Montag, 20.09.2021
um 09:00 Uhr

Justus-von-Liebig-Therme
Kurallee 2
63667 Nidda



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Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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zkm_gameplay

Die legendäre Spieleplattform des ZKM »ZKM_Gameplay« startet mit »zkm_gameplay. the next level« eine Neuauflage.

Alle GamerInnen, aber auch BesucherInnen, die bislang kaum Erfahrung mit Computerspielen haben, sind zum informativen, kritischen und kreativen Austausch – und natürlich zum Spielen – in die Ausstellung eingeladen. 

Das neue Konzept basiert nicht nur auf den Erfahrungen des »ZKM_Gameplay«, sondern auch auf der Ausstellung »Games and Politics«, die seit 2017 in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut auf allen Kontinenten zu sehen ist.

Medium der digitalen Gesellschaft
Dass das Computerspiel sich zu einem Leitmedium entwickelt hat, ist heute kaum mehr eine gewagte These über den Stellenwert des interaktiven und multimedialen Mediums. Es hat sich weit von seinen Ursprüngen als Laborexperiment und Spielzeug entfernt und ist »das« Medium der digitalen Gesellschaft geworden, zwischen Pop-Kultur, Unterhaltung und Kunst. 

Mi bis Fr, 10 – 18 Uhr Sa & So, 11 – 18 Uhr

Karlsruhe

25.10.2021
Beyond States

05.02.2021 – 07.11.2021

Ist der Staat Schutzraum oder Gefahrenzone? Hamsterkäufe im Supermarkt, Notfalllisten, Katastrophenschutz und Pandemiepläne: Das „Preppen“ ist zurzeit aktueller denn je, gleichzeitig wird die Schutzfunktion des Staates und damit auch die Thematik der Staatsgrenzen diskutiert. Einige Grenzen sind offen und passierbar, andere umstritten, viele strengstens bewacht.

Der durch das Fliegen ermöglichte Blick von oben relativiert Grenzen und reflektiert damit die Konzepte von Staatsgebieten und Grenzen. Neben der veränderten Perspektive müssen Staaten nach wie vor mit einigen Herausforderungen umgehen: Wem gehört der Himmel und wie hoch reicht ein Staat? Der Luftraum kann sowohl öffentlicher Raum, der grenzüberschreitende Kommunikation und Mobilität möglich macht, als auch nationalstaatlich und supranational regulierte Sphäre oder Kriegsschauplatz sein.

Die Ausstellung „Beyond States. Über die Grenzen von Staatlichkeit“ im Zeppelin Museum widmet sich diesen gegenläufigen Entwicklungen und fragt anhand der drei konstituierenden Merkmale – Staatsgebiet, Staatsbürgerschaft und Staatsgewalt – nach der aktuellen und zukünftigen Bedeutung des Staates. Sie wirft aber gleichzeitig auch den Blick bis in das 19. Jahrhundert zurück und ergänzt die künstlerischen Positionen mit Exponaten, die Grenzen, Staatlichkeit und damit verbundene Propaganda in der Luftfahrt thematisieren.

Gezeigt wird die interdisziplinäre Ausstellung im Zeppelin Museum am Bodensee. Ein besonderer Ort, auf den die Ausstellung in mehrfacher Hinsicht Bezug nimmt. Der Bodensee war lange völkerrechtliches Niemandsland. Deutschland, Österreich und Schweiz haben sich nur teilweise auf rechtsverbindliche Grenzen festgelegt. Seit 1648 sind die Staatsgrenzen nicht klar geregelt, der Obersee gilt als gemeinschaftliches Eigentum. Hier verwischen die Grenzen der Staaten.

International renommierte Künstler*innen reflektieren Fantasien bzw. Realitäten einer Staatskrise bis hin zum Staatsverfall, die sich zwischen Dystopie und Utopie bewegen. Angefangen bei rechtslibertären Ideologien, die in der Überwindung des Staates die Verwirklichung ultimativer Freiheit sehen bis hin zur Idee einer flexiblen Staatsbürgerschaft, die sich an Abo- bzw. Streaming-Portalen orientieren. Die Ausstellung wirft aber auch einen Blick auf diejenigen, die sich auf einen Zusammenbruch der staatlichen Ordnung vorbereiten wie u.a. Verschwörungstheoretiker und Prepper. Sie wirft aber gleichzeitig auch den Blick bis in das 19. Jahrhundert zurück und ergänzt die künstlerischen Positionen mit Exponaten, die Grenzen, Staatlichkeit und die damit verbundene Propaganda in der Luftfahrt thematisieren.

Kurator*innen: Ina Neddermeyer, Leiterin und Caroline Wind, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Kunst im Zeppelin Museum, Jürgen Bleibler, Leiter und Felix Banzhaf, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Zeppelin im Zeppelin Museum.

Eingeladene Künstler*innen: Nevin Aladağ, James Bridle, Simon Denny, Vera Drebusch & Florian Egermann, Forensic Oceanography / Forensic Architecture, Jacob Hurwitz-Goodman & Daniel Keller, Peng Kollektiv!, Christopher Kulendran Thomas, Henrike Naumann, Jonas Staal

Friedrichshafen

25.10.2021
Schwieriges Erbe. Ausstellung

Was hat das Linden-Museum mit dem deutschen Kolonialismus zu tun? Welche württembergischen Akteur*innen waren am Kolonialismus beteiligt? Wie präsent war der Kolonialismus in der württembergischen Alltagswelt? Und wie wirkt er bis heute fort?

Die Ausstellung zeigt die kolonialen Verbindungen des Museums zwischen 1882, dem Jahr der Gründung des Württembergischen Vereins für Handelsgeographie als Träger des Museums, und ca. 1940 auf und bezieht Auswirkungen bis in die Gegenwart mit ein. Eine wichtige Rolle nahm Karl Graf von Linden ein. Er war Vorsitzender des Trägervereins und prägte das Museum während der Kolonialzeit. Entsprechend wurde das Museum 1911 nach ihm benannt. Daneben werden weitere Persönlichkeiten vorgestellt, die Teil von Geschichten sind, die sich zwischen dem Museum, Württemberg und den Kolonien abspielten. Ebenso wird nach denjenigen gefragt, über die wir aufgrund der kolonialen Verhältnisse wenig wissen, die aber dennoch maßgeblich am Aufbau der Sammlungen beteiligt waren.

In einem weiteren Schritt wird das kolonialistische Vereinswesen betrachtet, zu dem auch der Trägerverein zu zählen ist. Vereine prägten das gesellschaftliche Leben und dienten als Multiplikatoren kolonialer Ideologien. Ereignisse wie Kolonialtagungen, -ausstellungen und sog. „Völkerschauen“ oder Objekte der Alltagskultur zeigen, wie tief verwurzelt der Kolonialismus auch in Stuttgart war. Es wird gefragt, welche Kontinuitäten sich bis heute ergeben.

Ein weiterer Themenschwerpunkt befasst sich mit Gewalt und rückt exemplarisch den sogenannten „Boxer-Krieg“ in China (1900/01) in den Mittelpunkt. Hunderte Württemberger Soldaten zogen freiwillig in diesen Krieg, aus dem das Linden-Museum geplünderte Objekte besitzt. Württembergern, die an Kolonialexpeditionen und -kriegen teilnahmen, wurde ehrend mit Gedenktafeln und Denkmälern gedacht, die es teilweise noch heute gibt. Wie soll damit umgegangen werden?

In die Ausstellung fließt die Provenienzforschung im Museum ein. Außerdem wurde vom Linden-Museum eigens eine Untersuchung zu Württemberg und dem Kolonialismus in Auftrag gegeben. Die Landesgeschichte im Kontext des Kolonialismus zu betrachten und die vielen Querverbindungen zwischen Institutionen, Personen und Ereignissen herauszuarbeiten, ist ein neuer Ansatz. Auch wenn manche Fragen schon früher bearbeitet wurden, setzt die wissenschaftliche Forschung und Debatte bei vielen Fragen gerade erst ein.

Zentral sind dabei kritische Distanz und Multiperspektivität, um Kolonialgeschichte nicht einseitig oder gar nostalgisch aus der Sicht württembergischer Akteure nachzuerzählen. Dass die Auseinandersetzung stark in Bewegung ist, wird auch in der Ausstellung sichtbar. Angelehnt an die Idee der Werkstatt sind die Besucher*innen aufgefordert, Fragen zu beantworten, eigene Gedanken oder Kritik festzuhalten und ihr Wissen einzubringen oder zu hinterfragen. Die Besucher*innen können verschiedene Standpunkte und Perspektiven einnehmen, Leerstellen und Verbindungslinien werden offen gelegt und die Inhalte zur Diskussion gestellt.

Eintritt: EUR 8,-/6,- / Familien EUR 16,-

Hinweis:
Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung ist eine Anmeldung für einen Time-Slot zum Besuch der Ausstellung erforderlich:
Tel. 0711.2022-579
(Sprechzeiten: Mo. bis So., 10 – 12 Uhr und 14 – 17 Uhr, Anmeldung bis 1 Tag vorher möglich)

 

Mo bis Sa von 10 bis 17 Uhr, So und Feiertage von 10 bis 18 Uhr

Stuttgart

25.10.2021
Orte jüdischen Lebens in Trier

Über Jahrhunderte bestand eine jüdische Gemeinde in Trier und brachte der Stadt nachhaltige Impulse. Bis heute zeugen die historischen Häuser der Judengasse oder der jüdische Friedhof in der Weidegasse sichtbar von dieser Vergangenheit. Viele Orte in Trier erzählen von diesem jüdischen Leben: Es sind Geschichten alteingesessener Familien, hoffnungsvoller Geschäftsleute und talentierter Kunstschaffender. Aber die Häuser, Straßen und Plätze erzählen auch von Pogromen, Verfolgungen und der systematischen Vernichtung jüdischen Lebens im Nationalsozialismus. Über 30 Video-Interviews an den Schauplätzen in Trier und der Großregion lassen die Spuren dieser Geschichte ebenso sichtbar werden wie die lebendige Gegenwart jüdischen Lebens in unserer Stadt.

Di-So, 10-17 Uhr

Trier

25.10.2021
BarabásiLab

Die Ausstellung »BarabásiLab. Hidden Patterns« stellt die Tätigkeit des Physikers und Netzwerkwissenschaftlers Albert-László Barabási und seines Forschungslabors vor. Der Fokus der Ausstellung liegt hierbei auf der Entwicklung der Netzwerk-Visualisierung innerhalb der letzten 20 Jahre, die sich anhand der Projekte des BarabásiLabs ablesen lässt. 

Die aktuelle Welt produziert so viele Daten pro Tag wie zuvor nicht in Jahrzehnten. Das Wissen der Welt verdoppelt sich alle zwei Jahre. Um diese Datenmenge bewältigen zu können, bedarf es einer neuen Wissenschaft: die Visualisierung von kennzeichnenden Knoten und Netzen, von Parametern und Mustern.

Das innovative und interdisziplinäre Feld der Netzwerkforschung ermöglicht die Analyse verschiedenster kultureller und sozialer Phänomene. Unsichtbare, verborgene Verbindungen und sich stets wiederholende Muster innerhalb Natur, Gesellschaft, Sprache und Kultur können somit nicht nur erforscht, sondern auch sichtbar gemacht werden. Barabásis Netzwerkansatz verspricht eine umfassende, universelle Methode, die es erlaubt, viele Phänomene mit wissenschaftlicher Präzision zu beleuchten. 

Im Rahmen der Ausstellung können BesucherInnen einen umfassenden Einblick in die unter anderem sehr aktuellen Anwendungsbereiche der Netzwerkwissenschaft gewinnen. Die Netzwerkdiagramme und -strukturen werden in vielfältiger Weise und mittelst modernster Technik visualisiert, sodass die wissenschaftlichen und zugleich höchst ästhetischen Beiträge von Prints und Skizzen, über Videos bis hin zu realen und virtuellen Datenskulpturen reichen.

»BarabásiLab. Hidden Patterns« ist eine Zusammenarbeit mit dem Ludwig Museum, Budapest, wo die Ausstellung vom 10. Oktober 2020 bis zum 17. Januar 2021 gezeigt wird.

