I kill you back (UA)
Zwei Welten, zwei Leben. In der einen Welt musst du essen, trinken, schlafen, zur Schule gehen. Du hast einen Namen, der dir schon vor der Geburt verpasst wurde, du hast Hautunreinheiten und Bad Hair Days. In der anderen Welt musst du gar nichts, wenn du nicht willst. Such dir deinen Namen selbst aus (wie wär’s mit Dora The Destroyer?), und was die Hautunreinheiten betrifft: einfach wegfiltern. Und wenn du dich anders als die anderen fühlst, such dir Freund:innen und Verbündete, die dich verstehen, weil sie selbst anders sind!
Das Internet – der totale Freiraum. Bis er das dann eben nicht mehr ist und auch sie diesen Raum besetzen: die Creeps, die Hater und Stalker, die sich ausgeben als Verehrer, als Kumpel, als Fans. Gewalt im Netz ist ein weites Feld. Es reicht von »harmlosen« Belästigungen bis zu handfesten Drohungen (»I kill you, bitch!«). Es umfasst Hatespeech, Cybermobbing, Stalking und Doxing. Die Mehrheit der Opfer: Mädchen und Frauen. Die Mehrheit der Täter:innen: männlich. #rapeculture #slutshaming. Viele der Opfer reagieren mit Rückzug aus der Netzwelt. Sie löschen ihre Accounts auf TikTok & Co, sie löschen ihre Messenger-Apps, sie löschen sich selbst. Am Ende behalten die Täter immer recht.
Nix da, sagt Zonta. Zonta International, ein weltweiter Zusammenschluss von Frauen in Führungspositionen, die das Empowerment von Mädchen und Frauen fördern. Der Zonta Club of Erlangen hat – im Schulterschluss mit dem schauspiel erlangen – ein Stück in Auftrag gegeben. Die Autorinnen Anita Augustin und Natalie Baudy haben – im Schulterschluss – ein Stück geschrieben. I killyou back erzählt von einer jungen Frau, die zum Opfer wird, aber keines bleiben will: Dora The Destroyer, Superheldin ohne Superkräfte, dafür mit unreiner Haut und bad hair every day, aber killen kann sie!
Relaxed Performance
Für die Vorstellung am 07.05.2026 möchten wir eine Relaxed Performance anbieten, damit auch Menschen, für die der Besuch eines Theaterabends zum Thema Gewalt gegen Mädchen und Frauen eine große Herausforderung darstellt, dies unter angepassten Bedingungen tun können. Das Saallicht wird nicht komplett ausgeschaltet werden und es wird jederzeit möglich sein, den Saal zu verlassen und bei Wunsch wieder zu betreten. Zudem wird vor dem Saal eine Ansprechperson verfügbar sein. Starke visuelle und auditive Reize werden vermindert eingesetzt.
Mit
Clara Liepsch
Johannes Rebers
Alida Stricker
Regie - David Moser
Text - Anita Augustin, Natalie Baudy
Bühne und Kostüme - Leonie Schöning
Musik - Sebastian Jurchen
Dramaturgie - Natalie Baudy