Dienstag, 20.04.2021
um 19:00 Uhr




Wer zahlt die Corona-Zeche?
Pandemie und sozial-ökologische Transformation lokal und global


- ULRIKE HERRMANN, Wirtschaftsjournalistin und Autorin.
- STEFAN KÖRZELL, Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbunds.
- ARMIN PAASCH, Referent für Menschenrechte, Misereor.

Die Corona-Pandemie trifft abhängig Beschäftigte und arme Menschen besonders hart. Die wirtschaftliche Existenz vieler ist bedroht oder sie haben ihre Arbeit bereits verloren. Aktuell federn Rettungspakete und unser Sozialsystem die krassesten ökonomischen Auswirkungen in Deutschland ab – und das ist richtig. Denn nur mit Investitionen Infrastruktur, Gesundheit, Bildung und mehr Personal in der öffentlichen Verwaltung wächst einerseits die Widerstandsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft gegen Krisenerscheinungen wie Corona. Anderseits ist der Investitionsbedarf schon vor Corona da gewesen. Den Wandel in der Arbeitswelt, getrieben von Digitalisierung, Globalisierung und Klima-wandel bleibt auf der Agenda – hat die Pandemie vielerorts beschleunigt.
In der EU und weltweit sind die ökonomischen und gesundheitlichen Folgen für die Menschen insbesondere dort viel brutaler, wo fragilere Sozialsysteme und Arbeitsrechtsregime bestehen. Corona als nationale wie globale Herausforderung rückt einmal mehr die Notwendigkeit nach mehr sozialer Gerechtigkeit in den Fokus der Politik – national wie global – und verlangt nach transnationalen Lösungen. Ein effektives Lieferkettengesetz kann hierbei ein Baustein sein.

Medienpartner und Moderation: blaetter.de

Veranstalter:innen:
- Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) Frankfurt am Main
- IG Metall Geschäftsstelle Frankfurt am Main
- Katholische Akademie Rabanus Maurus im Haus am Dom
- ver.di—Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft Frankfurt am Main und Region

Organisatorische Hinweise:
Die Veranstaltungen der Reihe „Gesellschaft im Corona-Kapitalismus“ sind als Hybrid-Veranstaltungen geplant mit 40 Plätzen im Saal plus Livestream über Youtube und Facebook. Sie finden statt im
Haus am Dom, Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main

Falls Sie Interesse an einer Teilnahme im Saalpublikum haben, können sie Plätze reservieren über das Ticketportal RESERVIX.DE. Für Platzreservierungen ist dort eine Gebühr von 1 Euro zu entrichten.
Wir gehen davon aus, dass die ersten zwei bis drei Veranstaltungen aufgrund des Infektionsschutzes nicht mit Saalpublikum stattfinden.
Für jeweils aktuelle Informationen gehen Sie auf die Website des Hauses am Dom!

Informationen zum Kartenverkauf folgen

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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zkm_gameplay

Die legendäre Spieleplattform des ZKM »ZKM_Gameplay« startet mit »zkm_gameplay. the next level« eine Neuauflage.

Alle GamerInnen, aber auch BesucherInnen, die bislang kaum Erfahrung mit Computerspielen haben, sind zum informativen, kritischen und kreativen Austausch – und natürlich zum Spielen – in die Ausstellung eingeladen. 

Das neue Konzept basiert nicht nur auf den Erfahrungen des »ZKM_Gameplay«, sondern auch auf der Ausstellung »Games and Politics«, die seit 2017 in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut auf allen Kontinenten zu sehen ist.

Medium der digitalen Gesellschaft
Dass das Computerspiel sich zu einem Leitmedium entwickelt hat, ist heute kaum mehr eine gewagte These über den Stellenwert des interaktiven und multimedialen Mediums. Es hat sich weit von seinen Ursprüngen als Laborexperiment und Spielzeug entfernt und ist »das« Medium der digitalen Gesellschaft geworden, zwischen Pop-Kultur, Unterhaltung und Kunst. 

Mi bis Fr, 10 – 18 Uhr Sa & So, 11 – 18 Uhr

Karlsruhe

07.05.2021
Weltweit | Worldwide Remarque

Erich Maria Remarque starb vor 50 Jahren am 25. September 1970 in Locarno.
Anlässlich dieses Jahrestages ist es an der Zeit, eine Bilanz der internationalen Wirkung des Schriftstellers zu ziehen: Welchen Stellenwert nimmt sein Werk (auch über Im »Westen nichts Neues« hinaus) heute in unterschiedlichen Kulturen ein? In welchen Zusammenhängen werden seine humanistischen Positionen und sein Einsatz für Frieden und Toleranz heute aktualisiert? Wie werden Menschen heute weltweit von Remarque inspiriert und in welche Produkte wird diese Inspiration kreativ umgesetzt?

Die Ausstellung »Weltweit Worldwide Remarque« gibt einen ersten Überblick dieser internationalen und aktuellen Rezeption Remarques. Sie beschränkt sich nicht auf die Ausgaben der Texte, sondern zeigt Beispiele in verschiedenen Medien: Von Literatur bis Musik, von Film bis Graphic Novel, von Theater bis zu den sozialen Netzwerken.

Mehr als 500 Exponate aus mehr als 60 Staaten in allen Kontinenten dokumentieren, wie aktuell Remarque und sein Werk auch im 21. Jahrhundert geblieben sind und welches große Ausmaß an Kreativität sich in den wundervollen Adaptionen zeigt.


Gehen Sie auf Entdeckungsreise!
Lassen Sie sich überraschen!
Lassen Sie sich inspirieren!

Di bis Fr von 10 bis 17 Uhr, Sa und So von 11 bis 17 Uhr, Mo geschlossen.

Osnabrück

07.05.2021
Zeichen der Zukunft

„Zeichen der Zukunft. Wahrsagen in Ostasien und Europa“ zeigt Instrumente, Formen und Protagonist*innen des Wahrsagens in einem faszinierenden kulturhistorischen Dialog. Erstmals weltweit versammelt die Ausstellung 130 Objekte aus den reichen Beständen des Germanischen Nationalmuseums, des National Museum of Taiwan History und der Academia Sinica. Eine einmalige Gelegenheit einige der faszinierendsten Zeugnisse ostasiatischer Kulturgeschichte in Europa zu sehen!

Der Wunsch, Wissen über die Zukunft zu erlangen, lässt sich kultur- und epochenübergreifend beobachten und hat zu vielfältigen Formen der Wahrsagung geführt: Vom inspirierten Sehen, über die Deutung von Sternkonstellationen bis hin zu komplexen Los- und Rechenverfahren. Wahrsagerische Praktiken versprachen mit Hilfe höherer Mächte Einblicke in kommende Ereignisse zu verschaffen und sorgten damit für ein klein wenig Orientierung im Jetzt. Den Rhythmus der Ausstellung prägt die Gegenüberstellung von ostasiatischer und europäischer Wahrsagung in ausgewählten Objektpaaren: Von Horoskop-Manuskripten, über Werke der Handlese-Kunst, bis hin zu Instrumenten des Geisterschreibens. Angeregt durch den Blick auf die Geschichte in Ost und West laden wir Sie ein, mit uns die Zukunft in den Blick zu nehmen: Welche Fragen haben Sie gegenwärtig an die Zukunft? Und vertrauen Sie althergebrachten Methoden – spielerisch, mit vollem Ernst, vielleicht auch wider besseres Wissen?

Dienstag – Sonntag: 10:00 – 18:00 Uhr / Mittwoch: 10:00 – 20:30 Uhr / Montag: geschlossen

Berechenbar – Unberechenbar

In der Digitalen Kunsthalle des ZDF bewegen sich BesucherInnen durch das virtuelle ZKM und können dort computergenerierte Kunstwerke entdecken.

Ist das Universum ein riesiger Computer? Die Frage ist nicht neu: Konrad Zuse, Pionier der Informatik, beschrieb 1969 das Universum als einen großen zellulären Automaten. Seiner Meinung nach ist es als ein diskretes Rechensystem vorstellbar, das aus Zellen besteht, die sich nach vorgegebenen Regeln entwickeln, indem sie die Zustände anderer Zellen an ihrem Ort berücksichtigen. Zelluläre Automaten können Funktionen berechnen und algorithmische Probleme lösen. Zuse nannte seine Hypothese »Rechnender Raum«; dieser könne das Universum als eine Kombination vieler kleiner Computer (in diesem Fall das Äquivalent zu den zellulären Automaten) modellieren, die sich zu einem großen Computer addierten. Auch Seth Lloyds »programmiertes Universum« schlägt vor, dass das Universum ein einziger riesiger Quantencomputer ist. Die Ausstellung nimmt diese Ideen der Berechenbarkeit der Realität auf.

Mit der Entwicklung von Berechnungen und grafischen Benutzeroberflächen stellt sich heraus, dass die Realität nicht nur als rechnergestütztes System beschrieben werden kann, sondern dass Mengen von »ausführbaren Dateien« neue virtuelle Realitäten erzeugen können. Diese Fähigkeit der Computer fasziniert Künstlerinnen und Künstler, die sich seit einem halben Jahrhundert mit generativer Ästhetik beschäftigten.

Während die Berechenbarkeit von Umgebungen heute klar zu sein scheint, ist die Frage, ob das Selbst berechnet werden kann, noch nicht bejaht worden, obwohl das Versprechen der künstlichen Intelligenz bereits das denkende Subjekt zu reproduzieren droht. Trotz der Tatsache, dass die heutigen Computer nicht in der Lage sind, menschliches Denken zu simulieren, so dass das Selbst noch nicht berechenbar ist, wirkte diese Erkenntnis als starkes Stimulans für spekulative Fiktion.

Im Mittelpunkt der Sammlung des ZKM | Karlsruhe steht die Medienkunst: Eine Kunstform, die sich durch das Medium definiert, mit dem sie geschaffen, verbreitet und rezipiert wird. Die in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts entstandenen Apparate computerverwandter Disziplinen wie Automatenkunde, Kybernetik, Informations- und Kommunikationstechnologien und künstliche Intelligenz haben den Medienbegriff allmählich erweitert und den Computer zu einem der wichtigsten Werkzeuge und Medien der bildenden Kunst gemacht.

»Berechenbar – Unberechenbar« zeigt softwarebasierte digitale Kunstwerke in einer computergenerierten Umgebung. Eine digitale Kopie eines Lichthofs am ZKM | Karlsruhe wird von mehreren zellulären Automaten bevölkert, die vollständig algorithmisch generiert werden. Die Trägerstruktur der Ausstellung reflektiert, genau wie die Kunstwerke, die sie zeigt, ihren Apparat und ihr Medium: den Computer.

 

Mehr zur Ausstellung: https://zkm.de/de/ausstellung/2020/10/berechenbar-unberechenbar

Mi – Fr, 10 – 18 Uhr Sa & So, 11 – 18 Uhr

Karlsruhe

07.05.2021
We=Link: Sideways

Die in dieser Online-Ausstellung präsentierten Werke erstrecken sich über drei Jahrzehnte der Netzkunstpraxis, vom wohl ersten Kunstwerk der Internet-Ära der Thing BBS von 1991 bis zur aktuellsten Produktion, welche sich noch während der Ausstellungseröffnung fortlaufend weiterentwickelt. »We=Link: Sideways« zeigt 22 Werke von 28 KünstlerInnen und Künstlerkollektiven, von Netzkunst-Pionieren bis Millennials.

Die Ausstellung umfasst das erste von Künstlern betriebene Bulletin Board System, einem Vorgänger der im Folgenden immer beliebter werdenden sozialen Netzwerke, sowie diverse Ausdrucksformen künstlerischer Strategien und kritischer Technologien, die darauf abzielten, ein kommerzielles Monopol von Netzwerkinfrastrukturen und –protokollen zu durchbrechen, die intrinsische Logik von Netzwerksicherheit und Überwachung sowohl durch provokante Haltungen als auch durch scherzhafte Anspielungen zu enthüllen, und kommerzielle oder institutionelle Verfahrensweisen zu unterbrechen oder sie sich wiederanzueignen. Gleichzeitig hat die experimentelle Natur der Netzkunst fortwährend ihre variierenden ästhetischen Aussagen weiterentwickelt, einhergehend mit den neuen Möglichkeiten und Herausforderungen sich rasant verändernder Technologien.

Zwei Werke unter der Schirmherrschaft von SUNRISE / SUNSET werden zu Schwellenmomenten jeden Tages die Ausstellungswebsite und die Websites mehrerer Partnerinstitute übernehmen, durch direkten Eingriff basierend auf lokalen Zeitzonen und Umweltdaten; dabei enthüllen sie die intrinsische Logik von Lokalität in Globalität, und die disruptive und transformative Natur des Netzwerks.

Die Ausstellung enthält ebenfalls eine seltene Kollektion von Artefakten früher chinesischer Internetkultur aus ihren formgebenden Jahren in den späten 1990ern und frühen 2000ern. Im amateurhaften Enthusiasmus und der selbsterklärten Autonomie zeichnet sich eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit dem Pioniergeist ihrer Vorgänger ab.

Während der sechsmonatigen Ausstellungszeit wird eine Reihe von zugehörigen Programmen und Performances organisiert.

»We=Link: Sideways« ist die zweite Ausgabe des »We=Link«-Programms, einer Plattform zur Präsentation von Online-Kunst. Sie wurde ursprünglich vom Chronus Art Center Ende Februar 2020 als Reaktion auf den Ausbruch der Covid-19-Pandemie konzipiert.

 

Mehr zur Ausstellung: https://zkm.de/de/ausstellung/2020/11/welink-sideways

 

Besuchen Sie die digitale Ausstellung: http://we-link.chronusartcenter.org/

Karlsruhe

07.05.2021
Ein Woodstock der Ideen

Anlässlich des 100. Geburtstagsjubiläums von Joseph Beuys im Jahr 2021 widmen das Museum Ulm und die Kunsthalle Vogelmann Heilbronn dem Jahrhundertkünstler ein gemeinsames Ausstellungsprojekt. Dabei steht Joseph Beuys nicht nur als herausragende Künstlerpersönlichkeit, sondern vornehmlich auch als politische Person im Fokus sowie seine besondere und spezielle Verbindung zum deutschen Südwesten. So bezog Joseph Beuys den Filz für seine Objekte in Giengen an der Brenz und in Wangen im Allgäu wurde seine berühmte Honigpumpe für die documenta 6 hergestellt. Die Beziehung des Künstlers zum deutschen Süden wird insbesondere auch durch die erstmalige Auswertung des Joseph Beuys-Archivs des Autors, Verlegers und Publizisten Rainer Rappmann mit Briefen, Ton-, Bild- und Filmdokumenten in Zusammenhang mit dem Internationalen Kulturzentrum Achberg (INKA) intensiv beleuchtet.

Das vor 50 Jahren gegründete INKA galt in den 1970er- und 80er-Jahren als ein wichtiges Zentrum des geistig-politischen Aufbruchs in Deutschland. Hier trat Joseph Beuys jährlich auf und arbeitete im Sinne seiner Idee der „Sozialen Plastik“. Sein erweiterter Kunstbegriff ist auch besonders geeignet, um das 75-jährige Jubiläum der ersten freien Kommunalwahlen in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg zu würdigen und mithin in einem umfangreichen Begleitprogramm aktuelle Fragen zur Relevanz der Demokratie mit einer jungen Generation wie etwa Fridays for Future oder Future2 zu diskutieren.

Auch Joseph Beuys‘ Engagement bei den „Grünen“ steht für seine Verflechtungen zum süddeutschen Raum. Als die Partei „Die Grünen“ im Januar 1980 in Karlsruhe gegründet wurde, war der Künstler als Teilnehmer des Gründungsparteitages vor Ort. Auch wenn Joseph Beuys seine eigenen politischen Vorstellungen bei den „Grünen“ nicht durchsetzen konnte, so blieb er jedoch bis zu seinem Tod Mitglied der Partei. Ab 1980 gestaltete er Wahlplakate für die Partei, die in die Produktion seiner Editionen einflossen, die auch in der Ausstellung präsentiert werden. Als Ausdruck seiner Idee der Demokratisierung von Kunst nehmen zudem auch seine vielfältigen und zahlreichen Multiples einen wesentlichen Raum in der Ausstellung ein.

: Zu den Ausstellungen erscheint eine umfassende gemeinsame Begleitpublikation mit zahlreichen Abbildungen und Texten von Stefanie Dathe, Marc Gundel, Rita E. Täuber, Rhea Thönges-Stringaris Rainer Rappmann, Sabine Heilig, Wolfgang Zumdick, Lukas Beckmann, Barbara Martin, Rainer Willert sowie Kirsten Claudia Voigt, 320 Seiten, 28 €.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Bundeslandes Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann

Di bis Fr von 11 - 17 Uhr, Sa und So 11 bis 18 Uhr

Ulm

07.05.2021
Beyond States

05.02.2021 – 07.11.2021

Ist der Staat Schutzraum oder Gefahrenzone? Hamsterkäufe im Supermarkt, Notfalllisten, Katastrophenschutz und Pandemiepläne: Das „Preppen“ ist zurzeit aktueller denn je, gleichzeitig wird die Schutzfunktion des Staates und damit auch die Thematik der Staatsgrenzen diskutiert. Einige Grenzen sind offen und passierbar, andere umstritten, viele strengstens bewacht.

