Ach! Hannah Arendt
Lesung und Gespräch mit Eva von Redecker
Moderation: Matthias Bormuth
Der Faschismus der Gegenwart – er erscheint in neuer Gestalt, die nicht immer leicht zu erkennen und noch schwerer zu erklären ist. Eva von Redecker analysiert in ihrem neuen Buch „Dieser Drang nach Härte“ sein diffuses Wesen und verortet ihn im Kern in der Beschwörung eines unbedingten Besitzanspruchs, dessen Verteidigung über Leichen geht. Ein erhellendes Buch, das Verbundenheit gegen die um sich greifende Härte unserer Zeit stellt. Von Redeckers Überlegungen vermitteln eine Freude am Denken, nicht fern von dem Impuls Hannah Arendts, im genauen Verstehen unserer Wirklichkeit Momente von Freiheit zu entdecken, die gedanklich in Bewegung zu setzen vermögen. Auch Eva von Redecker ist in diesem Sinne eine politische Theoretikerin, die autokratische Dynamiken durchschauen will, um demokratische Kritik Stück für Stück wirksam werden zu lassen, jenseits von willkürlicher „Macht und Gewalt“, die Arendt ebenfalls als die größten Gefahren des modernen Gemeinwesens ansah. Mit Eva von Redecker ins Gespräch kommt Matthias Bormuth, Professor für Ideengeschichte an der Universität Oldenburg und Kurator der Reihe zu Hannah Arendt. Eva von Redecker, geboren 1982, ist Philosophin und freie Autorin. Sie beschäftigt sich mit Kritischer Theorie, Feminismus und Autoritarismus, schreibt Beiträge für u. a. die ZEIT, The Guardian oder das Philosophie Magazin und ist regelmäßig in Rundfunk- und TV-Interviews zu hören. Aufgewachsen auf einem Biohof lebt sie heute im ländlichen Brandenburg.

Gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung, in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Zentrum für Kultur und Technikforschung

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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