Quelle: Reservix

Montag, 04.05.2026
um 19:30 Uhr




Szenische Lesung und Gespräch mit Helmut Böttiger und Annette Bühler-Dietrich
Gerlind Reinshagen (1926–2019) gehört zu den wenigen Dramatikerinnen, die in der Bundesrepublik und international ab den 1970er Jahren erfolgreich waren. Großen Beifall erhielten ihre Stücke unter Claus Peymann am Schauspiel Stuttgart; bis zum Ende ihres Lebens veröffentlichte sie Theaterstücke, Prosatexte und schließlich einen Lyrikband im Suhrkamp Verlag. Gespenster bevölkern Reinshagens Schreiben in Drama und Prosa. Figuren aus der Literatur wie Emily Brontë, Virginia Woolf, Robert Walser oder Dylan Thomas suchen die Protagonist:innen heim, machen sich als Stimmen hörbar, die Verdrängtes ans Licht holen und Splitter von Utopie aufscheinen lassen. Auch wo Reinshagen sich mit ihrer eigenen Kriegskindheit befasst, sind es die Freund:innen der Vergangenheit, die die schreibende Erzählerin heimsuchen. In Stuttgart bringen Axel Brauch, Beat Dietrich und Jule Hölzgen diese Stimmen zu Gehör. Über die Autorin ins Gespräch kommen der Autor, Literaturkritiker und Kenner der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur Helmut Böttiger und die Literaturwissenschaftlerin und Übersetzerin Annette Bühler-Dietrich.

Gefördert durch die Landeshauptstadt Stuttgart, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Literaturwissenschaft Neuere Deutsche Literatur der Universität Stuttgart.

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