Der durch das Fliegen ermöglichte Blick von oben relativiert Grenzen und reflektiert damit die Konzepte von Staatsgebieten und Grenzen. Neben der veränderten Perspektive müssen Staaten nach wie vor mit einigen Herausforderungen umgehen: Wem gehört der Himmel und wie hoch reicht ein Staat? Der Luftraum kann sowohl öffentlicher Raum, der grenzüberschreitende Kommunikation und Mobilität möglich macht, als auch nationalstaatlich und supranational regulierte Sphäre oder Kriegsschauplatz sein.

Die Ausstellung „Beyond States. Über die Grenzen von Staatlichkeit“ im Zeppelin Museum widmet sich diesen gegenläufigen Entwicklungen und fragt anhand der drei konstituierenden Merkmale – Staatsgebiet, Staatsbürgerschaft und Staatsgewalt – nach der aktuellen und zukünftigen Bedeutung des Staates. Sie wirft aber gleichzeitig auch den Blick bis in das 19. Jahrhundert zurück und ergänzt die künstlerischen Positionen mit Exponaten, die Grenzen, Staatlichkeit und damit verbundene Propaganda in der Luftfahrt thematisieren.

Gezeigt wird die interdisziplinäre Ausstellung im Zeppelin Museum am Bodensee. Ein besonderer Ort, auf den die Ausstellung in mehrfacher Hinsicht Bezug nimmt. Der Bodensee war lange völkerrechtliches Niemandsland. Deutschland, Österreich und Schweiz haben sich nur teilweise auf rechtsverbindliche Grenzen festgelegt. Seit 1648 sind die Staatsgrenzen nicht klar geregelt, der Obersee gilt als gemeinschaftliches Eigentum. Hier verwischen die Grenzen der Staaten.

International renommierte Künstler*innen reflektieren Fantasien bzw. Realitäten einer Staatskrise bis hin zum Staatsverfall, die sich zwischen Dystopie und Utopie bewegen. Angefangen bei rechtslibertären Ideologien, die in der Überwindung des Staates die Verwirklichung ultimativer Freiheit sehen bis hin zur Idee einer flexiblen Staatsbürgerschaft, die sich an Abo- bzw. Streaming-Portalen orientieren. Die Ausstellung wirft aber auch einen Blick auf diejenigen, die sich auf einen Zusammenbruch der staatlichen Ordnung vorbereiten wie u.a. Verschwörungstheoretiker und Prepper. Sie wirft aber gleichzeitig auch den Blick bis in das 19. Jahrhundert zurück und ergänzt die künstlerischen Positionen mit Exponaten, die Grenzen, Staatlichkeit und die damit verbundene Propaganda in der Luftfahrt thematisieren.

Kurator*innen: Ina Neddermeyer, Leiterin und Caroline Wind, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Kunst im Zeppelin Museum, Jürgen Bleibler, Leiter und Felix Banzhaf, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Zeppelin im Zeppelin Museum.

Eingeladene Künstler*innen: Nevin Aladağ, James Bridle, Simon Denny, Vera Drebusch & Florian Egermann, Forensic Oceanography / Forensic Architecture, Jacob Hurwitz-Goodman & Daniel Keller, Peng Kollektiv!, Christopher Kulendran Thomas, Henrike Naumann, Jonas Staal

Friedrichshafen

07.05.2021
Cornelia Grabowski - Zeitsprung

Die in Lilienthal lebende Künstlerin Cornelia Grabowski fasziniert es, mit dem Stift oder den Händen zu modellieren, zu zeichnen oder zu malen. Die Ausstellung zeigt Malereien, Zeichnungen und Skulpturen sowohl aus früheren Jahren wie auch neuere Werke. Eintritt frei

Lilienthal

07.05.2021
gemeinsam einsam

Das Museum am Dom zeigt zur Wiedereröffnung ab Samstag, dem 13. März 2021 eine neue Foyer-Ausstellung unter dem Titel „gemeinsam einsam“.

Anhand von Gemälden, Fotografien und Skulpturen werden Bilder von menschlicher Gemeinschaft, aber auch von Einsamkeit und Alleinsein in Erinnerung gerufen, die wir alle auf die eine oder andere Art aus eigener Erfahrung kennen  - und die wir in den vergangenen Monaten erlebt und durchlebt haben.

Dabei zeigt sich, dass Einsamkeit und Gemeinsamkeit sich oft näher sind, als man denkt: der Einsame kann gehalten, unsichtbar begleitet sein; und Gemeinschaft verbirgt oft großes Alleinsein.

Die Ausstellung ist eine Einladung, über diese Verbindungen und Zusammenhänge und über unsere Erfahrungen mit Distanz, Abstand und Maskierung in den vergangenen Monaten nachzudenken - und sich an den Kunstwerken zu erfreuen.

Di bis Sa 9 bis 17 Uhr, So 13 bis 17 Uhr

Trier

07.05.2021
Schwieriges Erbe

Was hat das Linden-Museum mit dem deutschen Kolonialismus zu tun? Welche württembergischen Akteur*innen waren am Kolonialismus beteiligt? Wie präsent war der Kolonialismus in der württembergischen Alltagswelt? Und wie wirkt er bis heute fort?

Die Ausstellung zeigt die kolonialen Verbindungen des Museums zwischen 1882, dem Jahr der Gründung des Württembergischen Vereins für Handelsgeographie als Träger des Museums, und ca. 1940 auf und bezieht Auswirkungen bis in die Gegenwart mit ein. Eine wichtige Rolle nahm Karl Graf von Linden ein. Er war Vorsitzender des Trägervereins und prägte das Museum während der Kolonialzeit. Entsprechend wurde das Museum 1911 nach ihm benannt. Daneben werden weitere Persönlichkeiten vorgestellt, die Teil von Geschichten sind, die sich zwischen dem Museum, Württemberg und den Kolonien abspielten. Ebenso wird nach denjenigen gefragt, über die wir aufgrund der kolonialen Verhältnisse wenig wissen, die aber dennoch maßgeblich am Aufbau der Sammlungen beteiligt waren.

In einem weiteren Schritt wird das kolonialistische Vereinswesen betrachtet, zu dem auch der Trägerverein zu zählen ist. Vereine prägten das gesellschaftliche Leben und dienten als Multiplikatoren kolonialer Ideologien. Ereignisse wie Kolonialtagungen, -ausstellungen und sog. „Völkerschauen“ oder Objekte der Alltagskultur zeigen, wie tief verwurzelt der Kolonialismus auch in Stuttgart war. Es wird gefragt, welche Kontinuitäten sich bis heute ergeben.

Ein weiterer Themenschwerpunkt befasst sich mit Gewalt und rückt exemplarisch den sogenannten „Boxer-Krieg“ in China (1900/01) in den Mittelpunkt. Hunderte Württemberger Soldaten zogen freiwillig in diesen Krieg, aus dem das Linden-Museum geplünderte Objekte besitzt. Württembergern, die an Kolonialexpeditionen und -kriegen teilnahmen, wurde ehrend mit Gedenktafeln und Denkmälern gedacht, die es teilweise noch heute gibt. Wie soll damit umgegangen werden?

In die Ausstellung fließt die Provenienzforschung im Museum ein. Außerdem wurde vom Linden-Museum eigens eine Untersuchung zu Württemberg und dem Kolonialismus in Auftrag gegeben. Die Landesgeschichte im Kontext des Kolonialismus zu betrachten und die vielen Querverbindungen zwischen Institutionen, Personen und Ereignissen herauszuarbeiten, ist ein neuer Ansatz. Auch wenn manche Fragen schon früher bearbeitet wurden, setzt die wissenschaftliche Forschung und Debatte bei vielen Fragen gerade erst ein.

Zentral sind dabei kritische Distanz und Multiperspektivität, um Kolonialgeschichte nicht einseitig oder gar nostalgisch aus der Sicht württembergischer Akteure nachzuerzählen. Dass die Auseinandersetzung stark in Bewegung ist, wird auch in der Ausstellung sichtbar. Angelehnt an die Idee der Werkstatt sind die Besucher*innen aufgefordert, Fragen zu beantworten, eigene Gedanken oder Kritik festzuhalten und ihr Wissen einzubringen oder zu hinterfragen. Die Besucher*innen können verschiedene Standpunkte und Perspektiven einnehmen, Leerstellen und Verbindungslinien werden offen gelegt und die Inhalte zur Diskussion gestellt.

Eintritt: EUR 8,-/6,- / Familien EUR 16,-

Hinweis:
Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung ist eine Anmeldung für einen Time-Slot zum Besuch der Ausstellung erforderlich:
Tel. 0711.2022-579
(Sprechzeiten: Mo. bis So., 10 – 12 Uhr und 14 – 17 Uhr, Anmeldung bis 1 Tag vorher möglich)

 

Mo bis Sa von 10 bis 17 Uhr, So und Feiertage von 10 bis 18 Uhr

Stuttgart

07.05.2021
Chiharu Shiota

Kunst in ihrer besten Form vermag mit einem einzigen Statement ein visuelles Zeichen zu setzen, das einen bestimmten Zeitzustand einfängt. Die Installation »Connected to Life« »in Zeiten des Todes, wie ich hinzufügen möchte« (Peter Weibel) der japanischen Künstlerin Chiharu Shiota ist ein solches Kunstwerk.

Eine Reihe miteinander verbundener Betten, die im Foyer des ZKM | Karlsruhe in der Luft schweben, erinnert an die schockierenden Bilder aus Krankenhauskorridoren. Die Zeugnisse menschlicher Verletzlichkeit und Elends verlangen nach einem Mahnmal, das dem Leid der schwer kranken und letalen Opfer des Covid-19-Virus gewidmet wird, aber ebenso dem Opfer all jener, die in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bereit sind, ihre eigene Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um das Leben anderer zu retten. Die mit roter Farbe gefüllten Plastikschläuche erinnern an Adern, durch die das lebenswichtige Blut und Sauerstoff fließen. Die Installation steht außerdem für die Hoffnung, dass menschliches Mitgefühl und Wissenschaft uns dabei helfen können, einen Weg aus der Corona-Pandemie zu finden und deren Folgen zu überwinden. 

Die Auswirkungen der Pandemie auf das öffentliche Leben, private Kontakte und den Kultursektor sind greifbar: geschlossene Museen, Theater und Konzerthallen ohne Besucher:innen, Selbstständige, die auf finanzielle Unterstützung warten und buchstäblich um ihre Existenz kämpfen. Die Pandemie legt (teils altbekannte) Schwachstellen des Gesundheitssystems bloß, Krankenhäuser auf der ganzen Welt arbeiten an der Grenze der Belastbarkeit. Noch immer steigen weltweit die Todeszahlen, und neue Mutanten erschweren die Viruseindämmung zusätzlich. Die Eingangshallen kultureller Institutionen wie des ZKM sind normalerweise Orte der Begegnung und des Dialogs, wo Besucher:innen, Student:innen, Beschäftigte, Schulklassen und Künstler:innen sich tummeln und austauschen. Wäre die Pandemie nicht, wären sie Orte der Lebendigkeit – doch nun herrscht dort Stille. Mit ihrer großflächigen, für das Foyer des ZKM entworfenen Installation »Connected to Life« zeigt die bekannte japanische Künstlerin Chiharu Shiota ihr Geschick, Angst mit Milde, Monumentales mit Intimem zu verbinden. Die Arbeit besteht aus über 50 von der Decke herabhängenden Betten, die stufenförmig bis zum Boden reichen. Die Farbe fließt durch die Schläuche wie das Blut durch den menschlichen Körper – ein Symbol für den Fluss des Lebens, der für die vielen Todesopfer des Coronavirus so plötzlich endete. Doch indem die Installation uns metaphorisch daran erinnert, dass »die Welt heute ein Krankenhaus ist« (Peter Weibel), trägt sie auch eine Leichtigkeit in sich, die der Thematik ihre Schwere nimmt.

Chiharu Shiota schöpft ihre Inspiration häufig aus persönlichen Erlebnissen oder Gefühlen, die sie auf universelle menschliche Anliegen wie Leben, Tod oder Beziehungen ausdehnt. Konzepte wie Erinnerung und Bewusstsein definiert sie neu, indem sie alltägliche Objekte wie Schuhe, Schlüssel, Betten, Stühle und Kleider zusammenstellt und diese in riesige Geflechte aus Wollfäden einwebt. In ihren Installationen geht sie dem Gefühl der »Präsenz in der Abwesenheit« auf den Grund, und ihre Skulpturen, Zeichnungen, Performance-Videos, Fotografien und Leinwandbilder repräsentieren nicht greifbare Emotionen. 2008 erhielt Shiota den »Art Encouragement Prize« vom japanischen Minister für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie. Zahlreiche internationale Institutionen auf der ganzen Welt stellten ihre Arbeiten aus, darunter das Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa, Wellington, NZ (2020); das Mori Art Museum, Tokio, JP (2019); der Gropius Bau, Berlin (2019); die Art Gallery of South Australia, Adelaide, AU (2018); der Yorkshire Sculpture Park, UK (2018); das Power Station of Art, Shanghai, CN (2017); und die K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (2015). 2015 repräsentierte Shiota Japan bei der 56. Biennale di Venezia, IT. Im Rahmen der Bayreuther Festspiele 2021 (25.07.– 25.08.2021) und der Reihe »Diskurs Bayreuth« schuf die Künstlerin eine Installation im Festspielpark, eine Auftragsarbeit zum Thema »Götterdämmerung«. Die Künstlerin wurde 1972 in Osaka, Japan geboren. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Mo/Di geschlossen Mi–Fr 10–18 Uhr Sa–So 11–18 Uhr

Karlsruhe

07.05.2021
3er-Streaming-Abo live aus dem Kulturwerk: Ingo Oschmann / HG Butzko / Melanie Haupt & Judith Jakob
Nach dem großen Erfolg im vergangenen Herbst geht das Streaming-Abo des Nienburger Kulturwerks, das „Kabarett vom Sofa“, in die zweite Runde. Ingo Oschmann, HG.Butzko und Melanie Haupt & Judith Jakob spielen ihre aktuellen Programme vor laufender Kamera im Nienburger Kulturwerk und Sie können live dabei sein – ganz Corona-konform auf dem heimischen Sofa. Die Auftritte sind nicht im Free-TV oder auf YouTube zu sehen.

Im 3er-Abo „Kabarett vom Sofa“ erhalten Sie Streaming-Tickets für 3 Abendveranstaltungen zum Preis von nur 22,99 €. Dafür können Sie mit der ganzen Familie oder – wenn es die Corona-Bestimmungen dann erlauben – gemeinsam mit Freunden einen lustigen und anregenden Kabarettabend erleben.

Das Programm im „Kabarett vom Sofa“:
• Samstag, 20. März: Ingo Oschmann, „Mit Abstand: Mein bestes Programm“
• Freitag, 23. April: HG.Butzko, „Aber witzig“
• Samstag, 29. Mai: Melanie Haupt & Judith Jakob, „La Pharmiglia“

Ingo Oschmann kommt am Samstag, 20. März, um 20 Uhr ins Kulturwerk und hat einen Mix aus seinen besten Nummern geschnürt, die mit Abstand am Besten sind. Ungewöhnliche Zeiten erfordern eben ungewöhnliche Maßnahmen und da ist der Bielefelder ganz groß. Alle seine Shows in Zeiten von Corona wurden bis jetzt von Presse und Publikum gefeiert und hochgelobt. Ingo sucht trotz Distanz die Nähe zu seinem Publikum und schafft einen besonderen, persönlichen Abend.

Am Freitag, 23. April, um 20 Uhr kommt HG.Butzko mit seinem Programm „Aber witzig“. Es gibt ja Kabarett und es gibt Kabarett mit HG.Butzko. Denn was HG.Butzko macht, ist eine brüllend komische und bisweilen besinnliche Mischung aus Infotainment, schnoddrigen Gags, Frontalunterricht und pointierter Nachdenklichkeit. Und getreu dem Motto: "logisch statt ideologisch" hat Butzko dabei einen ganz eigenen, preisgekrönten Stil entwickelt, den die Presse mal als "Kumpelkabarett" bezeichnet hat, und mit dem er in Hinter- und Abgründe blickt und die großen Themen der Welt so beleuchtet, als würden sie "umme Ecke" stattfinden.

