Sonntag, 19.01.2020
um 20:00 Uhr

Staatsschauspiel Dresden - Kleines Haus
Glacisstraße 28
01099 Dresden






»Wild at Brecht«
Shisha statt Zigarren.
Brecht und internationale Blasmusik für alle!
BANDA INTERNATIONALE feat. BERNADETTE LA HENGST | Deutschland

Die Musiker:
THABET AZZAWI Oud • CHRISTIAN STOLTZ Gitarre • MICHAL TOMASZEWSKI Klarinette, Kalimba • RICHARD EBERT Saxophon • FELIX KORTE Posaune • MARTIN SCHULZE Posaune • ARNE MÜLLER Schlagzeug • PETER BIRKENHAUER Tuba • QUTAIBA ABU RASHED Percussion • MOHAMED ADNAN Violine • ARYSTAN PETZOLD Trompete • JULIAN LOEHR Saxophon • ALFRED HABERKORN Tuba • KRISHAN ZEIGER Percussion • GERMI RIESS Trompete
BERNADETTE LA HENGST Gitarre, Gesang

»Heiße Beats vom Balkan. Psychedelisches aus dem Orient. Tanzbares aus Äthiopien. Dramatisches aus Russland. Das ist der Dresdner Sound of Heimat! So klingt das junge Dresden.«
Mitteldeutscher Rundfunk


Das mittlerweile fast 20-köpfige Kollektiv mit Musikern aus Syrien, Burkina Faso, Palästina, Iran, Irak u.a. Ländern, welches sich um die ehemals rein regionale BANDA COMUNALE gebildet hat, hat seit dem Jahr 2015 zahlreiche Preise gewonnen und mehr als 300 Konzerte in Dresden, in Sachsen und ganz Deutschland gespielt. Großes, gemeinsames Ziel war es, Heimatmusik neu zu interpretieren, Herzen zu öffnen, Vorurteile und Ressentiments abzubauen und zur Verständigung zwischen neuen und alteingesessenen Sachsen, Deutschen, Europäern, Menschen, beizutragen.

Dies erkannte sogar die Bundesregierung an: Die BANDA INTERNATIONALE gehörte zu den im Mai 2016 von Kulturstaatsministerin Monika Grütters für den neuen »Sonderpreis für Projekte zur kulturellen Teilhabe geflüchteter Menschen« Nominierten und erhielt den 1. Preis. Darüber hinaus wurde die Banda mit weiteren Preisen ausgezeichnet, u.a. dem »Sächsischen Förderpreis für Demokratie«, dem »Sächsischen Preis für Soziokulturelles Engagement« und als »Ausgezeichneter Ort in Deutschland, Land der Ideen« durch die Deutsche Bank.

Im Februar 2017 erhielt das Ensemble den »Deutschen Förderpreis für Weltmusik« und jüngst den mit 50.000 Euro dotierten Preis »Power of Arts« der Initiative »Netzwerk Junge Ohren« und der Phillip Morris GmbH. Dazu gab es im Dezember 2017 noch den »EuroMed Dialogue Award 2017« der Anna Lindh Foundation, der ihnen in Tallinn von der Bürgermeisterin der Gemeinde Lampedusa, Guiseppina Maria Nicolini, überreicht wurde.
Aus 650 Bewerbungen der 42 Netzwerkstaaten gehörten die BANDA zu den drei nominierten Projekten.
Das ist Beweis für die öffentliche Anerkennung der besonderen Leistungen dieses multi-ethnischen Kollektivs.

Doch es erzählt noch nichts vom besonderen vielfarigen Klang und der famosen Kraft der Musik, welche dieses Ensemble entstehen lassen kann. Jeder, der sie schon mal gehört hat, wird es bestätigen: Da geht die Post ab!

Durch Kooperationen mit den Landesbühnen Sachsen, der Dresdner Hochschule für Musik, der Philharmonie
und dem Staatsschauspiel Dresden sowie namhafter Musikern wie Sting, BAP, Jan Vogler und Konstantin Wecker sammelten die geflüchteten Musikerkollegen vielfältige Erfahrungen und etablierten sich als professionelle und gefragte Musiker in ihrer neuen Heimat. Und es geht weiter: Gemeinsam mit der Berliner Elektro-Pop-Chanteuse und Musikerin BERNADETTE LA HENGST sind sie im Februar ´20 eingeladen zum Brechtfest in Augsburg.

Natürlich werden da ein paar alte Brecht-Nummern gänzlich und heutig neu dargeboten. Flucht und Vertreibung ist ein Phänomen, so alt wie die Menschheit selbst. Niemand verlässt leichtfertig seine Heimat, seine Sprache, seine Kultur. Auch Bertolt Brecht, dem Dichter und Stückeschreiber aus Augsburg fiel es schwer, seine Heimat und seinen Sprachraum zu verlassen. Seine Schriften sind voll des Schmerzes über das Exil und der Schande seiner deutschen Herkunft. Diesen Brecht wollen sie sich gemeinsam vorknöpfen. Werden ihn mit- und gegen den Strich bürsten und bei dieser Gelegenheit auch (ein bisher viel zu selten lobend erwähntes Nebenprodukt interkulturellen Austauschs) seine grauslig stinkenden Zigarren gegen eine ordentlich duftende Shisha tauschen.

http://www.bandacomunale.de/

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

weitere Termine

"CANTO OSTINATO" (Simeon ten Holt)
CANTO OSTINATO
In der Fassung für zwei Pianisten
Komposition von Simeon ten Holt (Niederlande)

Die Aufführenden:
STEFAN EDER - Grand Piano
HEIDEMARIE WIESNER - Grand Piano

Zum 13. Mal in Folge erlebt dieses außergewöhnliche Konzert jeweils zum Jahreswechsel seine Aufführung im Dresdner Pianosalon. Im Land seiner Entstehung, in Holland, ist es längst ein Kultstück: Neben der vom Komponisten geschaffenen Fassung für wahlweise 2 oder 4 Pianos entstanden in den vergangenen Jahren immer mehr und verschiedene Fassungen, bspw. für Saxophonquartett, für Harfe Solo und Duo, für Xylophon, Orgel, selbst für eine Rockjazzband. Einiges davon kann man bei youtube sehen.

Der Komponist SIMEON TEN HOLT wird 1923 im Norden der Niederlande geboren. Früh zeigt er große musikalische Begabung. Bei Jakob van Dromselaer studiert er Musik. 1949 geht er nach Paris, lernt bei Arthur Honegger und Darius Milhaud. 1954 kehrt ten Holt nach Holland zurück.
Ten Holt wohnt in einem Bunker aus dem 2. Weltkrieg, der bei Flut überspült wird. Seinen Flügel muss er auf Stützen stellen, damit er nicht im Salzwasser versinkt. Und so sitzt ten Holt mitten im Meer und arbeitet an seiner Musik. Eigenwillige Stücke entstehen, ganz im Zeichen der musikalischen Avantgarde. Dann, Anfang der 70er Jahre, ändert sich sein Stil.
Er wendet sich wieder der Tonalität zu, komponiert großflächiger und harmonischer.

CANTO OSTINATO, von vielen als sein Hauptwerk bezeichnet, wird 1979 nach dreijähriger Arbeit vollendet. Deutlich sind Bezüge zur späten Romantik, aber auch zur minimal music: Die Wiederholung, das hartnäckige Wiederkehren einer musikalischen Figur, ist ein wesentliches Element.
Seinen Interpreten lässt der Komponist ein hohes Maß an individueller Freiheit: Länge und Struktur der einzelnen Teile der Komposition sind variabel angelegt, so dass das Werk bei jeder Aufführung neu entstehen kann. Dies erfordert überaus intensiv miteinander arbeitende Pianisten.

„Das ganze Konzert atmet Lebendigkeit und Kraft; es eröffnet einen immensen inneren Raum und erinnert in vielen Passagen an den Rhythmus des Meeres, an wieder und wieder auf das Land treffende Wellen. Ein meditatives und zugleich zutiefst bewegendes Erlebnis, Musik, die intuitiv ist und elementar; ein Meisterwerk des Minimalismus, ein faszinierendes Werk, das an Schönheit gewinnt, je öfter man es hört." | 3sat | ZDF

2004 kommt es auf Initiative des späteres MZDW-Machers Andreas Grosse zur deutschen Erstaufführung des CANTO am Dresdner Societaetstheater. Die damals an der Semperoper Dresden engagierte Sonhild Viebach und der Dresdner Stefan Eder gestalten die beiden Aufführungen. Es bleiben die beiden einzigen Aufführungen dieses Duos.

Zum Jahresende 2007 spielen Stefan Eder und der Österreicher Johannes Wohlgenannt Zincke erstmals zusammen diese Komposition. Aufführungen in den kommenden drei Jahren (u.a. auch die Erstaufführung in Österreich) sollten folgen. 2010 veröffentlichten sie ihre Interpretation auf CD.

Wegen einer Erkrankung musste Johannes Wohlgenannt-Zincke ab 2011 auf seine Mitwirkung verzichten. In diesem Jahr sprang kurzfristig Prof Strohhäcker, Professor für künstlerisches Orgelspiel und Improvisation und Prorektor an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden, ein.
Nach einer Phase der Neuorientierung gewann Stefan Eder ab 2012 den ebenfalls in Dresden lebenden Pianisten Andreas Henkel. Ihre Aufführung war in den Jahren bis 2016 zu hören.
Andreas Henkel verstarb nach schwerer Krankheit 2017.

Nach der von Stefan Eder entwickelten Soloversion im Jahre 2017 haben sich erstmals im vergangenen Jahr mit Heidemarie Wiesner und Stefan Eder zwei umtriebige Pianisten zusammengetan, um der tieferen Bedeutung des Zitates "... und dann, wäscht und poliert das Meer, Zeit kristallisiert" von Simeon ten Holt im Kontext von Canto Ostinato nachzuspüren.

Sie haben dabei feinste und nuancenreiche Entdeckungen im Mikrokosmos der unendlichen 16tel Tonfolgen gemacht, die in der Umsetzung beim Hören erstaunliche, Raum ausdehnende und erfrischende Wirkungen, verursachen. Auf Grund der Singularität des Werkes sind diese Hörerfahrungen in dem besonderen Zusammenspiel der beiden Flügel vermutlich einzigartig.

Es entstand Canto Ostinato 6.0 in der neuesten Version für zwei Klaviere, mit schillernder Intensität und filigraner Durchsichtigkeit für lauschbereite Individuen und tiefenentspannte Minimalisten.
Einmal mehr bestätigt sich damit die so treffende Beschreibung von Maaike de Groot:

"Eigentlich gibt es keine Worte für diese Musik, man kann sie nicht wie andere Musik hören, es ist überhaupt ein Erlebnis nicht vergleichbar mit anderen Erfahrungen. Canto Ostinato ist Musik, in der man ertrinkt. Man wird transformiert, in einem tranceartigen Zustand fühlt man alles, was man fühlen kann: Hoffnung, Trauer, Glück und Angst. Der Stuhl, auf dem man sitzt, verschwindet, alles um einen herum löst sich auf. Es gibt nur diese unendliche Musik mit ihren feinen, hypnotisierenden Veränderungen, immer dann, wenn man es fast nicht mehr ertragen kann. Das ist die unerträgliche Leichtigkeit des Seins."


STEFAN EDER, musikalischer Grenzgänger in verschiedensten Genres des 20. und 21. Jahrhunderts, liebt die feinen, fließenden Veränderungen, die gerade durch das langsame Voranschreiten mit den steten Wiederholungen in der Minimal Music genügend Raum zur Entfaltung erhalten. Im 14. Jahr nach seiner deutschen Erstaufführung von Canto Ostinato, nach einem live- Mitschnitt des Werkes auf zwei Bösendorfer Imperial Flügeln in Wien, der als CD veröffentlicht wurde, nach Aufführungen in Beirut im Libanon und einer Soloversion im letzten Jahr in Dresden ist Canto Ostinato für ihn aufregender und spannender denn je, wie ein unendlicher Kosmos, den es immer wieder neu zu entdecken gilt.

HEIDEMARIE WIESNER, in Bautzen geboren, debütierte 1987 als Solistin mit der Staatskapelle Dresden in der Semperoper. Von 1987-1991 studierte sie an der Hochschule für Musik “Felix Mendelssohn Bartholdy” in Leipzig. Aufbaustudium am Sweelinck Conservatorium Amsterdam, Meisterkurse u. a. bei G. Sebøk, P. Badura-Škoda, A. Schiff und P. Jarchow.
1998 zog sie nach Mailand. In Italien behauptete sie sich als Konzertpianistin, Klavierpädgogin und Organisatorin von Konzertreihen ("Casa Cini" in Ferrara, "Matinée Classique" und der Künstlertreffen „Art Salon“ in Mailand)
2010 verlegte sie ihren Standort nach Berlin, von wo aus sie ihre künstlerischen und didaktischen Aktivitäten fortsetzt: Konzertreisen als Solistin und Kammermusikerin führten sie z.B. nach Den Haag, London und Wien, Kopenhagen und Prag, Hermannstadt, Warschau, Breslau, Danzig, München, Leipzig und Perth. Der „Art Salon“ siedelte mit ihr nach Berlin über, dort entstand 2017 die Konzertreihe "MiMu" (MittagsMusik) in Charlottenburg und musikalisch-didaktische Vorträge mit Peter Jarchow, der ihr künstlerischer Mentor ist.
Ein besonderes Anliegen ist ihr die Förderung und Verbreitung des sorbischen Musikschaffens. In den 90ern rief sie die durch die Stiftung für das sorbische Volk geförderte Reihe „Das besondere Konzert zur Jahreswende“ ins Leben, in der sie jedes Jahr mit internationalen Musikern Werke sorbischer Komponisten zur Uraufführung bringt. 2017 spielte sie die CD „150 Jahre sorbisch/wendische Klaviermusik“ ein.

Die P R E S S E zur Dresdner Aufführung:

"Im Coselpalais sorgte eine fabelhafte Interpretation zweier Pianisten für den rechten Drive des Werkes, das in den Niederlanden Kult-Charakter besitzt."
Alexander Keuk | SÄCHSISCHE ZEITUNG

"Die Kommunikation zwischen den Pianisten war perfekt und die Aufführung einem Optimum sehr nahe."
Peter Zacher | DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN
"CANTO OSTINATO" (Simeon ten Holt)
CANTO OSTINATO
In der Fassung für zwei Pianisten
Komposition von Simeon ten Holt (Niederlande)

Die Aufführenden:
STEFAN EDER - Grand Piano
HEIDEMARIE WIESNER - Grand Piano

Zum 13. Mal in Folge erlebt dieses außergewöhnliche Konzert jeweils zum Jahreswechsel seine Aufführung im Dresdner Pianosalon. Im Land seiner Entstehung, in Holland, ist es längst ein Kultstück: Neben der vom Komponisten geschaffenen Fassung für wahlweise 2 oder 4 Pianos entstanden in den vergangenen Jahren immer mehr und verschiedene Fassungen, bspw. für Saxophonquartett, für Harfe Solo und Duo, für Xylophon, Orgel, selbst für eine Rockjazzband. Einiges davon kann man bei youtube sehen.

Der Komponist SIMEON TEN HOLT wird 1923 im Norden der Niederlande geboren. Früh zeigt er große musikalische Begabung. Bei Jakob van Dromselaer studiert er Musik. 1949 geht er nach Paris, lernt bei Arthur Honegger und Darius Milhaud. 1954 kehrt ten Holt nach Holland zurück.
Ten Holt wohnt in einem Bunker aus dem 2. Weltkrieg, der bei Flut überspült wird. Seinen Flügel muss er auf Stützen stellen, damit er nicht im Salzwasser versinkt. Und so sitzt ten Holt mitten im Meer und arbeitet an seiner Musik. Eigenwillige Stücke entstehen, ganz im Zeichen der musikalischen Avantgarde. Dann, Anfang der 70er Jahre, ändert sich sein Stil.
Er wendet sich wieder der Tonalität zu, komponiert großflächiger und harmonischer.

CANTO OSTINATO, von vielen als sein Hauptwerk bezeichnet, wird 1979 nach dreijähriger Arbeit vollendet. Deutlich sind Bezüge zur späten Romantik, aber auch zur minimal music: Die Wiederholung, das hartnäckige Wiederkehren einer musikalischen Figur, ist ein wesentliches Element.
Seinen Interpreten lässt der Komponist ein hohes Maß an individueller Freiheit: Länge und Struktur der einzelnen Teile der Komposition sind variabel angelegt, so dass das Werk bei jeder Aufführung neu entstehen kann. Dies erfordert überaus intensiv miteinander arbeitende Pianisten.

„Das ganze Konzert atmet Lebendigkeit und Kraft; es eröffnet einen immensen inneren Raum und erinnert in vielen Passagen an den Rhythmus des Meeres, an wieder und wieder auf das Land treffende Wellen. Ein meditatives und zugleich zutiefst bewegendes Erlebnis, Musik, die intuitiv ist und elementar; ein Meisterwerk des Minimalismus, ein faszinierendes Werk, das an Schönheit gewinnt, je öfter man es hört." | 3sat | ZDF

2004 kommt es auf Initiative des späteres MZDW-Machers Andreas Grosse zur deutschen Erstaufführung des CANTO am Dresdner Societaetstheater. Die damals an der Semperoper Dresden engagierte Sonhild Viebach und der Dresdner Stefan Eder gestalten die beiden Aufführungen. Es bleiben die beiden einzigen Aufführungen dieses Duos.

Zum Jahresende 2007 spielen Stefan Eder und der Österreicher Johannes Wohlgenannt Zincke erstmals zusammen diese Komposition. Aufführungen in den kommenden drei Jahren (u.a. auch die Erstaufführung in Österreich) sollten folgen. 2010 veröffentlichten sie ihre Interpretation auf CD.

Wegen einer Erkrankung musste Johannes Wohlgenannt-Zincke ab 2011 auf seine Mitwirkung verzichten. In diesem Jahr sprang kurzfristig Prof Strohhäcker, Professor für künstlerisches Orgelspiel und Improvisation und Prorektor an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden, ein.
Nach einer Phase der Neuorientierung gewann Stefan Eder ab 2012 den ebenfalls in Dresden lebenden Pianisten Andreas Henkel. Ihre Aufführung war in den Jahren bis 2016 zu hören.
Andreas Henkel verstarb nach schwerer Krankheit 2017.