 

Mehr zur Ausstellung:https://zkm.de/de/ausstellung/2021/03/barabasilab-hidden-patterns

Mi – Fr, 10 – 18 Uhr Sa & So, 11 – 18 Uhr

Karlsruhe

25.10.2021
ANTONY GORMLEY

Das SCHAUWERK Sindelfingen zeigt ab 13.06.2021 eine umfangreiche Einzelausstellung des britischen
Bildhauers Antony Gormley (*1950 London). Ausgezeichnet mit dem Turner Prize und dem Praemium
Imperiale zählt er zu den wichtigsten Künstlern der Gegenwart. Mit rund 30 Werken aus der Sammlung
Schaufler und aus dem Studio des Künstlers – darunter Arbeiten, die bisher nie öffentlich zu sehen waren –
ist es die bedeutendste Werkschau Gormleys, die je in Deutschland zu sehen war.

 

Zentrales Thema von Gormleys Schaffen ist der Mensch und seine Beziehung zum Raum. Ausgehend von
seinem eigenen Körper, den er als Material, Werkzeug und Motiv nutzt, zeigt er Figuren in unterschiedlichen
Zuständen: Enthüllung, Isolation, Herausschälen und Wachstum sind in der Ausstellung zu finden. Frühe
Skulpturen, wie die Bodenarbeit FLAT TREE (1978) und ONE APPLE (1982), zeigen Gormleys Interesse an Zeit
und ihrer Darstellung. 

 

Einige Werke sind umschlossen, andere offener und durchlässiger. Die fortwährende Infragestellung, wo ein
Körper beginnt und wo er endet, wird in Skulpturen erkundet, die sich von der Leere zur Masse entwickeln,
von der Linie zur Fläche, von der geradlinigen zur organischen Form und Struktur: von der fast gewichtslosen
linearen „Zeichnung im Raum“ bei FLARE II (2008) über die dichte Masse von CUMULATE (BREATHE II)
(2018) bis zur raumgroßen abgeschlossenen Dunkelheit von HOLD (2016). Drei großformatige
architektonische Werke – ROOM (1980), HOLD (2016) und MURMUR (2014) – stehen im Mittelpunkt der
Ausstellung und vermitteln zwischen dem individuellen Raum des Körpers und dem kollektiven Raum.

 

Nach der pandemiebedingten Verschiebung des Projekts im letzten Jahr, äußert sich der Künstler nun
begeistert über die Umsetzung ab Juni 2021: „Es freut mich, diese Ausstellung in den einzigartigen
ehemaligen Industriehallen des SCHAUWERK Sindelfingen zu machen. Die Räume sind großzügig, offen und
mit einem natürlichen Licht von oben erfüllt.“

Die Ausstellung zeigt Gormleys Transformation der Skulptur von rein materiellen und formalen Fragen hin zu
einer Erkundung des Lebens selbst. „Unser eigener Körper und seine Beziehung zu den ausgestellten Werken
ist ebenso Thema wie die Arbeiten selbst: der Körper als Behältnis, als Energiefeld, als Aggregat von Teilen, als
provisorischer Stapel, als Masse, als neuronales Netzwerk.” (Antony Gormley)

Di, Do 15:00-17:00 Uhr (öffentliche Führung) Sa, So 11:00-17:00 Uhr

Sindelfingen

25.10.2021
Heinz Mack

Heinz Mack
Skulpturen
4. Juli 2021 bis 2. Januar 2022

Heinz Mack feiert in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag. Der Skulpturenpark Waldfrieden ehrt ihn mit einer Ausstellung, die Macks Schaffen in seiner vielfältigen Beziehung zu Licht, Bewegung und Raum würdigt. Die Ausstellung bezieht nicht nur das Freigelände des Parks an besonders markanten Punkten ein, sondern nutzt zugleich auch alle drei Austellungshallen. Sie wird von Heinz Mack und Tony Cragg gemeinsam kuratiert.

Am 8. März dieses Jahres feierte Heinz Mack, Mitbegründer der Gruppe ZERO, seinen 90. Geburtstag. Der Skulpturenpark Waldfrieden ehrt den großen Maler und Bildhauer aus diesem Anlass mit einer Ausstellung, die ausschließlich seinem plastischen Schaffen gewidmet ist. In seinen drei Ausstellungshallen und im offenen Gelände präsentiert der Skulpturenpark 50 Skulpturen Heinz Macks, darunter zahlreiche Arbeiten, die bislang noch nie öffentlich gezeigt wurden. Auch wenn man rückschauend längere Zeiträume ins Auge fasst, wird die Ausstellung eine der großen Werkschauen des Künstlers.

Für Heinz Mack haben Kunstwerke neben der Erscheinung, mit der sie sich dem Auge des Betrachters präsentieren, ein Innenleben, dessen Eigenheiten die Philosophie erschließt. Er selbst sagt dazu: „Das Irritierende, Rätselhafte, Wunderbare, welches in der Kunst sichtbar wird, zeigt sich auf den Oberflächen. Wo sollte es sich sonst zeigen? Dasjenige, welches in der Kunst nicht erklärbar ist, verbirgt sich unter diesen Oberflächen …“. In diesem Sinne sieht Mack in Raum, Zeit und Licht konstituierende Faktoren plastischer Kunst. Über das rein Phänomenologische hinausgehend bedingt aber vor allem das Licht nicht nur die materielle Erscheinung des Kunstwerks. Es gewinnt für ihn darüber hinaus eine besondere Strahlkraft, die weit ins Metaphysische reicht, indem Licht auch die „entmaterialisierte“ Energie seiner Skulpturen wahrnehmbar macht.

Vor diesem Hintergrund bietet der Skulpturenpark Waldfrieden vor allem für die noch nie öffentlich gezeigten Arbeiten des Künstlers einen besonderen Rahmen, zumal Heinz Mack es schon immer für eine der wichtigsten Aufgaben plastischer Kunst hielt, Natur- und Kunstschönes in Verbindung zu bringen.

11-17 Uhr

Wuppertal

25.10.2021
Das Zweite Gesicht

Meersburg verwandelt sich ab Ende Juli in eine begehbare Museumslandschaft. In der Kooperationsausstellung „Das Zweite Gesicht“ widmen sich drei Orte zugleich dem faszinierenden Wechselspiel menschlicher Rollen und Identitäten: das Neue Schloss, die Galerie Bodenseekreis im Roten Haus und das vineum bodensee. Jeder Ausstellungsort entwickelt seine eigene, charakteristische Vision zum Thema. Zwischen Installation und Videokunst, Malerei und Skulptur, Fotografie und Film bewegt sich der gemeinsame Inszenierungsbogen. Künstlerisch gestaltete Bilder laden das Publikum ein zu einer inneren Reise in die Tiefen menschlichen Bewusstseins.

 

11-18 Uhr

Meersburg

25.10.2021
State of High Performance

To-do-Listen, Zeitmanagement, konstante Leistungssteigerung, Stressbewältigung … Das Credo einer hohen Produktivität ist in unserer heutigen Gesellschaft allgegenwärtig.

Doch was versteht man eigentlich unter Produktivität? Warum scheinen wir konstant produktiv sein zu müssen und inwieweit wirkt sich dieser Effizienzdruck ebenso auf die künstlerische Produktion aus?

Die Gruppenausstellung „State of High Performance“ beleuchtet einzelne Facetten dieses Leistungsprinzips und zeigt künstlerische Arbeiten von Jakub Choma, Claire Fontaine, Kasia Fudakowski, Martin Kohout, Ariane Loze und Pilvi Takala, die dem Leitbild der Produktivität auf ironische, widerständige oder kritische Weise nachspüren.

Mithilfe der Übertragung des Produktivitätsdrangs auf die eigene künstlerische Arbeitsweise, die bewusste Überzeichnung des Prinzips oder seine konsequente Umkehrung, reflektieren die gezeigten Werke weiterhin nicht nur die Strukturen jenes Gebots, sondern befördern ebenso eine kritische Hinterfragung des permanenten Produktivitätszwangs und dessen Folgen.

 

Kuratiert von Christin Müller

Di bis Fr 14 bis 19 Uhr Sa + So 12 bis 18 Uhr

Frankfurt am Main

25.10.2021
Die relative Vermessung der Welt. Künstlerbücher aus der Sammlung Opitz-Hoffmann

Die Schenkung der Sammlung Opitz-Hoffmann im Jahr 2014 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Kunstsammlung Jena und prägt diese als bedeutendste Schenkung der letzten Jahrzehnte bis heute. Neben der großen Vorstellung im Jahre 2016 und weiteren Beteiligungen in thematischen Ausstellungen 2018 und 2019 steht nun ein zentrales Thema dieser Sammlung im Mittelpunkt: die Künstlerbücher.

Das Thema ist speziell und vielschichtig, tiefsinnig und heiter – und inhaltlich spannend obendrein. Dennoch ist es ein Kapitel, welches nur selten in Ausstellungen behandelt wird. Wir wagen einen Versuch und zeigen Kunstwerke, die nicht unbedingt in hermetischer Versenkung erblättert werden müssen, sondern wie Skulpturen und Bilder erkundet werden können und von der Freude am Entwickeln und Ausleben künstlerischer Ideen zeugen. Viele der ausstellenden Künstlerinnen und Künstler wurden von Renate Brandt porträtiert. Eine Auswahl dieser Farbfotografien zeigen wir als Ausstellung in der Ausstellung.

Dienstag-Sonntag 10-17 Uhr Montag geschlossen

Jena

25.10.2021
Süße Frucht und blaue Wellen

Sonderschau vom 8. September bis 31. Oktober 2021 im Museum der Meissen Porzellan-Stiftung

Die Künstlerinnen Gudrun Gaube, Silvia Klöde und Sabine Wachs entwarfen seit den 80er Jahren Porzellane für die Serienfertigung und gestalteten zahlreiche Unikate aus Meissener Porzellan. Die Meissen Porzellan-Stiftung zeigt rund 40 Arbeiten der Künstlerinnen in einer Sonderschau.

 

Designerin Gudrun Gaube (*1961) kam 1990 als Dekorgestalterin an die Meissener Manufaktur. Sie entwarf Dekore für Service und Staffagen für Figuren. Gaubes Malerei lebt von der Liebe zum Detail. Ihre Inspiration ist die Natur, aber auch traditionelle asiatische Dekore und die Kalligrafie finden sich wieder. Für Unikate wagt sie sich auch an die Formgestaltung. Seit 2011 arbeitet Gaube freischaffend für mehrere Manufakturen. Derzeit arbeite sie an Unikaten aus Meissener Porzellan. Gudrun Gaube feiert am 8. September 2021 ihren 60 Geburtstag.

Die Künstlerin Silvia Klöde (*1956) lernte das Porzellinerhandwerk von der Pike auf. Nach Bossiererausbildung und Kunststudium kam sie 1983 als diplomierte Plastikerin zurück an die Manufaktur, wo sie anfangs mit der Gestaltung von Medaillen betraut wurde. In ihrer Figurengestaltung bilden Frauendarstellungen den Schwerpunkt. Regelmäßig arbeitete die Künstlerin auch mit dem rotbraunen Böttgersteinzeug und gestaltete Gefäße. Seit 2011 ist sie freischaffende Künstlerin. Am 15. Oktober 2021 wird Silvia Klöde 65 Jahre alt.

Designerin Sabine Wachs (*1960) entwarf ab 1985 zahlreiche Gefäße, Vasen oder umfangreiche Service. Jahrelang war sie Chefdesignerin bei Meissen. Sie gestaltete die 1996 vorgestellte Serviceform „Wellenspiel“. Mit seinen inzwischen 25 Jahren ist das Wellenspiel längst ein Klassiker der Meissener Tafelkultur. Sabine Wachs entwickelte Dekore und schuf architektonische Wandgestaltungen wie das 2004/5 aus Porzellan und Fotobeton entstandene Wandbild an der Fassade des Meissen Porzellan-Museums. Seit 2011 arbeitet Sabine Wachs freischaffend im eigenen Porzellanstudio. Hier entwirft sie Unikate, individuelle Porzellaninterieurs und gestaltet Produkte für verschiedene Porzellanmanufakturen.

Mo bis So von 9:30 bis 17 Uhr

Thea Djordjadze

Thea Djordjadzes künstlerische Praxis lässt sich als Prozess des beständigen Wiederverwertens, Rekonfigurierens und Neuordnens von Objekten begreifen. In der umfangreichen Werkschau der Künstlerin treten bestehende und neue, speziell für den Gropius Bau entwickelte Arbeiten in einen Dialog mit dem geschichtsträchtigen Gebäude.