Das Programm, mit dem Melanie Haupt und Judith Jakob am Samstag, 29. Mai, um 20 Uhr im Kulturwerk auftreten, heißt „La Pharmiglia – Organisiertes Gebrechen“. Die beiden Kabarettistinnen, die bereits als „Frauen an der Steuer“ in Nienburg waren, führen den Zuschauer nun durch die Geschichte der Medizin, vom Hippokratischen Eid bis zur App vom Arzt. „La Pharmiglia“ ist ein Abend, der sich mit den Machenschaften der Pharmaindustrie und deren Auswirkungen auf unser Gesundheitssystem beschäftigt. Es geht um Big Pharma, Phantasiepreise für Medikamente, die Zusammenarbeit der WHO mit der Pharmaindustrie, privatisierte Krankenhäuser und sicher auch um Corona. Informativ, unterhaltsam und musikalisch - denn natürlich heißt das Motto auch an diesem Abend: Singen hilft immer!

So funktioniert das „Kabarett vom Sofa“
Die Kosten für das „Kabarett vom Sofa“ liegen bei 22,99 Euro für das komplette 3er-Streaming-Abo und 9,99 Euro für ein Streaming-Einzelticket. Alle Livestreams der Auftritte sind mit einem persönlichen Zugangscode versehen und 72 Stunden lang abrufbar. Wer ein Ticket gekauft hat, erhält direkt im Anschluss an den Kauf einen Link mit dem persönlichen Zugangscode zum Video.

Freischaltung ab 19:45 Uhr

Der Ticketverkauf schließt um 19:00 Uhr
Orte jüdischen Lebens in Trier

Über Jahrhunderte bestand eine jüdische Gemeinde in Trier und brachte der Stadt nachhaltige Impulse. Bis heute zeugen die historischen Häuser der Judengasse oder der jüdische Friedhof in der Weidegasse sichtbar von dieser Vergangenheit. Viele Orte in Trier erzählen von diesem jüdischen Leben: Es sind Geschichten alteingesessener Familien, hoffnungsvoller Geschäftsleute und talentierter Kunstschaffender. Aber die Häuser, Straßen und Plätze erzählen auch von Pogromen, Verfolgungen und der systematischen Vernichtung jüdischen Lebens im Nationalsozialismus. Über 30 Video-Interviews an den Schauplätzen in Trier und der Großregion lassen die Spuren dieser Geschichte ebenso sichtbar werden wie die lebendige Gegenwart jüdischen Lebens in unserer Stadt.

Di-So, 10-17 Uhr

Trier

07.05.2021
PRINCESS HAMLET
von E. L. Karhu | Digitale Theaterserie

Mit dem Kauf eines Tickets erhalten Sie einen Zugangscode. Mit diesem Code können Sie alle vier Folgen von PRINCESS HAMLET ab ihrem jeweiligen Erscheinungsdatum bis 30.06.2021 jederzeit auf princess-hamlet.de abrufen.

Folge 1 – HAMLET: ab 25. März 2021
Folge 2 – GERTRUDE: ab 31. März | 20:00
Folge 3 – HORATIA: ab 14. April | 20:00
Folge 4 – OFELIO: ab 28. April | 20:00

Das Stück der finnischen Theaterautorin E.L. Karhu greift Shakespeares Motive wie Wahrheit, Liebe, Verrat und Macht auf, und spinnt sie im Comic-Format weiter. Ihre Version emanzipiert sich zur absurd-feministischen Hamlet-Überschreibung. Hamlet wird ihrer Rolle nicht gerecht.

Sie widersetzt sich den familiären Erwartungen, hat keine Lust auf Spitzenposition, auf royale Repräsentation und Abendessen mit Mutter. Hamlet tritt ihr kulturelles Erbe nicht an. Erinnert werden will sie doch. Und dafür hat sie einen schrecklichen Plan.

TEXT
E.L. Karhu

DEUTSCHE ÜBERSETZUNG
Stefan Moster

MIT
Yevgenia Korolov
Florentine Krafft
Grazia Pergoletti
Johannes Frick
Niko Eleftheriadis

REGIE
Marie Bues
Niko Eleftheriadis

BÜHNE UND KOSTÜME
Indra Nauck

VIDEOREGIE, KAMERA
Grigory Shklyar

MUSIK
Johannes Frick

DRAMATURGIE
Paula Kohlmann

REGIEASSISTENZ
Theresa Bürkle

SCHNITT
Grigory Shklyar

TONMISCHUNG
Timo Kleinemeier

TECHNISCHE LEITUNG
Max Kirks

BÜHNENBAU
Stephen Herter

TECHNISCHE EINRICHTUNG
Sebastian Fürst
Christoph Schmitz
Amir Saadat

TONTECHNIK
Christoph Schmitz
Timo Kleinemeier

Eine Produktion des Theater Rampe, gefördert von der Wüstenrot Stiftung

http://www.princess-hamlet.de

07.05.2021
20:00 Uhr
Tickets
ab 1,00 €
Sonderausstellung

Der Mensch nimmt wahr, was das Gehirn vorhersagt. Dabei spielen ihm die Sinne manchmal einen Streich. Auch in der Natur finden sich solche Phänomene – wenn der Mensch glaubt, plötzlich Dinge zu sehen, die eigentlich gar nicht existieren. Plötzlich erscheint eine Fata Morgana in der Wüste. 19 Stationen laden ein in die Welt der Illusionen und optischen Täuschungen. Das alles wird präsentiert mit Abstand und unter sicheren Hygiene-Bedingungen.

Sonderausstellungsfläche, Ebene D

Mannheim

07.05.2021
09:00 Uhr
Joseph Beuys

Joseph Beuys hat mit der Devise „Jeder Mensch ist ein Künstler“ die Grenzen der Kunst neu definiert. Seine kreativen Kräfte hat er auf die Einbeziehung aller Menschen bei der Herbeiführung einer gerechten Gesellschaft gelenkt. Für Beuys war jedes Kunstwerk ein Medium der Erkenntnis und ein Experimentierfeld für seine weitreichenden Ideen. Oft wurden sie im Zuge von öffentlichen Gesprächen und Aktionen entwickelt.

Als Beuys 1972 in der Londoner Whitechapel Gallery einen seiner unorthodoxen Vorträge zur kontinuierlichen Dynamik von Leben und Kunst hielt, fand der damals 23jährige Student Tony Cragg darin Inspirationen, die fortan seine Auseinandersetzung mit den Kernthemen Materie und Bewegung beeinflussten. Aus Anlass des 100. Geburtstages von Beuys hat Cragg nun über zwanzig Exponate aus den Sammlungen wichtiger Wegbegleiter des Künstlers für eine Ausstellung ausgewählt. Ergänzt von einer Vortragsreihe, geben sie Anlass zu einer engagierten Neubefragung des Werks. Die Arbeiten vernetzen sich untereinander dialogisch und sind im Beuys’schen Sinne eine Batterie zur Speicherung von Energie, ein Reservoir an Potential und Ideen.





Joseph Beuys
hat mit der 1968 formulierten Devise „Jeder Mensch ist ein Künstler“ die Grenzen der Kunst neu definiert. Nicht die Auseinandersetzung mit den starren Formen von Malerei und Skulptur war sein Ziel, nicht das sich Einfinden in die vordefinierten Strukturen von Akademien und Museen. Es ging ihm vielmehr darum, alle kreativen Kräfte auf das Leben und seine Wandelbarkeit zu lenken. In dieser Beweglichkeit erkannte er die Chance für eine kontinuierliche Veränderung von Bewusstsein und die weitere Herausbildung von Freiheit und Kreativität.

Künstlerische Arbeiten hat Beuys als „Werkzeuge“ gesehen. Mit ihrer Hilfe wollte er Ideen in Gang setzen, die über die Betrachter in die ganze Gesellschaft hineinwirken und alle Mitglieder zur verantwortungsvollen Teilnahme an diesem kreativen Prozess einlädt. Ausstellungen wünschte er sich als „Werkstatt“ für den produktiven Umbau von zunächst ungerichteten Energien, Museen nicht als Ruhmeshallen, sondern als „permanente Konferenz“, an der jeder zur kritischen Teilhabe aufgefordert ist. Dem Künstler – und damit jedem Menschen – spricht er die Fähigkeit zu, schöpferisch über bestehende Verhältnisse hinauszuwachsen, sich mit seiner archaischen Vergangenheit ebenso zu verbinden wie mit einer visionären Zukunft. In der Kultur sieht er den Impulsgeber für diesen kreativen Wandel. Die dort formulierten Kräfte können schließlich, so Beuys, Wirtschaft und Rechtswesen dynamisieren und die Verbesserung der eigenen wie auch der gesamten Existenz herbeiführen. Perpetual Motion.

Für diese Ausstellung wurden über 20 Exponate der Jahre 1949 bis 1985 aus den Privatsammlungen der Galeristen Thaddaeus Ropac, Bernd und Verena Klüser sowie der Journalistin Linde Rohr-Bongard und der Sammlung Viehof, ehemals Sammlung Speck, ausgewählt, die alle durch ihre jeweils eigene profunde Geschichte mit Joseph Beuys und seinem Schaffen verbunden sind. Zugleich stehen sie Tony Cragg nahe, der aus Anlass des 100. Geburtstag von Beuys das Desiderat hatte, eine Ausstellung mit seinen Werken in einem Pavillon des Skulpturenpark Waldfrieden zu verwirklichen. Cragg selbst war Beuys erstmals 1972 in der Whitechapel Gallery in London begegnet. Der damals 23jährige Cragg war von Beuys‘ charismatischem Vortrag, seinem enzyklopädischen Wissen, seiner brillanten Assoziationsfähigkeit und dem gesellschaftlichen Anspruch seines Kunstbegriffs tief beeindruckt. Die von ihm nun für Wuppertal ausgewählten Exponate von Wegbegleitern von Joseph Beuys vernetzen sich untereinander dialogisch und sind im Beuys’schen Sinne eine Batterie zur Speicherung von Energie, ein Reservoir an Potential und Ideen. 

 „Joseph Beuys. Perpetual Motion“ ist Anlass zur Neubetrachtung und Diskussion des Werks von Joseph Beuys, der sich als Künstler und politischer Aktivist, als hypersensibler Mensch und scharf-rationaler Denker für die Verwirklichung einer Utopie eingesetzt hat. Sie wird begleitet von einer Vortragsreihe, die Schlaglichter auf die umfassende Theorie des Künstlers wirft, der für jeden Moment des künstlerischen Wirkens gefordert hat „Jeder Griff muss sitzen“.

 

11:00-17:00 Uhr

Wuppertal

07.05.2021
Helmut Sturm

Die Retrospektive gibt erstmals einen umfassenden Einblick in das facettenreiche Werk des Malers Helmut Sturm (1932–2008) und beleuchtet seine verschiedenen Schaffensphasen. Sturms farbmächtige Arbeiten sind bedeutende Zeugnisse einer abstrakt expressiven Malerei in Deutschland nach 1945, die es versteht, das Figurative in die dynamischen Bildwelten einzubinden. Für den Maler war die Leinwand ein »räumlich bewegtes Spielfeld«, in dem sich Geschlossenheit und Expansion, Konstruktion und spontaner Gestus mit »allerlei Gerümpel aus der Spielzeugkiste der Wirklichkeit« vereinen. Die permanente Befragung seiner Malerei hat er sich zur Lebensaufgabe gemacht. Der langjährige Professor an der Kunstakademie München gehörte zu den Gründungsmitgliedern und zentralen Akteuren der Künstlergruppen SPUR, SPURWIR, GEFLECHT, und KOLLEKTIV HERZOGSTRASSE.

Mi-Fr 14-17 Uhr, Sa/So 11-17 Uhr

Neumarkt

07.05.2021
2. April 2021 – Botschaften zum Gedenken aus nah und fern

Am 2. April 1945 wurde das Konzentrationslager Niederhagen in Wewelsburg von amerikanischen Truppen befreit. Jedes Jahr an diesem Tag wird seit 1995 auf dem ehemaligen Appellplatz des Lagers der Opfer gedacht, die dem Terror und der Willkür der SS ausgeliefert waren.

Das Gedenken an die Verfolgten und Verstorbenen wird von jedem Menschen individuell gestaltet. Wir haben Botschaften zum Gedenken und Erinnern an die Opfer des KZ Niederhagen anlässlich des 76. Jahrestages der Befreiung am 2. April 2021 zusammengetragen. Denn auch dieses Jahr wird es nicht möglich sein, mit vielen Gästen aus dem In- und Ausland in einer gemeinsamen Gedenkfeier auf dem Appellplatz der Opfer zu gedenken. Es ist eine vielfältige Auswahl von Botschaften geworden. Darunter sind Botschaften von Angehörigen der Opfer sowie von Schülerinnen und Schülern einiger Partnerschulen des Kreismuseums, von Mitgliedern des Vereins Gedenktag 2. April, von Mitarbeitenden der Gedenkstätte und der Kommunen.

Jeder Beitrag wird hier auf unserer Homepage veröffentlicht, um zu zeigen, wie vielfältig das Erinnern im Jahr 2021 sein kann. Gleichzeitig präsentieren wir die Botschaften in analoger Form in einer Sonderausstellung. Trotz der erschwerten Umstände durch die Corona-Pandemie und der Entfernungen zwischen den einzelnen Teilnehmern des Gedenkprojekts, können wir, - durch ihre Botschaften, - der Opfer auf angemessene Weise gedenken.

Im Sonderausstellungsraum, der Zugang erfolgt durch die Gedenkstätte. Der Eintritt ist frei.

Die online Präsentation der vielfältigen Botschaften finden Sie auf www.wewelsburg.de

Büren-Wewelsburg

07.05.2021
Paco Knöller

In einer Kabinettausstellung präsentiert das Museum Ulm zum 70. Geburtstag neue grafische Arbeiten des aus Obermarchtal stammenden Künstlers Paco Knöller, der heute zu den wichtigsten zeitgenössischen deutschen Malern und Zeichnern seiner Generation zählt. Schon während seines Studiums an der Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Beuys erkannte Paco Knöller das Potential der Zeichnung als ein „Ur-Instrument, die Welt zu erfragen und zugleich die eigene Welt zur Anschauung zu bringen“.

In seinem Werk untersucht Paco Knöller den symbiotischen Austausch zwischen Malerei und Zeichnung und durchdringt dabei die scheinbar gegensätzlichen Kräfte von Linearität und Bildraum. Seine Bildsprache entwickelt sich in einem Spannungsfeld zwischen virulenten Gebärden, rhythmischem Gestus, punktuellen Setzungen, filigranen Lineaturen und ausgedehnten Farbräumen. Seismographisch folgt der Duktus seiner Handschrift intuitiven Regungen. Dabei schafft Paco Knöller eine fragile Balance zwischen zarten, zaghaften, sich allmählich entwickelnden Linien und kräftigen Farbfeldern, wodurch energetisch aufgeladene Bilder entstehen, die die beiden unterschiedlichen malerischen Methoden vereinen und zerstreuen.

Paco Knöller wurde 1950 in Obermarchtal geboren. Er begann sein Studium 1972 bei Joseph Beuys und studierte bis 1978 an der Kunstakademie Düsseldorf. Ebenfalls im Jahr 1978 richtete ihm die Städtische Galerie Ravensburg die erste Einzelausstellung aus. Seitdem sind seine Arbeiten regelmäßig in führenden deutschen Museen gezeigt worden, wie der Nationalgalerie Berlin, der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, dem Sprengel Museum Hannover, der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe und dem Museum Hamburger Bahnhof Berlin.

Von 2001 bis 2013 hatte er eine Professur an der Hochschule der Künste in Bremen inne. Paco Knöller lebt und arbeitet in Berlin.

Di bis Fr von 11 bis 17 Uhr, Sa, So 11 bis 18 Uhr

Achim Mende – Crazy Little Planet

Achim Mende ist einer der prominentesten Fotografen im deutschen Südwesten. Seine erste Ausstellung in der Städtischen Galerie Überlingen erzielte 2013 einen Besucherrekord. 2021 präsentiert er die wunderbare „verrückte" Welt der 360-Grad-Photographie. In atemberaubenden Panoramen zeigt Mende seine Wahlheimat Überlingen, den Bodensee, Baden-Württemberg und den Rest der Welt, von Venedig bis zum Uluru (früher: Ayers Rock) in Australien.

Die Ausstellung korrespondiert mit der begehbaren Panorama-Rotunde auf dem Gelände der baden-württembergischen Landesgartenschau in Überlingen.

Di bis Fr 14 bis 17 Uhr. Sa, So, Fei 11 bis 17 Uhr

Überlingen

07.05.2021
SCHÖN UND GEFÄHRLICH:

Ab dem 3. April 2021, bzw. sobald es die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zulassen, zeigt das Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts in Baden-Baden die Ausstellung „SCHÖN UND GEFÄHRLICH: Die hohe See im 19. Jahrhundert“.

