Montag, 23.07.2018

Ausstellung
Fräulein Rabbiner Jonas
23.07.2018 in Celle

Eine Ausstellung des Centrum Judaicum Berlin



Am 27. Dezember 1935 wurde Regina Jonas im Auftrag des Liberalen Rabbinerverbandes in Offenbach zur Rabbinerin ordiniert. Diese weltweit erste Smicha für eine Frau nahm die „Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum“ zum Anlass für eine kleine, aber bemerkenswerte Ausstellung über „Fräulein Rabbiner Jonas“ und ihre Pionierrolle.



Wie sehr Jonas’ Ordination ihrer Zeit voraus war, zeigte sich auch daran, dass die nächste Frauenordination fast vier Jahrzehnte auf sich warten ließ: Erst im Juni 1972 wurde mit Sally Priesand wieder eine Frau zur Rabbinerin berufen. Obwohl Regina Jonas ihr Studium 1930 mit gut beendet hatte, wurde ihr zunächst nur das Zeugnis als Religionslehrerin ausgestellt. Erst fünf Jahre später nahm ihr Max Dienemann, der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Offenbach, im Auftrag des Liberalen Rabbinerverbandes in Deutschland die mündliche Prüfung ab und erteilte die Smicha.



Regina Jonas‘ Wirken endete so wie das von Millionen Juden in Europa unter der deutschen Nazi-Herrschaft: 1942 kam sie nach Theresienstadt, 1944 wurde sie in Auschwitz ermordet. Die Erinnerung an sie wurde Ende der neunziger Jahre wiederbelebt, nachdem Elisa Klapheck Jonas’ rabbinische Prüfungsarbeit von 1930 veröffentlicht hatte.



Veranstalter: Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.




Mo von 10 bis 17 Uhr, Di bis Do von 9 bis 17 Uhr, Fr von 9 bis 16 Uhr und So von 15 bis 17 Uhr
Ausstellung
ECHT SCHARF. Der Spiegel als Spielfeld
23.07.2018 in Celle

„Überall Spiegel, auch der eigenen Seele."

Eberhard Schlotter (1921–2014)



Wahrheit und Wollust, Angst und Aberglaube – seit der Antike fasziniert der Spiegel die Menschheit. Als Motiv, Mythos und Metapher ist dieser Gegenstand weltweit in Kunst und Kultur zu finden. Im anregenden Wechselspiel zwischen Sinnbild und Alltagsgebrauch gibt der Spiegel immer wieder Anlass zu überraschenden Perspektiven.



Das Werk Eberhard Schlotters macht sichtbar: Der Spiegel ist für den Maler und Grafiker wichtiges Motiv und wertvolles künstlerisches Instrument. Inspiriert von Verzerrung, Unschärfe, Brechung und Bewegung des Spiegelbildes erforscht er reizvolle Nuancen sichtbarer und unsichtbarer Erscheinungen. Mit meisterhafter Darstellungslust widmet er sich dem Facettenreichtum des Spiegels: Als optisches Phänomen, als poetisches Sinnbild oder als subtile Bildmetapher.



Mit dieser Ausstellung rückt die Eberhard Schlotter Stiftung erstmals ein Einzelmotiv aus dem Repertoire des Künstlers in den Fokus der Präsentation. Losgelöst von der klassischen Chronologie seiner Stilphasen werden somit neue und wenig bekannte Aspekte in Eberhard Schlotters Werk aufgedeckt und zusammengeführt.



Die pointierte Auswahl an Grafiken und Gemälden lädt ein, den Spiegeln und Be-Spiegelungen nachzuspüren und macht ein Grundthema Eberhard Schlotters deutlich: Sein unersättliches Bedürfnis, in das Wesen der Dinge einzudringen und die beharrliche Suche nach einer Antwort auf die unlösbare Frage: Wie wirklich ist die Wirklichkeit?




Dienstag - Sonntag 11-17 Uhr, montags geschlossen
Ausstellung
Hinter Stacheldraht
23.07.2018 in Celle

Im Ersten Weltkrieg entstand das erste große Lagersystem des 20. Jahrhunderts; Kriegsgefangenschaft wurde zu einem Schicksal der Massen. Insgesamt waren bis 1918 in allen kriegsteilnehmenden Staaten zwischen 6,6 und 8,4 Millionen Soldaten in Gefangenschaft geraten.