Gleichermaßen von historischen Artefakten wie von Konzepten moderner Kunst und Architektur beeinflusst, zeichnen sich Djordjadzes skulpturale Arbeiten durch formale Brüche und eine eigenwillige Materialästhetik aus. Indem sie Materialien wie Gips, Metall, Gummi, Textilien, Holz oder Pappmaché kombiniert, schafft Djordjadze fragmentarische Raumsituationen, anhand derer sie das klassische Display – Vitrine, Sockel, Rahmung und Podest – als wiederkehrendes Motiv in ihrer Arbeit neu formuliert. Ab dem 10. September 2020 zeigt der Gropius Bau bestehende und neue Arbeiten der in Berlin lebenden Künstlerin in seinen Räumlichkeiten; so auch im sogenannten Schliemann-Saal, der von 1881 bis 1885 die archäologischen Ausgrabungen Heinrich Schliemanns beherbergte. In Auseinandersetzung mit der Vergangenheit des Ausstellungshauses treten Djordjadzes Arbeiten und Interventionen in einen Dialog mit diesen geschichtsträchtigen Räumen. Die Ausstellung markiert den Beginn einer Reihe von künstlerischen Präsentationen, die sich mit der Geschichte der archäologischen Ausstellungen im Gropius Bau befassen.

Kuratiert von Julienne Lorz

Mittwoch bis Montag 10:00 bis 19:00, Dienstag geschlossen

Berlin

25.10.2021
The Cool and the Cold

Im Jahr des 30. Jubiläums der deutschen Wiedervereinigung ist im Gropius Bau eine Gruppenausstellung zu sehen, die zur Zeit des Kalten Krieges entstandene Gemälde aus beiden weltpolitischen Machtzentren vereint – unter anderem Arbeiten von Andy Warhol, Il’ja Kabakov, Jackson Pollock, Helen Frankenthaler und Erik Bulatov.

Unter dem Titel "The Cool and the Cold. Malerei der USA und der UdSSR 1960–1990. Sammlung Ludwig" werden unter anderem Arbeiten von Andy Warhol, Il’ja Kabakov, Erik Bulatov, Lee Lozano, Jackson Pollock, Helen Frankenthaler, Viktor Pivovarov, Natal’ja Nesterova und Ivan Čujkov aus der Sammlung Ludwig miteinander in Beziehung gesetzt. Peter und Irene Ludwig gehörten zu den ersten europäischen Sammler*innen von US-amerikanischer Pop-Art und Kunst aus der Sowjetunion; ihre umfangreiche Sammlung ermöglicht so die kritische Gegenüberstellung von Werken aus beiden Lagern des Ost-West-Konflikts. Die Ausstellung im Gropius Bau untersucht, wie Künstler*innen auf politische wie ästhetische Fragen ihrer Zeit reagierten und Vorstellungen individueller und gesellschaftlicher Freiheit verhandelten; im Dialog von Konzeptkunst und Pop-Art aus drei Jahrzehnten wird Kunst als Ausdruck von und Kommentar zu Ideologien lesbar.

Kuratiert von Benjamin Dodenhoff und Brigitte Franzen
Organisiert in Zusammenarbeit mit der Peter und Irene Ludwig Stiftung

Mittwoch bis Montag, 10:00 bis 19:00, Dienstag geschlossen

Berlin

25.10.2021
Zanele Muholi

Zanele Muholi bezeichnet sich selbst als visuelle*r Aktivist*in und dokumentiert seit den frühen 2000er Jahren das Leben der Schwarzen LGBTQIA+-Community Südafrikas in eindrücklichen, intimen Fotografien. Vom 26. November 2021 bis 13. März 2022 wird im Gropius Bau die erste Retrospektive Muholis in Deutschland zu sehen sein.

Neben weniger bekannten, frühen Bildserien umfasst die Ausstellung aktuelle Arbeiten und macht so die gesamte Bandbreite der fotografischen Praxis Muholis erfahrbar, in der Themen wie Sexualpolitik, rassistische Gewalt, gemeinschaftlicher Widerstand und Selbstbehauptung verhandelt werden. Die Fotografien Muholis stellen dabei nicht nur eine Geste der Ermächtigung dar, sondern fordern immer wieder den heteronormativen Blick heraus – und eröffnen gleichzeitig ein Netzwerk von Verwandtschaftlichkeit und neue Bildgeschichten. Serien wie Faces and Phases sowie Brave Beauties bilden ein wachsendes visuelles Archiv von Schwarzen queeren und trans Identitäten und legen Zeugnis von all denjenigen ab, die ihr Leben riskieren, um angesichts von Repression und Diskriminierung authentisch zu leben.

Kuratiert von Natasha Ginwala, Yasufumi Nakamori (Senior-Kurator International Art (Fotografie), Tate Modern) und Sarah Allen (Assistenzkuratorin, Tate Modern)

Mittwoch bis Montag, 10 Uhr bis 19 Uhr, Dienstag geschlossen

Berlin

25.10.2021
Einsatz für die Menschenrechte

Das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum präsentiert vom 30. September bis 23. Januar die Ausstellung „Einsatz für die Menschenrechte – Plakatausstellung von Amnesty International“.

Seit der Gründung von Amnesty International 1961 engagieren sich deren Mitglieder weltweit für die Einhaltung der Menschenrechte. Eine wesentliche Grundlage ihrer Arbeit bildet die am 10. Dezember 1948 von der UN-Vollversammlung verabschiedete Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Trotz jahrzehntelanger Aufklärungstätigkeit gibt es nach wie vor international in zahlreichen Ländern Menschenrechtsverletzungen verschiedenster Art. Die Plakatausstellung thematisiert unter anderem den Schutz von Flüchtlingen, Frauenrechte, Kindersoldaten, Rassismus und „moderne“ Sklaverei.

Die Ausstellung wird in Kooperation mit der Osnabrücker Regionalgruppe von Amnesty International gezeigt.

Dienstag bis Freitag 10 bis 17 Uhr Samstag/Sonntag 11 bis 17 Uhr Montag geschlossen

Osnabrück

25.10.2021
Nobody's Listening

»Nobody's Listening« ist eine Virtual-Reality-Erfahrung und immersive Ausstellung, die an den Genozid an der jesidischen Gemeinschaft erinnert, der von der Terrormiliz Islamischer Staat im Sommer 2014 im Nordirak begangen wurde.

Trotz der Verleihung des Friedensnobelpreises an Nadia Murad, Amal Clooneys einflussreichem Engagement und schnell umgesetzter Flüchtlingsprogramme, wie das des Landes Baden-Württemberg, ist sechs Jahre später noch wenig getan worden, um den Jesid:innen und anderen betroffenen Gemeinschaften zu helfen. Der Völkermord dauert weiterhin an: Etwa 3.000 jesidische Frauen und Kinder werden noch immer vermisst oder sind in Gefangenschaft und kein:e einzige:r ISIS-Kämpfer:in wurde für das Genozid-Verbrechen zur Rechenschaft gezogen. Die Ausstellung erforscht die Folgen des Völkermordes durch den ISIS und seine verheerenden Auswirkungen auf verfolgte Gemeinschaften sowie deren kulturelles Erbe durch Virtual-Reality-Technologie, Fotografie und Kunstwerke von jesidischen Künstler:innen. »Nobody's Listening« würdigt insbesondere den Mut, die Entschlossenheit und die Handlungsfähigkeit der Überlebenden und bietet ihnen einen Raum, in dem sie von Menschen weltweit gehört werden können. Gemeinsam bilden sie eine Stimme, die internationale Anerkennung und Gerechtigkeit fordert.

Karlsruhe

25.10.2021
Ausstellung: Portraire; Johannes Brus – Kevin Clarke – Kilian Saueressig

Drei Künstler – drei Herangehensweisen – ein Thema: Das Porträt. Über Jahrhunderte machte diese Bildgattung unzählige Wandel durch und erfand sich immer wieder neu.
Drei aktuelle Beispiele für Mischformen aus Malerei und Fotografie vereint die Ausstellung „Portraire“. Präsentiert werden Künstler, deren Stil, Vorgehensweise und Lebensweg unterschiedlicher kaum sein könnten: Johannes Brus, Kevin Clarke und Kilian Saueressig.
Den größten Entwicklungssprung erlebte die Gattung Porträt mit Erfindung der Fotografie. Von Beginn an war das Bildnis das Lieblingsmotiv der Kamera. Dennoch bedeutete die zunehmende Verbreitung der neuen Technik, anders als seinerzeit befürchtet, nicht das Ende der Malerei. Vielmehr sorgte die Konkurrenzsituation dafür, dass sich die Malerei selbst revolutionierte und zum Kontrapunkt der hyperrealistischen Reproduktion der Welt wurde. Immer weiter entfernte sie sich von der natürlichen Darstellung. Später begann auch die Fotografie, sich durch Abstraktions- und Fragmentierungsprozesse von der Abbildung der Realität zu entfernen. Doch beide Medien sind immer wieder zur figurativen Darstellung zurückgekehrt und so behielt auch das Porträt stets seine herausgehobene Bedeutung. Darüber hinaus erfanden Künstler immer wieder die interessantesten Mischformen aus Malerei und Fotografie.
Dr. Frank Matthias Kammel, Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums: „In unserem Haus, das großartige Porträts aus den Epochen der älteren Kunst beherbergt, birgt diese Einmischung der Gegenwart eine überaus spannende Inspiration und eine erfrischende Anfrage an unser Sehgewohnheiten.“
Manfred Möller, Kunstexperte, Verleger und Kurator der Ausstellung, ergänzt: „Das Medium Fotografie hat, ungeachtet aller Möglichkeiten zur Bildbearbeitung, noch immer den Anspruch auf eine objektive Abbildung der Wirklichkeit – oft ein mitunter gefährlicher Trugschluss. Den drei Künstlern Johannes Brus, Kevin Clarke und Kilian Saueressig aber geht es, dem lateinischen Wortursprung (protrahere) gemäß, in ihrer künstlerischen Arbeit um das Entdecken, das Offenbaren.“


Der Experimentelle: Johannes Brus
Johannes Brus (*1942), von 1986 bis 2007 Professor an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, stellt mit seinen Skulpturen und Fotoarbeiten immer wieder Gattungsgrenzen und überkommene Konventionen infrage. Schon als Student an der Düsseldorfer Akademie, wo er in der Bildhauerklasse von Joseph Beuys mit dessen Erweiterten Kunstbegriff konfrontiert wurde, der den Sinn von Kunst als Tätigkeit hinterfragt, experimentierte Brus intensiv mit dem Medium Fotografie. Bis heute ganz der Analogfotografie verpflichtet, erschließt er sich in diesem Medium auch mit malerischen Mitteln immer wieder neue Möglichkeiten der Bildfindung. In seinem Fotolabor, das mehr einer Werkstatt gleicht, vollziehen sich komplexe Verwandlungsprozesse. Handwerkliche, künstlerische und wissenschaftliche Praktiken gehen hier ineinander über. Dabei arbeitet Brus bewusst mit dem Zufallsprinzip, lässt fotochemische Prozesse interagieren, die immer wieder zu überraschenden Ergebnissen führen. In einem Arbeitsprozess, der Außenstehenden willkürlich erscheinen mag, bearbeitet Brus seine fotografischen Vorlagen und erzielt durch das Zusammenspiel von Zufall und punktuellen Eingriffen in chemische Prozesse verblüffende Ergebnisse. Das Zusammenspiel von fotografischer Vorlage, Licht und Dunkelheit, Werkzeug, Chemie und Künstlerhand entzieht den Bildern ihre Eindeutigkeit und lässt etwas Neues, Fremdes entstehen. Das Ergebnis ist nur teilweise kalkulierbar und immer wieder überraschend. Mit seiner humoristischen Herangehensweise thematisiert der Künstler nicht nur das kulturelle Gedächtnis, er hinterfragt auch die Funktionen des Bildes.

Der Abstrakte: Kevin Clarke
Kevin Clarke (*1953) studierte Bildhauerei an der Cooper Union in New York. Während der Documenta 6 in Kassel lernte der New Yorker 1977 seinen späteren Freund und Mentor Josef Beuys kennen und war für viele Jahre sein Wegbegleiter. Nach seinem Studium wandte sich Clarke der konzeptuellen Fotografie zu und beschäftigt sich seit über 40 Jahren intensiv mit dem Porträt. Er kam zu der Erkenntnis, dass selbst das naturalistischste Bildnis nicht erfassen könne, was hinter der Erscheinung des Dargestellten liegt. Er wollte die Gedanken, Gefühle und die Geschichte der Porträtierten sichtbar machen und fand Ende der 1980er-Jahre die Lösung in den Naturwissenschaften, genauer in der Genetik. Seitdem entstehen seine „DNA-Portraits“, beispielsweise von Künstlerfreunden wie Jeff Koons, John Cage oder seinem Mentor Josef Beuys. Kevin Clarke entnimmt hierfür den Porträtierten Blut- oder Speichelproben und schickt sie zur DNA-Analyse in ein Labor. Die einzigartigen Linien, rhythmisierten Kurven oder Buchstabenfolgen der jeweiligen DNA, welche die gesamte Erbinformation der dargestellten Person beinhaltet, überträgt er auf seine Portraits. Diese DNA-Informationen kombiniert Clarke mit einer Metapher, die für die Persönlichkeit oder eine bestimmte Charaktereigenschaft des Models steht. Hierbei verweist er sowohl auf literarische Quellen als auch auf Aspekte der Wissenschaft. Dem Betrachter wird das Gesicht des Subjekts vorenthalten. Sein Aussehen bleibt stark abstrakt. Damit fordert der Künstler den Betrachtenden zur intellektuellen Mitarbeit heraus, um das Wesen, die Einzigartigkeit des Porträtierten zu erkennen.