Nach der von Stefan Eder entwickelten Soloversion im Jahre 2017 haben sich erstmals im vergangenen Jahr mit Heidemarie Wiesner und Stefan Eder zwei umtriebige Pianisten zusammengetan, um der tieferen Bedeutung des Zitates "... und dann, wäscht und poliert das Meer, Zeit kristallisiert" von Simeon ten Holt im Kontext von Canto Ostinato nachzuspüren.

Sie haben dabei feinste und nuancenreiche Entdeckungen im Mikrokosmos der unendlichen 16tel Tonfolgen gemacht, die in der Umsetzung beim Hören erstaunliche, Raum ausdehnende und erfrischende Wirkungen, verursachen. Auf Grund der Singularität des Werkes sind diese Hörerfahrungen in dem besonderen Zusammenspiel der beiden Flügel vermutlich einzigartig.

Es entstand Canto Ostinato 6.0 in der neuesten Version für zwei Klaviere, mit schillernder Intensität und filigraner Durchsichtigkeit für lauschbereite Individuen und Minimalisten.
Einmal mehr bestätigt sich damit die so treffende Beschreibung von Maaike de Groot:

"Eigentlich gibt es keine Worte für diese Musik, man kann sie nicht wie andere Musik hören, es ist überhaupt ein Erlebnis nicht vergleichbar mit anderen Erfahrungen. Canto Ostinato ist Musik, in der man ertrinkt. Man wird transformiert, in einem tranceartigen Zustand fühlt man alles, was man fühlen kann: Hoffnung, Trauer, Glück und Angst. Der Stuhl, auf dem man sitzt, verschwindet, alles um einen herum löst sich auf. Es gibt nur diese unendliche Musik mit ihren feinen, hypnotisierenden Veränderungen, immer dann, wenn man es fast nicht mehr ertragen kann. Das ist die unerträgliche Leichtigkeit des Seins."


STEFAN EDER, musikalischer Grenzgänger in verschiedensten Genres des 20. und 21. Jahrhunderts, liebt die feinen, fließenden Veränderungen, die gerade durch das langsame Voranschreiten mit den steten Wiederholungen in der Minimal Music genügend Raum zur Entfaltung erhalten. Im 14. Jahr nach seiner deutschen Erstaufführung von Canto Ostinato, nach einem live- Mitschnitt des Werkes auf zwei Bösendorfer Imperial Flügeln in Wien, der als CD veröffentlicht wurde, nach Aufführungen in Beirut im Libanon und einer Soloversion im letzten Jahr in Dresden ist Canto Ostinato für ihn aufregender und spannender denn je, wie ein unendlicher Kosmos, den es immer wieder neu zu entdecken gilt.

HEIDEMARIE WIESNER, in Bautzen geboren, debütierte 1987 als Solistin mit der Staatskapelle Dresden in der Semperoper. Von 1987-1991 studierte sie an der Hochschule für Musik “Felix Mendelssohn Bartholdy” in Leipzig. Aufbaustudium am Sweelinck Conservatorium Amsterdam, Meisterkurse u. a. bei G. Sebøk, P. Badura-Škoda, A. Schiff und P. Jarchow.
1998 zog sie nach Mailand. In Italien behauptete sie sich als Konzertpianistin, Klavierpädgogin und Organisatorin von Konzertreihen ("Casa Cini" in Ferrara, "Matinée Classique" und der Künstlertreffen „Art Salon“ in Mailand)
2010 verlegte sie ihren Standort nach Berlin, von wo aus sie ihre künstlerischen und didaktischen Aktivitäten fortsetzt: Konzertreisen als Solistin und Kammermusikerin führten sie z.B. nach Den Haag, London und Wien, Kopenhagen und Prag, Hermannstadt, Warschau, Breslau, Danzig, München, Leipzig und Perth. Der „Art Salon“ siedelte mit ihr nach Berlin über, dort entstand 2017 die Konzertreihe "MiMu" (MittagsMusik) in Charlottenburg und musikalisch-didaktische Vorträge mit Peter Jarchow, der ihr künstlerischer Mentor ist.
Ein besonderes Anliegen ist ihr die Förderung und Verbreitung des sorbischen Musikschaffens. In den 90ern rief sie die durch die Stiftung für das sorbische Volk geförderte Reihe „Das besondere Konzert zur Jahreswende“ ins Leben, in der sie jedes Jahr mit internationalen Musikern Werke sorbischer Komponisten zur Uraufführung bringt. 2017 spielte sie die CD „150 Jahre sorbisch/wendische Klaviermusik“ ein.

Die P R E S S E zur Dresdner Aufführung:

"Im Coselpalais sorgte eine fabelhafte Interpretation zweier Pianisten für den rechten Drive des Werkes, das in den Niederlanden Kult-Charakter besitzt."
Alexander Keuk | SÄCHSISCHE ZEITUNG

"Die Kommunikation zwischen den Pianisten war perfekt und die Aufführung einem Optimum sehr nahe."
Peter Zacher | DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN
MOTHER `N SONS | Deutschland
»Daya«
Stimme und Sounds. Hypnotische Klanglandschaften zwischen den Welten.
MOTHER `N SONS | Deutschland

CATHRIN WALLNER-GROSSE Gesang | Querflöte | Electronics I Sounds
JULIAN WALLNER Sounds | Keyboards | Electronics

mit
MIKE ZAKA SOMMERFELDT Wort
STEFAN HEIBACH Tenor
special guest:
RICHARD SCHREIBER Percussion


Das hab ich lange nicht erlebt, dass ich eine CD, kaum dass sie nach 55 Minuten verklungen, im Player belasse und erneut auf Start drücke. Bei dieser Musik habe ich es getan. Mehrmals. Wobei dies keine Musik ist, die man so sanft nebenbei hören kann. Sie erfordert Aufmerksamkeit. Sie schafft sich Aufmerksamkeit. Es scheint nicht möglich, da nebenbei irgendeine andere Tätigkeit auszuführen. Außer: Zu hören. Zu lauschen. Mit allen Sinnen. Zu fühlen.
Und dabei auf eine Reise zu gehen.
Weit nach innen. An Orte, die man erinnert. An magische Orte, die fremd erscheinen und doch vertraut.

