Bild: Reservix

Dienstag, 09.06.2026
um 18:00 Uhr




„Meine Geschichte ist keine besondere. Es ist die Geschichte von eineinhalb Millionen Kindern, die keine Stimme mehr haben.“ – Henriette Kretz

Henriette Kretz spricht am Abend des 09.06.2026 über ihr Leben im Schatten des Holocaust. Von ihrer glücklichen Kindheit über den Überfall und die Unterdrückung durch die Nationalsozialisten bis hin zur Ermordung ihrer Eltern und ihr Leben nach dem Krieg. Es geht um Erinnerungen, gegenseitiges Zuhören und gemeinsamen Austausch.
Moderatorin Stephanie Roth spricht mit Henriette Kretz über ihre Erlebnisse, bevor auch das Publikum die Möglichkeit hat, Fragen zu stellen und mit der Zeitzeugin ins Gespräch zu kommen.

Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung von der Klarinettistin Irith Gabriely, die den Abend mit einfühlsamer Klezmer-Musik stimmungsvoll gestaltet.

Henriette Kretz wurde am 26. Oktober 1934 in einer jüdischen Familie in der damals polnischen Stadt Stanisławów (heute Iwano-Frankiwsk in der Ukraine) geboren. Henriettes Vater war Arzt, ihre Mutter Anwältin, wobei sie sich der Erziehung ihrer Tochter widmete. Henriettes Welt war zu diesem Zeitpunkt glücklich und unbeschwert.
1941 musste die Familie ins Ghetto umsiedeln. Mehrmals entkam sie der Deportation. Nachdem sie über ein halbes Jahr von einer polnisch-ukrainischen Familie versteckt worden war, entdeckte sie die Gestapo.
Henriettes Eltern wurden erschossen, sie selbst konnte fliehen und überlebte in einem von Nonnen geführten Waisenhaus.
Nach dem Krieg kam Henriette Kretz nach Antwerpen, studierte Kunstgeschichte und wurde Lehrerin. Seit Jahren versucht sie, durch Vorträge in Deutschland eine Brücke aus der Vergangenheit in die Zukunft zu bauen:

„Ausgrenzung beginnt ganz schnell, ein Grund findet sich immer." – Henriette Kretz

Das Theater Rüsselsheim bedankt sich herzlich bei den Freiwilligendiensten Kultur und Bildung, der Landesvereinigung Kulturelle Bildung Hessen, der Sparkassenstiftung Hessen-Thüringen, der Sparkassenstiftung Groß-Gerau und der Alten Synagoge Rüsselsheim ohne deren Unterstützung das Projekt nicht realisierbar gewesen wäre.

Veranstaltungsort: Theater Rüsselsheim, Großes Haus | Veranstaltungsdauer: 100 Min. keine Pause

Eintritt: frei
Bei Online-Buchung fällt eine Gebühr von 2 Euro an.

Veranstalter: Theater Rüsselsheim in Kooperation mit dem Bistum Mainz, dem Maximilian-Kolbe-Werk und der Stiftung Alte Synagoge Rüsselsheim

Foto: Olaf Kosinsky

Einlass: ab 17 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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