Quelle: Veranstalter
Britteniade 2026: Britten – The Vocalist - Britteniade 2026 anlässlich des 50. Todesjahres des Komponisten | Liederabend
06.12.2026
/ 17:00 Uhr
Freiburg im Breisgau
, Humboldtsaal Freiburg
Frank Bridge war Brittens Kompositionslehrer und ein Komponist, der etwas im Schatten seiner berühmteren Schülers steht. Deswegen eröffnen wir den Liederabend Britten - The Vocalist mit sechs wundervollen Liedern, die so reizvoll und dankbar sind, dass es bis heute verwundert, warum dieser Komponist gerde in Deutschland nach wie vor so sträflich vernachlässigt wird.
Die lebenslange Partnerschaft mit dem Tenor Peter Pears inspirierte Britten nicht nur auf dem Bereich der Oper zu Meisterwerken wie "Peter Grimes", sondern auch zu einem bedeutenden Liedschaffen. Die meisten Lieder wurden daher Peter Pears gewissermaßen in den Mund geschrieben.
Sein bedeutender später Zyklus "Songs and Proverbs of William Blake" op. 74 von 1965 entstand original für den deutschen Bariton Dietrich Fischer-Dieskau (u. a. der Uraufführungsinterpret des Baritonparts von Brittens "War Requiem"), mit dem Britten diesen Zyklus auch für Decca einspielte. Es ist sein längster und anspruchvollster (und vielleicht auch dunkelster) Liederzyklus, der dem großen englischen Dichter William Blake (1757–1827) ein Denkmal setzt.
Der frühe Zyklus "On this Island" op. 11 wird meistens von Sopranen gesungen, die dafür sehr dankbar sind. Der Textdichter W. H. Auden (1907–1973) war lange Zeit einer der wichtigsten Dichter des jungen Britten. Die fünf Lieder sind brillant, dankbar und sehr abwechlsungsreich, streifen sogar gelgentlich barocke Modelle („Let the florid music praise“) oder Unterhaltungsmusik der 30-er Jahre („As it is, plenty“). Herzstück des Zyklus ist das „Nocturne“, den Sie in einer Fassung mit zusätzlichem obligaten Violoncello hören werden. Klaus Simon hat diese zusätzliche Melodiestimme, die kontrapunktisch mit der Gesangsstimme interagiert so geschrieben, dass sie ganz natürlich den melodischen Fluss bereichert.
Zu guter Letzt erleben wir Britten als Arrangeur von diversen Volksliedern. Seine "Folk Songs Arrangements" entstanden seit Anfang der 40er Jahre bis fast Ende seines Lebens und gehören zu den gelungensten Aneignungen von volkstümlichen Melodien des 20. Jahrhunderts.
PROGRAMM:
Frank Bridge (1879–1941)
- Selected Songs
Benjamin Britten (1913–1976)
- Songs and Proverbs of William Blake op. 74 (1965)
- On this Island op. 11 (1937)
für Sopran und Klavier (W.H. Auden)
- Folk Song Arrangements Selection (1941–1958)
für Sopran, Bariton, Violoncello und Klavier
KünstlerInnen:Sopran: Siri Karoline Thornhill
Bariton: Hans Christoph Begemann
Violoncello: Philipp Schiemenz
Klavier: Klaus Simon
Einlass: 16:30 Uhr