Der Forscher: Kilian Saueressig
Kilian Saueressig (*1969) zeigt in der Ausstellung vor allem eindrucksvolle LichtWandSkulpturen, die nicht nur durch ihre Ausstrahlung, sondern auch durch ihre technische Ausführung faszinieren. In ihnen setzt sich der Künstler mit philosophischen, politischen, wissenschaftlichen, religiösen und gesellschaftlichen Themen auseinander, die das Leben im 21. Jahrhundert bestimmen und lädt die Betrachtenden dazu ein, es ihm gleichzutun. In seinen Porträts spielt Saueressig mit selbst entwickelten innovativen Verfahren zur Farb- und Formgebung, die über die derzeit bekannten Ansätze weit hinausgehen. Die strukturierten Lichtskulpturen werden ganz im Sinne der Nachhaltigkeit mit Materialien hergestellt, die frei von umweltschädlichen Stoffen sind. Hierauf legt der passionierte Erfinder und gelernte Maschinenbauingenieur besonderen Wert.
Saueressigs Arbeiten setzen sich aus zahlreichen übereinandergelegten Bildebenen zusammen, die jede für sich von LEDs erleuchtet werden. Sobald die interne Lichtquelle eingeschaltet und in Farbe und Helligkeit variiert wird, entstehen durch die sich überlagernden Bildmotive in den unterschiedlichen Ebenen immer neue Anmutungen. Der Betrachtende kann die LEDs mittels einer Fernbedienung selbst aktivieren und wird damit integraler Bestandteil des Kunstwerks. Es bieten sich unendlich viele Möglichkeiten, den Porträtierten ins „richtige Licht“ zu rücken. So sind Saueressigs Portraits die Reflexion des Portraitierten durch den Künstler und durch den Betrachter. Sie komprimieren das Leben eines Menschen, frieren den Moment ein und erwecken ihn immerzu neu. Das Abbild ist somit so dynamisch und vielfältig wie der Portraitierte selbst.


Eine Ausstellung der Edition Minerva kuratiert von Manfred Möller
Zur Ausstellung erscheint in der Edition Minerva, die auf hochwertige Kunstpublikationen spezialisiert ist, ein Katalog zur Ausstellung.
Edition Minerva
Bachgasse 36, 61169 Friedberg/Hessen
Telefon: +49 6031 776888-0
Email: portraire@edition-minerva.de

Zum Bayerischen Nationalmuseum
Das Bayerische Nationalmuseum zählt zu den großen europäischen Museen, die sowohl der Bildenden Kunst als auch der Kulturgeschichte gewidmet sind. Daher bezeichnet sich das Haus nicht nur als „Schatzhaus an der Eisbachwelle“, sondern auch als das deutsche V&A. Den Kern der Sammlungen bildet der königliche Kunstbesitz der Wittelsbacher. Das Bayerische Nationalmuseum wurde 1855 von König Maximilian II. von Bayern mit dem Ziel gegründet „die interessantesten und vaterländischen Denkmäler und sonstigen Überreste vergangener Zeiten der Vergessenheit zu entreißen". Nach fünf Jahrzehnten in der Maximilianstraße erfolgte ein vergrößerter Neubau in der Prinzregentenstraße, der 1900 von Prinzregent Luitpold eröffnet wurde. Der Neubau, der zu den bedeutendsten und originellsten Museumsbauten seiner Zeit zählt, wurde von Gabriel von Seidl konzipiert, um den unterschiedlichsten Kunstwerken und Stilen aus mehreren Jahrhunderten eine Plattform zu geben. Auf rund 13.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind hier alle prägenden europäischen Stilepochen vertreten. Seit dem Amtsantritt von Dr. Frank Matthias Kammel als Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums im Sommer 2018 befindet sich das Haus in einem sichtbaren Erneuerungsprozess. Mit der Ausstellung „Treue Freunde. Hunde und Menschen“ betrat man 2019 gewissermaßen Neuland, indem das ehrwürdige Haus kunst- und kulturgeschichtlich wertvolle Stücke aus der Sammlung im Zusammenspiel mit Elementen der Popkultur zeigte. Seit kurzer Zeit öffnet sich das Bayerische Nationalmuseum nun auch der zeitgenössischen Kunst.

Dienstag bis Sonntag sowie an geöffneten Feiertagen: 10 – 17 Uhr. Donnerstag 10 –    20 Uhr (feiertags 10 – 17 Uhr). Montag geschlossen.

Eine Gemäldegalerie für Trier

Mit der Gemäldegalerie präsentiert das Stadtmuseum Simeonstift Trier ausgewählte Glanzstücke seiner Sammlung: Mit einem Schwerpunkt auf dem 18. und 19. Jahrhundert zeigt die Ausstellung einen Querschnitt der Sammlungsgeschichte, die eng mit den Geschicken der Stadt und ihren prägenden Persönlichkeiten verwoben ist. Die Sonderschau ist vom 10. Oktober 2021 bis 24. April 2022 im Neubau des Museums zu sehen.

In enger Nachbarschaft und Anbindung an die Ausstellung zur Stadtgeschichte zeigt die Gemäldegalerie mit einer Auswahl von Skulpturen und Gemälden aus dem umfangreichen Bestand des Hauses die Kontinuität und das unverwechselbare Profil der eigenen Kunstsammlungen. Sie macht aber auch die gewachsene Sammlungsvielfalt deutlich, mit ihren Stärken und Schwächen, ihren besonderen ortsspezifischen Schwerpunkten und Defiziten. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts waren die Kurfürsten-Erzbischöfe sowie die Klöster und Stifte die wichtigsten Auftraggeber für die Kunstschaffenden. Im 19. Jahrhundert waren es dann reiche Bürger, die sich als Kunstmäzene und Sammler betätigten. Einige von ihnen schenkten ihre Schätze der Stadt, die auf dieser Grundlage 1904 ein eigenes Museum ins Leben rufen konnte.

Die Entstehung der Sammlung, die Subjektivität der Stifter, die Zufälligkeit dessen, was aus den Weg in den Bestand des Museums gefunden hat und die spezifische Ausprägung des Kunstschaffens vor Ort, all dieses spiegelt die Sammlung des Simeonstiftes wider. Sie ist damit eine im positiven Sinne regionale Sammlung, in der sich Kunstwerke, regionale Kunstgeschichte, örtliche Sammlerpersönlichkeiten und die Geschichte des Museums aufs engste verzahnen. Dass auch Werke von weit überregionaler Bedeutung Teil dieser Sammlung sind, steht dazu in keinem Widerspruch. Die Werke erzählen Geschichten, sie kommen zu Wort, sie enthüllen einige ihrer Geheimnisse. Es geht um historische Hintergründe, ikonographische Aussagen, Künstler und Auftraggeber, um die vielschichtige Erfassung von Kunstwerken, die dem Besucher den Zugang zur Sammlung ermöglichen soll.

Erhebliche finanzielle Mittel werden jährlich in die Erhaltung der materiellen Existenz der Gemälde und Skulpturen des Stadtmuseums investiert. Diese grundlegende Aufgabe verantwortlicher Museumsarbeit bleibt den Augen des Besuchers weitgehend verborgen. Die Arbeit der Restauratoren aber bewahrt die Substanz der Erinnerung an die Vergangenheit und schlägt gleichzeitig eine Brücke in die Gegenwart und Zukunft.

Dienstag bis Sonntag, 10-17 Uhr

"Die Bombe“ Hiroshima, 6.August 1945 Nagasaki, 9.August 1945"

Am 1. Oktober eröffnete im Siebold-Museum die Gedenkausstellung zum Einsatz der Atombombe auf Hiroshima und Nagasaki. Diese Ausstellung können wir mit der freundlichen Unterstützung der Nagasaki National Peace Memorial Hall for the Atomic Bomb Victims umsetzen.

Würzburg

25.10.2021
14:30 Uhr
Raum malen

"Raum malen" versammelt eine Vielzahl von zeitgenössischen künstlerischen Positionen, die die materiellen Essenzen von Malerei und deren Verhältnis zum Raum untersuchen. Speziell für die Ausstellung entstandene sowie existierende Arbeiten laden die Besucher*innen ein, Malerei nicht nur visuell, sondern auch physisch zu erfahren.

Auch nachdem abstrakte Kunst und Performance den westlichen Malerei-Begriff in Frage gestellt und neue Formate etabliert haben, wird Malerei meist mit Farbe auf Leinwand gleichgesetzt. Was passiert aber, wenn sich diese Farbe von der Leinwand löst und ganze Räume sowie Objekte einnimmt? Viele der in der Ausstellung vertretenen Künstler*innen gehen dieser Frage nach, indem sie Malerei in ihre einzelnen Komponenten zerlegen, auf ein Minimum an Elementen reduzieren, mit Oberfläche und Farbe experimentieren, im gesamten Raum erlebbar machen und so letztlich die Grenzen zwischen Malerei, Installation und Skulptur auflösen. Die Ausstellung fordert die Besucher*innen dazu auf, „mitten ins Bild“ zu treten – und dabei neue Perspektiven auf die Architektur des Gropius Bau zu entdecken.

Kuratiert von Julienne Lorz (Hauptkuratorin, Gropius Bau)

Mittwoch bis Montag, 10:00 bis 19:00, Dienstag geschlossen

Berlin

25.10.2021
Bücherflohmarkt

Großer Bücherflohmarkt in den Herbstferien in der Bibliothek Lilienthal - Zum Verkauf stehen Bücher, DVDs, CDs, Spiele und Zeitschriften zu Schnäppchenpreisen. Veranstalter: Bibliothek
Eintritt frei / Öffnungszeiten der Bibliothek

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag 10 - 12:30 Uhr | 15 - 18 Uhr 10 - 12:30 Uhr | 15 - 18 Uhr geschlossen 10 - 12:30 Uhr | 15 - 18 Uhr 10 - 12:30 Uhr

Lilienthal

25.10.2021
Leselust. Kinderbücher – eine kurzweilige Literaturgeschichte seit dem Zeitalter der Aufklärung

Die Ausstellung präsentiert Kinderbücher bis zu einem Lesealter von zwölf Jahren und stellt in chronologischer Reihenfolge Lieblingsbücher vom 18. Jahrhundert bis heute vor. Es wird ein Panorama erzählender Kinderbücher entfaltet (nicht aufgenommen sind Gedichte und Märchen).

Di-So 10:00 bis 16:00 Uhr

Halberstadt

25.10.2021
LUMAGICA Neuwied - Der magische Lichter-Park auf dem alten Rasselstein-Gelände Neuwied
Leuchtende Aussichten für LUMAGICA Neuwied
Magische Natur- und Zauberwelt mit Industriecharme

Ab 24. September wird sich das stillgelegte Industriegelände Rasselstein für rund sechs Wochen in eine leuchtende Zauberwelt verwandeln. Magische Fabel- und Naturwesen, ein illuminierter Zirkuszug, oder wunderbare Klänge, die sich mit funkelnden Kugeln zu einer Symphonie aus Ton & Licht verbinden: LUMAGICA gestaltet in der Industriebrache im Wiedtal einen magischen Lichter-Park, der zwar an die stählerne Historie des Areals anknüpfen, sich dort jedoch die Natur auf phantastische Weise zurück erobern wird.


„Die Ausstellung LUMAGICA Neuwied stellt eine wunderbare Erweiterung unseres urbanen Angebotes dar, gerade nach einer für uns alle sehr herausfordernden Zeit, in der zahlreiche kulturelle Events nicht stattfinden konnten. Unsere BewohnerInnen werden sich mit ihren Familien oder Freunden bei einem Spaziergang durch eine wundervolle Lichterwelt eine fantastisch unbeschwerte Auszeit genießen können. “ freut sich Oberbürgermeister Jan Einig, über das Zustande-Kommen des Projektes, das von der Stadt Neuwied tatkräftig unterstützt wird. Dank des Eigentümers des Ausstellungs-Geländes, der ASAŞ GmbH, von deren Seite es bereits interessante Ansätze für die zukünftige Nutzung der Industriebrache gibt, wird das Areal im Rahmen des Lichter-Parks erstmals für die Neuwieder Bevölkerung zugänglich sein. Dem nicht genug: Die ASAŞ GmbH wird im Zuge von LUMAGICA auch einige beeindruckende Aluminium-Kunstwerke aus der eigenen Kunststiftung ausstellen.


