Gostners SuppKultur - #41
Ein literarisches Gläserrücken, ein Nicht-Zurechtfinden im eigenen Körper, in der Natur, der Welt, der Liebe. Und dann fällt eine Bombe. So beschreibt der Erlanger Autor Philip Krömer die Kunst der Augsburger Lyrikerin Alke Stachler: romantisch, düster, mit Anklängen an Body- und Cosmic-Horror. Stachler, ausgezeichnet mit dem Bayerischen Kunstförderpreis, hat im vergangenen Jahr ihren dritten Band "doch das ende war hell" in der parasitenpresse veröffentlicht. Ihre Gedichte sind Selbstgespräche und Anrufungen, die eine Utopie des radikalen Fühlens in die Welt setzen. Wir wollen wissen, wie sich diese Utopie in Musik übersetzen lässt und wer wäre dafür besser geeignet als die Nürnberger Harfenistin Maja Taube? Die in Berlin geborene Musikerin lotet mit ihrem Instrument klangliche Grenzen aus, zum Beispiel durch Manipulation der Seiten mit Korken oder Nylonstrümpfen, und erforscht Wege jenseits der Klassik. Maja Taube ist Kulturpreisträgerin des Bezirks Mittelfranken. Gemeinsam werden Stachler und Taube Lyrik und Harfe zu einer atmosphärischen Endzeit-Landschaft verweben. Durch den Abend führt unser Tippgeber Philip Krömer.
Suppkultur (Stephan Goldbach, Musiker, und Andreas Thamm, Autor) bringen Text, Musik und Suppe ins Loft. Monatlich verhandeln Thamm, Goldbach und ihre Gäste das Albernste und die großen Themen unserer Zeit, immer konzeptionell durchdacht, fast sogar mit Anspruch und immer überraschend, nie gleich.