Macht Euch die Erde untertan! Wissenschaft und Technik erlaubten dem fortschrittlichen 19. Jahrhundert eine immer erfolgreichere Bändigung der Natur, medizinisch in der Bakteriologie, industriell durch Dampfmaschine und Elektrizität. Die biblische Aufgabe schien gelöst. Die ganze Welt konnte nun erforscht, erobert, erklärt, entzaubert werden. – Die ganze Welt? Nein! Auf hoher See tobte das große Drama zwischen zivilisatorischer Beherrschung und natürlicher Gewalt weiter, vom Floß der Medusa bis zur Titanic, zwischen nüchterner Handelsschifffahrt und exotischem Südseeparadies, Kapitän Ahab und Moby Dick, Tiefseekabel und betörenden Nixen, Taucherglocke und Schiffbruch. Das Meer mit seiner verlockenden Weite und rätselhaften Tiefe zog Abenteurer und Kaufleute, Militärs und Sinnsucher, Forscher und Künstler hinaus ins Offene, Schwankende: schön und gefährlich.

Alle technischen Geräte und Kunstwerke in der Ausstellung lassen die Besucher das ebenso vorsichtige wie mutige Unterfangen nachvollziehen, ein Stück menschengemäße Festigkeit auf die wogende Oberfläche der Ozeane zu legen und mit einem Schiff auf große Fahrt zu gehen. Die Wildheit der Weltmeere wird zum Gegenüber: offener als das Festland mit seinen vielen Landesgrenzen, chancenreicher als der Arbeitsalltag der bürgerlichen Klassengesellschaft, luftiger als das heimelige Biedermeier und die muffige Gründerzeit. Auf den berühmten Gemälden von Andreas Achenbach (1815-1910) schäumt das Meer unbändig auf gegen alle Vorausberechnungen. Stellte ein Bild einen Schiffbruch mit Zuschauern am Strand dar, so waren diese oft nicht selbstlose Retter, sondern strandräuberische Profiteure des Unglücks der Seeleute. Der erste funktionierende Taucheranzug führt vor Augen, dass die Tiefsee ein so abenteuerlicher Kosmos war wie heute das Weltall. Die Schnitzereien der Seeleute auf Pottwalzähnen zeigen das geradezu erotische Versprechen, das bis heute zum Freiheitsgefühl der Hohen See gehört.

Aus dem Schifffahrtsmuseum Rostock, dem Deutschen Meeresmuseum Stralsund und renommierten Privatsammlungen haben spektakuläre Leihgaben den Weg von der Waterkant an die Oos gefunden: der originalgetreue Nachbau der Kreeft’schen Tauchmaschine, ein riesiges Modell der Titanic, ein noch mächtigeres historisches Walskelett, Walfang-Harpunen und -Gewehre, wie sie von realen Kollegen Kapitän Ahabs benutzt worden sind sowie Gemälde von Hans Thoma (1839-1924) und die ebenso naturwissenschaftlichen wie märchenhaften Kunstdrucke von Ernst Haeckel (1834-1919). Ergänzt wird das künstlerisch-technische Panorama von den malerischen Mythenbeschwörungen eines Max Klinger (1957–1920), wilden Seestücken eines Johann Caspar Scheuren (1810–1887) und weiteren bedeutenden Leihgaben aus dem Deutschen Historischen Museum Berlin, der Dr. Axe-Stiftung Bonn sowie der Sammlung Wolfgang Peiffer.

Es erscheint ein Katalog für 19,- Euro im Verlag ATHENA bei wbv.

Di. - So., 11 - 18 Uhr, geöffnet an allen Feiertagen (auch montags), am Ostersamstag, -sonntag und -montag 9 - 18 Uhr geschlossen am 24.12. und 31.12.2021

Baden-Baden

07.05.2021
Trierer Porzellan.

Trierer Porzellan gehört seit Generationen zum festen Inventar zahlreicher Trierer Haushalte und ist mittlerweile auch überregional zu einem besonders begehrten Sammelobjekt geworden. Auf Auktionen werden Höchstpreise geboten, die den Preisen für Produkte anderer bekannter Manufakturen wie etwa Meißen in nichts nachstehen.

Mit Unterstützung der französischen Regierung wurde das Trierer Unternehmen 1809 in der säkularisierten Benediktinerabtei St. Martin eingerichtet und produzierte bis 1821. Allein im ersten Jahr stellten einer erhaltenen Statistik zufolge rund 80 Beschäftigte ca. 150.000 Stücke Porzellan her, darunter Kaffeeservice, Sammeltassen, Vasen, Kinderservice und Pfeifenköpfe. Die Ausstellung im Stifterkabinett wird eine kleine Auswahl aus der umfangreichen Sammlung des Stadtmuseums vorstellen.

Trier

07.05.2021
Leunora Salihu

Leunora Salihu
Pieces
17. April – 20. Juni 2021

Der Skulpturenpark Waldfrieden stellt in einer Ausstellung Skulpturen und Zeichnungen der Bildhauerin Leunora Salihu vor.

Das bildhauerische Werk von Leunora Salihu zeugt von einer unverwechselbaren Material- und Formensprache. Die Künstlerin befasst sich mit elementaren Themen der Bildhauerei wie konstruktive und organische Bauweisen, Bewegung in der statischen Form, die Skulptur-Sockel-Problematik oder die Auseinandersetzung mit Innen und Außen, Raum und Umraum.

Ihre skulpturalen Formen basieren auf einem Prinzip von modularen Bauweisen aus manuell gefertigten Elementen, die durch das Prinzip der Wiederholung und Reihung einen spannungsgeladenen Rhythmus erzeugen und physikalische Gegenpole betonen: Expansion und Anziehungskraft sowie Schwerkraft und Schwerelosigkeit. Alles hängt miteinander zusammen und bedingt sich gegenseitig. Dabei sind die Wahl und Kombination der Materialien mit ihren spezifischen Eigenschaften und Herstellungsprozessen, darunter vornehmlich natürliche Materialien wie Keramik oder Holz, untrennbar mit der Ausdrucksqualität ihrer Skulpturen verbunden.

Unabhängig von statischen und konstruktionsbedingten Fragestellungen beschäftigt sich Salihu in ihren Zeichnungen mit dem Verhältnis von Körper und Raum sowie biologischen und geologischen Phänomenen. Dem Prinzip der Wiederholung und Variation einzelner Elemente bleibt sie auch in diesem Medium treu.

Leunora Salihu wurde 1977 in Prishtina, Kosovo geboren und lebt und arbeitet in Düsseldorf. Sie studierte Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf und schloss als Meisterschülerin bei Tony Cragg ab. Sie hatte Einzelausstellungen in Institutionen wie kürzlich in der Sammlung Philara (2020), dem Museum Lothar Fischer (2018), der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, K21 (2017), The National Gallery of Kosovo (2017) sowie dem Lehmbruck Museum (2011/12). Salihus Schaffen wurde unter anderem durch den Lothar-Fischer-Preis (2017) ausgezeichnet.

 

 

Di-So, 11-17 Uhr, an allen Feiertagen geöffnet

Wuppertal

07.05.2021
Streaming-Abo Literaturhaus Frankfurt
STREAMING-ABONNEMENT: MIT EINEM KLICK über 25 MAL LITERATURHAUS AUF DEM SOFA

Und so geht’s: Im Literaturhaus-Kartenshop einfach das „Streaming-Abo Literaturhaus Frankfurt“ auswählen, einmalig 50 Euro zahlen und losstreamen. Sie bekommen – per E-Mail – die Zugangsdaten zum Livestream für jede der Literaturhausveranstaltungen im April, Mai, Juni und Juli. Jedes der 26 Tickets enthält die für die Veranstaltung gültige Internetadresse und Ihren persönlichen Zugangscode, der bis zu dreimal nacheinander nutzbar ist. Sie können die Veranstaltung live am Bildschirm mitverfolgen oder innerhalb von 70 Stunden nach Veranstaltungsbeginn abrufen. (Die Aufzeichnung wird ca. drei Stunden nach Veranstaltungsende zur Verfügung gestellt.) Und Sie sparen mehr als 50 %.

Folgende Veranstaltungen sind im Streaming-Abo enthalten:
20.4. Daniel Wisser
23.4. Annette Pehnt
25.4. Litprom-Literaturtage: Perspektivwechsel im Unterwegssein, 11 h
25.4. Litprom-Literaturtage: Netzwerken in neuen Kontexten, 14 h
25.4. Litprom-Literaturtage: Sprachen finden — Stimmen transportieren, 16 h
25.4. Litprom-Literaturtage: Globale Beziehungen und digitale Abhängigkeiten, 18 h
25.4. Litprom-Literaturtage: Vom Sprengen patriarchaler Muster, 20 h
30.4. Tanz in den Mai
5.5. Judith Hermann
10.5. Hans Jürgen Balmes
11.5. Elisa Diallo
18.5. Mareike Krügel
20.5. Ulrike Edschmid
25.5. Simone Buchholz
27.5. Franzobel
31.5. Robert Habeck
1.6. Deutscher Sachbuchpreis
7.6. Sharon Dodua Otoo
8.6. Schöne Aussichten
10.6. Florian Werner
15.6. Acht Visionen
20.6. Ole Könnecke
24.6. Schreibzimmer 2020
1.7. SINNFLUT: sexyunderground
5.7. Stefan Aust
8.7. Mikael Ross
(Ausgeschlossen sind das Leseclubfestival am 23.4. und die Veranstaltung am 6.5.)
Yayoi Kusama: Eine Retrospektive

Yayoi Kusama zählt zu den bedeutendsten japanischen Künstler*innen der Gegenwart. Im März 2021 widmet der Gropius Bau Kusama die erste umfassende Retrospektive in Deutschland, die auf knapp 3000 m² zentrale Schaffensperioden aus über 70 Jahren nachzeichnet und eine Reihe aktueller Arbeiten umfasst, darunter auch einen neuen Infinity Mirror Room.

Ein wesentliches Anliegen der Retrospektive ist es, die Entwicklung von Kusamas Schaffen von frühen Gemälden und akkumulativen Skulpturen hin zu immersiven Erlebnisräumen nachzuzeichnen und insbesondere ihre bislang wenig beachtete künstlerische Aktivität in Deutschland und Europa aufzuarbeiten. Seit den 1960er Jahren hatte sich die Künstlerin selbst aktiv dafür eingesetzt, Ausstellungsprojekte jenseits ihres damaligen Lebensmittelpunktes New York zu realisieren und ihre Arbeiten im europäischen Kontext zu präsentieren. Dabei rückt auch die Rolle Kusamas als Pionierin des Personal Branding ins Blickfeld, die ihre künstlerische Persona und ihr multidisziplinäres Schaffen schon früh bewusst inszenierte und vermarktete.

Der wegweisende Charakter ihrer Präsentationsformen und künstlerischen Sujets wird im Rahmen der Retrospektive durch Rekonstruktionen erlebbar, die Kusamas frühe Ausstellungsprojekte in Deutschland und Europa in den 1960er Jahren sowie zentrale Einzelausstellungen in den USA und Asien aus den 1950er bis 1980er Jahren zugänglich machen.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal

Organisiert vom Gropius Bau in Zusammenarbeit mit dem Tel Aviv Museum of Art

Unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters

Freitag bis Mittwoch 10:00 bis 19:00, Donnerstag 10:00 bis 21:00, Dienstag geschlossen

Berlin

07.05.2021
Jahresringe

„Jahresringe“ heißt die Ausstellung zum 20-jährigen Jubiläum der Galerie Bodenseekreis im Roten Haus am Meersburger Schlossplatz. Elf Künstlerinnen und Künstler aus Projekten der Kreisgalerie präsentieren vom 1. April bis einschließlich 11. Juni 2021 jeweils von Dienstag bis Sonntag sowie an den Feiertagen von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr ihre Arbeiten zum Thema „Baum“ und „Natur“. Dabei werden etablierte Namen der Region mit jungen Kunst-Positionen kombiniert. Inspiration verspricht auch der Mix aus Malerei, Grafik, Fotografie und Objektkunst. Das Spektrum künstlerischer Aussagen reicht vom Feiern der Schönheit der Natur bis hin zu kritischen Gedanken hinsichtlich der Zukunft.

Di-So und Feiertags 11-17 Uhr

Meersburg

07.05.2021
Hella Jongerius

Im Mittelpunkt von Hella Jongerius’ künstlerischer Praxis steht die Verknüpfung von Industrie und Handwerk, von traditionellem Wissen und Technologie. Der Gropius Bau widmet der Künstlerin und Designerin im Frühjahr eine Einzelausstellung, die sich während der Laufzeit prozesshaft weiterentwickeln wird.

Eine besondere Bedeutung kommt in Hella Jongerius’ Arbeit dem Weben zu, das eine der ältesten Kulturtechniken und gleichzeitig Grundlage für den digitalen Code ist. Die unter dem Titel "Kosmos weben" gezeigte Ausstellung bezieht die Besucher*innen durch interaktive Elemente in Jongerius’ offene und prozesshafte Arbeitsweise ein und schafft so einen Rahmen, sich kritisch mit Fragen nach Produktion und Nachhaltigkeit, Gegenwart und Zukunft auseinanderzusetzen.

Neben Jongerius’ Recherchen zu Innovation und zukunftsgerichteten experimentellen Praktiken liegt ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung auf ihrer andauernden Auseinandersetzung mit der Frage, welches Verhältnis wir zu Gegenständen einnehmen – und wie diesen eine heilende Funktion zukommen kann. Die Ausstellung knüpft dabei an die Geschichte des Gropius Bau an, der als Kunstgewerbemuseum und -schule mit eigenen Werkstätten ein Ort der Verbindung von Kunst und Handwerk war. In dieser Tradition wird Hella Jongerius mit ihrem Studio Jongeriuslab in den Monaten vor der Ausstellungseröffnung im Gropius Bau neue Werke produzieren.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal mit Clara Meister in Zusammenarbeit mit dem Studio Hella Jongerius

Freitag bis Mittwoch 10:00 bis 19:00, Donnerstag 10:00 bis 21:00, Dienstag geschlossen

Berlin

07.05.2021
Europa, so fern und doch so nah!

Eines der gegenwärtig wichtigsten Anliegen ist es, die Ziele des Umwelt- und Klimaschutzes und der Energiewende, und dem damit verbundenen sicheren Abbau der Kernenergie, mit dem steigendem Energiebedarf der Digitalisierung Europas in Einklang zu bringen. 

Die Ausstellung legt den Fokus auf diese enorme Herausforderung und thematisiert die Lösungsansätze dieser widersprüchlichen Zielsetzungen. Mit insgesamt sieben Exponaten verdichtet die Ausstellung jeweils die aktuellen Positionen und verdeutlicht die globale Situation.

Die gemeinsame Forschungsstelle Europas zeigt fünf Werke aus ihrer Sammlung Art Spaces. Für die Entsorgung radioaktiven Materials genutzte Fässer dienen den Künstler:innen als Ausgangspunkt für ihre Reflexionen und Kommentare zur verantwortungsvollen Energieversorgung, zu der ebenso Gedanken der Entsorgung gehören. Es werden Werke von Fabrizio Plessi, Raphael de Vittori Reizel, Paola Ravasio, Roberto Barni und Peter Hide 311065 gezeigt. Die beiden anderen Arbeiten der Karlsruher Medienkünstlerin Sabine Schäfer eröffnen anhand audiovisueller Erlebnisse ein weiter gefasstes Spannungsfeld der Energieversorgung, ihren Errungenschaften und Preisen.

Neben der audiovisuellen Installation »Fragil« von Sabine Schäfer, die eine Weiterentwicklung der REM-Lichtbildergalerie »MicroSonical Shining Biospheres No.1« des Künstlerpaares <SA/JO> Sabine Schäfer und Joachim Krebs ist, wird erstmals die neue, für diesen Anlass von der Künstlerin geschaffenen Auftragsarbeit »Europa – so nah, so fern« in der Ausstellung gezeigt. Die zweiteilige audiovisuelle Arbeit ist interaktiv. Die hinterleuchteten Glasplatten des freistehenden Objekts zeigen Satellitenaufnahmen von kontinentalen Ansichten und Hauptstädten der Europäischen Union bei Nacht, daneben ein Trio aus Notenständern mit Audio QR-Code Tafeln. Mit einer kostenfreien Bildscan-App können animierte Videos und Klangkompositionen per QR-Code abgerufen werden.

Die Medienkünstlerin und Komponistin Sabine Schäfer lebt und arbeitet in Karlsruhe. Ihre Werke sind Bestandteile der Sammlungen des ZKM und der Stadt Wolfsburg.

Anlässlich der Europäischen Kulturtage ist die GEDOK Karlsruhe zusammen mit dem Joint Research Centre (JRC), der gemeinsamen Forschungsstelle Europas, zu Gast im ZKM | Karlsruhe.

