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„Es soll Gerechtigkeit geschehen, und gehe auch die Welt daran zugrunde!“, sagt Michael Kohlhaas in der berühmten Novelle von Heinrich von Kleist. Die Geschichte des Rosshändlers, der von einem skrupellosen Junker ausgenommen wird und einen wahnsinnigen Rachefeldzug beginnt, gehört zu den berühmtesten Stoffen der Weltliteratur. Vermutlich auch deshalb, weil die Gefühle in dieser Geschichte universell sind. Es geht um Ohnmacht gegenüber einer Obrigkeit, die willkürlich das herrschende Recht bricht. Heike Geißler schreibt seit Jahren an einer Poetik, die der politischen Gegenwart Rechnung trägt. Ihr neuer Roman heißt »Michaela Kohlhaas« (Suhrkamp) und erzählt die Geschichte einer Friedhofsverwalterin, die in den Widerstand gegen die Unzumutbarkeiten ihrer Realität geht. Mit der Autorin diskutieren die Essayistin Heide Lutosch und der Literaturkritiker Alexander Solloch.
Moderation: Katharina Teutsch

Einlass: 18:30

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Heike Geißler