Auch in bzw. bei Celle gab es zwei Gefangenenlager: Im Dorf Scheuen, etwa 8 km vom Stadtzentrum entfernt, entstand ab September 1914 ein Barackenlager, das unter dem Namen Cellelager bekannt wurde. Es war auf etwa 10.000 Kriegsgefangene ausgelegt und damit eines der größten Lager in der Provinz. Im Celler Schloss wurde ein Gefangenenlager ganz anderen Charakters – und einmalig im Deutschen Kaiserreich – eingerichtet: Etwa 250 „Zivilgefangene höherer Lebensstellung" waren mitten im Zentrum von Celle interniert.



Die Ausstellung zeigt anhand zahlreicher bisher unveröffentlichter Dokumente und Fotografien das Leben der Kriegsgefangenen, ihre Unterbringung und Behandlung, ihre Ernährung in Zeiten des Mangels, die Seelsorge für die Mitglieder von vier Religionsgemeinschaften oder die „Freizeitgestaltung" mit Theater, Musik, Kunst, Sport und Bildung. Thematisiert werden aber auch Fluchtversuche, Krankheit und Tod. Leihgaben aus dem In- und Ausland, darunter eine große Sammlung von Objekten, Grafiken und Gemälden aus Italien, sowie Tagebücher und kurz nach dem Krieg verfasste Erinnerungen vermitteln ein berührendes Bild vom Alltag der Kriegsgefangenen hinter Stacheldraht im Ersten Weltkrieg in Deutschland.



Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband.




Dienstag - Sonntag 11-17 Uhr, montags geschlossen
Ausstellung
RWLE Möller – Künstler 1952–2001
23.07.2018 in Celle

„Wir sind alle Brennstoff. Wir werden geboren, und wir brennen, manche schneller als andere. Und es gibt unterschiedliche Zündstoffe. Aber nicht zu brennen, das wäre wahrhaftig ein trauriges Leben." Graham Swift, Ein Festtag (Roman), 2017



RWLE Möller, 1952–2001, das war mehr als ein Maler-, mehr als nur ein Celler-Leben und doch genau das. Hinter diesem Namen verbarg und öffnete sich gleichzeitig eine zunehmend gefährdete Existenz, die dennoch auf ihre kurze Art und Weise glückte und auch nach seinem Tod, nicht nur durch die von ihm ins Leben gerufene RWLE Möller Stiftung, das „Celle-Lexikon" oder das Bunte Haus, weiterhin Wirkung entfaltet.



Mit „malerischer Kamera" hielt der Autodidakt, der eigentlich Filmemacher werden wollte, Literatur, deutsche (Medien-)Geschichte, Travestie, Homosexualität und die ihm so vertraute Celler Welt in seinen Bildern fest. RWLE Möllers Bilddokumente sind wesentliche Fragmente einer von ihm subtil mitgeprägten Stadt und machen sichtbar, wie sie sich vor den wachsamen Augen des Künstlers ausbreitete und entwickelte – nicht selten mit ironischem Augenzwinkern und gesellschaftlicher Kritik. In seinen fotorealistisch anmutenden Werken, die vielfach weit über den regionalen Horizont hinausreichen, finden sich darüber hinaus Anklänge von Andy Warhol, David Hockney, Edward Hopper oder Arno Schmidt und auch sein „Kleines, vorläufiges Manifest" von 1977 steht, ganz im Dienste der Pop Art, zwischen Kunst und Leben, Pinsel und Alltagsmedien.



Die Ausstellung versucht erstmals, die Lebenslinien dieses vielseitigen Zeitgenossen nachzuziehen, seine unterschiedlichen Facetten sichtbar zu machen und vereint in einer umfassenden Begleitpublikation die disparatesten Stimmen zu Leben und Werk des RWLE Möller, Künstler und ironischer Realist.




Dienstag - Sonntag 11-17 Uhr, montags geschlossen
Ausstellung
Frank Schult. Welt
23.07.2018 in Celle

Seine Bilder sind Gewebe aus Irrsinn und Idylle, Menschen und Monstren, Traum und

Geschichte. Die neue Ausstellung „Frank Schult. WELT“ im Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert

Simon lädt zu einer künstlerischen Wanderung zwischen Wirklichkeit und Fantastischem.