Mi–Fr 10–18 Uhr, Sa–So 11–18 Uhr

Karlsruhe

07.05.2021
Tomasz Zawierucha plays Tansman

Neues Album von Tomasz Zawierucha, Professor für Gitarre an der Folkwang Akademie der Künste Essen

Hommage à Chopin. Tomasz Zawierucha plays Tansman – veröffentlicht von Ars Produktion in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Düsseldorf.

Das künstlerische Schaffen Frédéric Chopins hat nicht nur Komponisten seiner Zeit enorm geprägt und beeinflusst, sondern auch nachfolgende Generationen weltweit. Bereits zu seiner Lebenszeit bewunderten ihn u. a. Friedrich Kalkbrenner und Robert Schumann und widmeten ihm eigene Werke. Auch zahlreiche andere Komponisten suchten Inspiration in seiner Stilistik, Ästhetik und Form. Zu den größten Meistern die ihn würdigten gehört Claude Debussy, der seine Douze Études als à la mémoire de Chopin komponierte. 

Auch die Gitarrenmusik, sowohl in Europa als auch in Südamerika, wurde von seiner Kunst stark beeinflusst. Die Komponisten und Gitarrenvirtuosen Johann Kaspar Mertz, Napoléon Coste und nicht zuletzt Francisco Tárrega ließen sich von der Musik Chopins inspirieren und schrieben Werke in seiner Lieblingsform, der Mazurka. Ferner bearbeitete Tárrega viele seiner Stücke meisterhaft für die Gitarre. Auch der paraguayische Gitarrenvirtuose und Komponist Agustín Barrios-Mangoré fügte in seinen Konzertprogrammen zahlreiche Transkriptionen ein und komponierte im Stile von Chopin. Die Giganten Heitor Villa-Lobos und Manuel María Ponce griffen ebenfalls gerne zur Mazurka-Form.

Alexandre Tansman (polnisch Aleksander Tansman) war einer der wichtigsten polnischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er wurde 1897 in Łódź als Sohn jüdischer Eltern geboren. Nach seinem Musikstudium in Warschau wanderte er 1919 nach Paris aus. Aufgrund des deutschen Einmarschs 1940 floh er in den Süden Frankreichs, 1941, unterstützt von Charlie Chaplin, über Lissabon in die USA. 1946 kehrte Tansman nach Paris zurück und lebte dort bis zum seinen Tod am 15. November 1986.

Tansman genoss einen exzellenten Ruf als Komponist, Dirigent und Pianist. Seine Gitarrenwerke, zum größten Teil Auftragswerke für Andrés Segovia, waren ein wichtiges Element seines kompositorischen Schaffens. Die Begegnung der beiden Künstler fand 1924 während eines Hauskonzertes von Segovia in dem Hauptsitz der Zeitschrift La Revue Musicale in Paris statt. Tansman war fasziniert von seiner Kunst und komponierte sein erstes Werk für Gitarre, die Mazurka (1925), Segovia gewidmet. Das Stück wurde später von Schott’s Söhne Mainz herausgegeben. Zwischen den beiden Musikern entwickelte sich eine Freundschaft, welche über 60 Jahre bis zum Tod des Komponisten hielt. Dadurch entstanden zahlreiche Gitarrenwerke, welche heute zu den Wichtigsten des 20. Jahrhunderts zählen.

Aus dem CD-Booklet von Prof. Dr. habil. Piotr Zaleski. Übersetzung: Tomasz Zawierucha

Tomasz Zawierucha http://www.tomaszzawierucha.com/

„Zweifellos gehört Herr Zawierucha zu den interessantesten Persönlichkeiten der Gitarren-szene seiner Generation“ – so schrieb Jun Sugawara vom Gendai Guitar Magazine über seinen Soloabend in der Bunka Kaikan Recital Hall in Tokyo. Al Kunze vom Soundboard Magazine USA äußerte sich folgendermaßen über seine Bach-CD Einspielung: „His performance of the Chaconne is fascinating.“

Tomasz Zawierucha wurde in Poznań, Polen geboren, studierte in seiner Heimatstadt und an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Bereits während seines Studiums gewann er zahlreiche Wettbewerbe, u.a. den renommierten Tokyo International Guitar Competition. Seitdem konzertiert er weltweit, außerdem ist er als Dozent und Jurymitglied bei diversen Meisterkursen und internationalen Gitarrenwettbewerben tätig.

Als gefragter und engagierter Kammermusiker arbeitet er mit Künstlern wie Hideko Kobayashi, Thomas Müller-Pering und Olaf Van Gonnissen. Sein Interesse gilt nicht nur der modernen Konzertgitarre, sondern auch historischen Vorgängern wie der Barockgitarre.

Die von der Fachpresse mit mehreren Auszeichnungen bedachten CD-Produktionen –

„Excellent recording“ (GuitarArt Magazine), „Fünf Sterne“ (The Times), „Special recommended“ (The Records Geijutsu Disc Review) – wurden in Deutschland (Classic Clips), Japan (Gendai Guitar) und in Großbritannien (DGF) herausgegeben. „Hommage à Chopin“ ist nun die vierte Soloeinspielung von Tomasz Zawierucha.

Bereits drei Jahre nach seinem Studienabschluss wurde er zum Vertretungsprofessor an der Weimarer Franz Liszt Musikhochschule berufen. Zu seinen weiteren akademischen Stationen gehörten u.a. das Royal Conservatory of Scotland in Glasgow. 2014 wurde Tomasz Zawierucha als Professor für Gitarre an die Folkwang Universität der Künste in Essen berufen.

Tomasz Zawierucha spielt Römmich Gitarren und D’Addario Saiten.

Düsseldorf

07.05.2021
Europa, so fern und doch so nah! EKT:2021

Ausstellung der GEDOK Karlsruhe und des Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission in Kooperation mit dem ZKM im Rahmen der 25. Europäischen Kulturtage „Europa – ein Versprechen“.

Einführung zur Ausstellung: Dr. Annette Hünnekens (GEDOK), Kuratorin

Die beiden Arbeiten der Karlsruher Medienkünstlerin Sabine Schäfer eröffnen anhand audiovisueller Erlebnisse ein weiter gefasstes Spannungsfeld der Energieversorgung, ihren Errungenschaften und Preisen. Neben der installativ gesetzten REM-Lichtbildergalerie „MicroSonical Shining Biospheres No.1“ des Künstlerpaares (Sabine Schäfer, Joachim Krebs) wird erstmals die neue, für diesen Anlass geschaffene Auftragsarbeit „Europa – so nah, so fern“ von Sabine Schäfer in der Ausstellung gezeigt. Die zweiteilige audiovisuelle Arbeit ist interaktiv. Die hinterleuchteten Glasplatten des freistehenden Objekts zeigen Satellitenaufnahmen von kontinentalen Ansichten und Hauptstädten der Europäischen Union bei Nacht, daneben ein Audio QR-Code Ensemble. Mit einer kostenlosen Bildscan-App können animierte Videos und Klang-Kompositionen per QR-Code abgerufen werden.

Die Medienkünstlerin und Komponistin Sabine Schäfer lebt und arbeitet in Karlsruhe. Ihre Werke sind Bestandteile der Sammlungen des ZKM und der Stadt Wolfsburg.

Mit freundlicher Unterstützung: Kulturamt der Stadt Karlsruhe, Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission, Fa. ICON, Messedesign

Pressefoto: Installation „Europa – so nah, so fern“, 3D-Rendering, Teilansicht: Sabine Schäfer, 2021

Mi-Fr 10-18 Uhr / Sa, So 11-18 Uhr

Karlsruhe

07.05.2021
Where Ideas Are Born - Magnum Photos // Picasso - Work In Progress

Where Ideas are Born - Magnum Photos
Die Gruppenausstellung begibt sich auf die Suche nach den Orten, an denen Kreativität Gestalt annimmt – die Künstlerstudios und Ateliers, in denen Ideen geboren werden. Die Schau vereint über 20 international renommierte Fotografen der Agentur Magnum. Die unabhängige Fotoagentur wurde 1947 von den vier Fotografen Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, David „Chim“ Seymor und George Rodger in New York gegründet. Namensgeber war die Flasche Champagner, die sie aus diesem Anlass tranken.

Gezeigt werden rund 80 Fotoporträts von Künstlerinnen und Künstlern, die im vergangenen Jahrhundert Kunstgeschichte geschrieben haben und das heutige Ausstellungsgeschehen maßgeblich prägen. Sie alle sind in ihrem kreativen Umfeld zu sehen, von den beengten Ateliers der Pariser Avantgarde-Künstler zu Beginn des 20. Jahrhunderts, über die New Yorker Lofts der amerikanischen Pop und Minimal Artists zu den hochprofessionell geführten Studios der internationalen Stars des zeitgenössischen Kunstmarkts. Die Fotografien sind Ergebnis des Versuchs, den Moment einzufangen, an dem der Funke der Kreativität überspringt.

Picasso - Work In Progress
Die Ausstellung „Picasso – Work In Progress“ widmet sich Picassos seriellem Bilddenken von den Nachkriegsjahren bis zu seinem Spätwerk. Bei der Betrachtung von Fotografien aus dem Atelier des spanischen Künstlers oder den Aufnahmen der von ihm selbst kuratierten Ausstellungen in den 1970er Jahren in Avignon fällt die dichte Hängung der Werke ins Auge. Insbesondere Picassos druckgrafisches Werk ist Ausdruck eines Schaffensprozesses, in dem die Abwandlung und Weiterentwicklung eines Bildthemas im Mittelpunkt der künstlerischen Arbeit steht. Das Kunstmuseum Pablo Picasso macht diese prozesshafte Arbeitsweise durch die Präsentation in Gruppen und Serien von ca. 60 Lithografien aus dem Eigenbestand erfahrbar.

Di-So und an Feiertagen: 10-18 Uhr

BarabásiLab

Die Ausstellung »BarabásiLab. Hidden Patterns« stellt die Tätigkeit des Physikers und Netzwerkwissenschaftlers Albert-László Barabási und seines Forschungslabors vor. Der Fokus der Ausstellung liegt hierbei auf der Entwicklung der Netzwerk-Visualisierung innerhalb der letzten 20 Jahre, die sich anhand der Projekte des BarabásiLabs ablesen lässt. 

Die aktuelle Welt produziert so viele Daten pro Tag wie zuvor nicht in Jahrzehnten. Das Wissen der Welt verdoppelt sich alle zwei Jahre. Um diese Datenmenge bewältigen zu können, bedarf es einer neuen Wissenschaft: die Visualisierung von kennzeichnenden Knoten und Netzen, von Parametern und Mustern.

Das innovative und interdisziplinäre Feld der Netzwerkforschung ermöglicht die Analyse verschiedenster kultureller und sozialer Phänomene. Unsichtbare, verborgene Verbindungen und sich stets wiederholende Muster innerhalb Natur, Gesellschaft, Sprache und Kultur können somit nicht nur erforscht, sondern auch sichtbar gemacht werden. Barabásis Netzwerkansatz verspricht eine umfassende, universelle Methode, die es erlaubt, viele Phänomene mit wissenschaftlicher Präzision zu beleuchten. 

Im Rahmen der Ausstellung können BesucherInnen einen umfassenden Einblick in die unter anderem sehr aktuellen Anwendungsbereiche der Netzwerkwissenschaft gewinnen. Die Netzwerkdiagramme und -strukturen werden in vielfältiger Weise und mittelst modernster Technik visualisiert, sodass die wissenschaftlichen und zugleich höchst ästhetischen Beiträge von Prints und Skizzen, über Videos bis hin zu realen und virtuellen Datenskulpturen reichen.

»BarabásiLab. Hidden Patterns« ist eine Zusammenarbeit mit dem Ludwig Museum, Budapest, wo die Ausstellung vom 10. Oktober 2020 bis zum 17. Januar 2021 gezeigt wird.

 

Mehr zur Ausstellung:https://zkm.de/de/ausstellung/2021/03/barabasilab-hidden-patterns

Mi – Fr, 10 – 18 Uhr Sa & So, 11 – 18 Uhr

Karlsruhe

07.05.2021
Support-Ticket: Invektivität #seidabei - Vielen Dank für euren Beitrag!
06.05. – 08.05.2021 unter https://www.hellerau.org/de/festival/shoot-or-think/

Support-Ticket: Invektivität #seidabei
Single: 5€, Double: 10€, Triple: 15€, Quattro: 20€, Tutti: 50€


Shoot or think!
Theatrale Invektiven in den Künsten und Medien

Die Streams sind kostenfrei zugänglich. Doch Kunst kostet Geld. Die Herausforderung, ein digitales Programm zur Verfügung zu stellen, ist groß. Mit dem Support-Ticket: Invektivität #seidabei gibt es die Möglichkeit die produzierten Onlineangebote des Festivals Invektivität, finanziell zu unterstützen.

Der Kauf eines Support-Ticket: Invektivität#seidabei unterliegt der Freiwilligkeit. Die Streams sind kostenfrei zugänglich.

Der Kauf dieses Tickets beinhaltet keinen Anspruch zum Besuch einer Präsenzvorstellung.

Dresden

07.05.2021
Tickets
ab 5,00 €
Danger Friends - Sad Fish || Bad Fish - on Demand
„Hey, wir sind die DANGER FRIENDS.

Wir haben uns zusammengetan, um ein Wesen zu umkreisen, das so beängstigend sein kann, dass ganze Strände leer bleiben.

Leer wovon: Wahnvorstellungen vor Dreiecken oder
Sonnencremes und Handtuchalarm?
Das wollen wir herausfinden.

All die schönen Blautöne und jedes Teilchen Plankton flüstert von Schatten, die weiter nach unten abgetaucht sind.

Es war uns wichtig die Punkte unbefangen, aber akribisch, zusammen zu tragen.
Was sind die gemeinsamen Faktoren, wo bündeln sich Angst und Schrecken?

Angestaute Formen und Töne, die aus Bildbanddoku, filmischer Wucht und Strandanalyse die Wasseroberfläche durchbrechen.
Welche dieser und jener Geschichte ist am wahrsten;
wo vor sollte man Angst haben?

Wir schauten hinter die Fassade eines auffälligen Individuums, um zu verstehen, was sich dahinter verbirgt.

Von unten nach oben, lurking stalking,
von unten beobachtet mich etwas (nach oben);
wie lange schon, besser: wie lange noch?
Wo bin ich sicher, kann man sich schützen, was hilft wirklich;
ein Mythos.

Eins, zwei von uns spürten Furcht, Verfolgung, wollten flüchten, währenddessen sich ein Großteil weiter den Strandgeschehnissen widmete.

Warum haben andere keine Angst;
ein Ungetüm.

Wir dokumentieren Erkenntnisse in Visuals und Sound:
Warum ziehe ich mir Bilder rein, die mir Angst machen; sind sie nicht auch schön oder beschönigt wer hier etwas, das mit Vorsicht zu genießen ist, noch eher:
Gefahr ist?

Wir glaubten ein Meeresphantasma, Unheil verrichtend, gesichtet zu haben und stießen auf einen verletzlichen Klumpen mit dem sehnlichen Wunsch nach befreitem Kontakt.

Eine Schimäre der Unvernunft.“

Die DANGER FRIENDS setzen sich aus Künstler*innen unterschiedlicher Disziplinen zusammen und vermischen dadurch Herangehensweisen bildender und darstellender Künste. Auf der Suche nach diesem einen „Sad Fish || Bad Fish“ entsteht eine umfangreiche Collage aus zusammengeschnittenen Clips und Happenings.
Auf ins Ungewisse: und im Wirbel aus präzise-genau und ultraleicht wird aus Gefahr
manchmal Freundschaft.

Performer*innen: Bilge Aksaç, Simone Ballüer, Janis Fisch, Manuel Funk, Lola Mlacnik und Moritz Walker / Audiovisueller Impact: Simone Ballüer, Karla Bauer, Jeongah Eom, Manuel Funk, Sevda Güler, Sönke C. Herm, Jaewon Kim und Lukas Wiesemüller

Gefördert durch:
Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Hamburgische Kulturstiftung, LICHTHOF Stiftung

Ermöglicht durch die Wiederaufnahme- und Gastspielförderung des Dachverbands freie darstellende Künste Hamburg, im Auftrag der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien

Mit freundlicher Unterstützung des Freundeskreises der HFBK e.V.

Foto: Federico Calvo Gutiérrez
„(N)Irgendwo ist es besser“. Literatur-Musik-Performance, EKT 2021

Eine literarisch-musikalisch-szenische Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht aus Entwicklungs- bzw. Schwellenländern nach Europa Im Rahmen der GEDOK-Ausstellung mit Werken von Katia Muñoz (Peru) und Viviana Guasch (Argentinien).