Ein einzigartiges Konzept für einen einzigartigen Ort

Die BesucherInnen sind eingeladen, auf einem rund 1,7 Kilometer langen Rundweg durch unterschiedliche Themenbereiche zu flanieren. Es ist das Spannungsfeld zwischen Stahl & Natur, das den Besuch des Lichter-Parks zu einem besonderen Erlebnis macht. Beim ersten Eintauchen in die Zauberwelt von LUMAGICA erleben sie, wie sich die Natur das Industriegelände auf fantastische Weise regelrecht zurückerobert hat. Wo einst Stahl produziert und gelagert wurde, weiden heute friedlich leuchtende Natur- und Fabelwesen auf den mittlerweile mit hohem Gras bewachsenen Flächen. Es folgen Phantasiepflanzen in einem magischen Garten sowie leuchtende Schwäne rund um ein Wasserwerk. Ausrangierte Waggons haben sich in einen illustren Zirkuszug verwandelt, wo sich fröhliche Tiere aus den Fenstern beugen. Illuminierte Bahngleise, alte Werksfahrräder und weitere Artefakte der Industriegeschichte, ebenso wie der beleuchtete Schornstein vermitteln nostalgischen Industriecharme und stehen in einem starken Kontrast zu den naturnahen Lichtobjekten. In einer Werkshalle, in der einst Stahl geschmiedet wurde, haben die BesucherInnen jetzt die Möglichkeit ein gastronomisches Angebot zu nutzen. Weiter auf dem Pfad schreiten sie durch die „Hohle Gasse,“ welche sich in ein Winterwunderland verwandelt hat und in ein Meer aus leuchtenden Kugeln mündet, die in Kombination mit Musik ein echtes „Sound to Light“ Erlebnis generieren. Am Ende des Weges erreichen die Gäste des Lichter-Parks eine
weitere Werkshalle, in der sie als stimmigen Abschluss die Gegenwartskunst aus Aluminium und Stahl der ASAŞ -Stiftung bewundern können.

„Mit der Stadt Neuwied und der ASAŞ GmbH konnten wir perfekte Partner für den Lichter-Park gewinnen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir nach einer coronabedingten Verschiebung im Winter 2021 unsere Pforten am 24. September öffnen dürfen“, zeigt sich Karl-Heinz König von LUMAGICA optimistisch.
LUMAGICA Neuwied - Der magische Lichter-Park auf dem alten Rasselstein-Gelände Neuwied
Leuchtende Aussichten für LUMAGICA Neuwied
Magische Natur- und Zauberwelt mit Industriecharme

Ab 24. September wird sich das stillgelegte Industriegelände Rasselstein für rund sechs Wochen in eine leuchtende Zauberwelt verwandeln. Magische Fabel- und Naturwesen, ein illuminierter Zirkuszug, oder wunderbare Klänge, die sich mit funkelnden Kugeln zu einer Symphonie aus Ton & Licht verbinden: LUMAGICA gestaltet in der Industriebrache im Wiedtal einen magischen Lichter-Park, der zwar an die stählerne Historie des Areals anknüpfen, sich dort jedoch die Natur auf phantastische Weise zurück erobern wird.


„Die Ausstellung LUMAGICA Neuwied stellt eine wunderbare Erweiterung unseres urbanen Angebotes dar, gerade nach einer für uns alle sehr herausfordernden Zeit, in der zahlreiche kulturelle Events nicht stattfinden konnten. Unsere BewohnerInnen werden sich mit ihren Familien oder Freunden bei einem Spaziergang durch eine wundervolle Lichterwelt eine fantastisch unbeschwerte Auszeit genießen können. “ freut sich Oberbürgermeister Jan Einig, über das Zustande-Kommen des Projektes, das von der Stadt Neuwied tatkräftig unterstützt wird. Dank des Eigentümers des Ausstellungs-Geländes, der ASAŞ GmbH, von deren Seite es bereits interessante Ansätze für die zukünftige Nutzung der Industriebrache gibt, wird das Areal im Rahmen des Lichter-Parks erstmals für die Neuwieder Bevölkerung zugänglich sein. Dem nicht genug: Die ASAŞ GmbH wird im Zuge von LUMAGICA auch einige beeindruckende Aluminium-Kunstwerke aus der eigenen Kunststiftung ausstellen.


Ein einzigartiges Konzept für einen einzigartigen Ort

Die BesucherInnen sind eingeladen, auf einem rund 1,7 Kilometer langen Rundweg durch unterschiedliche Themenbereiche zu flanieren. Es ist das Spannungsfeld zwischen Stahl & Natur, das den Besuch des Lichter-Parks zu einem besonderen Erlebnis macht. Beim ersten Eintauchen in die Zauberwelt von LUMAGICA erleben sie, wie sich die Natur das Industriegelände auf fantastische Weise regelrecht zurückerobert hat. Wo einst Stahl produziert und gelagert wurde, weiden heute friedlich leuchtende Natur- und Fabelwesen auf den mittlerweile mit hohem Gras bewachsenen Flächen. Es folgen Phantasiepflanzen in einem magischen Garten sowie leuchtende Schwäne rund um ein Wasserwerk. Ausrangierte Waggons haben sich in einen illustren Zirkuszug verwandelt, wo sich fröhliche Tiere aus den Fenstern beugen. Illuminierte Bahngleise, alte Werksfahrräder und weitere Artefakte der Industriegeschichte, ebenso wie der beleuchtete Schornstein vermitteln nostalgischen Industriecharme und stehen in einem starken Kontrast zu den naturnahen Lichtobjekten. In einer Werkshalle, in der einst Stahl geschmiedet wurde, haben die BesucherInnen jetzt die Möglichkeit ein gastronomisches Angebot zu nutzen. Weiter auf dem Pfad schreiten sie durch die „Hohle Gasse,“ welche sich in ein Winterwunderland verwandelt hat und in ein Meer aus leuchtenden Kugeln mündet, die in Kombination mit Musik ein echtes „Sound to Light“ Erlebnis generieren. Am Ende des Weges erreichen die Gäste des Lichter-Parks eine
weitere Werkshalle, in der sie als stimmigen Abschluss die Gegenwartskunst aus Aluminium und Stahl der ASAŞ -Stiftung bewundern können.

„Mit der Stadt Neuwied und der ASAŞ GmbH konnten wir perfekte Partner für den Lichter-Park gewinnen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir nach einer coronabedingten Verschiebung im Winter 2021 unsere Pforten am 24. September öffnen dürfen“, zeigt sich Karl-Heinz König von LUMAGICA optimistisch.
LUMAGICA Neuwied - Der magische Lichter-Park auf dem alten Rasselstein-Gelände Neuwied
Leuchtende Aussichten für LUMAGICA Neuwied
Magische Natur- und Zauberwelt mit Industriecharme

Ab 24. September wird sich das stillgelegte Industriegelände Rasselstein für rund sechs Wochen in eine leuchtende Zauberwelt verwandeln. Magische Fabel- und Naturwesen, ein illuminierter Zirkuszug, oder wunderbare Klänge, die sich mit funkelnden Kugeln zu einer Symphonie aus Ton & Licht verbinden: LUMAGICA gestaltet in der Industriebrache im Wiedtal einen magischen Lichter-Park, der zwar an die stählerne Historie des Areals anknüpfen, sich dort jedoch die Natur auf phantastische Weise zurück erobern wird.


„Die Ausstellung LUMAGICA Neuwied stellt eine wunderbare Erweiterung unseres urbanen Angebotes dar, gerade nach einer für uns alle sehr herausfordernden Zeit, in der zahlreiche kulturelle Events nicht stattfinden konnten. Unsere BewohnerInnen werden sich mit ihren Familien oder Freunden bei einem Spaziergang durch eine wundervolle Lichterwelt eine fantastisch unbeschwerte Auszeit genießen können. “ freut sich Oberbürgermeister Jan Einig, über das Zustande-Kommen des Projektes, das von der Stadt Neuwied tatkräftig unterstützt wird. Dank des Eigentümers des Ausstellungs-Geländes, der ASAŞ GmbH, von deren Seite es bereits interessante Ansätze für die zukünftige Nutzung der Industriebrache gibt, wird das Areal im Rahmen des Lichter-Parks erstmals für die Neuwieder Bevölkerung zugänglich sein. Dem nicht genug: Die ASAŞ GmbH wird im Zuge von LUMAGICA auch einige beeindruckende Aluminium-Kunstwerke aus der eigenen Kunststiftung ausstellen.


Ein einzigartiges Konzept für einen einzigartigen Ort

Die BesucherInnen sind eingeladen, auf einem rund 1,7 Kilometer langen Rundweg durch unterschiedliche Themenbereiche zu flanieren. Es ist das Spannungsfeld zwischen Stahl & Natur, das den Besuch des Lichter-Parks zu einem besonderen Erlebnis macht. Beim ersten Eintauchen in die Zauberwelt von LUMAGICA erleben sie, wie sich die Natur das Industriegelände auf fantastische Weise regelrecht zurückerobert hat. Wo einst Stahl produziert und gelagert wurde, weiden heute friedlich leuchtende Natur- und Fabelwesen auf den mittlerweile mit hohem Gras bewachsenen Flächen. Es folgen Phantasiepflanzen in einem magischen Garten sowie leuchtende Schwäne rund um ein Wasserwerk. Ausrangierte Waggons haben sich in einen illustren Zirkuszug verwandelt, wo sich fröhliche Tiere aus den Fenstern beugen. Illuminierte Bahngleise, alte Werksfahrräder und weitere Artefakte der Industriegeschichte, ebenso wie der beleuchtete Schornstein vermitteln nostalgischen Industriecharme und stehen in einem starken Kontrast zu den naturnahen Lichtobjekten. In einer Werkshalle, in der einst Stahl geschmiedet wurde, haben die BesucherInnen jetzt die Möglichkeit ein gastronomisches Angebot zu nutzen. Weiter auf dem Pfad schreiten sie durch die „Hohle Gasse,“ welche sich in ein Winterwunderland verwandelt hat und in ein Meer aus leuchtenden Kugeln mündet, die in Kombination mit Musik ein echtes „Sound to Light“ Erlebnis generieren. Am Ende des Weges erreichen die Gäste des Lichter-Parks eine
weitere Werkshalle, in der sie als stimmigen Abschluss die Gegenwartskunst aus Aluminium und Stahl der ASAŞ -Stiftung bewundern können.

„Mit der Stadt Neuwied und der ASAŞ GmbH konnten wir perfekte Partner für den Lichter-Park gewinnen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir nach einer coronabedingten Verschiebung im Winter 2021 unsere Pforten am 24. September öffnen dürfen“, zeigt sich Karl-Heinz König von LUMAGICA optimistisch.
SONUS – THE SOUND WITHIN US - Lecture Performance von meLê yamomo (in Englischer Sprache)
22., 23. UND 25.10.2021, 20 UHR / 24.10.2021, 19 UHR (in Englischer Sprache)

SONUS – THE SOUND WITHIN US
Lecture Performance von meLê yamomo

In sonus – the sound within us lädt der Performancekünstler und Klangwissenschaftler meLê yamomo uns als Publikum ein, in das Gefühl seiner Heimatstadt aus Kindheitstagen und in dem Soundtrack seiner Jugend einzutauchen. Er verknüpft seine Geschichte mit der Geschichte des Imperialismus, der postkolonialen Nationalismen und der Migration subalternisierter Musiker*innen.

Was ist der Klang der Erinnerung? Wie hören wir die Erinnerung, die Vielfalt der Erinnerungen, der Historien? Ausgehend von seinem letzten Buch Sounding Modernities zielt meLê yamomo hier, auf der Bühne, auf ein Begreifen kolonisierter Körper als Archiv der klanglichen Erinnerung und Geschichten. Hierfür berichtet er von seiner Reise, von seinen Begegnungen mit postmigrantischen Künstler*innen und Wissenschaftler*innen, mit dem, was in kolonisierten Körpern an Klang archiviert ist. Und er präsentiert Sound: dekoloniale Resonanzen dieser Begegnungen.