Zu sehen ist eine markante Auswahl großformatiger Werke eines Malers, der seit 28 Jahren in Celle

lebt und arbeitet. Von hier aus schickt Frank Schult (*1948 in Thüringen) seine Schöpferkraft in die Welt

und holt im Gegenzug die Welt in seine Bilder. Sein Kunst-Studium in Leipzig prägen die

kulturpolitischen Spannungen in der DDR. In den 80er Jahren befreit er sich von seinen Lehrern

Bernhard Heisig und Willi Sitte, stößt sich ab und entwickelt auch künstlerisch eine eigene, eigenwillige

Handschrift. Kurz vor dem Mauerfall gelingt ihm die Ausreise. In der BRD findet er Zuflucht und neue

künstlerische Freiräume. Seitdem sind seine Werke in Ausstellungen deutschlandweit vertreten. Für

internationale Theaterproduktionen schafft er Bühnenbilder. 1990 entdeckt Frank Schult Celle als

neuen Ausgangspunkt für sein Schaffen als Maler, Grafiker und Bildhauer. Ein wichtiger Arbeitsort ist

außerdem Hamburg, wo er Unterstützung durch seinen Galeristen Rainer Herold findet und über

mehrere Jahre ein zweites Atelier hat. Mit der besonderen Neugier des „Zugereisten“ wird er

Beobachter und Mitgestalter des Kunstlebens in Celle. Seine künstlerischen Visionen allerdings

entstehen unabhängig von Ort und Zeit. Gleich einem Weltenerfinder schafft Frank Schult komplexe

erzählerische Gebilde aus Vertrautem und Absurdem, Innenleben und Außensicht.

Die Eröffnung findet statt am Sonntag, 10. Juni 2018, um 11.30 Uhr im Kunstmuseum Celle. Laufzeit

der Ausstellung ist bis zum 2. September 2018. Weitere Informationen und Hinweise zum

Begleitprogramm unter
http://www.kunst.celle.de




Di bis So von 11.00 bis 17 Uhr

Dienstag, 24.07.2018

Ausstellung
Fräulein Rabbiner Jonas
24.07.2018 in Celle

Eine Ausstellung des Centrum Judaicum Berlin



Am 27. Dezember 1935 wurde Regina Jonas im Auftrag des Liberalen Rabbinerverbandes in Offenbach zur Rabbinerin ordiniert. Diese weltweit erste Smicha für eine Frau nahm die „Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum“ zum Anlass für eine kleine, aber bemerkenswerte Ausstellung über „Fräulein Rabbiner Jonas“ und ihre Pionierrolle.



Wie sehr Jonas’ Ordination ihrer Zeit voraus war, zeigte sich auch daran, dass die nächste Frauenordination fast vier Jahrzehnte auf sich warten ließ: Erst im Juni 1972 wurde mit Sally Priesand wieder eine Frau zur Rabbinerin berufen. Obwohl Regina Jonas ihr Studium 1930 mit gut beendet hatte, wurde ihr zunächst nur das Zeugnis als Religionslehrerin ausgestellt. Erst fünf Jahre später nahm ihr Max Dienemann, der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Offenbach, im Auftrag des Liberalen Rabbinerverbandes in Deutschland die mündliche Prüfung ab und erteilte die Smicha.



Regina Jonas‘ Wirken endete so wie das von Millionen Juden in Europa unter der deutschen Nazi-Herrschaft: 1942 kam sie nach Theresienstadt, 1944 wurde sie in Auschwitz ermordet. Die Erinnerung an sie wurde Ende der neunziger Jahre wiederbelebt, nachdem Elisa Klapheck Jonas’ rabbinische Prüfungsarbeit von 1930 veröffentlicht hatte.



Veranstalter: Stadtarchiv Celle in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde e.V. und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V.




Mo von 10 bis 17 Uhr, Di bis Do von 9 bis 17 Uhr, Fr von 9 bis 16 Uhr und So von 15 bis 17 Uhr
Ausstellung
ECHT SCHARF. Der Spiegel als Spielfeld
24.07.2018 in Celle

„Überall Spiegel, auch der eigenen Seele."

