Freitag, 14.12.2018

Theater & Comedy - Sonstige ab 10,00 €
Little Voice - von Jim Cartwright, neu übersetzt von Philipp Löhle
14.12.2018 in Paderborn

von Jim Cartwright, neu übersetzt von Philipp Löhle
im Großen Haus

Inszenierung Katharina Kreuzhage
Musikalische Leitung Peter Stolle & Sebastian Müller
Bühne Tobias Kreft
Kostüme Matthias Strahm

Ihre Mutter nennt sie „L.V.“ – die Kurzform für „Little Voice“. Aber eigentlich heißt sie Laura. Seit dem Tod ihres Vaters ist L.V. so verschüchtert, dass sie, wenn überhaupt, nur ganz leise spricht. Am liebsten sitzt L.V. ohnehin allein in ihrem Zimmer und hört die Schallplatten an, die ihr der Vater hinterlassen hat. Der war ein großer Fan von Judy Garland, Shirley Bassey, Marlene Dietrich und Marilyn Monroe. Und nach Jahren des Zuhörens kann L.V. all diese berühmten Sängerinnen richtig gut imitieren.Ihre Mutter Mari nervt das: Immer dieses Gedudel und Gesinge, das stört erheblich, wenn Mari gerade mal wieder einen Mann abgeschleppt hat. Einer ihrer Lover, der selbsternannte Talent-Scout Ray Say, findet allerdings, dass L.V. eine tolle Stimme hat und wittert die große Chance, mit diesem verschüchterten Mädchen ganz groß rauszukommen. Er überredet L.V., in einem Nachtclub aufzutreten. Sie willigt nach langem Zögern ein. Allerdings unter einer Bedingung: Kein Licht! Sie will nur im Stockdunklen singen. Das stiftet natürlich einige Verwirrung.Jim Cartwright (*1957) formt seine Theaterfiguren aus dem Umfeld der sogenannten kleinen Leute, beschreibt dabei aber weniger das Milieu, als das Individuum und erschafft so einen Kosmos an exzentrischen, schüchternen oder auch komischen Figuren, von denen jede auf ihre eigene Weise versucht, das Leben zu meistern. „Little Voice“ wurde 1992 am Aldwych Theatre in London unter der Regie von Sam Mendes uraufgeführt und 1998 von Mark Herman verfilmt.

Garderobe kostenlos.
Kunst & Kultur - Sonstige ab 18,00 €
Silent Confrontation
14.12.2018 in Berlin

Silent Confrontation
Tanzperformance von laborgras

Choreographie und Tanz: Renate Graziadei in Zusammenarbeit mit MariaGiulia Serantoni, Rosalind Masson, Lena Meierkord und Sergey Zukhov
Künstlerische Leitung: laborgras (Renate Graziadei und Arthur Stäldi)
Musikalische Leitung und Komposition: Phoebe Killdeer und
Ole Wulfer
Live-Musik: Julien Decoret, Fabricio Tentoni, Ole Wulfers und Phoebe Killdeer
Sounddesign: Andrea Parolin
Dramaturgie: Arthur Stäldi
Kostüme: Arianna Fantin
Assistenz Kostüme: Sandra Thiersch
Beratung Make Up: Kati Heimann
Lichtdesign und Technische Leitung: Lutz Deppe
Lichttechnik: Tomek Ness
Video: Karl Wedemeyer
Produktionsleitung: Inge Zysk

"Ganz erklären lässt sich diese Geschlossenheit der Atmosphäre nicht. Längst nicht alle der Ideen, die sich hinter 'Silent Confrontation' vermuten lassen, sind fassbar. Manches entzieht sich beim Darübernachdenken. Die Verbindung zwi-schen den Werken der Maler und Komponisten, die verschiedenen Renais-sanceströmungen angehören, liegt zum Beispiel nicht auf der Hand. Wichtiger aber ist: Die Harmonisierung wirkt. Etwas unaufdringlich Heilsames geht von diesem Bilderfühlen aus."
(tanzraum.de)

Was verbirgt sich hinter der Szenerie eines historischen Gemäldes? Welche Bedeutung fängt es ein? Wie kommt es, dass genau dieser und nicht etwa der vorhergehende oder der folgende Moment abgebildet wird? laborgras erforscht gemalte und musikalische Kompositionen der Renaissancezeit. Die Tänzer ver-körpern die jeweiligen Szenarien, begeben sich in diese hinein und loten deren innere Spannungen aus. Aus unbewegten Gemäldesujets werden dynamische Ereignisse, der emotionale Gehalt musikalischer Kompositionen wird körper-haft. Die Choreographie verzeitlicht die starren Werke und übersetzt sie ins Heute, in eine fühl- und nachvollziehbare, unmittelbare Präsenz: Das Unbe-wusste der Werke wird für das Publikum erfahrbar, eine vergangene Epoche wird in die Gegenwart fortgeschrieben, neu interpretiert und physisch erlebbar.


Foto (c) Phil Dera
Kunst & Kultur - Sonstige ab 17,90 €
Bleach: Aurora Hunters
14.12.2018 in Berlin

Es ist eine irisierend glühende Welt, die der Stamm der sieben Jäger*innen des Lichts bewohnt, ein ausgebleichtes, überbelichtetes Universum. Sie sind verdammt zu verblassen und ringen in brüchiger Balance um eine Wiedervereinigung mit den Kräften der Natur.
Mit ihren immer wieder die Gestalt wechselnden Körpern nehmen die Aurora-Hunters das Publikum mit auf eine Reise durch ein Spektrum lichter Träume, die unsere räumliche und körperliche Wahrnehmung befragt und neu formt. Durch eine sich ständig verändernde emotionale Landschaft, hin zum Unsichtbaren und zu den wechselnden Farben der Durchsichtigkeit.
Ein Kopfsprung in tiefes Weiß auf der Suche nach dem Regenbogen.

Lighting up space with a vibrant glow, a tribe of seven aurora hunters inhabits a bleached out, overexposed universe. Doomed to fade away, they practice a fragile balancing act to reunite with the forces of nature.
Shape-shifting, their iridescent bodies will guide the spectators through a charged spectrum of lucid dreaming; a transformative journey, morphing and altering our spacial and physical perception.
A mutating emotional landscape of materials texturing the invisible and variating the color of transparency.
A dive into the depth of white in search for the rainbow.

Tanzperformance von und mit: Fabian Bischoff, Felix Brünig, Merete Kaatz, Lia Massetti, Anne-Sophie Mosch, Hilarius Urban, Matan Zamir | Bühne: Isolde Wittke | Kostüme: Pablo Alarcón | Lichtdesign: Arnaud Poumarat | Soundtrackdesign: Otto Vik Mathisen | Konzept / Regie / Choreo-
grafie: Nicola Mascia, Matan Zamir / matanicola

Suitable for international audience | mit tanzcard ermäßigt | Foto: David Baltzer