Lesung und musikalische Szenen, Lieder und Texte beleuchten die inneren Erlebniswelten einer Frau, die einer Unterdrückung entfliehen will und dabei in andere Abhängigkeiten gerät, nicht zuletzt aber auch die Hoffnung, die dann doch einen Ausweg ahnen lässt.

Die Performance bezieht sich auf „Nada que declarar“ (Nichts zu verzollen) der peruanischen Schriftstellerin Teresa Ruiz Rosas. Der Roman handelt vom Menschenhandel aus Südamerika und Osteuropa nach Deutschland.

Auf diese Erlebniswelt greift die Lesung und Performance von Teresa Ruiz Rosas, Rita Huber-Süß und Karin Huttary zurück.

Die Hoffnungslosigkeit in der Heimat – Peru, und die Hoffnung in die Ferne – Deutschland. Ein besseres Leben in Europa?

Teresa Ruiz Rosas wurde am 26. April 1956 in Arequipa als Tochter des Lyrikers José Ruiz Rosas und der Schauspielerin Teresa Cateriano geboren. Sie besuchte das peruanisch-deutsche Gymnasium Max Uhle in ihrer Heimatstadt. Nach einem Studium der Philologie an der staatlichen Universität San Agustin in Arequipa setzte sie ihre akademische Ausbildung in Germanistik, Romanistik, ungarische Philologie und Übersetzung in Budapest, Barcelona und Freiburg fort. Von 1990 an war sie Lehrbeauftragte und Lektorin im Romanischen Seminar der Albert-Ludwig-Universität in Freiburg und seit 2001 hat sie einen Lehrauftrag für spanische Sprache und Literatur an der Universität zu Köln.

Anmeldung erforderlich unter gedok-karlsruhe@online.de oder Fon: 0721 / 37 41 37. Eintritt frei, über Spenden freuen wir uns.
Corona-bedingte Änderungen vorbehalten!

Karlsruhe

07.05.2021
18:00 Uhr
Lateinamerikanische Perspektiven. Katia Munoz (Peru) / Viviana Guasch (Argentinien)

Fotografie, Malerei, Montage, Objekte, Collagen, Mischtechnik

Vernissage: Freitag, 07.05. um 17 Uhr, Einführung: Künstlerinnengespräch
Anmeldung erforderlich unter gedok-karlsruhe@online.de oder Fon: 0721 / 37 41 37

Die GEDOK zeigt eine interdisziplinäre Ausstellung mit den südamerikanischen Künstlerinnen Katia Muñoz und Viviana Guasch. Beide leben heute in Barcelona, aber in ihren Werken sind die Wurzeln ihres persönlichen Hintergrundes spürbar. Mit den Mitteln der Fotografie, Malerei, Objektmontage und Mixed-Media-Arbeiten gelingt ihnen der Brückenschlag zwischen Kunst und Gesellschaft. Die Künstlerinnen machen dabei Probleme der Kolonialisierung und der Gender-Problematik in Lateinamerika und auf dem “alten Kontinent“ sichtbar. Mit ihren Werken weisen sie auf den Aufbau einer neuen Gesellschaft hin, den sie ohne „überlegenes Kulturmodell“ erarbeiten, indem sie eine große Anzahl an Werken mit einem gleichberechtigten Ansatz zeigen.

Öffnungszeiten: Mi – Fr 17 bis 19 Uhr, Sa + So 14 bis 16 Uhr; an Feiertagen geschlossen. Falls es durch Corona-Verordnungen Einschränkungen gibt, können Besucher*innen die Ausstellung nach Terminabsprache einzeln besichtigen: Mo – Fr von 15 bis 19 Uhr.

Karlsruhe

07.05.2021
Das Leben ist wilder als man denkt - Ein Abend mit Nick Wilder als Livestream-Event
Schauspieler Nick Wilder arrangiert internationale Streaming-Show:
Von Fehmarn in die ganze Welt
Seine neue Biografie „Hallo, Herr Kaiser! Das Leben ist wilder als man denkt.“ könnte kein besserer Regieplan sein. Am Freitag, 7. Mai 2021, 20 Uhr, bringen US-Veranstalter Big Sky Vision LLC, Schauspieler Nick Wilder (u.a. Doc Sander aus dem „Traumschiff“) und hochkarätige Gäste eine einzigartige Show auf die Filmtheaterbühne in Burg auf Fehmarn. Das aufwändige Streaming-Event verspricht spektakuläre Abendunterhaltung mit Livemusik, Entertainment, Lesungen und Live-Schaltungen rund um den Globus.

„Die Produktion bringt mich vom Traumschiff zum Raumschiff“, berichtet Wilder, der 1994 mit Roland Emmerichs preisgekrönten Science-Fiction Film „Stargate“ seinen Durchbruch erlebte und heute in Montana/USA zuhause ist.
In Deutschland wurde der ehemalige Weltmeister im Windsurfen auch als Darsteller von „Herr Kaiser von der Hamburg-Mannheimer“ bekannt (1996-2009).
„Mit Hilfe des Hamburger Planetariums heben wir ab ins Weltall, werden Persönlichkeiten aus der ganzen Welt besuchen und in die Wohnzimmer unserer Zuschauer streamen“, sagt der gebürtige Fehmeraner.

Per Live-Schaltungen dabei sind u.a. Weggefährten wie Schauspieler Sayed Badreya, Komponist Harold Faltermeyer, US-Politiker Barry Goldwater jr., Konny und Manuela Reimann sowie Norbert und Alexander Rier von den Kastelruther Spatzen. Auf Fehmarn wird Wilder u.a. unterstützt von Schauspieler Helmut Zierl, Eva Habermann, Marcus Grüsser, Dr. Volkmar Weckesser sowie von Schauspielerin und Gattin Christine Mayn. Traumschiff-Grüße gibt es u.a. von Sascha Hehn und Wolfgang Lippert. Für ein musikalisches Spektakel sorgen Flangia Kaiphos, Max & Friends, Nicole Mühle & Nathalie Dorra, In2deep und die Steel-Twins Jürgen und Manfred Charchulla. Sportlich wird es mit den Akteuren aus dem „Wunder von Bern“. Durch das kurzweilige Programm führt Moderator Sebastian Conrad. Die Show endet heimatverbunden, wenn NDR-
Moderator und „Plattschnacker“ Yared Dibaba ein plattdeutsches Feuerwerk entzündet.


Das genehmigte Hygienekonzept für die internationale Streaming-Show wurde in Abstimmung mit dem Rostocker Biotech-Unternehmen Centogene entwickelt. Centogene wird mit einem Labortruck in Burg/Marktplatz auf Fehmarn vorfahren und in einem mobilen Labor die zuvor von allen Teilnehmern entnommenen Rachenabstriche analysieren. So haben alle Beteiligten ab Beginn der Vorbereitungen zum Event Gewissheit über ihren Infektionsstatus. Tickets für das außergewöhnliche Streaming-Event, das von der Ancorafilm GmbH realisiert wird, gibt es exklusiv unter:
http://www.wilder-als-man-denkt.de und http://www.reservix.de.

Über Reservix:
Reservix ist eines der führenden Ticketing-Unternehmen Deutschlands und betreibt die Ticketportale ADticket.de, reservix.de, reservix.at und reservix.ch. Bundesweit sowie in Österreich und der Schweiz betreut der Full-Service-Dienstleister mehr als 7.000 Veranstalter aus den Bereichen Konzerte, Sport, Theater, Tourneen und Messen. Um diesen umfassenden Service zu ermöglichen, beschäftigt Reservix 450 Mitarbeiter in seinem Hauptsitz Freiburg und an den Standorten Frankfurt, Berlin, Hamburg, Leipzig, Düsseldorf, Oldenburg und Wien. Weitere Informationen zum neuen Produkt ReservixStream finden Interessierte unter http://www.reservix.net/stream.

Fehmarn

07.05.2021
20:00 Uhr
Tickets
ab 17,70 €
Bernd Lafrenz - Was ihr wollt
Frei nach Shakespeare

Die schöne und kluge Viola, Zwillingsschwester von Sebastian, ist bei einem Schiffbruch von ihrem Bruder getrennt worden und kommt in Illyrien an Land. Dort beschließt sie bei dem edlen Herzog Orsino in Dienst zu gehen, aber als Mann verkleidet unter dem Namen Cesario.
Herzog Orsino findet Gefallen an dem jungen Edelmann Cesario/Viola und schickt ihn als Liebesboten zu der reichen Gräfin Olivia, nach der sich Orsino in Liebe verzehrt, ohne bisher erhört
worden zu sein. Viola/Cesario, die sich ihrerseits in den Herzog Orsino Knall auf Fall verliebt hat, sind solche Botengänge zur Gräfin natürlich äußerst unangenehm.
Als nun auch noch die sonst so unzugängliche Gräfin Olivia sich in den Liebesboten Cesario/Viola verliebt, scheint es sich im Kreis zu drehen. Hinzu kommt, dass auch Malvolio, der Haushofmeister der Gräfin sich nach Gräfin Olivia verzehrt und durch einen von der Dienerschaft gefälschten Brief
darin bestärkt wird.
Feste, der Narr der Gräfin sowie ihr Onkel Sir Toby Rülps mit seinem Freund Sir Andrew Bleichewang treiben ihren Spaß mit Malvolio. Während Viola/esario die Gräfin Olivia in ihrem Liebesdrang entsetzt abgewiesen hat, läuft nun der auch nach Illyrien gekommene Zwillingsbruder von Viola , der forsche Sebastian, der reichen Gräfin Olivia über den Weg und wird nun für Cesario/Viola gehalten.

Ein heiteres, munteres Spiel um Identitäten und vorgetäuschte Identitäten nimmt seinen Lauf …

Text und Regie: Abel Aboualiten

Mehr Infos:
https://www.lafrenz.de

Foto: Demian Jäkel

Den Vorverkauf öffnen wir kurzfristig, wenn die Inzidenzwerte dies erlauben.

Freiburg im Breisgau

07.05.2021
20:00 Uhr
Tickets
ab 22,55 €
Im Rampenlicht bei Rastetter - DAS SANDKORN Theater & Mehr
Mit der Online-Show “Im Rampenlicht bei Rastetter” geht das SANDKORN neue Wege. Unterhaltsam, pointiert und persönlich präsentiert Erik Rastetter, der Künstlerische Leiter am Theater DAS SANDKORN, Gesprächsgäste aus allen Lebensbereichen. Ob Kultur, Politik oder Wirtschaftsthemen – es geht immer persönlich zu. Der Mensch steht im Zentrum des kurzweiligen Formats. Selbstverständlich gibt es auch ein Wiedersehen mit vielen Künstlerinnen und Künstlern, die dem SANDKORN auf die eine oder andere Weise nahe stehen. Wort und Aktion und vor allem auch musikalische Beiträge machen “Im Rampenlicht bei Rastetter” zu einem ganz exklusiven Erlebnis, nicht nur für SANDKORN-Anhänger.

Gastgeber Erik Rastetter möchte, dass sich alle wohlfühlen – die Gäste ihm gegenüber auf dem Talk-Sessel, die Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne und vor allem das Publikum, das die ca. 30-minütigen Show-Folgen daheim online genießen wird.
Gemäß dem Motto des Theaters wird so jeder Show-Beitrag und jedes Gespräch zur “Unterhaltung mit Haltung.

Bei der Buchung erhalten Sie ein Ticket, auf dem Sie den Streaming-Link und Ihren persönlichen Zugangscode finden. Die Tickets können bis jeweils eine Stunde vor Streaming-Beginn der Show gebucht werden.

Freuen Sie sich in den ersten drei Folgen auf diese interessanten und auskunftsfreudigen Gäste:

Freitag, 7.5.21 um 19:30 Uhr
Theater Das Sandkorn präsentiert: Im Rampenlicht bei Rastetter
Gäste im Talk: Dr. Albert Käuflein, Kulturbürgermeister der Stadt Karlsruhe, und Ulli Eidenmüller, ehemaliger Kulturbürgermeister und Vorsitzender des Vereins KlangKunst e.V. in der Hemingway Lounge
sowie im künstlerischen Beitrag Patricia Keßler, Michael Postweiler und Martin Wacker aus dem Theater DAS SANDKORN

Freitag, 21.5.21, 19:30 Uhr
Theater Das Sandkorn präsentiert: Im Rampenlicht bei Rastetter
Gäste im Talk: Niklas Braun, Initiator der Kampagne „Kulturgesichter 0721“, Peter Lehel, Musiker, Silvie Fazlija, Sängerin
sowie im künstlerischen Beitrag Silvie Fazlija, Peter Lehel und Werner Acker.

Freitag, 4.6.21, 19:30 Uhr
Theater Das Sandkorn präsentiert: Im Rampenlicht bei Rastetter
Gäste im Talk: Eberhard Oehler – Geschäftsführer der Stadtwerke Ettlingen i.R., Sabine Murza, Sängerin, Bauchrednerin
sowie im künstlerischen Beitrag Sabine Murza alias Murzarella mit Dudu, Kalle und Frau Adelheid, und der Musiker und Kabarettist Markus Kapp
600 Highwaymen: A Thousand Ways – Part One: A Phone Call
600 Highwaymen (US)
A Thousand Ways
Part One: A Phone Call

Im Auftrag von The Arts Center / NYU Abu Dhabi, Stanford Live / Stanford University, Festival Theaterformen und The Public Theater | Mitkonzipiert und ursprünglich in Auftrag gegeben von Temple Contemporary / Temple University. Part One: A Phone Call in Zusammenarbeit mit On the Boards. Unterstützt von Pew Center for Arts & Heritage, Philadelphia

Konzept, Regie: Abigail Browde, Michael Silverstone | Produktion, Management: Thomas O. Kriegsmann / ArKtype | Produktionsleitung: Cynthia J. Tong | Dramaturgie, Projektgestaltung: Andrew Kircher | Sound Design Part One: Stanley Mathabane | Übersetzung: Anne-Kathrin Schulz, Matthias Seier

„A Thousand Ways“ ist zugleich feinsinnige Schatzsuche, Theatererlebnis und soziales Experiment. Eine intime Begegnung in Zeiten sozialer Isolation und ein Angebot, trotz Fremdheit und Distanz, Verbundenheit zu erkunden. Überraschend und faszinierend, wie Zuhören zutiefst radikal sein kann. Hinter 600 Highwaymen verbirgt sich das amerikanische Regie-Duo Abigail Browde und Michael Silverstone. Mit ihren außergewöhnlichen, international gefeierten Produktionen hinterfragen sie die Grundelemente des Theaters und das Verhältnis von Spieler:innen und Zuschauer:innen. Ihre partizipative Live-Kunst bewegt sich an der Schnittstelle von Theater, Tanz und zeitgenössischer Performance und zeugt stets von ihrer Neugier und Faszination für das, was geschieht, wenn Menschen zusammenkommen.

Part One: A Phone Call
Ein Telefonanruf – zwei namenlose Fremde, eine Reihe von sorgfältig ausgearbeiteten Anweisungen … Anhand von flüchtigen Momenten der Enthüllung und dem Klang einer unsichtbaren Stimme entsteht eine Figur, ein Bild, das Porträt eines anderen Menschen.

Die Begegnungen sind so konzipiert, dass jeweils zwei Menschen am Telefon aufeinandertreffen, die sich nicht kennen. Bitte beachten Sie dies beim Kartenkauf.

http://www.600highwaymen.org

Erlangen/Nürnberg/Fürth

07.05.2021
15:00 Uhr
Tickets
ab 11,90 €
A FEW WORDS FOR A WOMAN TO SING - Berlin-Premiere als Stream
Was ist ein Werk? Und wird es einer Frau zugetraut? Dieses posthume Empowermentprojekt stellt den männlichen Genie-Kult in Frage und widmet der Sängerin Cathy Berberian eine disziplinenübergreifende Musikperformance, in der sich Möglichkeiten, Assoziationen und dokumentarisches Material durchdringen.

Cathy Berberian starb einen Tag bevor sie - verkleidet als Marilyn Monroe - die „Internationale“ zum 100. Todestag von Karl Marx singen konnte. Mit dem Reenactment dieses Nichtauftritts beginnt A FEW WORDS FOR A WOMAN TO SING. Als Vision von etwas, das hätte sein können, aber nie war. Als posthumes Erinnern an die Künstlerin, die trotz ihres einzigartigen Umgangs mit Stimme und trotz ihrer wegbereitenden Vermittlung von Neuer Musik kaum bekannt wurde.

Zeitlebens stand sie im Schatten männlicher Komponisten wie John Cage, mit denen sie zusammenarbeitete. Hat ihr Schaffen eine geringere Anerkennung bekommen, weil sie eine Frau war? Wird der Frau kein Werk zugetraut, und wie tragfähig ist dieser Werk-Begriff überhaupt noch? Vertieft sich in ihm nicht binäres Denken? Kann der Begriff neu gedacht werden?

