Montag, 23.09.2019 bis Samstag, 26.10.2019







Die in Luzern/CH und in Berlin arbeitende Künstlerin Nina Staehli (Jhg. 1961) zeigt in der städtischen Galerie eine multimediale Installation zur Erforschung des „Gierorgans“ mit pneumatischen Plastiken, Videos, Skulpturen, Malerei und Texten.

Bei einem früheren Projekt („Glory Land“) recherchierte Nina Staehli u.a. im Reservat der Cherokee-Indianer in den Südstaaten der USA. Für ihre Interviews mit Cherokee- und Choctaw-Tribes erstellte sie einen Fragebogen, dessen letzte Frage lautete, wie sich die Vertreter der Indian Nations ein „Gierorgan“ vorstellen. Eine Beschreibung war die eines Riesengeschwürs im Kopf, eine andere verortete es in der Nähe des Herzens.

Die Schweizer Künstlerin kommt ursprünglich vom Theater. Obwohl sie auch malt, zeichnet oder Gipsplastiken macht, beschränkt sie sich niemals auf zwei- oder dreidimensionale Artefakte. Sie entwirft auch Performances oder macht Videos. Für ihre künstlerische Untersuchung des Phänomens der Gier hat sie eine Form für ihr Thema gesucht und gefunden, gewissermaßen ein Sinnbild, eine dreidimensionale Metapher. Das „Gierorgan“ ist hypertroph, es wächst und wuchert, es vervielfältigt sich in zahllosen kleinen Plastiken, schwillt an in zwei zum Platzen prallen pneumatischen Plastiken.

 

Mi bis Sa 13:00 bis 18:00 Uhr, So u. Fei 11:00 bis 17:00 Uhr, Mo+Di geschl., Gruppen-besuche möglich


Eventdaten bereitgestellt von: Kulturkurier