen und Gegenwehr sowie die ungleiche Machtverteilung zwischen Mann und Frau. Das Ensemble liefert einen höchst ungewöhnlichen und gleichzeitig unterhaltsamen Beitrag zur aktuellen Genderdiskussion!


Frauen packen aus, Männer packen zu
18.01.2018 um 20:00 Uhr

KONZEPTION & REGIE Florian Dehmel

Eine Performance für alle Sinne von fast dionysischen Ausmaßen: Fetzige Live-Songs für die Ohren, die besten, laufend frisch zubereiteten Pfannkuchen und eiskalte Caypirinhas für den Gaumen.

Dazu natürlich die geistige Nahrung: Texte voller Scherz, Satire, Anregung und tieferer Bedeutung mit Hinblick auf das ewig holprige Zusammenspiel der Geschlechter und die ungleiche Machtverteilung zwischen Mann und Frau. Die Beteiligten liefern einen somit einen höchst ungewöhnlichen und gleichzeitig unterhaltenden Beitrag zur aktuellen Genderdiskussion!


KOSTÜME Renáta Balogh
MUSIKALISCHES ARRANGEMENT Sebastian Huber
DARSTELLER Sebastian Huber | Natascha Kuch | Christian Werner | Manoel Vinicius Tavares da Silva | Stefani Matkovic
Frauen packen aus, Männer packen zu
18.01.2018 um 20:00 Uhr

Eine Performance für alle Sinne von fast dionysischen Ausmaßen: Fetzige Live-Songs für die Ohren, die besten, frisch zubereiteten Pfannkuchen und eiskalte Cocktails für den Gaumen.



Dazu natürlich die geistige Nahrung: Texte voller Scherz, Realsatire, Anregung und tieferer Bedeutung. Mit Hinblick auf das ewig holprige Zusammenspiel der Geschlechter, Machismen und Gegenwehr sowie die ungleiche Machtverteilung zwischen Mann und Frau. Das Ensemble liefert einen höchst ungewöhnlichen und gleichzeitig unterhaltsamen Beitrag zur aktuellen Genderdiskussion!


In meinem Alter rauche ich immer noch heimlich
19.01.2018 um 20:00 Uhr

In deutscher Sprache
REGIE Edith Koerber

Ein Hamam, ein Dampfbad, an einem für Frauen reservierten Tag: Hier trifft Islamistin auf Atheistin, Geschiedene auf achtfache Mutter, Emigrantin auf traditionelle Ehevermittlerin. Im geschützten Raum des Hamam wird getratscht, gelacht, gelästert, gestritten und diskutiert.
Religiöse Gewalt, fundamentalistische Fanatiker, geliebte und gehasste Ehemänner, geheime Liebhaber, ungeliebte Mütter und sehnsuchtsvolle Träume werden da besprochen, mit einer entwaffnenden Direktheit.
Und so zeigt die algerische Dramatikerin Rayhana in ihrer außergewöhnlichen Tragikomödie ein differenziertes, lebendiges, spannendes und humorvolles Bild von Frauenschicksalen in einem patriarchalen, vom Islamismus bedrohten Staat unserer Zeit.

„Rayhana widerlegt einen berühmten Satz Alexander von Humboldts, demzufolge die gefährlichste Weltanschauung die Weltanschauung der Leute sei, welche die Welt nie angeschaut haben. Die Männer und auch einige Frauen im Stück haben die Welt sehr wohl angeschaut, aber diese Welt hat nicht zurückgeschaut. Religion wird für die Verlierer der Globalisierung zum einzig verbliebenen Narrativ ihrer Identitätsbildung. Denn nach dem Ende der Konfrontation zwischen den Systemen in Ost und West ist die Welt über eine andere Achse geschlagen worden. Das Nord-Süd-Gefälle, die große Armutsgrenze, schafft eine neue bipolare Ordnung. Und in dem Maße, wie Europa sich zur Wohlstandsfestung ausbaut, trägt es bei zur Radikalisierung jenseits des Mittelmeers. Die Grundidee des Stückes als Versuchsanordnung hinter verschlossenen Türen ist so einfach wie genial. Doch ist die Unterdrückung der Frau in der islamisch geprägten Welt Stoff für eine Komödie? Auch wenn es eine Komödie ist, die ein tragisches Ende nimmt? Jeder gute Witz sei eine Tragödie und umgekehrt, hat der große Theatermacher George Tabori einmal gesagt. Auch bei Rayhana ist der Witz befreiend, weil er erkenntnisstiftend ist … Rayhanas Stück ist ein rhetorischer Schleiertanz, der einem die Augen öffnet mit dem Mittel der sprachlichen Enthüllung. Wie jedes Theaterstück ist auch dieses aus Worten gemacht, doch weil es in diesem Fall besonders offene und offensive Worte sind, ist ihr Stück zugleich noch aus einem anderen, selteneren Stoff gemacht: dem Mut.”
(Christopher Schmidt, „Theater der Zeit”, Januar 2015)

