Freitag, 29.11.2019
um 20:00 Uhr







Ein dokumentarisches Licht-und Schattenspiel von und mit Janne Wagler

Ausgangspunkt für diese Performance sind Texte der Künstlerin, die in Israel entstanden. Die Schauspielerin Janne Wagler arbeitete von 2015 bis 2018 für viele Monate als Freiwillige in einem Altersheim für Überlebende des Holocaust in Haifa und in einem Hospiz in Jerusalem.
An einem beispiellosen Ort, auf der Nahtstelle zwischen jüdischem und arabischem Teil von Jerusalem, liegt dieses Hospiz, in dem Christen, Juden und Muslime zusammen kommen, ihre letzte Zeit gemeinsam miteinander verbringen. Der viermonatige Aufenthalt in Jerusalem war geprägt von Unruhen, die so mancher Einheimische in Israel als dritte Intifada bezeichnet. Da hinein geriet die Schauspielerin. Ihre Neugier hat sie zu den unterschiedlichsten Orten und Menschen gebracht, sie fragte nach, hörte zu.
Aufgewachsen in der DDR, geflüchtet noch vor dem Mauerfall über die ungarische Grenze, entdeckte die Künstlerin in Israel jene Momente, wo die eigene Biografie sich mit der Geschichte kreuzt. Sie lernte das Land Israel und seine Menschen lieben.
Intensiv setzt sie sich in Beziehung zu ihren Erlebnissen. Entstanden sind poetische Miniaturen, deren Kraft vor allem in der hohen Authentizität besteht.
"Die Brücke nach Haifa" ist eine Spurensuche, eine Reise zu sich selbst, zur Familie. Texte von hoher Dichte und eine Schauspielerin, die mit wenigen Mitteln atmosphärische Bilder erzeugt, nehmen die Zuschauer mit auf eine Reise in ein außergewöhnliches Land.

Einlass: 19:30h

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix