Donnerstag, 30.01.2020
um 19:30 Uhr





Es konkurrieren drei Abenteurer um die Gunst des Publikums. Gefragt sind interessante Erfahrungen und die Fähigkeit, Erlebnisse unterhaltsam zu präsentieren. Vermittelt werden die persönlichen Erfahrungen über einen fotoreichen Vortrag von 15 Minuten. Dem vom Publikum gekürten Gewinner winken das „Goldene Travel-Zepter“ und ein attraktiver Sachpreis. Der Erstplatzierte darf außerdem weitere fünf Minuten von seiner Reise erzählen. Das Originalformat “Travel Slam” wurde von Frank Lustig (Stückwerk) entwickelt und 2014 in der Kölner Zentralbibliothek uraufgeführt.
Moderation: Alexander Königsmann. Unterstützt von PostModern.

Eintritt 9 €, ermäßigt 6 € mit gültigem Bibliotheksausweis, Tickets online oder am Ticketschalter der Herkuleskeule im EG

Zentralbibliothek, Veranstaltungsraum 1. OG, Schloßstraße 2

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

weitere Termine

Lisa Fitz - Flüsterwitz
Den Flüsterwitz erzählt man hinter vorgehaltener Hand. Er könnte Menschen in Hörweite beleidigen, sensible Damenohren kränken oder so wahr sein, dass er Machthabern gefährlich wird. Eigentlich ist der Flüsterwitz ein politischer Witz. Wenn man mit einem autoritären System haderte oder Repressalien befürchtete, erzählte man sich Flüsterwitze. Sind wir in unserer demokratischen Diktatur der Parteien so weit? Wer nicht in die politische Stromlinienform passt, wird gern für verrückt erklärt oder mit subtilen Methoden mundtot gemacht.

Nun lebt ja der Spaßmacher von Respektlosigkeit, aber die Luft wird dünn, weil Spott eben das beste Mittel ist, an den Stühlen der Obrigkeit zu sägen. Dafür tobt der Infokrieg im Netz,politisch inkorrekt, unsauber, paranoid. Mainstream gegen Fake News, Trolls, aber auch echte Raritäten, die man im Fernsehen nie hört. „Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist“, hat der bayrische Komiker Karl Valentin gesagt. Das mulmige Gefühl wächst, dass man sich nicht mehr ganz frei äußern kann. „Des derfst ja net laut sagen“, hört man oft. Lautsagen ist aber wichtig – ma muaß reden mitanand, Gemunkel aus dem Dunkeln ins Licht heben, so geht Diskussionskultur. In Bayern, bei den Katholiken, bei den Moslems, bei der Auto-Lobby und deren Helfershelfern. In Facebook und Twitter jedoch verschwinden systemkritische Bemerkungen auf mysteriöse Weise, Accounts werden gesperrt oder gelöscht. Political Correctness wird zu Meinungsdiktatur, Gesinnungspolizei bevormundet die Bürger, die kontern mit Panikmache. Empörialismus entgeistert die Republik.

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst, heißt es so schön.