Die 1964 in Algerien geborene Dramatikerin und Schauspielerin Rayhana floh vor islamistischer Gewalt nach Paris. 2010 wurde „In meinem Alter rauche ich immer noch heimlich” in Paris uraufgeführt. Fundamentalisten versuchten einen Brandanschlag auf Rayhana, der glücklicherweise fehlging.
2014 wurde Rayhana für ihr Stück mit dem angesehenen Jürgen Bansemer & Ute Nyssen-Dramatikerpreis ausgezeichnet. Die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek 2013 an Ute Nyssen: „Wie ein Fächer Karten blättert sich in diesem Stück die Vielfalt der arabischen Frauen auf. Auch wenn man die Verhältnisse nicht kennt, weiß man sofort: es ist wahr, was hier verhandelt wird.”
Inzwischen wurde das Stück auch verfilmt, Rayhana hat selbst Regie geführt. Michèle Ray-Gavras hat produziert, sie und ihr Mann Costa-Gavras waren vom Stück begeistert.
Der Film wurde im November 2016 beim Thessaloniki International Film Festival uraufgeführt.

BÜHNE Stephen Crane
KOSTÜME Renáta Balogh
MUSIK Sebastian Huber
DARSTELLER Fermesk Mustafa Abdolrahman | Dorothea Baltzer | Natascha Beniashvili-Zhed | Anuschka Herbst | Natascha Kuch | Stefani Matkovic | Barbara von Münchhausen | Ute von Stockert
In meinem Alter rauche ich immer noch heimlich
19.01.2018 um 20:00 Uhr

Ein Hamam, ein Dampfbad, an einem für Frauen reservierten Tag: Hier trifft Islamistin auf Atheistin, Geschiedene auf achtfache Mutter, Emigrantin auf traditionelle Ehevermittlerin. Im geschützten Raum des Hamam wird getratscht, gelacht, gelästert, gestritten und diskutiert.



Religiöse Gewalt, fundamentalistische Fanatiker, geliebte und gehasste Ehemänner, geheime Liebhaber, ungeliebe Mütter und sehnsuchtsvolle Träume werden da besprochen, mit einer entwaffnenden Direktheit.



Und so zeigt die algerische Dramatikerin Rayhana in ihrer außergewöhnlichen Tragikomödie ein differenziertes, lebendiges, spannendes und humorvolles Bild von Frauenschicksalen in einem patriarchalen, vom Islamismus Staat unserer Zeit.



„Rayhana widerlegt einen berühmten Satz Alexander von Humboldts, demzufolge die gefährlichste Weltanschauung die Weltanschauung der Leute sei, welche die Welt nie angeschaut haben. Die Männer und auch einige Frauen im Stück haben die Welt sehr wohl angeschaut, aber diese Welt hat nicht zurückgeschaut. Religion wird für die Verlierer der Globalisierung zum einzig verbliebenen Narrativ ihrer Identitätsbildung. Denn nach dem Ende der Konfrontation zwischen den Systemen in Ost und West ist die Welt über eine andere Achse geschlagen worden. Das Nord-Süd-Gefälle, die große Armutsgrenze, schafft eine neue bipolare Ordnung. Und in dem Maße, wie Europa sich zur Wohlstandsfestung ausbaut, trägt es bei zur Radikalisierung jenseits des Mittelmeers. Die Grundidee des Stückes als Versuchsanordnung hinter verschlossenen Türen ist so einfach wie genial. Doch ist die Unterdrückung der Frau in der islamisch geprägten Welt Stoff für eine Komödie? Auch wenn es eine Komödie ist, die ein tragisches Ende nimmt? Jeder gute Witz sei eine Tragödie und umgekehrt, hat der große Theatermacher George Tabori einmal gesagt. Auch bei Rayhana ist der Witz befreiend, weil er erkenntnisstiftend ist … Rayhanas Stück ist ein rhetorischer Schleiertanz, der einem die Augen öffnet mit dem Mittel der sprachlichen Enthüllung. Wie jedes Theaterstück ist auch dieses aus Worten gemacht, doch weil es in diesem Fall besonders offene und offensive Worte sind, ist ihr Stück zugleich noch aus einem anderen, selteneren Stoff gemacht: dem Mut.”