Diese Musik hat einen stabilen Boden. Der ist nicht hart, aber fest. Er schafft Vertrauen. Etwa so wie ein guter Wanderweg in den Bergen, im Gebirge, da, wo es kein Geländer gibt, dass Dir Halt verspricht, aber der Boden unter Dir Deine Füße trägt. Wo keine Bäume mehr wachsen, dafür dichtes Hochgebirgsgras. Zwergwacholder. Flechten.
Die Luft ist klar und ungetrübt, der Horizont unendlich und weit. Die Sonne scheint wie aus weiter Ferne.
Der Himmel ist wie eine Verheißung, unendlich wie die Welt, wie eine führende Hand, die uns hält, die uns schützt, die uns auffängt und wärmt.
Die Zeit fließt langsam aber stetig. Man spürt ihr Verrinnen, ihr Vergehen.

Zwischen elektronisch erzeugten Klängen, die ebenso sensibel und subtil wie eindringlich und kraftvoll den Songs ihren Puls geben und dem prägnanten Gesang, der auch in den leisesten Momenten hypnotisierend und magisch erstrahlt, entstehen Songs voll suggestiver Wirkung, derem emotionalen Sog man sich nicht entziehen kann. Da werden Geschichten erzählt ohne Worte, mit Klängen des Körpers, in einer Sprache der Seele, weltumspannend. Prägnante Sounds der Querflöte und der warme Ton des Clarineau fügen sich ein in den musikalischen Fluss, geben ihm unterschiedliche Färbungen und Stimmungen. Da ist Zeit für atmende Ruhe, für stille Bedachtsamkeit, für kleine und liebevolle Details und Improvisationen - und ist Zeit für die große Stille vor dem Sturm. Der kommt mit aller Macht, kraftvoll, unausweichlich und voll unbezwingbarer Energie. Das hat etwas Existenzielles, wie er alles Alte hinweg bläst, wie er Dinge und Gedanken neu und richtig ordnet, wie er Gefühle wachrüttelt wie aus einem verlorenen Traum.

Hier gibt es keine Ablenkung vom Wesentlichen. Hier gibt es keine Flucht. Dieser Musik kannst Du nicht entrinnen. Denn hier beginnt das Leben. Es ist um Dich und in Dir. Genau hier. Genau jetzt. Du kannst es spüren.

Deine Füße auf dem Boden, den Kopf hoch erhoben. Frei und klar. Du atmest ein. Und aus. Ein und aus.
Dein Herz schlägt. Es ist der Puls dieser Welt. Du bist ein Teil von allem. Du bist wesentlich. Nicht mehr. Nicht weniger.
Diese Musik füllt Dich aus. Sie macht Dich ganz. Sie gibt Dir Kraft. Sie ist um Dich und in Dir. Genau hier. Genau jetzt. Du kannst sie hören. Du kannst sie fühlen. Schließ die Augen und Du kannst fliegen.
TRICANDO (Dresden)
»Frühlingssturm soll sein!«
Lieder von Rio Reiser und Gerhard Gundermann
Das CD-Release-Konzert

ANDREAS ZÖLLNER Gitarre, Gesang, Piano, Flöte, Harmonika
ENRICO "ENNOSCH" SCHNEIDER Gesang, Gitarren, Cajon
PAUL ZÖLLNER Gesang, Cajon, Keyboard, Cello, Electronics


Was hätten die beiden Sänger, die zwar fast gleichzeitig aber in ganz verschiedenen Welten lebten, sich erzählt oder miteinander gesungen? Mit drei Stimmen, zwei Gitarren, Cajon, Electronics, Cello, Flöten, Konzertina … rockt und flüstert, singt und spielt TRICANDO mit den Songs von Rio Reiser und Gerhard Gundermann über das Leben und die Liebe, hier wie dort, damals wie heute.

Zur Geschichte:
"Die Idee zu dem Projekt entstand im November 2017. Rio Reiser interessierte mich schon länger - und bei einem Aufenthalt in der Kulturfabrik Hoyerswerda schaute mich aus allen Ecken Gundermann an und auf einmal wurde mir klar, dass diese beiden zusammengehören.
Der eine aus dem Osten, der andere aus dem Westen, beide sind vor ihren 50. Geburtstag gestorben, beide haben für ihre Sache gebrannt, waren störrische Idealisten und Meister des Wortes. Von ihnen konnte ich lernen und mit ihnen spielen.
Dass Gundermann von mir entdeckt werden sollte, stand für 2018 in den Sternen:
Er ist am 21.02.1955 geboren und wäre 63 Jahre alt geworden, ich bin am 21.02.1963 geboren und 55 Jahre alt geworden. Da war jeder Widerstand zwecklos.
Im Dezember 2017 begegnete mir "zufällig" Ennosch und nach einem zweiten Treffen im Januar 18 war klar, dass er der richtige zweite Mann ist.
Beinahe hätten wir als Duo gestartet, aber mir fehlte etwas und dieses Etwas konnte keiner besser liefern als Paul. Im Mai 2018 beschlossen wir, es zu dritt miteinander zu wagen, im September 2018 war Premiere in Dresden, im Dezember fanden wir den Namen und am 09.01.2019 erblickte tricando offiziell das Licht der Welt.

Am 09.01.2020 wäre Rio Reiser 70 Jahre alt geworden und am 21.02.2020 ist der 65. Geburtstag von Gerhard Gundermann. Auch die Geburtstage von uns drei Musikern liegen in diesem Zeitraum. Also ist klar, dass hier etwas unternommen werden muss.
Dieses Konzert ist das Release-Konzert unserer CD."
Andreas Zöllner
Chor SLAVICA | Russland | Ukraine | Deutschland u.a.
»Koljadki«
Das Konzert zum russischen Weihnachts- und Neujahrsfest
Chor SLAVICA | Russland | Weissrussland | Ukraine | Deutschland u.a.
Als Gäste dabei: Kinderchor LIBELLE


Alle großen Traditionen haben klein angefangen.
Und dies ist ja auch schon eine recht ordentliche Tradition:
Ein Konzert, immer am zweiten Wochenende im Januar, aus Anlass des tradionellen russischen Weihnachts- und Neujahrsfests.

