Quelle: Veranstalter

Sonntag, 31.01.2027
um 18:00 Uhr




„Ma musique existe pour faire plaisir.“ Wie Jean Françaix treten die glänzenden Holzbläsersolist:innen der Nordwestdeutschen Philharmonie und die vielfach ausgezeichnete Pianistin Ah Ruem Ahn an, um Musik zur Freude zu machen. Und auch Francis Poulenc bevorzugte Musik, die lächeln macht: „Je préfère la musique qui fait sourire.“

Freude ist der Sinn ihrer Musik; geistreicher Humor, Ironie und Leichtigkeit sowie Eleganz bestimmen ihre Haltung. So sind Françaix und Poulenc gegen Wagner, Romantik, Impressionismus. Die Form soll klar, das Klanggewebe transparent und die Gesten prägnant sein. Melodie macht den Kern ihres Ausdrucks aus, der emotional direkt und unverstellt, dabei unpathetisch und keine subjektive Ich-Aussage ist. Alles soll zu den Menschen sprechen. Diese neoklassizistische Deutlichkeit ist weder oberflächlich noch bloßes Geglitzer. Vielmehr grundiert den Esprit der Pariser tiefes Gefühl, melancholische Dunkelheit, lyrische Innigkeit, menschliche Wärme und Freundlichkeit. Die Musik lebt vom Zugleich und dem Wechselspiel von tänzerischer Schwerelosigkeit und Innigkeit, von Ernst und funkelndem Witz.

Kann Poulencs Sextett als Portrait der Seine-Metropole in den 1930ern und sein Trio als Theaterstück um drei verschiedene Charaktere interpretiert werden, so trägt Françaix’ „L’Heure du berger“ Bildlichkeit ausdrücklich in Titel und Untertitel. Die Miniaturen sind von „musique de brasserie“, Hintergrundmusik in Pariser Lokalen, inspirierte Alltags-Kunstmusik. Liebevoll-ironisch gewinnen die Protagonisten des „Schäferstündchens“ in den Brasserien im Nachkriegs-Paris Gestalt: die alten Gecken, kokette Pin-Up Girls, die kleinen Hibbelig-Überdrehten.

Als Kontrast dazu spätromantische Preziosen: die Synthese aus pastoraler Idylle, Klangmalerei und Wagner-Harmonik im Quintett des Dessauer Hofkapellmeisters August Klughardt und das lyrisch-empfindsame Salonstück des preußischen Militärkomponisten Friedrich Wilhelm Voigt.

PROGRAMM:
Pour faire plaisir – Um Freude zu machen

Francis Poulenc (1899–1963): Sextett für Klavier und Holzbläser, op. 100
August Klughardt (1847–1902): Quintett in C-Dur, op. 79
Francis Poulenc (1899–1963): Trio für Oboe, Fagott und Klavier, op. 43
Friedrich Wilhelm Voigt (1833–1894): Nocturno op. 75 für Klarinette, Horn und Klavier
Jean Françaix (1912–1997): L’Heure du berger, für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn

Yulia Mun Querflöte
Kilian Debus Oboe
Hye Jin Kim Klarinette
Ludger Taubitz Fagott
Joannes Van Meensel Horn
Ah Ruem Ahn Klavier

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

Das könnte auch interessant sein

Quelle: Veranstalter
Van Baerle Trio & Isabelle van Keulen
Quelle: Veranstalter
Monet Quintett
Quelle: Veranstalter
Chapeau Classique: GWK Förderpreise 2026 - Preisverleihung mit Konzert
Quelle: Veranstalter
Chapeau Classique: Ensemble Odyssee - Venedigs Glanz am Dresdner Hof
Quelle: Veranstalter
MUSIK IM RÖMERmuseum: NWD Bläserquintett & Ah Ruem Ahn: Pour faire plaisir – Um Freude zu machen
Quelle: Veranstalter
Ensemble Classique - Brassissimo - Ein Konzertabend voller Eleganz, Präzision und Emotion
Quelle: Veranstalter
Chapeau Classique: Suyoen Kim und Annika Treutler: Appassionata
Quelle: Veranstalter
Chapeau Classique: Quintessence Saxophone Quintet: Ludwig200 - Beethoven to the stars
Quelle: Veranstalter
Hana Chang, Jean-Sélim Abdelmoula, Quatuor Agate - Concert de Six