Seit Jahrhunderten sind Jüdinnen und Juden viele Wege gegangen. Seit Jahrhunderten haben sie auf diesen Wegen ihre Spuren hinterlassen, haben ihre Umgebung geprägt. Viele dieser Spuren wurden ausgelöscht und gerieten in Vergessenheit. Wir sehen es als unsere Aufgabe, die jüdischen Spuren wieder sichtbar zu machen und ihre Bedeutung für die Kulturgeschichte aufzuzeigen.
Im Rahmen unseres zweitägigen Symposiums werden wir verschiedene Initiativen vorstellen, die in ihrer jeweiligen Region nach den jüdischen Kulturwegen forschen und sich dafür einsetzen, dass sie nachvollzogen werden können.
Auch wir als HATiKVA e.V. bemühen uns seit Jahren, jüdische Spuren vor allem in den berühmten Dresdner Sammlungen wieder ins Bewusstsein zu rücken. Diese Perspektive stellt den zweiten Schwerpunkt innerhalb des Symposiums dar. Das Symposium findet im Rahmen des Jüdischen Themenjahres 2026 Tacheles statt und wird von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gefördert.
Vorläufiges Programm 03.12.: (auch auf folgender Website zu finden:
http://www.juedischer-kulturpfad-dresden.de)
10:00 Uhr - Begrüßung / Grußworte (Kulturbürgermeisterin Dresden, tacheles, Vorstand HATiKVA)
10:20 Uhr - Musikbeitrag von und zu jüdischen Künstler:innen in Dresden (Youkali)
10:30 Uhr - Die Verankerung der Europäischen Route des jüdischen Kulturerbes in Deutschland – ein „Werkstadtbericht“ (Dr. Anke Biedenkapp/ Global Partnership Hannover e.V.)
11:15 Uhr - „Smart Map of Jewish History” – jüdische Geschichte zeitgemäß aufbereiten; ein Projekt zu der Region zwischen Bratislava, St. Pölten, Wien und Eisenstadt, verbunden durch ihre lange jüdische Geschichte (Michael Schreiber/ Geschäftsführer Burgenländische Forschungsgesellschaft)
12:00 Uhr - Kulturprojekt in Polen (N.N.)
12:30 Uhr - Der Leipziger Notenbogen – Mit Musik wachsen: eine neue Stadterkundungsroute mit jüdischem Schwerpunkt (Dr. Felix Papenhagen/ Leipzig)
13:00 Uhr - Mittagspause
14:00 Uhr - Rethinking: ein Entdeckungsprojekt im Stadtmuseum Dresden (Dr. Christina Ludwig)
14:30 Uhr - Musikbeitrag: Anton Wallerstein, ein in Dresden vergessener jüdischer Komponist (Annett Otto)
14:35 Uhr - Jüdischer Kulturpfad in Dresden (Dr. Heike Liebsch / HATiKVA)
15:05 Uhr - Musik / Vertonung Gedichte von Anna Joachimsthal-Schwabe (Annett Otto)
15:15 Uhr - IDOHIST – ein Projekt, um Orte im Dresdner Stadtraum durch online-Nutzung weltweit zugänglich zu machen (Prof. Dr. Wacker / HTW, Dr. Anne Klammt / HAIT, Martina Meiselbach / HATiKVA)
15:50 Uhr - Pause
16:00 Uhr - „Tempel Salomonis“, Erstes Jüdisches Museum im Dresdner Zwinger im 18. Jahrhundert (Dr. Michael Korey)
16:30 Uhr - Der Dichterrevolutionär Paul Adler (1878-1946) (Dr. Annette Teufel/ TU Dresden)
19.30 Uhr - ACHTUNG: Wechsel des Veranstaltungsortes, ab 19.30 Uhr:
HATiKVA, Pulsnitzer Str. 10, 01099 Dresden
Zwischen historiografischer Analyse und Bildforensik: Ein Film zur Einrichtung des Judenlagers Hellerberg‘ von 1942 als Forschungsobjekt (Dr. Daniel Ristau)
In dem Ticketpreis ist auch die Teilnahme an den 8 Rundgängen/Vorträgen am 4.12.2026 inkludiert.
Da für die Rundgänge jeweils nur begrenzt Plätze zur Verfügung stehen, ist hierfür eine gesonderte zusätzliche Anmeldung erforderlich. Bitte geben Sie an, an welchem Rundgang Sie als Ersatz teilnehmen möchten, sollte der Gewünschte bereits überbucht sein.
BITTE senden Sie uns dafür eine entsprechende Mail an anmeldung@hatikva.de
oder per Post an: HATiKVA e.V. | Pulsnitzer Str. 10 | 01099 Dresden
Geben Sie darin
a) Ihre Reservix-Bestellnummer sowie
b) die Nummern der gewünschten Rundgänge an.
Ihre Anmeldung für den Rundgang am 4.12.2026 ist erst gültig, wenn wir sie Ihnen bestätigt haben.
Rundgänge 04.12., 10 Uhr
Nr. 1 - Kleiner Schlosshof, Jüdische Spuren im Grünen Gewölbe (Dr. Heike Liebsch)
Nr. 2 - Albertinum Foyer, Zu Lebenswegen und Zeugnissen jüdischer Kultur in der Galerie Neue Meister (Dr. Birgit Dalbajewa)
Nr. 3 - SLUB – Sächs. Landes- u. Universitätsbibliothek, Vortrag: Judaica in der SLUB / Fotothek (Dr. Martha Stellmacher)
Nr. 4 - Hygienemuseum/ Ballwerfer, Jüdische Spuren rund ums Hygienemuseum (Dr. Daniel Ristau)
Nr. 5 - Synagoge/ Am Hasenberg, Gedenktafeln – ein Erinnerungsprojekt der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (Hildegart Stellmacher)
04.12., 12 Uhr
Nr. 6 - Foyer Stadtmuseum, Vitrinenblicke: Jüdinnen und Juden im Wirtschaftsleben des Kaiserreiches und der Weimarer Republik (Aikaterini Dori)
Nr. 7 - Kügelgenhaus, Ausstellungsrundgang: Die Kaskels – Kommerz, Kunst, Kultur (Dr. Matthias Donath)
Nr. 8 - Kraszewski-Museum, Ausstellungsrundgang: Visionäre: Deutsche und Polen jüdischer Herkunft, die Weltgeschichte schrieben (Joanna Magacz)
Copyright Foto: Heike Liebsch
Einlass: 9:30 Uhr