Denn schon ist es wieder soweit. Der Chor SLAVICA präsentiert, inzwischen zum neunten Mal in Folge, sein Konzert zum russischen Weihnachts- und Neujahrsfest.
Traditionell stehen dabei wieder die Gesänge der russisch orthodoxen Kirche und die Lieder der Sternsinger, die Koladki, im Mittelpunkt. Und um beim Publikum auch in diesem Jahr keine Langeweile aufkommen zu lassen, hat das Ensemble neben neuen Koladki auch den russischen Winter mit im Liedgepäck.
Auch Gedichtvertonungen des russischen Nationaldichters Alexander Puschkin sollen dabei erklingen und viel Freude bereiten.

Vor einiger Zeit schon wurde eine Winterlieder-CD
mit dem Namen »Koladki« aufgenommen. Diese wird natürlich zum Konzert ausliegen, so dass, wenn es denn gefallen hat, gleich eine kleine musikalische Auswahl aus dem aktuellen Programm mit nach Hause genommen werden kann.

Im Konzert zum russischen Weihnachts- und Neujahrsfest bringt das Ensemble SLAVICA einmal mehr all das ein, was im Gedächtnis der Sängerinnen und Sänger tief verhaftet ist: den kalten russischen Winter - aber auch die Schönheit und den Zauber des heiligen Abends.

Das Wort "Koladki" soll auf das lateinische "calendae" als Bezeichnung für das griechisch-römische Neujahrsfest zurückgehen. In ihrer musikalischen und poetischen Gestaltung vereinen die Koladki christliche und heidnische Traditionen. Kirchliche Psalmthemen kombinieren sich da mit folkloristischen Ritualgesängen, Sagen, Märchen, Beschwörungen und gar Hochzeitsliedern.

Wie stark der Glaube im kollektiven Bewusstsein des russischen Volkes verwurzelt ist, wurde 1991 deutlich: Trotz der Unterdrückung von Christentum und Kirche während der jahrzehntelangen kommunistischen Herrschaft erlebte die russische Kirche nach dem Zerfall der alten Ordnung einen erstaunlichen Wiederaufstieg.

Auch der russischsprachige Kinderchor LIBELLE wird
da sein, denn was wäre Weihnacht ohne Kinder?
Auch sie haben traditionelle Lieder geübt und studiert,
sind stolz und glücklich, an diesem Tag dabei zu sein.
Und mit den musikalischen Segenswünschen zum Neujahr „Mnogaja Leta“ - Viele Jahre!“ wird der Abend in fröhlicher und froher Hoffnung ausklingen.

Natürlich wird auch in diesem Jahr wieder der russischsprachige Kinderchor LIBELLE dabei sein, denn was wäre Weihnacht ohne Kinder? Auch sie haben traditionelle Lieder geübt und studiert, sind stolz und glücklich, an diesem Tag dabei zu sein.

Und mit den musikalischen Segenswünschen zum Neujahr „Mnogaja Leta“ - Viele Jahre!“ wird der Abend in froher Hoffnung auf ein gesundes und friedliches neues Jahr ausklingen.
YGGDRASIL (Färöer Inseln) feat. VERA KONDRATEVA | Russland
»Lipet Ei«
Nordisch. Skandinavisch. Sibirisch.
Eine Symbiose aus Weite und Eis.

Mit den Musikern:
KRISTIAN BLAK Klavier
MIKAEL BLAK Bass
HEÐIN ZISKA DAVIDSEN Gitarre
VERA KONDRATEVA Gesang, Percussion

»Dies ist eine fantastische Kombination aus Liedern der Khanti, faszinierenden Klängen alter und seltener Instrumente sowie Elementen aus Jazz und Folk.
Eine Sache ist es, Instrumente zu spielen, schwerer ist es, sie zur Mystik zu bringen.
YGGDRASIL gelingt dies absolut famos. Hören Sie zu und Sie werden wissen, was ich meine. Es ist eine geniale Arbeit und es nicht einfach, Vergleichbares zu finden.«
lslandia


Das Ensemble YGGDRASIL mit Sitz auf der kleinen Inselgruppe der Faröer ist so etwas wie eine lebende Legende. Kristian Blak ist Pianist, Gründer und Hauptkomponist dieser Kultband, für die er mehrere großformatige Werke in Suite-Form geschrieben hat. Gegründet hat er sie bereits im Jahre 1981.

YGGDRASIL hatte von Anfang an ein eigenes Konzept. Die meisten Kompositionen wurden in Zusammenarbeit mit anderen Kunstgenres oder in einigen Fällen gar mit der Natur geschaffen. Musiker, die Teil des Ensembles waren, ob langfristig oder nur an einem bestimmten Projekt, hatten verschiedenste musikalische Hintergründe, ob im Jazz oder in der ethnischen, traditionellen, rockigen oder klassischen Musik. So vielfarbig klingt dann auch ihre Musik.

Im Laufe der Jahre haben zahlreiche Musiker und Künstler zu YGGDRASILS Projekten beigetragen, darunter Vertreter bildender und visueller Kunst, Poesie, Ballett, Oper ... - es gab Konzerte und Aufführungen auf Bergen und in Höhlen.
Wesentlich für das künstlerische Konzept war und ist, dass sich alle individuellen Ausdrucksformen jedes einzelnen Künstlers in seiner ganzen Fülle und Besonderheit im Ensembles frei entfalten und dieses mitprägen können. Diese anspruchsvolle Form der Ganzheit macht YGGDRASILs Musik und Sound zu etwas absolut besonderen.

Der »Yggdrasil« in der nordischen Mythologie ist der Weltbaum, beschrieben schon in der um 1270 notierten »Edda«: Da ist die Welten-Esche Yggdrasil der erste gewachsene Baum, der größte und prächtigste Baum überhaupt. Seine Äste breiten sich über alle neun Welten und erstrecken sich weit bis über den Himmel hinaus. Drei riesige Wurzeln verteilt über das ganze Land, geben ihm Kraft, doch wenn er zu welken beginnt, naht das Weltenende Ragnarök.
So weit (und ganz stark komprimiert) erzählt es die alte Sage.

