Julius Fischer - Ich hasse Menschen. Eine Fortpflanzung
Eigentlich wollte Julius Fischer keine Menschen mehr hassen. Positive Stimmung verbreiten, Komplimente verteilen, lieben und geliebt werden. Da hat er aber die Rechnung ohne die Menschen gemacht. Und dann hat er auch noch zwei Kinder gekriegt. Was heißt gekriegt. Er war dabei. Darüber hat er ein Buch geschrieben. Worum geht es?
Es ist dunkel in Leipzig. Alles schläft. Alles? Nein. Ein Kind leistet erbittert Widerstand. Der Vater, dem Autoren nicht ganz unähnlich, zieht das letzte Register: eine Spazierfahrt mit dem Buggy. Mit ungewissem Ausgang und nicht vorhersehbarer Dauer. Wie die Odyssee. Dabei trifft er natürlich Menschen. Leider. Und denkt über das Elternsein nach. Während er gleichzeitig ein Elter ist. Ein angestrengter Elter. Das macht es nicht besser.
Ein Buch für alle, die auch Kinder haben. Oder keine Kinder wollen. Oder nicht wissen, was die Odyssee ist. Im Programm zum Buch liest er, wie sich alle denken können, die lustigsten Texte aus dem Buch vor und singt zwischendurch Liebeslieder ohne Happy End. Eigentlich geht er nur auf Tour, um mal wieder auszuschlafen. Nicht auf der Bühne. Klar. Außer, das Publikum will auch schlafen. Dann wird es eine schöne Gruppentherapie. Und da die Welt eh bald untergeht, schadet so ein Abend dann auch nicht.
Was das Publikum erwarten kann: witzige Texte, witzige Lieder, eine Pause, ggf. gemeinsame Schlaftherapie, laaange Elterngespräche am Büchertisch.
Was es nicht geben wird: Gedichte (leider ist sein Gedichtband „Stille“ gerade vergriffen bzw. noch nicht erschienen bzw. noch nicht geschrieben), Kinderbilder, Crowdwork, Livepainting, Verschwörungstheorien.
Das sagt der Autor dazu: „Ich würde mir das angucken, wenn ich nicht selbst 'nen Auftritt hätte!
Einlass Foyer 19:00