Die Reisenden erreichen ihren temporären Aufenthaltsort: Interlude Inn. Ein
Ort des Übergangs zwischen Aufbruch und Ankunft. Ein Rastplatz für
Wandernde, an dem sie suchend umherirren, ständig unterwegs, ohne je
wirklich anzukommen. Das Vertraute liegt bereits hinter ihnen, das
Kommende bleibt aber noch ungewiss. An diesem Ort der Schwelle werden
Entscheidungen spürbar, ebenso wie die vielen Wege, die nicht
eingeschlagen wurden. Hier bewegen sich Menschen aus unterschiedlichen
Lebensrealitäten, öffnen unzählige Türen, lassen los und halten wieder
fest, zwischen Paralyse und Euphorie – vereint im Versuch, durch diesen
schwebenden Zustand zu navigieren.
Die 40 Tänzer:innen führen das Publikum durch eine Welt aus Schatten
und Unwirklichkeit. Traum trifft auf Nostalgie, indem sie die Schwelle
zwischen dem Kindsein und dem Erwachsenwerden verkörpern, indem sie in
der Luft hängen, sich versuchen zu orientieren, an den anderen, aber
auch an einer abstrakten, großen Freiheit.
Interlude Inn wird zu einem Ort, an dem die Angst vor Veränderung überwunden werden muss, um Raum zu schaffen für das, was noch werden kann.