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Die Solo-Performance erforscht mithilfe des Körpers den Begriff der “sweetness” (Süße). Die Arbeit bewegt sich zwischen der tatsächlichen Präsenz von Zucker und seinen metaphorischen Implikationen und fragt, was es bedeutet, einen „süßen“ Körper zu bewohnen, und was geschieht, wenn diese “sweetness” Grenzen überschreitet.

Das Projekt entspringt einer persönlichen Erfahrung mit chronisch erhöhtem Blutzucker und erweitert diesen Zustand zu einer umfassenderen Reflexion über “sweetness” als etwas, das begehrt, kultiviert und performt wird. “Sweetness” wird oft mit Fürsorge, Weiblichkeit, Begehrtheit, Harmonie und Selbstbeherrschung assoziiert und erscheint nicht nur als Eigenschaft, sondern auch als Erwartung, die an den Körper gestellt wird.

Durch Choreografie, Live-Musik, zuckerhaltige Bühnenmittel und die Live-Messung des Blutzuckerspiegels schafft die Performance eine dichte, klebrige Landschaft, in der Anziehung und Übermaß langsam in Unbehagen übergehen. Während sich Zucker am Körper und im gesamten Raum ansammelt, wandelt sich “sweetness“ von Genuss zu Enthüllung und offenbart das fragile Gleichgewicht zwischen Verführung, Verletzlichkeit und Erschöpfung.

“Sweetness“ wird als Material betrachtet, das berührt, konsumiert, gemessen und verkörpert werden kann. Die Performance lädt das Publikum in eine sinnliche Umgebung ein, in der die Grenzen zwischen Begehren und Kontrolle, Genuss und Risiko zu verschwimmen beginnen.

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