Mittwoch, 29.04.2026
um 20:30 Uhr




Zwei große literarische Stimmen der Gegenwart öffnen unseren Blick. »Mit meinen Erzählungen wollte ich mich meiner Welt vergewissern«, so Helga Schubert. Lukas Rietzschel, Literatur-Star der jüngeren Generation, ergänzt mit seiner Perspektive.

Eine junge Frau spaziert nach der Arbeit durch Ost-Berlin. Eine Autorin wartet in Moskau darauf, die berühmte Primaballerina Galina Ulanowa treffen zu dürfen. Ein Kind atmet zum ersten Mal, eine Großmutter stirbt. In ihrem neuen Band »Luft zum Leben« (dtv) hat Helga Schubert Erzählungen aus sieben Jahrzehnten zusammengestellt, viele davon erstmals veröffentlicht. Lakonisch und beobachtungsstark dokumentieren sie den Alltag in der DDR damals und heute, erzählen von Diktatur und innerer Freiheit.

Lukas Rietzschel, geboren 1994 in der Oberlausitz, erzählt in seinem neuen Roman »Sanditz« (dtv) vom Leben in einem ostdeutschen Dorf, das durch politische Umbrüche, familiäre Konflikte und soziale Spannungen geprägt wird. Er porträtiert eine verunsicherte Generation, die zwischen Corona-Pandemie, Ukrainekrieg, Abwanderung und Perspektivlosigkeit nach Halt sucht, und erlebt, wie globale Krisen den dörflichen Alltag und private Beziehungen nachhaltig verändern.

Zwei Generationen ostdeutscher Erfahrungen, zwei prägnante literarische Stimmen: Helga Schubert und Lukas Rietzschel sprechen darüber, wie Freiheit und Demokratie neu verhandelt werden müssen.

»Innerlich unfrei gewesen bin ich nie. Das ist eine Gnade.« HELGA SCHUBERT

EINTRITT: EURO 20.- / 15.-
Veranstalter: Literaturfest München

HINWEIS: Während des Literaturfestes werden ausgewählte Abende gestreamt. Auch in diesem Jahr ist das Festival-Streaming kostenlos. Für alle, die nicht jeden Abend nach München kommen können. Link zu den Live-Streams unter http://www.literaturfest-muenchen.de immer auf der jeweiligen Veranstaltungsseite. Schalten Sie ein!

(Foto: Lukas Rietzschel © Alexandra Polina / Helga Schubert © Eddy Zimmermann

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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Lukas Rietzschel