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Uraufführung

Ein Stück Geschichte ist ein Stück Geschichte. Im Zentrum steht oder vielmehr sitzt der sogenannte mächtigste Mann der Welt an seinem Schreibtisch, stellvertretend für all die zahllosen mächtigen Männer dieser Welt. Mit seiner Unterschrift besiegelt er in Dekreten, Erlassen, Gesetzen, Verträgen die Attraktivität des Schrecklichen, deren weitreichende Folgen ihm buchstäblich am A**** vorbeigehen. In seiner Welt sind Männer laut und potent, Frauen leise und dienstbereit, in seiner Welt gibt es keine Verbündeten, denn er steht immer an erster Stelle.

In seiner und unserer Welt übersteigt das Militärbudget himmelweit die Mittel für Menschen-, Arten- und Klimaschutz. Love Trumps Hate? Die Diskussion verläuft im Sande, die Bibel als Ratgeber ist überholt, Voltaire als Korrektiv hat ausgedient. Einziger Lichtblick des gesunden Menschenverstands im Panoptikum des faktischen Irrsinns scheinen die Ansichten eines Polizisten über den G20 Gipfel in Hamburg. Wo sind wir hier eigentlich??

Wir sind im Jahr 2017. Aber die Zeit ist aus den Fugen und läuft rückwärts. Tote erwachen zum Leben und die Protagonist*innen dieses Stücks müssen sich gut festhalten, damit sie nicht aus Versehen im falschen Jahrhundert landen. Denn Rückschritt ist der neue Fortschritt! Und der Fortschritt – Verzeihung, Rückschritt – ist bekanntlich nicht zu stoppen. Oder?

EIN STÜCK GESCHICHTE ist eine Satire und Dokumentartheater zugleich. Die Autorin und Regisseurin Antje Schupp verwandelt politisches Geschehen, das 2017 über die virtuellen Kanäle auf ihren Schreibtisch gespült wurde, in bitterkomische Szenen – bissig, pointiert, voll verzweifeltem Humor.

Es singen, spielen und animieren Studierende der Studiengänge Schauspiel, Figurentheater und der Opernschule: Carolina Eicker, Josepha Flemming, Rebecca Herter, Elio Jäger, Mali Jafari, Daniel Johnson, Clara Lorenz, Johannes Frederik Pisall, Leontin Salihi, Jakob Saltner, Amelie Sarich, Til Schumeier, WenBo Shuai, Lilly Sorgenfrey, Mara Suter und Zina Strunz

Regie: Antje Schupp / Bühne & Kostüme: Christoph Rufer / Musik: Arezou Rezaei

Die Vorstellungen am 23. Oktober und am 28. November werden mit DGS-Übersetzung (Deutsche Gebärdensprache) angeboten.

Nach den Vorstellungen am 23. Oktober und am 27. November findet im Studio des Wilhelma Theaters ein WTspäti statt. Der Eintritt zu diesem knapp halbstündigen Zusatzprogramm ist frei.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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