Konzept: meLê yamomo
Sound Design: Ariel Orah
Performance: Pepe Dayaw, meLê yamomo

Eine Produktion von Kultursprünge im Ballhaus Naunynstraße gemeinnützige GmbH. Erstproduktion gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds im Rahmen des Festivals Postcolonial Poly Perspectives.
Marie Curie
„Marie Curie“
Biografisches Schauspiel von Susanne Felicitas Wolf


Freudenstadt Am Montag, 25. Oktober 2021 gastiert die Münchner THEATERLUST mit einem absoluten Schauspiel-Höhepunkt im Theater im Kurhaus. Um 20 Uhr hebt sich der Vorhang für die neue Kooperationsarbeit zwischen der preisgekrönten Autorin Susanne Felicitas Wolf und dem Theaterteam um Thomas Luft und seine Ehefrau Anja Klawun (spielt auch die Hauptrolle).

Sie war Europas erste Doktorin der Naturwissenschaften. Sie war Frankreichs erste Professorin. Sie war die erste Frau, die einen Nobelpreis bekam und der erste Mensch, der noch einen zweiten erhielt. Marie Curie, die als Maria Sklodowska am 7. November 1867 in Warschau geboren wurde, gilt bis heute als Ikone, als Vorzeigeforscherin und Kämpferin gegen Widerstände in einer von Männern dominierten Welt. Alles, was sie tat war unerhört: Sie forderte die Anerkennung für den Anteil ein, den sie an der gemeinsamen Forschung mit ihrem Ehemann Pierre hatte. Nach seinem Tod übernahm sie seinen Lehrstuhl. Als Witwe leistete sie sich eine Affäre mit eine jüngeren Mann. Als emanzipierte Frau und Mutter zog sie in diesem Geist zwei Töchter groß. Sie prägte eine ganze Forscherinnendynastie, die über Jahrzehnte weiterwirkte.
Persönlicher Gewinn war dabei nie ihr Ziel: Ihr Wissen sollte der Menschheit dienen. Marie und Pierre veröffentlichten ihre Forschungsergebnisse unentgeltlich. An den Fronten des Ersten Weltkriegs war sie mit einem Röntgenmobil unterwegs - sie wollte Leben retten und musste doch so viel Tod und Elend ertragen. Marie Curie war eine engagierte Europäerin, arbeitete für den Völkerbund und setzte sich für Frieden, Freiheit und Gleichberechtigung ein. Doch zu verhindern, dass auch aufgrund ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse für fürchterlichste Waffe der Menschheit, die Atombombe, entwickelt wurde, war ihr nicht mehr vergönnt. Im Sommer 1934, am 4. Juli, endete das außergewöhnliche Leben von Marie Curie, in einem Schweizer Sanatorium erlag sie, von Strahlen geschwächt, einer „perniziösen Anämie“ (Blutarmut).
Albert Einstein nannte sie eine „trotzige Schwester“ und würdigte sie: „Sie war von einer Stärke und Lauterkeit des Willens, von einer Härte gegen sich selbst, von einer Objektivität und Unbestechlichkeit des Urteils, die selten in einem Menschen vereinigt sind.“
Das eindrucksvolle Schauspiel um das Leben der Marie Curie wird in der neuen Spielzeit ein glanzvoller Höhepunkt sein!

Datum / Ort: 25.10.2021, Theater im Kurhaus
Zeit: 20 Uhr
Eintrittspreise / VVK: 27 € / 24 € / 21 €, spezielle Schülerkarten zu 5 € sind gegen Vorlage des gültigen Schülerausweises bei Kartenkauf und Einlass erhältlich. Online zzgl. Vorverkaufsgebühr.
Vorverkaufsstellen: Theaterkasse im Kurhaus (Tel.: 07441 / 864-732), Tourist Information am Marktplatz (Tel.: 07441 / 864-730), Besucherzentrum Schwarzwaldhochstraße Kniebis (Tel.: 07442 / 7570)

Einlass: 19:30 Uhr. Es gilt die 3-G-Regel und Maskenpflicht (auch am Sitzplatz)

Hier keine Tickets verfügbar
LUMAGICA Neuwied - Der magische Lichter-Park auf dem alten Rasselstein-Gelände Neuwied
Leuchtende Aussichten für LUMAGICA Neuwied
Magische Natur- und Zauberwelt mit Industriecharme

Ab 24. September wird sich das stillgelegte Industriegelände Rasselstein für rund sechs Wochen in eine leuchtende Zauberwelt verwandeln. Magische Fabel- und Naturwesen, ein illuminierter Zirkuszug, oder wunderbare Klänge, die sich mit funkelnden Kugeln zu einer Symphonie aus Ton & Licht verbinden: LUMAGICA gestaltet in der Industriebrache im Wiedtal einen magischen Lichter-Park, der zwar an die stählerne Historie des Areals anknüpfen, sich dort jedoch die Natur auf phantastische Weise zurück erobern wird.


„Die Ausstellung LUMAGICA Neuwied stellt eine wunderbare Erweiterung unseres urbanen Angebotes dar, gerade nach einer für uns alle sehr herausfordernden Zeit, in der zahlreiche kulturelle Events nicht stattfinden konnten. Unsere BewohnerInnen werden sich mit ihren Familien oder Freunden bei einem Spaziergang durch eine wundervolle Lichterwelt eine fantastisch unbeschwerte Auszeit genießen können. “ freut sich Oberbürgermeister Jan Einig, über das Zustande-Kommen des Projektes, das von der Stadt Neuwied tatkräftig unterstützt wird. Dank des Eigentümers des Ausstellungs-Geländes, der ASAŞ GmbH, von deren Seite es bereits interessante Ansätze für die zukünftige Nutzung der Industriebrache gibt, wird das Areal im Rahmen des Lichter-Parks erstmals für die Neuwieder Bevölkerung zugänglich sein. Dem nicht genug: Die ASAŞ GmbH wird im Zuge von LUMAGICA auch einige beeindruckende Aluminium-Kunstwerke aus der eigenen Kunststiftung ausstellen.


Ein einzigartiges Konzept für einen einzigartigen Ort

Die BesucherInnen sind eingeladen, auf einem rund 1,7 Kilometer langen Rundweg durch unterschiedliche Themenbereiche zu flanieren. Es ist das Spannungsfeld zwischen Stahl & Natur, das den Besuch des Lichter-Parks zu einem besonderen Erlebnis macht. Beim ersten Eintauchen in die Zauberwelt von LUMAGICA erleben sie, wie sich die Natur das Industriegelände auf fantastische Weise regelrecht zurückerobert hat. Wo einst Stahl produziert und gelagert wurde, weiden heute friedlich leuchtende Natur- und Fabelwesen auf den mittlerweile mit hohem Gras bewachsenen Flächen. Es folgen Phantasiepflanzen in einem magischen Garten sowie leuchtende Schwäne rund um ein Wasserwerk. Ausrangierte Waggons haben sich in einen illustren Zirkuszug verwandelt, wo sich fröhliche Tiere aus den Fenstern beugen. Illuminierte Bahngleise, alte Werksfahrräder und weitere Artefakte der Industriegeschichte, ebenso wie der beleuchtete Schornstein vermitteln nostalgischen Industriecharme und stehen in einem starken Kontrast zu den naturnahen Lichtobjekten. In einer Werkshalle, in der einst Stahl geschmiedet wurde, haben die BesucherInnen jetzt die Möglichkeit ein gastronomisches Angebot zu nutzen. Weiter auf dem Pfad schreiten sie durch die „Hohle Gasse,“ welche sich in ein Winterwunderland verwandelt hat und in ein Meer aus leuchtenden Kugeln mündet, die in Kombination mit Musik ein echtes „Sound to Light“ Erlebnis generieren. Am Ende des Weges erreichen die Gäste des Lichter-Parks eine
weitere Werkshalle, in der sie als stimmigen Abschluss die Gegenwartskunst aus Aluminium und Stahl der ASAŞ -Stiftung bewundern können.

„Mit der Stadt Neuwied und der ASAŞ GmbH konnten wir perfekte Partner für den Lichter-Park gewinnen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir nach einer coronabedingten Verschiebung im Winter 2021 unsere Pforten am 24. September öffnen dürfen“, zeigt sich Karl-Heinz König von LUMAGICA optimistisch.
Ben Granfelt Band
Es ist mal wieder Zeit für ein Live-Album!
Nicht nur, weil wir alle seit 1 ½ Jahren in weiten Teilen darauf verzichten müssen, Konzerte vor Ort mitzuerleben, sondern auch, weil es sich bei diesem Live-Album um die neuste Veröffentlichung von Ben Granfelt handelt, der in seiner bereits seit 36 Jahren andauernden Profikarriere schon nahezu jede Bühne auf diesem Planeten bespielt hat, ob als Mitbegründer und Mastermind der famosen Leningrad Cowboys, mit den Hardrock-Legenden Wishbone Ash oder –immer wieder und seit einigen Jahren ausschließlich – als Solokünstler mit seiner Ben Granfelt Band.
Die bisherige Liste von Ben Granfelts Live-Alben ist erstaunlich kurz – ist er doch unter normalen Umständen regelmäßig live und in voller Größe auf den Bühnen Europas zu sehen und zu hören -, „Live – Because We Can“ ist erst das vierte Live- Album, das der umtriebige Finne in seiner über einem Vierteljahrhundert bestehenden Laufbahn als Solo-Künstler herausbringt, doch insgesamt die 19. Veröffentlichung der Ben Granfelt Band. Für reichlich Songmaterial ist also gesorgt. Vierzehn Songs sind auf „Live – Because We Can“ vertreten, aufgenommen im Vuotalo Club in Helsinki im Oktober 2019.
Es ist das Abschluss-Konzert eines tollen, erfolgreichen Jahres für Ben Granfelt und gleichzeitig eines der letzten Live- Konzerte, die der Sänger/Gitarrist vor dem globalen Ausbruch der Pandemie noch geben konnte. Das musikalische Feuerwerk, das Ben Granfelt und seine Mitstreiter hier loslassen, macht deutlich, wie viel Freude die Band bei der Arbeit hat. Ben liebt es, zu improvisieren und zu jammen, um sowohl den Songs als auch seinen Musikern Raum zu geben, die Stücke frei zu interpretieren. Klar wie Kloßbrühe, dass fast alle Stücke auf dem neuen Live-Album länger sind als die Studioversionen und die Songs in leicht veränderter Form gespielt werden. Begleitet wird Ben Granfelt bei dieser Show von seinem langjährigen Kumpel und Bandkollegen Miri Miettinen am Schlagzeug und Masa Maijanen am Bass, der seit 4 Jahren ein fester Bestandteil der Ben Granfelt Band Ist. Für die Keyboard-Parts hat sich Ben dieses Mal Kasper Mårtenson an die Seite geholt, der den meisten Musikliebhabern durch Bands wie Amorphis, Mannhai, Ensiferum oder Barren Earth sicherlich ein Begriff ist. Dass Ben Granfelt zu diesem Zeitpunkt ein Live-Album veröffentlicht, hat durchaus einen pandemischen Hintergrund: „Da ich aufgrund von Covid im letzten Jahr so gut wie keine Möglichkeit hatte, mit anderen Musikern zu interagieren oder mit meiner Band ins Studio zu gehen, habe ich beschlossen, statt eines neuen Studioalbums dieses Konzert zu veröffentlichen“, sagt der Künstler selbst und fügt hinzu: „Und ich freue mich sehr darüber, denn es war ein großartiges Konzert!“
Ben Granfelt „Live – Because we Can” erscheint am 15.Oktober 2021 als CD mit Bonus Track und als Doppel-Vinyl bei A1 Records im Vertrieb von Broken Silence.

Einlass: 19:00
Nikorrekt - Kein Kampf
Wie weit dürfen Gedanken gehen, um noch als legal zu gelten, wenn man sie ausspricht und worüber darf man noch lachen? - Diesem Test unterzieht Nikorrekt das Publikum mit seinem Soloprogramm "Kein Kampf".

Weil antike Weisheiten wie "Si vis pacem para bellum" - "Wenn du Frieden willst, dann durch Krieg" für die Probleme der modernen Welt zu viel Spielraum geben, hinterfragt der scharfzüngige Koreanologe die Probleme unserer Zeit, wobei sich zwar nicht immer konventionelle Lösungswege, dafür aber eine Vielzahl an Pointen auftun.
Quasi eine von Pseudophilosophie und Schabernack geladene humoristische Konfrontation mit gesellschaftlichen und moralischen Konflikten.

