“I’m not afraid of my body. If I was, would you be more comfortable?” – Jéssica Teixeira

In ihrer preisgekrönten Arbeit „Monga” widmet sich die brasilianische Künstlerin Jéssica Teixeira der mexikanischen Künstlerin Julia Pastrana, einer der größten Inspirationen sogenannter „Freak Shows” des 19. Jahrhunderts. Teixeira zeichnet Elemente des Lebens der Tänzerin, Performerin und Sängerin nach, das von unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Ausbeutung geprägt war – und deren Körper selbst nach ihrem Tod mit 26 Jahren noch die koloniale und ableistische Sensationslust anderer bedienen musste. „Monga” ist weder Dokumentartheater noch Spektakel, sondern eine Fortführung der Recherche Teixeiras, die ihren eigenen Körper als Rohmaterial der Dramaturgie einsetzt. Beschienen vom grellen Schein eines Ringlichtes starrt Teixeira zurück, spiegelt und entblößt die Gaffer, hält das Publikum in der Schwebe zwischen Intimität, Humor und Schock. Ein Abend zwischen Performance, Poesie und Live-Konzert, an dem der ein oder andere Shot Cachaça nicht fehlen darf.

Bild: Andy Catlin

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

Das könnte auch interessant sein

Liniker