Fast ebenso breit wie die Krone des Baumes ist auch die musikalische Palette des Ensembles YGGDRASIL. Dazu werden, wie neue Zweige am Stamm eines Baumes, immer wieder neue Künstler in die Gruppe integriert.
So trafen die Musiker auf Russland-Tour 2015 auf Vera Kondrateva. Die vielfach ausgezeichnete und charismatische Sängerin des kleinen indigenen Volkes der Khanten pflegt einen jahrhundertealten Gesangsstil, der sich organisch in das Klangwerk des Ensembles einbettet. Diese Kombination wurde ein großer Erfolg und führte zu einer nun schon drei jahre anhaltenden künstlerischen Zusammenarbeit einschließlich der hoch gelobten CD-Produktion »Lipet Ei«.

Nach gemeinsamen Konzerten in Russland und auf den Färöern führten Tourneen Vera Kondrateva und YGGDRASIL u.a. nach Estland, Lettland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Grönland, Italien, bis nach Neuseeland und Tahiti.
Dass sie jetzt nach Dresden kommen ist großartig. Wir freuen uns!

PS: Neben unseren YGGDRASIL von den Färörer gibt es eine Hardcore-Metalband
aus Schweden, die sich denselben Bandnamen gegeben hat. Bitte nicht verwechseln!
KATHARINA JOHANSSON & LANDÜBER (Dresden)
»White open«
Nordische Weite trifft sphärischen Jazz-Pop.

KATHARINA JOHANSSON Gesang
KARL HELBIG Saxophon
BENNI CELLINI Cello


LAND ÜBER schwebt der Klang zweier Instrumente, die ihren gemeinsamen Horizont dort finden, wo die
parallelen Wege sich suchen und finden.
Das elektronisch verstärkte Cello und das ebenso über Effekte gespielte Saxophon durchmessen den Raum und die Zeit, schwingen sich suchend ein in den Klang und den Rhythmus unseres Lebens.

Benni Gerlach und Karl Helbig weben aus dem sphärischen Klang ihrer Instrumente, aus mäandernden Loops, percussiven Geräuschen und wundervollen Klängen einen zart schwebenden Tonteppich, dessen meditative Wirkung und tief in sich ruhende Kraft alle Sinne berührt. Weit und ahnungsvoll.

LAND ÜBER musizieren sie, färben den Moment, prägen den Augenblick, definieren ihn im Klang.
Bilder entstehen im Kopf der Zuhörenden. Die beginnen zu fliegen. Weithin. Wie von selbst.

Klangflächen über Grasland. Windbewegte Weite.
Sonnenuntergänge in Rot. Nebel, hell und schön.
Emotional. Instrumenal. Romantisch.
Schwerelos und hoffnungsvoll.

LAND ÜBER treffen zwei Musiker auf die Musik einer Sängerin, die aus Deutschland nach Nordschweden zog. Aus diesem weiten Land schöpft die Sängerin, Geschichtenerzählerin, Multiinstrumentalistin und Performerin nun ihre Musik, die nun nordische Weite atmet, Sehnsucht, Melancholie und tiefes Empfinden.

Langjährige Bühnenerfahrung als Sängerin und Percussionistin der Gruppen »Sessão«, »Luamar«, »Tworna«, »Stefan Johansson Music« und »Land Über« haben sie schließlich dahin geführt:
In die Ferne. In die Weite.
In die Einsamkeit. In die Extreme des Lichts.
Dort hat sie ihre neue Heimat gefunden.
Vom nachthell und sonnendurchfluteten Sommer bis in die winterkalte lichtlose Dunkelheit trennen sie allzeit nur ein paar wenige und kurze Wochen.

Nun kommt sie zurück, im Gepäck ihre erste Solo-CD.
Und LAND ÜBER trifft Katharina Johansson damit auf Benni Cellini und Karl Helbig.

Bei einer gemeinsamen Tournee der drei Musiker in Schweden entstand alte Vertrautheit und neue Lieder,
die sie nun auch in ihrer alten Heimat spielen möchte, gefühlvolle, träumerische bis aufwühlende Lieder in Deutsch, Englisch, Französisch und Schwedisch.
Mitbringen wird sie: Die Weite. Die Sehnsucht.
Die Dunkelheit. Und das Licht.
Das Fortgehen. Und das Ankommen.

LAND ÜBER treffen sich zwei Musiker und ihre Sängerin, den gemeinsamen Horizont suchend und findend.
Musik mit der Seele hören: LAND ÜBER.
JUDITH VON HILLER & MARCO PFENNIG
»Schweben. Fliegen. Frei sein.«
Lieder vom Werden und Vergehen.
Ein Doppelkonzert mit
JUDITH VON HILLER & MARCO PFENNIG

JUDITH VON HILLER Gitarre, Gesang
Ihre Lieder erzählen von der Sehnsucht und der Schwerelosigkeit, vom Suchen und Finden und von der Kraft, die in uns steckt. Ihre sanfte Stimme und ihr virtuoses Gitarrenspiel verzaubern, ihre Poesie beflügelt. Auf ihren Reisen schwebt sie durch die Weite des Himmel, grüßt die Sterne, fühlt die Begnung mit der Liebe und findet das Glück in der Stille einer Sommernacht.
Judith von Hiller ist Sängerin, Gitarristin, Komponistin, Musikerin, Texterin aus Leipzig, die - vergleichbar vielleicht mit Katja Werker - einen Großteil ihrer Lieder selbst schreibt. Früher war sie Studentin bei Thomas Fellow (»Friend´n Fellow«), hat schon mit Reentko Dirks, Malte Vief, Guido Richarts und einigen anderen hiesigen Musiker, die sich allesamt dieser Konzertreihe verbunden fühlen, zusammen musiziert und die Bühne geteilt.

