Was hat Liebe mit dem Sehvermögen zu tun? Offenkundig einiges, das jedenfalls legt der neue Roman von Thomas Hettche nahe. Sein Held Max ist Okularist, fertigt also künstliche Augen an und erlebt einen Gefühlssturm, mit dem er so spät im Leben nicht mehr gerechnet hätte. Mit Anna, die ihrerseits gebunden ist, entspinnt sich ein kompliziertes Beziehungsgewebe. Nach seiner poetischen Inbesitznahme der Augsburger Puppenkiste in »Herzfaden« (2020) und der novellenartig zugespitzten Geschichte über eine von Naturkatastrophen gezeichnete Bergwelt in »Sinkende Sterne« (2023) wendet sich Thomas Hettche in seinem neuen Roman »Liebe« (2026, alle bei Kiepenheuer & Witsch) jetzt einem Thema zu, das seit der Antike in der Literatur verhandelt wird. Im Studio LCB diskutiert Thomas Hettche mit der Schriftstellerin Katharina Schultens und dem Literaturwissenschaftler Philipp Theisohn über das Wagnis, große Gefühle zum Gegenstand von Literatur zu machen. Sendetermine: 28. Februar 2026, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk, 01. März 2026, 0.05, Deutschlandfunk Kultur.
Moderation: Maike Albath

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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