Eberhard Schlotter (1921–2014)



Wahrheit und Wollust, Angst und Aberglaube – seit der Antike fasziniert der Spiegel die Menschheit. Als Motiv, Mythos und Metapher ist dieser Gegenstand weltweit in Kunst und Kultur zu finden. Im anregenden Wechselspiel zwischen Sinnbild und Alltagsgebrauch gibt der Spiegel immer wieder Anlass zu überraschenden Perspektiven.



Das Werk Eberhard Schlotters macht sichtbar: Der Spiegel ist für den Maler und Grafiker wichtiges Motiv und wertvolles künstlerisches Instrument. Inspiriert von Verzerrung, Unschärfe, Brechung und Bewegung des Spiegelbildes erforscht er reizvolle Nuancen sichtbarer und unsichtbarer Erscheinungen. Mit meisterhafter Darstellungslust widmet er sich dem Facettenreichtum des Spiegels: Als optisches Phänomen, als poetisches Sinnbild oder als subtile Bildmetapher.



Mit dieser Ausstellung rückt die Eberhard Schlotter Stiftung erstmals ein Einzelmotiv aus dem Repertoire des Künstlers in den Fokus der Präsentation. Losgelöst von der klassischen Chronologie seiner Stilphasen werden somit neue und wenig bekannte Aspekte in Eberhard Schlotters Werk aufgedeckt und zusammengeführt.



Die pointierte Auswahl an Grafiken und Gemälden lädt ein, den Spiegeln und Be-Spiegelungen nachzuspüren und macht ein Grundthema Eberhard Schlotters deutlich: Sein unersättliches Bedürfnis, in das Wesen der Dinge einzudringen und die beharrliche Suche nach einer Antwort auf die unlösbare Frage: Wie wirklich ist die Wirklichkeit?




Dienstag - Sonntag 11-17 Uhr, montags geschlossen
Ausstellung
Hinter Stacheldraht
24.07.2018 in Celle

Im Ersten Weltkrieg entstand das erste große Lagersystem des 20. Jahrhunderts; Kriegsgefangenschaft wurde zu einem Schicksal der Massen. Insgesamt waren bis 1918 in allen kriegsteilnehmenden Staaten zwischen 6,6 und 8,4 Millionen Soldaten in Gefangenschaft geraten.



Auch in bzw. bei Celle gab es zwei Gefangenenlager: Im Dorf Scheuen, etwa 8 km vom Stadtzentrum entfernt, entstand ab September 1914 ein Barackenlager, das unter dem Namen Cellelager bekannt wurde. Es war auf etwa 10.000 Kriegsgefangene ausgelegt und damit eines der größten Lager in der Provinz. Im Celler Schloss wurde ein Gefangenenlager ganz anderen Charakters – und einmalig im Deutschen Kaiserreich – eingerichtet: Etwa 250 „Zivilgefangene höherer Lebensstellung" waren mitten im Zentrum von Celle interniert.



Die Ausstellung zeigt anhand zahlreicher bisher unveröffentlichter Dokumente und Fotografien das Leben der Kriegsgefangenen, ihre Unterbringung und Behandlung, ihre Ernährung in Zeiten des Mangels, die Seelsorge für die Mitglieder von vier Religionsgemeinschaften oder die „Freizeitgestaltung" mit Theater, Musik, Kunst, Sport und Bildung. Thematisiert werden aber auch Fluchtversuche, Krankheit und Tod. Leihgaben aus dem In- und Ausland, darunter eine große Sammlung von Objekten, Grafiken und Gemälden aus Italien, sowie Tagebücher und kurz nach dem Krieg verfasste Erinnerungen vermitteln ein berührendes Bild vom Alltag der Kriegsgefangenen hinter Stacheldraht im Ersten Weltkrieg in Deutschland.



Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband.




Dienstag - Sonntag 11-17 Uhr, montags geschlossen
Ausstellung
RWLE Möller – Künstler 1952–2001
24.07.2018 in Celle

„Wir sind alle Brennstoff. Wir werden geboren, und wir brennen, manche schneller als andere. Und es gibt unterschiedliche Zündstoffe. Aber nicht zu brennen, das wäre wahrhaftig ein trauriges Leben." Graham Swift, Ein Festtag (Roman), 2017



RWLE Möller, 1952–2001, das war mehr als ein Maler-, mehr als nur ein Celler-Leben und doch genau das. Hinter diesem Namen verbarg und öffnete sich gleichzeitig eine zunehmend gefährdete Existenz, die dennoch auf ihre kurze Art und Weise glückte und auch nach seinem Tod, nicht nur durch die von ihm ins Leben gerufene RWLE Möller Stiftung, das „Celle-Lexikon" oder das Bunte Haus, weiterhin Wirkung entfaltet.



