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Politische Satire nach Bertolt Brecht und Margarete Steffi n in einer Fassung vonAdewale Teodros Adebisi

»So was hätt’ einmal fast die Welt regiert!
Die Völker wurden seiner Herr, jedoch
Dass keiner uns zu früh da triumphiert –
Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.«

Mit diesen Worten ließ Bertolt Brecht 1941 den Lehr-Epilog seiner Parabel auf die Machtergreifung Adolf Hitlers enden. Angesiedelt im Gangstermilieu Chicagos zeigt er darin am Beispiel der Titelfigur Arturo Ui, wie eigennützige und profitorientierte Entscheidungen mächtiger Menschen den Weg für extremistische Ansichten bereiten können – in die Mitte der Gesellschaft und an die Spitze weitreichender Macht. Denn die Kaufleute Chicagos bedienen sich – trotz anfänglicher Bedenken – der brutalen und skrupellosen Methoden des Gangsterbosses, womit sie ihm schließlich zu Herrschaft über die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger verhelfen. Die Parallelen dieser Satire zum Aufstieg Hitlers und der NSDAP waren für das Publikum über die
letzten Jahrzehnte hinweg immer offensichtlich; heute finden sich mehr Zuordnungen als diese einzige schablonenhafte Entsprechung, ob in Deutschland oder anderen Teilen der Welt – der von Brecht beschriebene Schoß gebiert fleißig. Haben wir wirklich nichts aus Geschichten wie dieser gelernt?

Das Rheinische Landestheater Neuss

(c) Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui

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