Mit dem herzhaften Charme eines Lausbuben versehen wandelt Nikorrekt an den Grenzen des schwarzen Humors und destilliert das verboten Lustige aus einem Thema nach dem anderen. Dabei schlüpft er in die unterschiedlichsten Rollen und Sichtweisen und versetzt sein Publikum in schlingelhafter Standup-Comedy Manier in eine frivole „Jetzt gibt´s kein zurück mehr"- Stimmung. Freuen Sie sich auf eine intensive Gewürzmischung aus beißender Gesellschaftssatire und schrillen Klischees, derbem Wortwitz und skurrilen Ideen, deren exotische Schärfe Sie noch eine Weile begleiten und definitiv auch zum Nachdenken bewegen wird. Denn so viel ist sicher: Bei Nikorrekt werden Sie sich nicht nur einmal für ihr Lachen schämen und es doch gerade deshalb besonders genießen.

Foto (c) Stefan Joham
LUMAGICA Neuwied - Der magische Lichter-Park auf dem alten Rasselstein-Gelände Neuwied
Leuchtende Aussichten für LUMAGICA Neuwied
Magische Natur- und Zauberwelt mit Industriecharme

Ab 24. September wird sich das stillgelegte Industriegelände Rasselstein für rund sechs Wochen in eine leuchtende Zauberwelt verwandeln. Magische Fabel- und Naturwesen, ein illuminierter Zirkuszug, oder wunderbare Klänge, die sich mit funkelnden Kugeln zu einer Symphonie aus Ton & Licht verbinden: LUMAGICA gestaltet in der Industriebrache im Wiedtal einen magischen Lichter-Park, der zwar an die stählerne Historie des Areals anknüpfen, sich dort jedoch die Natur auf phantastische Weise zurück erobern wird.


„Die Ausstellung LUMAGICA Neuwied stellt eine wunderbare Erweiterung unseres urbanen Angebotes dar, gerade nach einer für uns alle sehr herausfordernden Zeit, in der zahlreiche kulturelle Events nicht stattfinden konnten. Unsere BewohnerInnen werden sich mit ihren Familien oder Freunden bei einem Spaziergang durch eine wundervolle Lichterwelt eine fantastisch unbeschwerte Auszeit genießen können. “ freut sich Oberbürgermeister Jan Einig, über das Zustande-Kommen des Projektes, das von der Stadt Neuwied tatkräftig unterstützt wird. Dank des Eigentümers des Ausstellungs-Geländes, der ASAŞ GmbH, von deren Seite es bereits interessante Ansätze für die zukünftige Nutzung der Industriebrache gibt, wird das Areal im Rahmen des Lichter-Parks erstmals für die Neuwieder Bevölkerung zugänglich sein. Dem nicht genug: Die ASAŞ GmbH wird im Zuge von LUMAGICA auch einige beeindruckende Aluminium-Kunstwerke aus der eigenen Kunststiftung ausstellen.


Ein einzigartiges Konzept für einen einzigartigen Ort

Die BesucherInnen sind eingeladen, auf einem rund 1,7 Kilometer langen Rundweg durch unterschiedliche Themenbereiche zu flanieren. Es ist das Spannungsfeld zwischen Stahl & Natur, das den Besuch des Lichter-Parks zu einem besonderen Erlebnis macht. Beim ersten Eintauchen in die Zauberwelt von LUMAGICA erleben sie, wie sich die Natur das Industriegelände auf fantastische Weise regelrecht zurückerobert hat. Wo einst Stahl produziert und gelagert wurde, weiden heute friedlich leuchtende Natur- und Fabelwesen auf den mittlerweile mit hohem Gras bewachsenen Flächen. Es folgen Phantasiepflanzen in einem magischen Garten sowie leuchtende Schwäne rund um ein Wasserwerk. Ausrangierte Waggons haben sich in einen illustren Zirkuszug verwandelt, wo sich fröhliche Tiere aus den Fenstern beugen. Illuminierte Bahngleise, alte Werksfahrräder und weitere Artefakte der Industriegeschichte, ebenso wie der beleuchtete Schornstein vermitteln nostalgischen Industriecharme und stehen in einem starken Kontrast zu den naturnahen Lichtobjekten. In einer Werkshalle, in der einst Stahl geschmiedet wurde, haben die BesucherInnen jetzt die Möglichkeit ein gastronomisches Angebot zu nutzen. Weiter auf dem Pfad schreiten sie durch die „Hohle Gasse,“ welche sich in ein Winterwunderland verwandelt hat und in ein Meer aus leuchtenden Kugeln mündet, die in Kombination mit Musik ein echtes „Sound to Light“ Erlebnis generieren. Am Ende des Weges erreichen die Gäste des Lichter-Parks eine
weitere Werkshalle, in der sie als stimmigen Abschluss die Gegenwartskunst aus Aluminium und Stahl der ASAŞ -Stiftung bewundern können.

„Mit der Stadt Neuwied und der ASAŞ GmbH konnten wir perfekte Partner für den Lichter-Park gewinnen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir nach einer coronabedingten Verschiebung im Winter 2021 unsere Pforten am 24. September öffnen dürfen“, zeigt sich Karl-Heinz König von LUMAGICA optimistisch.
Gutes Geld
„GUTES GELD“ - eine kabarettistische Polit-Satire

Als in Asien die Finanzmärkte zusammenbrechen, ahnt noch niemand, dass da ein Zusammenhang zum neuen Computer einer Familie aus Berlin-Wilmersdorf bestehen könnte. Doch Heizungsinstallateur Timo Steppanski ist schon verwundert, als er plötzlich auf seinem Privatkonto den Eingang von 2 Billionen Euro verzeichnet. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die frohe Kunde bei Freunden und Nachbarn. Was soll man mit so viel Geld anstellen?
Doch anstatt sich ein Wohnmobil zu gönnen und entfernten Verwandten zu helfen, hat Steppanski eine große Vision: Durch eine anonyme Spende entschuldet er den deutschen Staat.
Die Sensation ist groß, die Freude auch.
Aber leider nicht von Dauer. Der Wohlstand für alle birgt Tücken für die deutsche Seele. Ist der Deutsche überhaupt dafür geschaffen, knietief durchs Glück zu waten?
Schon bald vermuten Experten hinter der gutgemeinten Geste einen terroristischen Anschlag auf das westliche Wertesystem. In der Folge geraten die Steppanskis ins Visier von BKA, Bundesregierung und chinesischem Geheimdienst. Allmählich dämmert es den Verantwortlichen: Der Schuldenstandort Deutschland ist in Gefahr. Xi Jinping will in Rügen einmarschieren. Steppanski muss weg ...
GUTES GELD ist eine temporeiche Satire über Geld und Politik, globale Finanzströme und Berliner Befindlichkeiten. Mit durchgeknallten Nachbarn, hilflosen Polizisten und Politikern in Panik. Und mit drei Schauspielern in unzähligen Rollen. Dazu: Jede Menge Musik!

MIT
Robert F. Martin
Heike Ostendorp
Santina Maria Schrader

REGIE: Marcus Kaloff
TEXT: Frank Lüdecke und Sören Sieg
KOMPOSITION: Luca Fazioli
BÜHNE: Ina Segler
MUSIKALISCHE LEITUNG: Sören Sieg
FOTO: Dirk Dehmel
Öffentlicher Stadtrundgang Freiburg - Gässle, Bächle und das Münster
Erleben Sie das malerische und grüne Freiburg bei einem schönen Rundgang durch die Altstadt. Ihr Tourguide zeigt Ihnen die berühmten „Freiburger Bächle“, die kleinen Wasserläufe entlang der Straßen und Gassen, die verwinkelten „Gässle“ und die vielen bunten Rheinkieselmosaike, die Freiburg sein ganz besonderes Flair verleihen. Lassen Sie sich zum Münsterplatz mit seinen schönen Bürgerhäusern und Profanbauten führen und sehen Sie auch den traditionellen Bauernmarkt (vormittags) und die zahlreichen Cafés.

Start der Tour ist der Rathausplatz, wo Ihr Guide bereits auf Sie wartet. Schon auf dem Rathausplatz gibt es zahlreiche historische Gebäude zu entdecken. Von hier aus geht es dann über die Kaiser-Joseph-Straße, der ehemaligen Großen Gass´ des mittelalterlichen Freiburgs, zum Freiburger Münster, dem kulturellen Mittelpunkt der historischen Altstadt und herausragenden Beispiel mittelalterlicher Gotik.

Entdecken Sie gemeinsam mit dem Guide die bizarr geformten Wasserspeier, den filigranen Kirchturm und den bunten Bauernmarkt auf dem Münsterplatz. Im Anschluss entdecken Sie einige der historischen Sehenswürdigkeiten um das Münster herum: das historische Kaufhaus, die Alte Wache, das Haus zum schönen Eck und viele mehr. Weiter geht es dann über die Konviktstraße, eine der schönsten Gassen Freiburgs, bis hin zum „Handwerkerviertel"
Flughafen Tempelhof - Der Mythos Tempelhof
Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude des Flughafens Tempelhof spiegelt die wechselvolle Geschichte Berlins wider: Es ist Ausdruck der nationalsozialistischen Ideologie und diente im Zweiten Weltkrieg der Rüstungsproduktion durch Zwangsarbeiter. Tempelhof ist aber auch ein Symbol der Freiheit, die Luftbrücke von 1948/49 hat den Flughafen weltberühmt und zum Mythos gemacht. Während der deutschen Teilung blieb er für viele Menschen das Tor zur freien Welt.

Auf unseren Rundgängen führen wir Sie in ca. 2 Stunden zu den interessantesten Stellen des riesigen Gebäudes mit einer Fläche von über 300.000 Quadratmetern.

Dauer:
ca. 2 Stunden

Aufgrund der baulichen Barrieren des denkmalgeschützten Gebäudes können wir leider keine behindertengerechten Führungen anbieten.

Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 / COVID-19 findet die Mythos Tempelhof Führung aktuell in einer etwas veränderten Form statt. Wir werden vor allem durch großflächige Bereiche mit Ihnen laufen und die Gruppengröße möglichst klein halten.

Die Teilnahme ist nur gemäß der 3 G Regel möglich: Impfnachweis, Genesennachweis oder max. 24h alter Schnelltest - ein Test vor Ort ist nicht möglich.
Zur Teilnahme an der Führung ist eine medizinische Maske notwendig.
Des Weiteren sind die Abstandsregelungen auch während der Führung einzuhalten.
Unsere Guides werden hierzu eine Einweisung am Beginn der Führung geben, welche einzuhalten ist.
Vor allem aber freuen wir uns, dass wir Ihnen dieses wunderbare Gebäude mit all seiner Geschichte wieder näher bringen können.

Bei Gruppenbuchungen wenden Sie sich bitte an buchung@berlinkompakt.net.

Tickets und Nachweise sind an der Kasse vorzuzeigen.
Hallenbad Vellmar - Nur für Senioren ab 50 Jahren und Schwerbehinderte mit Ausweis
Einlass:

Der Einlass ins Hallenbad ist nur mit einer gültigen Eintrittskarte möglich, die vorab hier über den Online-Ticketshop für das jeweilige Besucherzeitfenster gebucht worden ist.

Unbedingt beachten: Für jede Person, die das Hallenbad besucht, muss eine Eintrittskarte gebucht werden - auch für Babys, Kleinkinder und Begleitpersonen.

Sollte eine Online-Buchung für Sie nicht durchführbar sein, ist eine telefonische Buchung über das Hallenbadpersonal (nur) während der Besucherzeitfenster unter der Rufnummer: 0151/50446603 möglich.
Hierbei entsteht eine Bearbeitungsgebühr von 0,50 € pro Buchung, die zusätzlich zum Eintritt zu entrichten ist.

Eine Stornierung von gebuchten Eintrittskarten ist nicht möglich.

Bei Kindern bis zum vollendeten 10. Lebensjahr ist die Begleitung einer erwachsenen Person erforderlich.
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3 G-Regel:

Für den Besuch von Schwimmbädern gilt die 3 G-Regel!
Hiernach darf nur vollständig geimpften, nachweislich genesenen oder negativ getesteten Personen Einlass in unser Hallenbad gewährt werden.

Beim Einlass ist daher der Impfnachweis, der Genesenennachweis oder das Zertifikat über eine negative Antigen- oder PCR-Testung sowie der Personalausweis unbedingt vorzulegen.

Das Testheft von Schülerinnen und Schülern wird als Nachweis anerkannt. Zusätzlich zum Testheft ist der Personalausweis, Reisepass oder Schülerausweis des jeweiligen Kindes mitzubringen.

