Mit "Am Grund" legt der Saxophonist und Komponist Gregor Schor ein Werk vor, das den Jazz zugleich in seiner Freiheit und in seiner Formstrenge ernst nimmt. Gregor Schor schreibt mit der Offenheit des Skizzierenden. Der Bleistift ersetzt den Taktstock: Die Linien sind klar gezogen, doch sie lassen Korrektur, Erweiterung und Spontaneität zu. So entstehen Stücke, die einerseits präzise gebaut, andererseits durchlässig für die Handschrift jedes Einzelnen sind.
Diese Band ist kein Orchester, das brav abliefert. Sie ist ein Werkzeugkasten, in dem zwischen chirurgischer Präzision und Vorschlaghammer alles liegt. "Am Grund" ist ein Jazzalbum, das in die Tiefe geht, aber nicht ins Dunkel, sondern dahin, wo sich Komposition und Improvisation, Individuum und Ensemble, Freiheit und Form begegnen.
Mit: Heinz-Dieter Sauerborn, Paul Scheugenpflug, Steffen Weber, Denis Gäbel, Roman Fritsch (Reeds), Felix Blum, János Löber, Marvin Frey, Jason Schneider (Trompeten), Jonathan Strieder, Jona Heckmann, Carla Köllner, Tobias Metzger (Posaunen), Lukas Roos (Gitarre), Nico Klöffer (Bass), Manuel Seng (Piano), Kevin Naßhan (Drums) sowie Gregor Schor und Vroni Frisch (conducting).
Einlass ab 18:30 Uhr