Samstag, 23.02.2019

Theater & Comedy - Sonstige ab 14,10 €
The who and the what - Ayad Akhtar
23.02.2019 in Wilhelmshaven

Afzal hat sich als pakistanischer Einwanderer den amerikanischen Traum erfüllt: Er hat ein gutlaufendes Taxiunternehmen. Als liebevoller Vater widmet er sein ganzes Leben seiner Familie und wünscht sich nach alter Tradition vor allem eins: Beide Töchter sollen „den richtigen“ Mann heiraten. Während bei der Jüngeren ein akzeptabler Verlobter bereits in Aussicht ist, verbringt seine älteste Tochter Zarina viel Zeit damit, an einem geheimnisvollen Buch zu schreiben. Da kommt Afzal die Dating-Plattform Muslimlove.com wie gerufen. Schnell ist ein Profil seiner Tochter erstellt und es werden die ersten Treffen mit potenziellen Heiratskandidaten vereinbart. Der Plan scheint hervorragend zu funktionieren, doch dann fällt Afzal zufällig Zarinas Manuskript in die Hände… Der US-amerikanische Erfolgsautor mit pakistanischen Wurzeln, Ayad Akhtar, erzählt in seinem Stück vom Konfl ikt zwischen einer modern-westlichen und
einer traditionell-muslimischen Lebensweise.

Regisseur Jochen Strauch erklärt, was sich hinter dem Titel THE WHO AND THE WHAT (übersetzt „Das Wer und das Was“) verbirgt: „Afzal ist nicht außergewöhnlich gläubig, die Töchter leben modern und aufgeklärt.
Doch Reste der alten Traditionen bestimmen ihren Alltag und Zarinas Weg in die Freiheit wird zum Problem. Sie schreibt ein Buch, das sich mit der Analyse der Zusammenhänge um das Leben des Propheten beschäftigt und es entstehen Konfl iktfelder, die zur Eskalation führen. Sie sucht nach dem Wer des Menschen, des Mannes, der hinter dem Was, das man aus ihm gemacht hat, verschwunden ist. Nicht nur für gläubige Menschen eine Herausforderung, sondern auch eine kluge Spiegelung unserer Kopftuchund Gender-Debatten.“

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Theater ab 19,80 €
Im Rausch der Maschinen oder das Recht auf Faulheit
23.02.2019 in Tübingen

„Ein Gespenst geht um in Europa“, das Gespenst der Digitalisierung. Doch entgegen der vorherrschenden Meinung bedroht es nicht die Individuen, sondern das kapitalistische System – sofern wir die neuen technischen Möglichkeiten entsprechend nutzen. Was passiert wenn wir die Maschinen für uns arbeiten lassen - wenn wir durch die gewonnene Zeit für ein Recht auf Faulheit einstehen? Das Stück sucht nach Utopien der Digitalisierung und der Automatisierung, befragt sozialistische Schriften wie das „Maschinenfragment“ von Karl Marx und „Das Recht auf Faulheit“ von dessen Schwiegersohn Paul Lafargue. Es versucht eine positive Vision für die Digitalisierung zu entwerfen, in der die Menschen frei sind vom Mühsal der Lohnarbeit. Eine Collage aus Klassenkampf und Arbeitsverweigerung, Agitation und Selbstironie, die lustvoll und spielerisch die Perspektiven auf Arbeit sprengt.

"Eine rasante, kurzweilige und sehr amüsante Collage aus Klassenkampf und Arbeitsverweigerung am Zimmertheater Tübingen." SWR

"Es ist hörbar wieder Peer Ripberger-Sound, es sind hörbar wieder die Themen, die das ITZ umtreiben (...) in dieser Inszenierung wird tatsächlich theatralisch über die Zukunft diskutiert. Und, ja: es ist Theater. Es ist Streit. (...) Es macht Spaß, Anaela Dörre, Mario Högemann, Thea Rinderli und Christopher Wittkopp zuzusehen." Schwäbisches Tagblatt


Regie,Text, Video: Peer Ripberger
Es spielen: Anaela Dörre, Mario Högemann, Thea Rinderli, Christopher Wittkopp
Bühne: Stephan Potengowski

Premiere Sa, 9. Februar
Weitere Termine 14./15./16./21./22./23./28. Februar und 1./2./7./8./9. März
Theater & Comedy - Sonstige ab 16,00 €
Der Tatortreiniger - Ein komödiantisch "sauberes" Schauspiel zur gleichnamigen Kultserie
23.02.2019 in Sulingen

Wenn alle anderen weg sind, der Mörder, die Kriminalbeamten, die Spurensicherung, wenn nur noch die Leiche da ist, schlägt seine Stunde! Dann kommt Heiko „Schotty“ Schotte! Dann wird das entfernt, was keiner mehr braucht und was keiner sehen will: Die Reste der Verbrechen. Seien die Orte auch noch so grauenvoll, „Schotty“ schreckt nichts.


Es ist eine Wissenschaft. Mit Bürsten, Schrubbern, Seife, Schwämmen und chemischen Substanzen betritt er die Tatorte und putzt. Vor allem braucht er aber Empathie und Geistesgegenwärtigkeit. Denn „Schotty“ ist nie allein. Er begegnet völlig fremden Menschen: Hinterbliebenen oder Bekannten der Opfer, Leuten, die zufällig vorbeikommen, oder den Geistern der Ermordeten. Alle befinden sich in emotionalen Ausnahmezuständen. Sie wollen reden, alles mal grundsätzlich klaren. „Schotty“ wird zur alltagsphilosophischen Projektionsfläche, muss erläutern, trösten und die Dinge wieder in Ordnung bringen. Am Anfang stand ein Experiment. Ende 2011 drehte der NDR in Hamburg vier Folgen. „Der Tatortreiniger“ wurde zum Kulthit. 2012 bereits mit dem Grimme-Preis gekrönt, stieg die Nachfrage des immer zahlreicher werdenden begeisterten Publikums rasant. 2016 wurde bereits die 6. Staffel der bösen Comedy-Serie gedreht. Die Quoten, insbesondere beim jungen Publikum, explodieren. Jetzt putzt „Der Tatortreiniger“ erstmals im Theater. Eine saubere Sache – absolut sehenswert!