(Christopher Schmidt, „Theater der Zeit”, Januar 2015)



Die 1964 in Algerien geborene Dramatikerin und Schauspielerin Rayhana floh vor islamistischer Gewalt nach Paris. 2010 wurde „In meinem Alter rauche ich immer noch heimlich” in Paris uraufgeführt. Fundamentalisten versuchten einen Brandanschlag auf Rayhana, der glücklicherweise fehlging.

2014 wurde Rayhana für ihr Stück mit dem angesehenen Jürgen Bansemer & Ute Nyssen-Dramatikerpreis ausgezeichnet. Die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek 2013 an Ute Nyssen: „Wie ein Fächer Karten blättert sich in diesem Stück die Vielfalt der arabischen Frauen auf. Auch wenn man die Verhältnisse nicht kennt, weiß man sofort: es ist wahr, was hier verhandelt wird.”


Tolga hat´s nicht leicht
20.01.2018 um 15:00 Uhr

von Marion Röttgen
REGIE Edith Koerber

Patrizia ist ein patentes, fröhliches Mädchen, das aber gerade durch seine Spontaneität hier und da bei Eltern und Lehrern auf allerlei kleine und große Probleme stößt. Wie es aber gerade ihr gelingt, den neuen Mitschüler Tolga in die Klasse zu integrieren, davon erzählt das Stück.
Dabei passiert natürlich auch allerlei Aufregendes: Die Lehrerin zeigt wenig Verständnis für Tolgas sprachliche Probleme, er und Patrizia bekommen Streit mit Jungs aus der Klasse, ihr neues Fahrrad verschwindet spurlos…

Die Literaturwissenschaftlerin und Logopädin Marion Röttgen hat ein tolles Kinderbuch über Neugier, Toleranz, Freundschaft und Courage geschrieben und war/ist schon auf höchst erfolgreicher Lesereise. Ab Ende Mai sind die Abenteuer von Patrizia und Tolga auf unserer Bühne zu sehen.

Ein Hinweis: „Tolga hat’s nicht leicht” wird mobil konzipiert und wir besuchen an Vormittagen außerhalb der angegebenen Spieltermine sehr gerne Schulklassen. Bitte kontaktieren Sie uns unter 0711 2364610 oder ed.enheub-irt@eciffo

DARSTELLER Fermesk Mustafa Abdolrahman | Sebastian Huber | Manoel Vinicius Tavares da Silva | Corinne Steudler

Ein Stück für Kinder ab 8 Jahren
In meinem Alter rauche ich immer noch heimlich
20.01.2018 um 20:00 Uhr

In deutscher Sprache
REGIE Edith Koerber

Ein Hamam, ein Dampfbad, an einem für Frauen reservierten Tag: Hier trifft Islamistin auf Atheistin, Geschiedene auf achtfache Mutter, Emigrantin auf traditionelle Ehevermittlerin. Im geschützten Raum des Hamam wird getratscht, gelacht, gelästert, gestritten und diskutiert.
Religiöse Gewalt, fundamentalistische Fanatiker, geliebte und gehasste Ehemänner, geheime Liebhaber, ungeliebte Mütter und sehnsuchtsvolle Träume werden da besprochen, mit einer entwaffnenden Direktheit.
Und so zeigt die algerische Dramatikerin Rayhana in ihrer außergewöhnlichen Tragikomödie ein differenziertes, lebendiges, spannendes und humorvolles Bild von Frauenschicksalen in einem patriarchalen, vom Islamismus bedrohten Staat unserer Zeit.

