Sonntag, 17.11.2019
um 20:00 Uhr





Mandy Partzsch - Gesang
Jens Wagner - Klavier

Die Schauspielerin Mandy Partzsch und der Jazzpianist Jens Wagner schauen sich in ihrem ersten gemeinsamen Programm das Hamsterrad mal von draußen an. Mit einem Grinsen im Mundwinkel betrachten sie die Absonderlichkeiten unserer Zeit. Sie wundern sich, auf welch seltsamen Pfaden unsere Sprache wandelt, finden heraus, was man alles nicht braucht und dass es den meisten Strippenziehern schlicht an Liebe mangelt. Sie rechnen ab mit der Angst und staunen über die immense Macht der Gedanken. Es taucht aber auch die eine oder andere Frage auf: Wer ist dieses kleine, freche Wesen, dass sich manchmal unbemerkt unter die Haut schleicht und wohin verschwindet eigentlich immer die Zeit zwischen Vorfreude und Erinnerung? Bummeln Sie mit Jens Wagner und Mandy Partzsch, auf nicht immer korrekten Wegen, durchs Paradies und lassen Sie sich ruhig beim Grinsen erwischen.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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Konstantin Wecker - UTOPIA. Eine Konzertreise
Utopia heißt die neue Bühnenproduktion von und mit Konstantin Wecker, bei der Wecker sein Publikum auf eine sehr persönliche Suche nach Utopia mitnehmen wird, eine sehnsuchtsvolle Reise in eine herrschaftsfreie Welt. Zu hören sind neu komponierte Lieder (Alles Allen, Utopia) kombiniert mit (fast) vergessenen, aber noch immer gültigen Titeln (Revoluzzer, Und das soll dann alles gewesen sein), beliebten Wecker-Klassikern, sowie eigenen Texten, Gedichten und Gedanken im Dialog mit solchen von geschätzten Weggefährt*innen, Künstler*innen, Autor*innen, Philosoph*innen und politischen Aktivist*innen. „Nein ich hör nicht auf zu träumen von der herrschaftsfreien Welt“ singt Wecker in seinem Lied Den Parolen keine Chance. Sein neues Programm führt diesen Gedanken nun konsequent weiter. Utopia ist eine musikalische Laudatio und ein leidenschaftliches künstlerisches Plädoyer dafür, das angeblich „nicht Realisierbare“ endlich möglich werden zu lassen bevor die Realisten unsere Welt endgültig zerstört haben. Ein Blick in deutsche Wörterbücher verrät viel über Macht und Herrschaft. Dort wird das Wort Utopie als eine „nicht realisierbare Idee“ bzw. als „Hirngespinst“ und das Adjektiv utopisch als „nach dem Unmöglichen strebend“ bezeichnet. Aber wer sagt eigentlich, dass eine Utopie „nicht realisierbar“ oder „unwirklich" sein sollte. Und wer hat definiert, dass ein in vielen Momenten schon gelebtes Utopia unmöglich ist? Es gibt keinen besseren Moment für Utopien als den gegenwärtigen: "Jeder Augenblick ist ewig“ singt Konstantin Wecker in seinem Lied SoScheeSchoA und sagt zu seinem Utopia-Projekt: „Wir müssen heute das Utopische gemeinsam suchen, denken, fordern, es leben und dafür handeln! Was wäre die Alternative angesichts der möglichen Vernichtung des gesamten Planeten?“
Auf diesem Weg braucht es gemeinsame Entdeckungen und Erlebnisse, die Mut machen, die eigene Angst und Ohnmacht zu überwinden: „Die Vertreter des Machbaren, Notwendigen, des angeblich Realistischen und einzig Realisierbaren hatten lange genug Zeit. Sie können nur zerstören. Ihre Show – oder besser gesagt, ihr Business – darf nicht weiter gehen“, sagt Konstantin Wecker. „Es reicht!“ Für ihn ist es höchste Zeit für eine umfassende Laudatio, für eine Ode auf all jene Utopist*innen, die seit Jahrhunderten denunziert und verfolgt werden, und die meistens ganz richtig liegen mit ihrer Kritik und ihren Visionen.
Utopia wird eine sehr persönliche und politische Zeitreise in Vergangenheit und Zukunft, um all die eigenen, fremden und kollektiven Sehnsüchte, Rebellionen, Ideen und gelebten Momenten zu entdecken, in denen eine herrschaftsfreie Weltgesellschaft heute längst entsteht und lebendig wird.