Mit „malerischer Kamera" hielt der Autodidakt, der eigentlich Filmemacher werden wollte, Literatur, deutsche (Medien-)Geschichte, Travestie, Homosexualität und die ihm so vertraute Celler Welt in seinen Bildern fest. RWLE Möllers Bilddokumente sind wesentliche Fragmente einer von ihm subtil mitgeprägten Stadt und machen sichtbar, wie sie sich vor den wachsamen Augen des Künstlers ausbreitete und entwickelte – nicht selten mit ironischem Augenzwinkern und gesellschaftlicher Kritik. In seinen fotorealistisch anmutenden Werken, die vielfach weit über den regionalen Horizont hinausreichen, finden sich darüber hinaus Anklänge von Andy Warhol, David Hockney, Edward Hopper oder Arno Schmidt und auch sein „Kleines, vorläufiges Manifest" von 1977 steht, ganz im Dienste der Pop Art, zwischen Kunst und Leben, Pinsel und Alltagsmedien.



Die Ausstellung versucht erstmals, die Lebenslinien dieses vielseitigen Zeitgenossen nachzuziehen, seine unterschiedlichen Facetten sichtbar zu machen und vereint in einer umfassenden Begleitpublikation die disparatesten Stimmen zu Leben und Werk des RWLE Möller, Künstler und ironischer Realist.




Dienstag - Sonntag 11-17 Uhr, montags geschlossen
Ausstellung
Frank Schult. Welt
24.07.2018 in Celle

Seine Bilder sind Gewebe aus Irrsinn und Idylle, Menschen und Monstren, Traum und

Geschichte. Die neue Ausstellung „Frank Schult. WELT“ im Kunstmuseum Celle mit Sammlung Robert

Simon lädt zu einer künstlerischen Wanderung zwischen Wirklichkeit und Fantastischem.

Zu sehen ist eine markante Auswahl großformatiger Werke eines Malers, der seit 28 Jahren in Celle

lebt und arbeitet. Von hier aus schickt Frank Schult (*1948 in Thüringen) seine Schöpferkraft in die Welt

und holt im Gegenzug die Welt in seine Bilder. Sein Kunst-Studium in Leipzig prägen die

kulturpolitischen Spannungen in der DDR. In den 80er Jahren befreit er sich von seinen Lehrern

Bernhard Heisig und Willi Sitte, stößt sich ab und entwickelt auch künstlerisch eine eigene, eigenwillige

Handschrift. Kurz vor dem Mauerfall gelingt ihm die Ausreise. In der BRD findet er Zuflucht und neue

künstlerische Freiräume. Seitdem sind seine Werke in Ausstellungen deutschlandweit vertreten. Für

internationale Theaterproduktionen schafft er Bühnenbilder. 1990 entdeckt Frank Schult Celle als

neuen Ausgangspunkt für sein Schaffen als Maler, Grafiker und Bildhauer. Ein wichtiger Arbeitsort ist

außerdem Hamburg, wo er Unterstützung durch seinen Galeristen Rainer Herold findet und über

mehrere Jahre ein zweites Atelier hat. Mit der besonderen Neugier des „Zugereisten“ wird er

Beobachter und Mitgestalter des Kunstlebens in Celle. Seine künstlerischen Visionen allerdings

entstehen unabhängig von Ort und Zeit. Gleich einem Weltenerfinder schafft Frank Schult komplexe

erzählerische Gebilde aus Vertrautem und Absurdem, Innenleben und Außensicht.

Die Eröffnung findet statt am Sonntag, 10. Juni 2018, um 11.30 Uhr im Kunstmuseum Celle. Laufzeit

der Ausstellung ist bis zum 2. September 2018. Weitere Informationen und Hinweise zum

Begleitprogramm unter
http://www.kunst.celle.de




Di bis So von 11.00 bis 17 Uhr