Für Kinder unter 6 Jahren und Kinder bis zur Einschulung gilt diese Regelung nicht.
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Allgemeine Hinweise zur Buchung und zum Einlass:

- Der letztmögliche Einlass ist 60 Minuten vor Ende des Besucherzeitfensters.

- Die Schwimmbecken sind rechtzeitig vor Ende des Besucherzeitfensters, mind. 15 Minuten vorher, zu
verlassen.

- Spätestens zum Ende des Besucherzeitfensters muss das Hallenbad verlassen werden.

- Konnte die Eintrittskarte für das gebuchte Besucherzeitfenster nicht eingelöst und genutzt werden, besteht
kein Anspruch auf Übertragung oder Erstattung.
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Wertkarten:

Die Benutzung von bereits erworbenen Wertkarten sowie der Verkauf von Wertkarten ist vorübergehend nicht möglich.

Eine Rücknahme oder Erstattung der bereits erworbenen Wertkarten ist ausgeschlossen.

Die Wertkarten behalten Ihre Gültigkeiten und können nach der Corona-Pandemie wieder eingesetzt werden.

Letzter Einlass eine Stunde vor Ende des Besucherzeitfensters

Aktuell keine Tickets verfügbar.
Vitra Schaudepot Timeslots - Eintritt Sammlung
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Im Vitra Schaudepot präsentiert das Vitra Design Museum Schlüsselobjekte seiner umfangreichen Sammlung. Im Zentrum des Gebäudes, das von Herzog & de Meuron designt wurde, steht eine Präsentation von über 400 Schlüsselstücken des modernen Möbeldesigns von 1800 bis heute. Unter den gezeigten Objekten sind frühe Bugholzmöbel, Ikonen der klassischen Moderne von Le Corbusier, Alvar Aalto oder Gerrit Rietveld, aber auch bunte Kunststoffobjekte der Pop-Ära oder jüngste Entwürfe aus dem 3D-Drucker. Ergänzt wird diese Präsentation um kleinere Wechselausstellungen zu sammlungsbezogenen Themen. Im Untergeschoss bietet das Vitra Schaudepot Einblick in weitere Sammlungsschwerpunkte, darunter skandinavisches und italienisches Design, die Leuchtensammlung, die Sammlung des Eames Office und eine Rekonstruktion des Büros von Charles Eames. Das Schaudepot Lab, eine Materialbibliothek mit Informationen zu Herstellungsverfahren, Entwicklungsprozessen und ca. 350 Materialproben sowie 17 Prototypen, lädt zum Entdecken, Ertasten und Kennenlernen ein.

At the Vitra Schaudepot, which is designed by Herzog & de Meuron, the Vitra Design Museum presents key objects from its extensive collection, creating one the largest permanent exhibitions and research sites on contemporary furniture design. The central focus is a selection of more than 400 key pieces of modern furniture design from the 1800s until today, including early Bugholz furniture, iconic modernist pieces by Le Corbusier, Alvar Aalto or Gerrit Rietveld, but also more recent examples of 3D-printed objects and lesser-known or anonymous objects, prototypes and experimental models. The permanent exhibition is complemented by smaller, temporary presentations focusing on items of the stored collection. On the lower ground floor, the Vitra Schaudepot offers insight into the extensive collection of Scandinavian and Italian design, the collection of lighting as well as the Collection of the Eames office and a reconstruction of Charles Eames’ office. The Schaudepot Lab located on the same floor is a Material library with information on production procedures, development processes and approx. 350 material samples as well as 17 prototypes.

Au Schaudepot, conçu par les architectes Herzog & de Meuron, le Vitra Design Museum présente au public des objets majeurs de sa vaste collection. L’essentiel du Schaudepot est constitué d’une collection permanente, avec plus de 400 pièces majeures du design de mobilier moderne, de 1800 à nos jours. Parmi les objets exposés, on retrouve des meubles anciens en bois cintré, des icônes du moderne classique de Le Corbusier, Alvar Aalto ou Gerrit Rietveld, mais aussi des objets en tissus colorés de la période pop ou de récents projets en impression 3D. Cette présentation sera complétée par de petites expositions temporaires dans des thématiques liées à celles des collections, à commencer par un aperçu du mouvement « Radical Design » des années 1960. Au sous-sol, le Schaudepot explore d’autres grands axes d’exposition, comme les designs scandinave et italien, la collection de luminaires et la Collection de Charles & Ray Eames.

Online-Verkauf für diesen Termin nicht mehr möglich, bitte wählen Sie einen anderen Termin oder fragen nach Restkontingenten vor Ort.
Dr. Gregor Gysi - Buchpräsentation "Ein Leben ist zu wenig"
Präsentation und Gespräch über die Autobiografie "Ein Leben ist zu wenig" von Dr. Gregor Gysi

Zum Buch:
Kaum ein deutscher Politiker wurde so geschmäht, kaum einer schlug sich so erfolgreich durchs Gestrüpp der Anfeindungen – hin zu einer anerkannten Prominenz: In seiner Autobiographie erzählt Gregor Gysi von seiner Kindheit und Jugend, schildert seinen Weg zum Rechtsanwalt, gibt Einblicke in sein Verhältnis zu Dissidenten (»Bahro war mein spannendster Fall«) und in die Spannungsfelder an der Spitze von Partei und Bundestagsfraktion. Vor allem aber berichtet er von der erstaunlichen Wendung, die sein Leben mit dem Herbst 1989 nahm: Der Jurist wird Politiker. »Einfach wegrennen, das wollte ich nie«, sagt Gysi und trifft damit einen Kern seines Wesens: Widersprüche aushalten. Ein Leben und eine Familiengeschichte, die von Russland bis Rhodesien führt, in einen Gerichtsalltag mit Mördern und Dieben und zu der ein Lob Lenins und die Nobelpreisträgerin Doris Lessing gehören.

So offen und persönlich wie noch nie: die Autobiographie

Gregor Gysi hat linkes Denken geprägt und wurde zu einem seiner wichtigsten Protagonisten. Hier erzählt er von seinen zahlreichen Leben: als Familienvater, Anwalt, Politiker, Autor und Moderator. Seine Autobiographie ist ein Geschichts-Buch, das die Erschütterungen und Extreme, die Entwürfe und Enttäuschungen des 20. Jahrhunderts auf sehr persönliche Weise erlebbar macht.

»Erstaunlich, was sich alles ereignen muss, damit irgendwann das eigene Leben entstehen kann.« Gregor Gysi

»Diese Autobiografie ist ehrlich. Gysi spricht offen über sich. Er hat besten Einblick in die DDR-Verhältnisse. Daher ist sein Buch ein bleibendes Geschichtswerk.« (Franziska Augstein Süddeutsche Zeitung 2017-10-10)

»›Ein Leben ist zu wenig‹ ist ein Titel, der Gysis bewegte Geschichte treffend beschreibt.« (Klaus Späne Frankfurter Neue Presse 2017-10-13)

»Mit dieser intensiv spürbaren Lust, das eigene Leben Revue passieren zu lassen, weil so vieles wichtig und richtig war.« (Lukas Wallraff taz. Die Tageszeitung 2017-10-28)

Einlass 19.45 h
ManufakTOUR

Erleben Sie faszinierende Eindrücke und gehen Sie mit uns auf Entdeckungstour durch die Produktionsräume der Manufaktur, in denen das Kulturgut Meissener Porzellan ganz besonders intensiv erfahrbar ist.

 

Mit der „manufakTOUR“ erleben Sie in der realen Manufakturumgebung live die kunsthandwerkliche Entstehung des Porzellans. Vom Kaolin aus dem eigenen Bergwerk, über die Herstellung der Porzellanmasse, die Fertigung des weißen Porzellans, den Modell- und Formenbau, bis hin zum historischen Formenarchiv, die Porzellanmalerei und die Ofenhalle erhalten Sie in den originalen Fertigungsbereichen einen umfangreichen Einblick in die Produktionsabläufe.

 

Gemeinsam mit einem Guide erleben wir Manufakturistinnen und Manufakturisten bei ihrer großartigen Arbeit, berühren Rohstoffe, erfühlen Porzellanmasse und entdecken das Weiße Gold mit allen Sinnen.

 

Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit im Museum der Meissen Porzellan- Stiftung ganz individuell Kunstwerke aus drei Jahrhunderten zu bestaunen.

 

Verbringen Sie mit uns auf der „manufakTOUR“ Momente voller spannender Eindrücke und Erlebnisse.

 

Wir empfehlen Ihnen festes Schuhwerk. Die manufakTOUR ist für Menschen mit körperlichen Behinderungen, Rollstuhlfahrern und Kindern unter 6 Jahren nicht geeignet.

 

Die manufakTOUR dauert 2 Stunden und ist auf 10 Personen begrenzt.

Preis: 40 € pro Person inkl. manufakTOUR und Besuch des Museums in der Erlebniswelt Haus MEISSEN

Eins Komma Fünf

Eins Komma Fünf
10/10/21—09/01/22
Eröffnung: 09/10/2021, 16–21 Uhr

Army of Love
Lucy Beech & Edward Thomasson
Eva Grubinger
Hanne Lippard
Taus Makhacheva
Haroon Mirza
Agnieszka Polska
Anri Sala
Franz Erhard Walther

Physische Distanz zu anderen Personen zu halten, Menschenansammlungen zu meiden, die Reduktion von Kontakten – Abstand und Isolation (die Trennung von Populationen) versprechen in Zeiten der Pandemie persönliche Gesundheit und die allgemeine Eindämmung der Virusverbreitung. Die Vereinzelung wird zu einem heilsamen wie solidarischen Akt.

Doch das Verhältnis von Nähe und Abstand, der Umgang mit Distanzen prägen unser gesamtes Dasein. Der Mensch ist ein Wesen, das durch und mit Berührungen lebt. Sie führen uns in die Welt des Körperlichen. Das kindliche Immunsystem baut sich durch selbige überhaupt erst auf. Im Laufe unseres Lebens entwickeln wir ein Gespür dafür, welche Nähe schädlich, unangenehm, angemessen oder wohltuend ist. Wir halten uns von Feuer fern, bewegen uns auf Abstand zur Straße, gehen manchen Menschen aus dem Weg. All diese Beispiele bilden erlernte Techniken, die uns vor Gefahren schützen. Distanz zwischen sich und dem Alltag zu schaffen, zu konkreten Ereignissen oder Personen aufzubauen, bildet einen entscheidenden Teil des menschlichen Miteinanders. Doch wie verhält es sich mit einer verordneten Distanz? Mit dem auferlegten Verzicht auf Nähe?

Während einer Pandemie reicht das Abstandgebot weiter als 1,5 Meter: „Bleiben Sie zu Hause!“ Das bedeutet: Isolieren Sie sich, vermeiden Sie jeglichen physischen Kontakt, um sich und andere nicht in Gefahr zu bringen. Hören Sie auf, sich in soziale Gemeinschaft zu begeben!

Der dauerhafte Verzicht auf Nähe lässt menschliche Bedürfnisse verkümmern; fehlende Stimuli machen das )Denken eng. Was bedeutet es für eine Gesellschaft, kontaktlos zu funktionieren? Wie entwickeln sich unsere Körper, unsere Gefühle und Ideen, wenn ihnen Bewegung, Begegnung und Austausch genommen werden? Was passiert mit der Kunst, wenn sie sich ausschließlich im Digitalen entfaltet, wenn wir sie nur noch eingeschränkt

sinnlich wahrnehmen, nicht mehr erleben dürfen? Eine künstlerische Arbeit, zu der man sich nicht körperlich in Beziehung setzen, sich in Nähe oder Abstand bringen darf, die man nicht mittels Fühlen, Riechen oder gar Schmecken, in Bewegung und gepaart mit der eigenen Selbstwahrnehmung erschließen kann, ist ein anderes Kunstwerk, berührt (bestenfalls) anders.

Eins Komma Fünf ist eine Ausstellung, die sich dem Abstand und seiner Vielschichtigkeit widmet. Sie beleuchtet Formen der Verbundenheit über die Distanz hinweg und das, was letztere verändert.

Jeder Mensch bewegt sich in einem dynamischen System, auf einer Achse zwischen zwei Polen. Diese Achse heißt Abstand. Die Pole, zwischen die diese Achse eingespannt ist, nennen sich Berührung und Kontaktlosigkeit – Isolation. Je nach Situation nähert man sich dem einen oder anderen Pol, geht kurzfristig in ihm auf, um dann wieder fort zu streben und gemeinsam um die Achse des Abstands zu rotieren.

Die Ausstellung wird unterstützt durch Kultursommer Rheinland-Pfalz.

Mainz

25.10.2021