WESTERN AF EU Tour feat. Chris Acker, Rachel Baiman & Northcote
CHRIS ACKER
In einem Genre voller Märchen und marktgerechter Lügen kreiert Chris Acker unverblümte Lieder – er verwebt seinen Witz und seine Sorgen zu einem Werk, das die festgefahrene Lage des amerikanischen Songwriters schonungslos und manchmal urkomisch beleuchtet. Seit er seine Kindheit in Seattle, Washington, verlassen hat, nennt Chris Acker die heruntergekommene Dekadenz der Americana-Szene von New Orleans sein Refugium. In der Tradition von Guthrie und Prine verleiht Chris der morbiden Romantik des Unscheinbaren und Unkultivierten eine zitternde Stimme. Ob man nun an einem schwülen Abend in Louisiana am Lagerfeuer im Garten sitzt oder in einer abgelegenen Stadt vor der Bühne steht: Wenn man Chris Acker spielen hört, hört man das Ergebnis unzähliger Stunden des Beobachtens der Meister seines Fachs … und das Ergebnis des Wiederholens ihrer Fehler. Manche harte Zeiten erlebt man nicht hinter dem Pflug, sondern hinter dem Abwasch und der Kasse. Manche Wanderer spüren nicht den Hauch der Freiheit, sondern nur den Geruch von Autoabgasen und eine Couch als Bett. Von der Folk-Revival-Bewegung bis zum goldenen Zeitalter der Country-Musik, betäubt von Punkkonzerten und Blaskapellen gleichermaßen, ist Chris' Songwriting eine Hommage an die absurde und doch stille Brillanz, die die verwitterten Ecken der Bars, die er besucht, und die holprigen Straßen, die er durchstreift, bewohnt, gepaart mit einer schmerzlichen Ehrlichkeit, die einen zweiten, genaueren Blick verdient.
RACHEL BAIMAN
Baimans Album „Common Nation of Sorrow“ aus dem Jahr 2023 wurde vom Boston Globe als eines der „Besten Alben des Jahres (bis jetzt)“ bezeichnet, vom American Songwriter mit vier Sternen ausgezeichnet und von The Amp als „unglaublich bemerkenswertes Album“ gewürdigt. Nach einem Jahr, in dem sie über 130 Konzerte weltweit spielte, hat Baiman 2024 zu ihrem „Jahr der Zusammenarbeit“ erklärt. Sie veröffentlicht eine Reihe von A- und B-Seiten-Projekten mit einigen ihrer Lieblingssongschreiber, darunter Pony Bradshaw, Caroline Spence, Nicholas Jamerson und Kaia Kater. Wäre „Common Nation of Sorrow“ ein Roman, so wirken die diesjährigen Veröffentlichungen eher wie Kurzgeschichten – gerade lang genug, um Lust auf mehr zu machen.
NORTHCOTE
Northcote ist das Musikprojekt des kanadischen Singer-Songwriters Matt Goud, bekannt für seine gefühlvollen Lieder und mitreißenden Live-Auftritte. Seit der Gründung 2008 tourt Northcote international und spielt mit Künstlern wie The Gaslight Anthem, Frank Turner, Hot Water Music und vielen anderen. Dabei hat sich die Band eine treue Fangemeinde in Nordamerika und Europa erspielt.
2026 veröffentlicht Northcote „To Cherish“, ein Album in voller Länge, das in den Rain City Studios in Vancouver aufgenommen und von Jesse Gander (Japandroids, White Lung) produziert wurde. Das Projekt präsentiert einen weiterentwickelten Sound, an dem ein talentiertes Ensemble von Musikern mitgewirkt hat, darunter Paul Rigby (Neko Case) und der langjährige Weggefährte Stephen McGillvray. Northcote hat sieben Studioalben und zahlreiche Singles veröffentlicht und sich durch kraftvolle, emotional berührende Auftritte in kleinen Clubs und auf großen Festivals eine stetig wachsende Fangemeinde erspielt. Mit über 42.000 monatlichen Hörern auf Spotify und einer starken Präsenz in den sozialen Medien baut Northcote seine Reichweite kontinuierlich aus und strebt eine nachhaltige internationale Karriere an, während er gleichzeitig einen sinnvollen Beitrag zur Musikszene leistet.
Einlass: 19:30 Uhr