Alle zehn Jahre nimmt sich Uli Boettcher die Zeit, auf die sich verändernde Welt, seine Mit-menschen – und auf sich selbst – zu schauen. Kaum etwas eignet sich besser als ein Dekaden-jubiläum, um festzustellen: Man ist immer noch derselbe – und gleichzeitig ein ganz anderer.
Die Welt allerdings bleibt nicht stehen: Autos, die gestern noch Neuwagen waren, tragen heute ein H-Kennzeichen. Kinder, denen man einst bei den Hausaufgaben half, verkaufen einem in-zwischen Versicherungen. Und die eigenen Eltern, die immer wussten, wo’s langgeht, suchen plötzlich selbst nach dem richtigen Weg.
Die Schere zwischen Innen- und Außenwahrnehmung klafft immer weiter auseinander, vermeintlich unverrückbare Einstellungen werden verrückt.
Boettcher seziert diese Vorgänge in seiner typischen Art – und entdeckt dabei die kleinen und großen Nicklichkeiten des Lebens ebenso wie die Chancen und Absurditäten, die das Altern trotz allem bereithält.
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