„Rayhana widerlegt einen berühmten Satz Alexander von Humboldts, demzufolge die gefährlichste Weltanschauung die Weltanschauung der Leute sei, welche die Welt nie angeschaut haben. Die Männer und auch einige Frauen im Stück haben die Welt sehr wohl angeschaut, aber diese Welt hat nicht zurückgeschaut. Religion wird für die Verlierer der Globalisierung zum einzig verbliebenen Narrativ ihrer Identitätsbildung. Denn nach dem Ende der Konfrontation zwischen den Systemen in Ost und West ist die Welt über eine andere Achse geschlagen worden. Das Nord-Süd-Gefälle, die große Armutsgrenze, schafft eine neue bipolare Ordnung. Und in dem Maße, wie Europa sich zur Wohlstandsfestung ausbaut, trägt es bei zur Radikalisierung jenseits des Mittelmeers. Die Grundidee des Stückes als Versuchsanordnung hinter verschlossenen Türen ist so einfach wie genial. Doch ist die Unterdrückung der Frau in der islamisch geprägten Welt Stoff für eine Komödie? Auch wenn es eine Komödie ist, die ein tragisches Ende nimmt? Jeder gute Witz sei eine Tragödie und umgekehrt, hat der große Theatermacher George Tabori einmal gesagt. Auch bei Rayhana ist der Witz befreiend, weil er erkenntnisstiftend ist … Rayhanas Stück ist ein rhetorischer Schleiertanz, der einem die Augen öffnet mit dem Mittel der sprachlichen Enthüllung. Wie jedes Theaterstück ist auch dieses aus Worten gemacht, doch weil es in diesem Fall besonders offene und offensive Worte sind, ist ihr Stück zugleich noch aus einem anderen, selteneren Stoff gemacht: dem Mut.”
(Christopher Schmidt, „Theater der Zeit”, Januar 2015)

Die 1964 in Algerien geborene Dramatikerin und Schauspielerin Rayhana floh vor islamistischer Gewalt nach Paris. 2010 wurde „In meinem Alter rauche ich immer noch heimlich” in Paris uraufgeführt. Fundamentalisten versuchten einen Brandanschlag auf Rayhana, der glücklicherweise fehlging.
2014 wurde Rayhana für ihr Stück mit dem angesehenen Jürgen Bansemer & Ute Nyssen-Dramatikerpreis ausgezeichnet. Die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek 2013 an Ute Nyssen: „Wie ein Fächer Karten blättert sich in diesem Stück die Vielfalt der arabischen Frauen auf. Auch wenn man die Verhältnisse nicht kennt, weiß man sofort: es ist wahr, was hier verhandelt wird.”
Inzwischen wurde das Stück auch verfilmt, Rayhana hat selbst Regie geführt. Michèle Ray-Gavras hat produziert, sie und ihr Mann Costa-Gavras waren vom Stück begeistert.
Der Film wurde im November 2016 beim Thessaloniki International Film Festival uraufgeführt.

BÜHNE Stephen Crane
KOSTÜME Renáta Balogh
MUSIK Sebastian Huber
DARSTELLER Fermesk Mustafa Abdolrahman | Dorothea Baltzer | Natascha Beniashvili-Zhed | Anuschka Herbst | Natascha Kuch | Stefani Matkovic | Barbara von Münchhausen | Ute von Stockert
Tolga hat's nicht leicht
20.01.2018 um 15:00 Uhr

Patrizia ist ein patentes, fröhliches Mädchen, das aber gerade durch seine Spontaneität hier und da bei Eltern und Lehrern auf allerlei kleine und große Probleme stößt. Wie es aber gerade ihr gelingt, den neuen Mitschüler, den kleinen Türken Tolga, in die Klasse zu integrieren, davon erzählt das Stück.

