Sonntag, 05.04.2026
um 15:00 Uhr




Den Tod besiegen – dieses zentrale Motiv des Osterfestes steht im Zeichen der Auferstehung Jesu Christi. Eine eindrucksvolle Parallele findet sich im Mythos des Sängers Orpheus, der versucht, seine verstorbene Braut Eurydike aus der Unterwelt zurück in die Welt der Lebenden zu führen. Auch diese Erzählung birgt Hoffnung für uns Irdische, deren Leben in ausgewählten Texten, hier von sprezzatura 22 vertont, dargestellt wird.

Das Ensemble „sprezzatura 22“ verbindet Musik und Text zu einem eindrucksvollen Gesamterlebnis. Das Programm reicht von gregorianischem Gesang und Renaissance-Werken wie „Christ ist erstanden“ bis hin zu modernen Arrangements wie „Mother Nature’s Son“ und dem Jazz-Standard „Nature Boy“. Eigenkompositionen des Ensembles ergänzen das Programm. Im Zentrum steht ein mehrteiliger Zyklus, der den Orpheus-Mythos mit dem menschlichen Leben verknüpft und Themen wie Kindheit, Jugend, Alter und Hoffnung aufgreift – ergänzt durch Texte aus verschiedenen Epochen, darunter auch Franz Kafka.

„Sprezzatura“ ist ein Begriff aus dem höfischen Leben der italienischen Renaissance und bedeutet einen spielerischen, wörtlich „verachtenden“ Umgang mit schwierigen Dingen. Heutzutage wird, ausser dem Ensemble sprezzatura 22, eine lässige doch formal korrekte Spielart der Herrenmode so bezeichnet

Sprezzatura 22

Sprezzatura entstand im Frühjahr 2022 durch das Zusammentreffen dreier Musiker die vereint sind in dem Bedürfnis, ausgetretene Pfade puristischer Musikinterpretationen zu verlassen. Die Musiker von Sprezzatura haben alle eine profunde Kenntnis im Bereich der Alten Musik. Dieses Wissen, zusammen mit der Freude am Improvisieren, an Folk und Jazz und der Vermischung von Genres ist das Merkmal von Sprezzatura. Dazu kommen noch die Lust am gesprochenen Wort, an der Inszenierung und eine große Spielfreude.

Der Lautenist Andreas Arend entwickelte zusammen mit dem Instrumentenbauer Valentin Oelmüller ein neuartiges Instrument – eine Gitarre, welche sowohl gezupft als auch mit Bogen gestrichen werden kann.
Diese Lyra Polyversalis ermöglicht ihm den fliegenden Wechsel zwischen Melodien und Harmonien, um im Spiel seinen musikalischen Einfallsreichtum zu materialisieren, angesiedelt im klanglichen Spektrum zwischen Gitarre Cello und Geige.

Die baskische Sängerin June Telletxea beschäftigte sich eingehend mit der Musik des Mittelmeerraumes und mit traditionellen Liedern der Iberischen Halbinsel. Ausgebildet ist sie nicht nur im Bereich der alten Musik sondern auch in den Fächern Tanz und Theater.

Die Musik wird vorangetrieben von dem Percussionisten Wolfgang Eger, der die verschiedensten Instrumente für seine Zwecke adaptiert und auch entfremdet, auf unerwartete Weise verfremdet.

Foto: (c) Chris Ruiz

Einlass: 14:30 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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