Verwildern in Bildern VIII - zwischen/ding
U29 - für alle unter 29
„A schwarz, E weiß, I rot, O blau, U grün – Vokale / bin schon eurer dunklen Herkunft auf der Spur“ schreibt der junge Wilde der lyrischen Moderne, Arthur Rimbaud, in seinem Gedicht „Voyelles“. Vers für Vers begibt er sich auf die Jagd nach den Farblautwerten: „A, schwarzer Panzerglanz der Fliegen“ – „E, helles Wüstenzelt aus Gletscherwellen “ – „I, Blutsturz, Lippen röter als Karmin“. Bei unserem „zwischen/ding“ wollen wir weitere Laute dieses absonderlichen, farbigen Alphabets ergründen, indem wir den Spuren der Farben folgen, die uns in der näheren Umgebung des Literaturhauses – in Gestalt von Fahrrädern, Sonnenbrillen, Hüten, Stimmfarben aufgeschnappter Gespräche – begegnen werden. Aus dem Zusammentreffen von Farbe und Ding entstehen Texte, die durch einen roten oder auch gelben, wenn nicht blauen, Faden zusammengehalten werden. Oder auch nicht. Mitzubringen ist eine (Lieblings-)Farbe, ein aufgeladenes Smartphone und Lust aufs gemeinsame Experimentieren.
Mit Unterstützung der Förderinitiative Kulturkessel