Aus dem Sampling realer Fakten und heutiger Perspektive, eigener Auslegung, assoziativem Kontext, Übertreibungen, Verformungen und absurden bis wahnwitzigen Zuspitzungen entstehen Blickwinkel, die über bisherige Gültigkeiten hinausweisen. Musik, Schauspiel, Gesang und Videos greifen ineinander, überlagern sich und erschaffen ein posthumes Empowerment, eine flüchtige Statue für Cathy.

PICNIC Jens Bluhm (Regie usw.) / Lena Carle (Dramaturgie usw.) / Anna Eger (Performance usw.) / Meredith Nicoll (Stimme usw.) / Felix Stachelhaus (Musik usw.) / Gianna-Sophia Weise (Kostüm usw.) GÄST*INNEN Manaka Nagai (Video usw.) / Philomena Olga Lauprecht (Produktionsassistenz) / Marie Häusner (Mitarbeit Bühne) / Iason Kondyli Rousseau (Plastik) STREAMING Florian Brossmann PRODUKTION picnic KOPRODUKTION TD Berlin GEFÖRDERT DURCH Hamburgische Kulturstiftung / Claussen Simon Stiftung / Rudolf Augstein Stiftung / LICHTHOF Stiftung UNTERSTÜTZUNG Probebühne im Gängeviertel WEITERENTWICKLUNG / GASTSPIEL ermöglicht durch NFT- Netzwerk Freier Theater im Rahmen des Programms „Verbindungen Fördern“ des Bundesverbands Darstellende Künste, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

PICNIC halten wenig von alten Meistern und großen Werken. Was ist ein Werk? Wer steht hinter dem Herd? Jenseits der großen Meister werden sie zu ihren eigenen Übermusen. Schaffen Raum für Widersprüche, gewagte Perspektiven, Spinnereien und gegenwärtigen Kontext. „Rührt eure Suppe selber um. Keine*r räumt hinter euch auf!“
http://www.team-picnic.com

Link: https://td.berlin/streaming Passwort: A few words_438

Berlin

07.05.2021
21:00 Uhr
Tickets
ab 7,70 €
KÖRPERWELTEN Museum in Heidelberg - Anatomie des Glücks
Ab Samstag, 1. Mai, ist das Museum wieder geöffnet!

Innerhalb der Räumlichkeiten ist das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Maske (FFP 2 oder OP-Maske) verpflichtend. Es gelten die Abstandsregeln (mind. 1,5 m) und die allgemeinen Hygieneregeln. Der Besuch ist ohne Corona-Test möglich!

Solange die Inzidenz entsprechend der gültigen Regeln in Heidelberg unter 100 bleibt, kann das Museum jeden Freitag, Samstag und Sonntag besucht werden. Bitte beachten Sie, dass es jederzeit zu Änderungen kommen kann, über die wir zeitnah hier informieren.

HINWEIS
Das Zeitfenster, das bei der Ticketbuchung gewählt wird, bestimmt nur die Eintrittszeit! Während dieses Zeitfensters sollte die Ausstellung betreten werden. Selbstverständlich kann man so lange in der Ausstellung verweilen, wie man möchte. Wenn man nicht innerhalb seines gebuchten Zeitfensters kommt, verfällt das Ticket zwar nicht, aber es muss mit Wartezeiten gerechnet werden, weil eventuell das nächste Zeitfenster komplett ausgebucht sein kann.

NOTE
The time window selected when booking the ticket only determines the entry time! The exhibition should be entered during this time window. Of course, you can stay in the exhibition as long as you like. If you do not arrive within your booked time slot, your ticket will not expire, but you must expect waiting times because the next time slot may be completely booked.

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Dem Glück auf der Spur - Die große Liebe, ein sorgenfreies Leben, wahre Freundschaft ... Alle Menschen streben nach Glück. Aber wo wohnt das Glück? Warum können wir nicht genug davon bekommen? Und warum können wir uns das Glück nicht für immer bewahren?

Diesen und anderen Fragen rund um das Thema Glück geht das KÖRPERWELTEN Museum im Alten Hallenbad in Heidelberg nach. Es widmet sich damit nicht nur der Anatomie des Menschen, seinen Organfunktionen sowie Fragen rund um das Thema Gesundheit, sondern auch der Anatomie des Glücks.

Ziel der KÖRPERWELTEN ist es, dem Besucher die wunderbare Komplexität des menschlichen Körpers lebensnah aufzuzeigen und somit seine Achtsamkeit für den eigenen Körper in allen Lebenslagen und - phasen zu sensibilisieren.

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On the track of happiness - Great love, a carefree life, true friendship ... All people strive for happiness. But where does happiness reside? Why can´t we get enough of it? And why can´t we keep happiness forever?

The KÖRPERWELTEN Museum in the Altes Hallenbad in Heidelberg explores these and other questions about happiness. It is dedicated not only to human anatomy, organ functions and health issues, but also to the anatomy of happiness.

The aim of KÖRPERWELTEN is to show visitors the wonderful complexity of the human body in a way that is true to life and thus to sensitise them to their own bodies in all situations and phases of life.

Letzter Einlass 17:00 Uhr
DIE TERRAKOTTA ARMEE - & DAS VERMÄCHTNIS DES EWIGEN KAISERS
+++ Aktuelle News +++

Aufgrund des geänderten Infektionsschutzgesetzes kann die Ausstellung ihre Besucher ab Samstag, 24.04.21 vorübergehend nicht empfangen. Die Wiederöffnung kann erst dann erfolgen, wenn die Inzidenz fünf Tage in Folge unter 100 bleibt. Eine Öffnung folgt dann am darauffolgenden Tag. Sobald dies absehbar ist, werden wir Sie hier sofort informieren!

Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit und müssen nicht zurückgegeben werden. Kunden, die online Tickets gebucht haben und nun die Ausstellung nicht am gebuchten Termin besuchen können, werden per E-Mail informiert und erhalten eine kostenlose Umbuchungsmöglichkeit.

Wir bitten für die aktuellen Umstände um Ihr Verständnis!

Die eindrucksvolle und imposante Ausstellung über die Terrakotta-Armee des großen Kaisers Qin Shi Huang Di mit den originalgetreuen Repliken der legendären Soldaten vermittelt den Besuchern spannende und emotionale Eindrücke aus dem geheimnisvollen Reich der Mitte.

2.000 Jahre lang war diese Armee vergessen, 2.000 Jahre lang bewachte sie das Grab ihres Herrn und lag in der Dunkelheit verborgen. Nun steht die Terrakotta-Armee wieder im Licht der Öffentlichkeit. Sie ist der größte kulturhistorische Fund des 20. Jahrhunderts und begeistert mit ihrer Geschichte und Entstehung lange vor Christi Geburt die Menschen weltweit.

Die Geschichte der Exponate ist einzigartig: Kaum einen Kilometer von der Originalgrabanlage entfernt wurden in uralten Öfen direkt in Xi’an nach exakt überlieferten Rezepturen die meisterhaften Nachbildungen von circa 150 lebensgroßen Terrakottafiguren und acht original großen Pferden angefertigt. Ebenso wie bei den Originalfiguren in China sind diese Repliken atemberaubend in ihrer Individualität und Mimik. Besonders beeindruckend ist die künstlerische Gestaltung der Tonsoldaten: Obwohl die Figuren ihrem jeweiligen Rang nach ähnlich gekleidet sind, gibt es unter ihnen nicht ein einziges Zwillingspaar. Jedes Gesicht ist einmalig und ausdrucksstark. Kleinere Figuren, circa 1.000 Soldaten in Schlachtformation, sowie originalgetreue Waffen ergänzen die Ausstellungsstücke.

Alles beginnt vor über 2.000 Jahren in der chinesischen Provinz Shaanxi. Der erste Kaiser von China, Qin Shi Huang Di, wird bereits im Alter von 13 Jahren zum Herrscher des Königsreichs Qin ernannt. Im Alter von 22 Jahren übernimmt der junge König die Regierungsgeschäfte selbst und zieht mit einer gewaltigen Armee in den Krieg. Es gelingt ihm, alle „sieben streitenden Reiche“ unter seiner Herrschaft zu vereinen. Dieser Augenblick gilt als Geburtsstunde des heutigen Reichs der Mitte. Gleich nach seinem Herrschaftsantritt beginnt Qin Shi Huang Di mit dem Bau seiner gewaltigen Grabanlage. Sie erstreckt sich über ein 56 Quadratkilometer weites Areal und besteht neben dem Grabhügel aus zahlreichen oberirdischen Bauten und unterirdischen Kammern und Gruben. Alles was der Kaiser auf Erden besitzt, besitzt er nun auch unter der Erde.

Nur ein Zufall gewährt der Menschheit noch einmal Einblick in eine Dynastie aus längst vergangenen Zeiten. Im Frühling 1974 machen Bauern aus der chinesischen Provinz Shaanxi beim Bau eines Brunnens einen sagenhaften Fund: Die ersten Fragmente der sagenumwobenen Terrakottaarmee. Seit 1987 gehört die Grabanlage des Ewigen Kaisers zum UNESCO-Weltkulturerbe. Bisher ist etwa ein Viertel der Anlage freigelegt und nach wie vor arbeiten Forschungsteams an der Entwicklung neuer Konservierungs- und Restaurierungsmethoden.

In der Ausstellung „Die Terrakotta Armee & das Vermächtnis des Ewigen Kaisers“ erleben Besucher die Geschichte des fernöstlichen Weltkulturerbes mit eigenen Augen. Sie werden verzaubert von der Armee seiner kaiserlichen Hoheit und zurückversetzt in eine Zeit des Reichtums und der Machtdemonstration jenseits der heutigen Vorstellungskraft. Besucher spüren das letzte Echo eines Kaisers, der bis in alle Ewigkeit herrschen wollte

Letzter Einlass 17:00 Uhr

Die Ausstellung ist vorübergehend geschlossen. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit.
KÖRPERWELTEN Mülheim a.d.R. - Eine HERZenssache
+++ Aktuelle News +++

Aufgrund des geänderten Infektionsschutzgesetzes kann die Ausstellung ihre Besucher ab Samstag, 24.04.21 vorübergehend nicht empfangen. Die Wiederöffnung kann erst dann erfolgen, wenn die Inzidenz fünf Tage in Folge unter 100 bleibt. Eine Öffnung folgt dann am darauffolgenden Tag. Sobald dies absehbar ist, werden wir Sie hier sofort informieren!

Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit und müssen nicht zurückgegeben werden. Kunden, die online Tickets gebucht haben und nun die Ausstellung nicht am gebuchten Termin besuchen können, werden per E-Mail informiert und erhalten eine kostenlose Umbuchungsmöglichkeit.

Kunden, die ihr Ticket bei einer externen Vorverkaufsstelle gekauft haben, wenden sich bitte per Mail an koerperwelten@cofo.de.

Wir bitten für die aktuellen Umstände um Ihr Verständnis!

KÖRPERWELTEN ist eine Ausstellung, die den Blick auf uns selbst und unsere Lebensweise nachhaltig verändert. Mehr als 50 Millionen Menschen weltweit haben sich bereits auf diese Selbstentdeckungsreise begeben. Beginnend vom Skelett des Menschen über das Zusammenwirken der Muskulatur bis hin zur Entwicklung im Mutterleib erhält der Besucher ein detailliertes Bild über den Aufbau seines Innenlebens. Anhand faszinierender Präparate werden für jedermann verständlich Organfunktionen und häufige Erkrankungen erläutert. Rund 180 Exponate gibt es in der Mülheimer Ausstellung zu sehen, darunter zahlreiche Ganzkörperexponate sowie Teilplastinate, transparente Körperscheiben und einzelne Organe.

Thematischer Schwerpunkt der Mülheimer KÖRPERWELTEN Ausstellung ist das Herz mit seinem weit verzweigten Gefäßsystem. Das Hochleistungsorgan des Körpers ist der Motor des Lebens, aber durch die Dauerbelastung Funktionsstörungen und Verschleißerscheinungen ausgesetzt. Krankheiten des Blutkreislaufsystems sind heute die häufigste Todesursache. „Sie sind jedoch vermeidbar“, so die Ärztin und Kuratorin Dr. Angelina Whalley. „Auf unser Herz, dieses lebenswichtige Organ, achten wir oft erst, wenn es erkrankt oder unter großer Belastung leidet. Ich wünsche mir, dass die Ausstellung Besucher anregt, herzbewusster und herzgesünder zu leben.“

Unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln können sich Besucher auf eine faszinierende Reise ins Innere des menschlichen Körpers begeben. Aufgrund der allgemeinen Bestimmungen im Zuge der Coronapandemie herrscht in der Ausstellung Maskenpflicht. Um Einlass und Besucherführung zu optimieren, ist beim Ticketkauf im Vorverkauf die Buchung eines Zeitfensters erforderlich. Mit dem Zeitfenster-Ticket ist der Zugang zur Ausstellung innerhalb des gebuchten Timeslots möglich, die Verweildauer ist zeitlich unbegrenzt.

Wer flexibel bleiben oder Tickets ohne zeitliche Bindung verschenken möchte, für den sind Flex-Tickets die richtige Alternative. Mit ihnen ist der Zugang zur Ausstellung jederzeit möglich, sie sind jedoch coronabedingt nur in begrenzter Anzahl verfügbar.

Letzter Einlass 17:00 Uhr

Die Ausstellung pausiert.
Oliver Zahn: Lob des Vergessens, Teil 2
Eine Produktion von Oliver Zahn | In Kooperation mit GIFT Gateshead | Gefördert im Take-Care-Programm des Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Performance: Oliver Zahn | Dramaturgie: Felizitas Stilleke | Künstlerische Produktionsleitung, Presse: Rat&Tat Kulturbüro

Vor einigen Jahren stieß Oliver Zahn bei seinen Recherchen in einem ethnografischen Tonarchiv zur Vertreibung Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg auf ein Lied, das ihn seither nicht mehr loslässt. Darin besingt ein Vertriebener seine Erfahrungen mit Flucht und Ankunft in der neuen Heimat – ein Schicksal, das Oliver Zahn auch aus seiner Familie kennt. Er beginnt seinen eigenen biografischen Leerstellen nachzuspüren und entfaltet daraus die These der sogenannten „kollektiven Vergessensstrategien“.

In der zweiteiligen Arbeit „Lob des Vergessens“ setzt sich Oliver Zahn mit den Themenkomplexen Geschichte, Nationalismus und Körper auseinander. Teil 1 ist als Bühnenfassung konzipiert. Der zweite Teil entstand während des Lockdowns und wurde eigens für die Videokonferenz-Plattform Zoom entworfen. „Lob des Vergessens – Teil 2“ ist eine für sich stehende Fortsetzung der früheren Bühnenarbeit; die Aktion wird komplett ins Digitale verlegt und wirft so neue Fragen von Erinnern und Vergessen auf. Das Stück entsteht live am Desktop, als dem zentralen Ort gegenwärtiger Wissensproduktion und Zugangstor für das Weltarchiv Internet.

Teilnahme über Zoom
Um die Vorstellung live streamen zu können, wird ein Computer oder ein Tablet und eine stabile Internetverbindung benötigt. Für die Teilnahme muss die Software Zoom heruntergeladen und deren Datenschutzerklärung zugestimmt werden.

Unterstützt von der Arbeitsgemeinschaft Kultur im Großraum

http://www.oliverzahn.de

Erlangen / Nürnberg / Fürth

07.05.2021
20:00 Uhr
Tickets
ab 11,90 €
Hexen - Musical von Peter Lund Musik von Danny Ashkenasi
Zwei Frauen treffen sich an der Bushaltestelle. Sie tragen das selbe Kleid. Eine unangenehme Situation, aber das ist nicht das einzige, was Anna Golde (Maren Schmidt) und Grete Strumpf (Jeannette Kolem) verbindet, denn Hexen erkennen sich - immer und überall.

Hexen haben neun Leben. Anna und Grete sind beide bereits im Achten angekommen. Darum ist es höchste Zeit, Bilanz zu ziehen und für das neunte und letzte Leben endlich die richtige Wahl zu treffen. Denn auch Hexen müssen sich schon seit Evas Zeiten entscheiden: Beruf oder Familie. Ob man sich als Schneewittchens Stiefmutter oder Lady Macbeth mit Mann und Kind rumschlägt oder als Salome oder Knusperhexe Karriere macht - nie ist das Leben ganz und meistens von tödlichem Ende.

In bösen, komischen und traurigen Szenen und originellen Songs (von altem Minnegesang bis modernem Kabarettchanson, begleitet von Akkordeon, Klarinette und Cello) nehmen Anna und Grete das Publikum mit auf einen Hexenritt durch die Zeiten und erzählen, wie es Ihnen in zweitausend Jahren Zivilisation ergangen ist. Da hadert Anna mit dem Apfel, Grete will zum Blocksberg fliegen und beim Blick in den Spiegel bekommt man plötzlich Antworten, die man nicht hören will.