Dabei passiert natürlich auch allerlei Aufregendes – das neue Fahrrad verschwindet, und auch die Freundschaft mit der türkischen Familie ist nicht so einfach, wie die kleine Patrizia sich das zunächst vorstellt…



Die Literaturwissenschaftlerin, Logopädin und leidenschaftliche Cannstatterin Marion Röttgen hat ein tolles Kinderbuch über Neugier, Toleranz, Freundschaft und Courage geschrieben und war/ist schon auf höchst erfolgreicher Lesereise. Ab Ende Mai sind die Abenteuer von Patrizia, Tolga und der anderen Charaktere auf unserer Bühne zu sehen.



Ein Stück für Kinder ab 8 Jahren.


In meinem Alter rauche ich immer noch heimlich
20.01.2018 um 20:00 Uhr

Ein Hamam, ein Dampfbad, an einem für Frauen reservierten Tag: Hier trifft Islamistin auf Atheistin, Geschiedene auf achtfache Mutter, Emigrantin auf traditionelle Ehevermittlerin. Im geschützten Raum des Hamam wird getratscht, gelacht, gelästert, gestritten und diskutiert.



Religiöse Gewalt, fundamentalistische Fanatiker, geliebte und gehasste Ehemänner, geheime Liebhaber, ungeliebe Mütter und sehnsuchtsvolle Träume werden da besprochen, mit einer entwaffnenden Direktheit.



Und so zeigt die algerische Dramatikerin Rayhana in ihrer außergewöhnlichen Tragikomödie ein differenziertes, lebendiges, spannendes und humorvolles Bild von Frauenschicksalen in einem patriarchalen, vom Islamismus Staat unserer Zeit.



„Rayhana widerlegt einen berühmten Satz Alexander von Humboldts, demzufolge die gefährlichste Weltanschauung die Weltanschauung der Leute sei, welche die Welt nie angeschaut haben. Die Männer und auch einige Frauen im Stück haben die Welt sehr wohl angeschaut, aber diese Welt hat nicht zurückgeschaut. Religion wird für die Verlierer der Globalisierung zum einzig verbliebenen Narrativ ihrer Identitätsbildung. Denn nach dem Ende der Konfrontation zwischen den Systemen in Ost und West ist die Welt über eine andere Achse geschlagen worden. Das Nord-Süd-Gefälle, die große Armutsgrenze, schafft eine neue bipolare Ordnung. Und in dem Maße, wie Europa sich zur Wohlstandsfestung ausbaut, trägt es bei zur Radikalisierung jenseits des Mittelmeers. Die Grundidee des Stückes als Versuchsanordnung hinter verschlossenen Türen ist so einfach wie genial. Doch ist die Unterdrückung der Frau in der islamisch geprägten Welt Stoff für eine Komödie? Auch wenn es eine Komödie ist, die ein tragisches Ende nimmt? Jeder gute Witz sei eine Tragödie und umgekehrt, hat der große Theatermacher George Tabori einmal gesagt. Auch bei Rayhana ist der Witz befreiend, weil er erkenntnisstiftend ist … Rayhanas Stück ist ein rhetorischer Schleiertanz, der einem die Augen öffnet mit dem Mittel der sprachlichen Enthüllung. Wie jedes Theaterstück ist auch dieses aus Worten gemacht, doch weil es in diesem Fall besonders offene und offensive Worte sind, ist ihr Stück zugleich noch aus einem anderen, selteneren Stoff gemacht: dem Mut.”

(Christopher Schmidt, „Theater der Zeit”, Januar 2015)



Die 1964 in Algerien geborene Dramatikerin und Schauspielerin Rayhana floh vor islamistischer Gewalt nach Paris. 2010 wurde „In meinem Alter rauche ich immer noch heimlich” in Paris uraufgeführt. Fundamentalisten versuchten einen Brandanschlag auf Rayhana, der glücklicherweise fehlging.

2014 wurde Rayhana für ihr Stück mit dem angesehenen Jürgen Bansemer & Ute Nyssen-Dramatikerpreis ausgezeichnet. Die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek 2013 an Ute Nyssen: „Wie ein Fächer Karten blättert sich in diesem Stück die Vielfalt der arabischen Frauen auf. Auch wenn man die Verhältnisse nicht kennt, weiß man sofort: es ist wahr, was hier verhandelt wird.”



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