Sehnsucht
In seinem 25. Jubiläumsjahr lädt das Werkstattorchester zu den Konzerten unter dem Motto „Sehnsucht“ mit vielfältigen emotionalen Klangwelten ein. Im Rahmen von „Tacheles 2026, Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“ würdigt das Orchester mit seinem aus Tel Avivstammenden Künstlerischen Leiter Roee Buchbinder dabei drei jüdische Komponist:innen. Salomon Jadassohn, Zeitgenosse von Brahms und Schumann, verbrachte den Großteil seines Lebens in Leipzig, geriet aber leider, genauso wie seine beschwingte Serenade für Orchesterop. 42, nach seinem Tod weitestgehend in Vergessenheit. Mit dem zweiten Satz aus Paul Ben-Haims 1. Sinfonie bringt das Werkstattorchester dazu ein Stück voll tiefer Spannung und sinfonischer Weite zum Klingen. Neben diesen beiden Werken erklingt noch eineweitere besondere Rarität: der Liederzyklus op. 9 von Fanny Hensel, Schwester Felix Mendelssohn Bartholdys, in einer Neufassung für Mezzosopran und Orchester. Eine Hommage an eine viel zu häufig überhörte Komponistin der Romantik, die der „Sehnsucht“ in densechs Liedern aus verschiedenen Perspektiven begegnet! Nach der Pause entführt Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 9 „Aus der Neuen Welt“ in eine musikalische Welt voller Sehnsucht und Aufbruchsstimmung – geschrieben in den USA, getragen von böhmischen Heimatklängenund inspiriert von amerikanischem Ideenreichtum.
Einlass: 18:30 Uhr