Das Kammermusical "Hexen" von Peter Lund (Autor) und Danny Ashkenasi (Komponist) hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren und sich zum absoluten Dauerbrenner auf Deutschlands Studiobühnen entwickelt.

Regie:
Bärbel Gerstenäcker

Musikalische Leitung:
Ralf Schwarzien

Regieassistenz:
Achim Frank

Foto:
Helen Berber

Veranstalter:
Kulturhaus Osterfeld

Kooperation:
Amateurtheaterverein Pforzheim e.V.
Philipp Schaller - Sie mich auch!
Bitte beachten Sie, dass Sie bei der Buchung der Tickets auf dem Saalplan zwar systembedingt Plätze auswählen müssen - durch die Hygieneauflagen des Gesundheitsamtes entsprechen diese ausgewählten Plätze aber nicht den endgültigen Plätzen. Am Vorstellungsabend werden Sie von unseren Mitarbeitern platziert. Wer zusammengehört, wird auch zusammensitzen.


SIE MICH AUCH!
Best of Philipp Schaller


Der neue Künstlerische Leiter der Herkuleskeule Philipp Schaller gehört seit vielen Jahren zu den meistgespielten Kabarettautoren des Landes. Nicht nur die Keule, sondern u.a. auch die Berliner Distel, Gisela Oechelhaeuser, Erik Lehmann, Michael Frowin, Ellen Schaller und viele andere Kabarettisten spielen allabendlich seine bitter-bösen Texte. Seit nunmehr sieben Jahren steht Schaller selbst auf der Bühne und erarbeitet sich seitdem eine wachsende Fangemeinde.
Er stellt lieber Fragen als die Zuschauer mit Moral zu nerven. Er schimpft nicht auf die da oben, er nimmt sich selbst ins Visier: Rücksichtslos und hochnotkomisch!
In seinem ersten Best-Of-Programm haut Philipp Schaller die ihm wichtigsten Texte raus, zeitlose und ganz aktuelle, gespielt und gelesen, von albern bis abgrundtief schwarz, hinterlistig bis makaber – nicht immer lustig, aber durchweg komisch.
Philipp Schaller spielt keine Figuren, er findet sein Material in sich selbst und macht sich so zum Spiegel unserer absurden Sehnsüchte, Eitelkeiten, Feigheiten und Doppelmoral. Er setzt sich bewusst zwischen alle Stühle, für ihn ist es der produktivste Ort, um in einer gespaltenen Gesellschaft noch zu Kompromissen zu finden. Die Ironie ist für ihn das Fortbewegungsmittel zwischen den ideologischen Schützengräben von rechts und links, Klimaaktivisten und Klimaleugnern, Gendersternchen und alten weißen Männern. Nur beim Thema Frieden oder Krieg, da gibt es keinen Platz zwischen den Stühlen - ein Thema, das Schallers Programme seit vielen Jahren begleitet.

Die Premiere dieses Programms wurde wegen der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Theaterschließung mehrfach verschoben. Philipp Schaller hat deshalb sein Programm nochmal komplett überarbeitet und freut sich, es endlich zeigen zu können.

Die Veranstaltung ist leider abgesagt. Weitere Informationen folgen.
Niemand wartet auf dich - von Lot Vekemans
Niemand wartet auf dich... Heißt das, du darfst dir alle Zeit der Welt nehmen? Oder: Du bleibst zurück, wenn du dich nicht beeilst? Oder bedeutet es, ganz am Ende erwartet dich gar niemand?

Lot Vekemans entwirft drei Frauenfiguren, die auf unterschiedliche Weise mit diesen Fragen umgehen: Die 73-jährige Gerda, die hofft, dass ihr verstorbener Mann sich im Himmel nach ihr sehnt. Die Politikerin Ida, die ein Leben mit Mission will, oder wenigstens am großen Wagnis scheitern. Die 45-jährige Schauspielerin Anna die fragt, in welcher Rolle man den großen Problemen dieser Zeit wirkungsvoll entgegentreten kann. Gerda, Ida und Anna; drei Darstellerinnen, in drei verschiedenen Welten, Sprachen, Aktionsräumen, die aus ihrer Komfortzone ausbrechen und bereit sind Verantwortung zu übernehmen – mit allen Konsequenzen.

Gerdas Fazit gilt für alle drei Frauen: Zu erkennen, dass niemand auf dich wartet, ist auch ein Befreiungsschlag. Es bedeutet, zu begreifen, dass man es einfach selbst in die Hand nehmen muss. Niemand wartet auf dich.

Lot Vekemans Aufforderung zu mehr Debatten, mehr Eigeninitiative und weniger Zynismus richtet sich ganz direkt an das Theaterpublikum.



Über die Verfinsterung der Geschichte oder Wohin hoffen wir?
Jahresprojekt für die „Zimmerbühne“

Seit September 2020 kann das Theater die Spielstätte in der Zimmerstraße 12a uneingeschränkt als Proben- und Spielort nutzen. Wir nehmen dies zum Anlass, den Saal, der zu Beginn des letzten Jahrhunderts als Kapelle der „Selbständigen Lutherischen Dreieinigkeitsgemeinde“ erbaut wurde, in einem großen künstlerischen Jahresprojekt zu erkunden, das den Raum mit einer dichten Folge kleiner Theaterereignisse zum Leben erweckt.

Thematisch treiben uns dabei die Fragen um: Haben wir noch Utopien? Welche Erwartungen haben wir für die Zukunft? Ist Hoffnung noch ein Motor? Oder eher eine Last? Zeigt uns nicht die aktuelle Situation, wie schwer Voraussagen und Projekte für eine Zukunft zu formulieren sind? Wie leben wir als Menschen in einer Zeit, in der wir die meisten Gewissheiten verloren haben? Bis zum Jahresende 2021 werden wir diesen Fragen mit Aufführungen, Lesungen und Gastspielen nachgehen.

Veranstaltung muss leider entfallen.
Streaming-Saisonticket Literarisches Zentrum
Mit dem Erwerb des Saisontickets haben Sie die Möglichkeit, mit einem Ticket sechs unserer Veranstaltungen anzuschauen. Für das Sommerprogramm sind das folgende sechs Veranstaltungen:
Brexit-Talk mit Sam Byers und Nele Pollatschek am 7. Mai
»Die neue Einsamkeit« mit Diana Kinnert am 27. Mai
Debütant*innenball mit Katharina Köller, Alexandra Riedel & Hengameh Yaghoobifarah am 28. Mai
Spuren des Geisterhaften mit Leiko Ikemura & Arne Rautenberg am 3. Juni
»Vati« mit Monika Helfer am 11. Juni
»Rassismus. Strukturelle Probleme brauchen strukturelle Lösungen!« mit Natasha A. Kelly am 22. Juni

ACHTUNG: Die externen Veranstaltungen mit Kazuo Ishiguro am 6. Mai und der Sachbuchpreis am 1. Juni sind vom Saisonticket ausgeschlossen!

ACHTUNG: Die Abo-Tickets können bis zum Tag der letzten inkludierten Veranstaltung gekauft werden, allerdings können die Veranstaltungen immer nur für 72 Stunden ab dem angekündigten Streamingtermin angeschaut werden. Ab einem gewissen Zeitpunkt sind Einzeltickets somit günstiger.

Wenn Sie uns unterstützen wollen, können Sie auch ein Soliticket für 30 oder 50 Euro erwerben. Diese Preise enthalten die selben Streams wie der Normalpreis für 15 Euro.

Studierende können für zwei Euro (zzgl. zwei Euro Systemgebühren) ein Aboticket erhalten. Bitte schreibt uns von eurer Uni-Mailadresse eine Mail an anmeldung@lit-zentrum-goe.de, damit wir die Preisstufe für euch freischalten können.
TURANDOT

Man erzählt sich so allerlei.
Dass der Kaiser von China eine männermordende Monsterbestie zur Tochter habe, die ihn zwinge, ohne Ende Krieg zu führen mit rachedürstenden Vätern aus aller Herren Länder. Andere munkeln was von herrschaftlicher Strategie: Die »Bestie« sei reine Erfindung, um sich einer feindlichen Übernahme durch ausländische Prinzen zu erwehren. Der Faktencheck ergibt: Wer immer wähnte (und das waren viele), sein erlauchter Kopf samt der darin befindlichen Hirnkapazität prädestiniere ihn zum nächsten Kaiser von China (während man realiter zu blöd war, die Rätsel einer Frau zu lösen) - fand sich am Ende ohne (Kopf & Weib).

Wir halten fest: Kaiser, Tochter, Freier. Quiz, Kopf ab, Krieg.
Klingt reichlich verfahren. Zeit für ein neues Narrativ. Zeit für LIEBE.
So etwa: Einer (ein Prinz, was sonst, aber ein seines Throns Beraubter) sieht ein Bild und ist hin. (Im Ernst? Verknallt in ein Bild?) Pfeift fortan auf Kopf und Leben (und Militärkarriere). Tod oder Turandot! Dann die Begegnung. Sie: Antlitz verhüllt. Da kann er nicht sehen, was er nicht sehen soll: Dass auch sie »hin« ist.

Mögen die Spiele beginnen!
Die Gladiatoren kämpfen um nicht weniger als ihr Leben.

mit Arno Friedrich | Melda Hazirci | Mario Linder | Margrit Carls | Theresa Bendel

Regie Andreas Seyferth Assistenz Tanja Goldmann Übersetzung/Fassung Margrit Carls Raum Peter Schultze Kostüm Johannes Schrödl Klangdesign Kai Taschner Lichtdesign Jo Hübner Technik Max Reitmayer/Marie Aynim

 

Systhema. Positionen des Konkreten

Malerei, Graphik, kinetisches Objekt

1974 unter dem Namen „System“ gegründet, ist „Systhema“ die Antwort von 12 Berliner Künstlern, darunter eine Künstlerin, „auf einen Mangel“ inmitten realistischer Tendenzen der damaligen Zeit. „Abstrakte Kunst, vor allem die tendenziell systematisch-konstruktive bis technoid-kinetische, hat es schwer …“, schreibt Karl Ruhrberg im schmalen Katalog, der eine Ausstellung der Gruppe in Bern 1978 begleitete. Was einst als konkrete Utopie begann, ist heute Kunstgeschichte. In Brandenburg ist eine international beachtete Sammlung konkreter Kunst beheimatet. Sie ist Leihgeber und Vermittler von Werken und Dokumenten, die lange nicht mehr gezeigt wurden und mit dieser Rückschau neu zu entdecken sind.

Di-So 12-17 Uhr

Potsdam

07.05.2021
Simply The Best – Die Tina Turner Story
Simply The Best“ schildert mit viel Live-Musik und beeindruckenden Szenen zwei Stunden lang das bewegte Leben der Ausnahmekünstlerin: Von Anfangserfolgen, der harten Zeit mit einem drogensüchtigen und gewalttätigen Ehemann, dem Scheitern einer großen Liebe und schließlich, nach der Trennung, Tinas Neuanfang und raketenartiger Aufstieg in den 80ern bis hin zur Filmmusik von „James Bond 007-Goldeneye“ Mitte der 90er. Anna Mae Bullock, geboren am 26. November 1939 in Brownsville, Tennessee (USA), aufgewachsen in Nutbush, wurde als Tina Turner zum Weltstar und zur Legende. Ab 1958 an der Seite ihres späteren Ehemanns Ike Turner. 1984 startete sie ein überragendes Comeback als Solo-Künstlerin. 2009 ging die Sängerin mit dem unverwechselbaren Timbre das letzte Mal auf Welttournee. Diese Tour war der großartige Abschluss einer außergewöhnlichen Karriere: Die „Tina Turner Story“ ist eine Hommage an die Ausnahmekünstlerin, die ein halbes Jahrhundert Rock-Geschichte geprägt hat – mit über 180 Millionen verkauften Tonträgern, unzähligen Nummer 1-Hits und Chartplatzierungen wie „Simply The Best“, „Private Dancer“ oder „We Don´t Need Another Hero“.

Inspiriert von der Ausnahmekünstlerin schafft es die gebürtige US-Amerikanerin Dorothea „Coco“ Fletcher, den Weltstar perfekt zu imitieren und gilt weltweit als eine der besten Doppelgängerinnen. Mit der besonderen Klangfarbe in der Stimme und einer energiegeladenen Perfomance bringt sie die große Rock-Diva zurück auf die Bühne und reißt das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.

Ein Muss für alle Tina-Turner-Fans, die sich während der Show noch einmal auf eine Zeitreise durch fünf Jahrzehnte Musikgeschichte der Rock-Ikone begeben können und ihre größten Hits live erleben möchten.

Einlass 19:00 Uhr

Stuttgart

07.05.2021
20:00 Uhr
Tickets
Daphne de Luxe - Comedy in Hülle und Fülle
Daphne de Luxe ist Entertainerin mit Leib und Seele und bringt getreu ihrem Slogan „Comedy in Hülle und Fülle“ auf die Bühne. Dahinter verbirgt sich ein ausgewogenes Showkonzept aus Kabarett, Comedy, Live-Gesang und hautnahem Kontakt zum Publikum. Die Humoristin überzeugt mit ihrer ganz besonderen Mischung aus amüsanter Unterhaltung, Selbstironie, Tiefgang, Authentizität und berührendem Gesang. Sie greift aktuelle gesellschaftliche Themen auf und nimmt sich vor allem selbst nie zu ernst.

Entgegen dem gängigen Schönheitsideal straft diese "Barbie im XL-Format" Weight Watchers und Fitnessgurus Lügen und beweist auf äußerst selbstironische Weise, dass auch eine Frau mit ein paar Kilos zu viel aussehen kann wie ein "de Luxe-Modell".

Erst kürzlich beschrieb die Presse Daphne als "Comedy-Walküre", die ihr Publikum mit ihrer "bedingungslos sinnesfrohen Aura um den Finger zu wickeln versteht" und dem ist eigentlich kaum etwas hinzuzufügen. Ob temperamentvoll, leise, spontan direkt, selbstironisch oder hintergründig – Daphne de Luxe nimmt sich vor allem selbst auf die Schippe und niemals zu ernst. Hier findet pures Leben auf der Bühne statt, ohne dass ein Blatt vor den Mund genommen wird, hautnah und authentisch.

Bekannt aus Ladies Night (ARD), Alfons und Gäste (ARD), Comedy Tower (hr), NDR Comedy Contest (NDR), Frankfurt: Helau! (ARD, hr) und Närrische Weinprobe (BR).

Einlass. 19:00 Uhr
Lisa Fitz - DAUERBRENNER
Sie kann auf 4000 Sologastspiele zurückblicken und hat um die 200 Songs geschrieben. „Dauerbrenner- das große Jubiläumsprogramm“ ist das 16. Kabarettprogramm der Kabarett-Ikone Lisa Fitz – aber ganz sicher ist sie nicht, ob´s nicht doch mehr waren.

Mit unerschöpflicher Energie, einer über 40 Jahre währenden Vita des Erfolges mit jährlich 100 Gastspielen in ebenso vielen Städten hat die stets attraktive Lisa Fitz immer noch großen Spaß am Kabarett und an der Musik – wie auch ihre begeisterten Zuschauer in Deutschland, Österreich und in der Schweiz.

Ausgezeichnet:
Lisa Fitz wurde 2019 mit dem Bayrischen Verdienstorden ausgezeichnet sowie 2015 mit dem Kabarett-Ehrenpreis des Bayerischen Fernsehens. Sie entstammt der legendären, weitverzweigten Künstlerdynastie Fitz, war Pionierin des Frauenkabaretts, brachte als erste Frau ein Soloprogramm mit eigenen Texten auf die Bühne und schickte die Frauenbewegung mit Witz und Verve auf den Weg.
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Was erwartet die Zuschauer?
Aktuelles zum Zeitgeschehen, intelligentes Kabarett, Best-of-Klassiker, Songs zur Gitarre.

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Auszug aus Lisa-Sprüchen:
„Angegriffen wird nur, wer den Ball hat. Welcome, Gegner, Ihr seid meine Coaches.“
„Ich bin eine gute Partie – intellektuell, finanziell und sexuell.“
„Ich bleibe, bis ich bröckle! Mit mir habt Ihr zu rechnen, bis ich 90 bin!“
„Wer ein Selbstbewusstsein hat, braucht kein Nationalbewusstsein.“
„Viel gefährlicher als die globale Erwärmung ist die globale Verblödung. Weil sie erstere bedingt.“
„Russland ist total rückständig, da werden die Wahlen manipuliert. Da ist Deutschland viel weiter, da werden die Wähler manipuliert.“
„Es gibt Politiker, die zeigen, wie man auch im Liegen noch umfallen kann!“