Mit 17 Jahren reist sie zum ersten Mal nach Brasilien, um dort mit Straßenkindern zu arbeiten. Zurück in Deutschland, als es in Strömen regnet, erinnert sie sich an die Kinder, die im dichten und warmen Sommer-
regen lachen und tanzen. Sie schreibt einen ihrer ersten Songs, »Rain«, ein Bild für die Lebensfreude und den Mut, sich hinaus zu wagen, auch wenn man durchnässt wird, denn irgendwann trocknet einen die Sonne wieder.

Im Herbst 1996 beginnt sie in Weimar, der Stadt, die für sie wie der Herbst riecht, klassische Gitarre zu studieren. Nebenbei entsteht ein musikalisches Tagebuch, ein Wegbegleiter, und wenn sie abends durch die Gassen läuft, strömen immer wieder Songs aus ihr, die ihr zeigen, dass sie ein klassisches Studium allein nicht mehr befriedigt. 2001 spielt sie ihr Diplomkonzert in Weimar und beginnt parallel ein Weltmusik-Studium in Dresden.

2007 wird ihre Tochter geboren und bringt ihrer Musik weitere Dimensionen an Erfahrungen, die sie auf ihrer 2009 veröffentlichten Debut-CD »Schwebeflug« einfließen läßt. 2015 wird ihr Sohn geboren, auch da wandeln sich Glück, Freude, reifer gewordene Träume und Weltbetrachtungen in zahlreiche neue Songs, die sie nach der Konzertpause auf die Bühne bringt.
In ihren poetischen Liedern spürt sie dem Wesentlichen nach, läßt sich Zeit, wird leise, wird nachdenklich, um dann unvermittelt laut aufzulachen, womit sie der Melancholie charmant eins auf die Mütze gibt.
Ihre Musik füllt die ausgepumpten Reservoire wieder auf, die sich in den Alltagsmühlen oft allzu schnell leeren, es kribbelt unter der Haut, man fühlt sein Herz wieder pochen und geht am Ende mit einem zufrieden lächelnden, seufzenden, beseelten „Hhmmm...“ oder „Ach ja...“ nach Hause, als hätte man ein Stück edler Schokolade und ein gutes Glas Rotwein genossen.

MARCO PFENNIG
Nach fast zehn Jahren Bühnenabstinenz ist Marco Pfennig erstmals wieder mit eigenen Liedern unterwegs.
Der in Franken geborene und in Dresden ansässige Musiker war zwischen 2008 und 2010 mit seinen Liedern und seiner Band eine feste Größe in der hiesigen Szene.
Nach einem schweren Schicksalsschlag aber beschloss der Musiker, nur noch als Sideman für andere tätig zu sein und auch das Instrument zu wechseln. So landete er von der Gitarre beim 5-String-Banjo, einem Instrument, welchem hierzulande etwas fast verschroben Sprödes anhaftet. Marco sagt, er liebt dieses Instrument, und das ist seinem Spiel auch anzuhören: Wenn er spielt verliert es seine Fremdheit, sein Klang wird warm, die Töne leicht. Er spielt es auch in seiner neuen Hausband »108 Fahrenheit«, die am 14. Juni Gast dieser Konzertreihe sein wird.

In der Küche sitzend zog es Marco aber auch wieder zur Gitarre, so entstanden neue Songs und alte Songs in neuem Gewand. Sie erzählen Geschichten vom Werden und Vergehen, vom Vergessen und Erinnern, kurz, von allem, was uns das Leben ganz subtil erzählen möchte. Mal cool ausarrangiert, mal ganz einfach dahin geschrammelt, aber immer mit einer Stimme, die von ganzem Herzen zu uns spricht.

Mit Judith von Hiller musizierte Marco Pfennig zu Studentenzeiten übrigens schon mal in einem Duo.
2004 haben sie für ihre Musik den »Gellert Anerkennungspreis« erhalten. Beide freuen sich auf das Wiedersehen. Einige ihrer Lieder wollen sie gemeinsam spielen. Was für ein Tag! Vielleicht ein neuer Anfang? Wie werden sehen.
TROjKA
Jubilee
10 Jahre TROjKA!
Das Geburtstagskonzert.

Mit:
RICO WOLF Gitarre
ALBRECHT SCHUMANN Klavier
MATTHIAS HÜBNER Cello


»Ein Trojka-Konzert ist ein Gute-Laune-Akt der Sonderklasse. Hier treffen eingängige und ausgecheckte Stücke auf sympathische Entstehungsgeschichten.
Was die drei Künstler auf der Bühne präsentieren, ist mehr als Musik, es ist die Perfektion einer wortlosen Kommu-nikation, die ihre Musik als Zeichen der Harmonie entwickelt.«
Märkische Allgemeine

Seit nunmehr 10 Jahren läßt dieses wild seriöse, dabei überaus männliche Dresdner Ensemble mit Hilfe ihrer Instrumente Cello, Gitarre und Klavier aus scheinbar allgemein bekannten Volksweisen eine fast schon verboten intensive, nach Folk duftende Melanche entstehen.
Kammermusikalisch in der Anlage, verschmelzen sie Elemente aus Weltmusik, Polka, Klezmer, selbst Rock und Klassik zu einem mannigfaltig tönenden, immer wieder überraschenden und effektvollen Klangmosaik.

Dabei begeistern die drei Musiker ihre zahlreichen Zuhörer (und, wir wollen es nicht verscheigen, besonders Zuhörerinnen) nicht nur mit der großartigen Virtuosität, die sie auf dem besaiteten Instrumentarium an den Tag legen, sondern auch mit ihrer ansteckend jungenhaften Lebensfreude und, auch das gehört zur Wahrheit, dem geradezu legendären Charme und Schmelz, mit dem die in der Blüte ihrer Lebensjahre stehenden jungen Männer geradezu verschwenderisch und unwiderstehlich strahlen.

Was für eine Boyband! Einer für alle! Alle für Einen!
Wenn dieser so hoffnungsvolle Satz noch irgendwo Gültigkeit hat, dann hier!

Grenzgänger-Cellist Matthias Hübner, Soul-Pianist Albrecht Schumann und Rock-Gitarrist Rico Wolf führen einen energiegeladenen Trialog, der die Zuhörer in seinen Bann zieht und dabei immer wieder sämtliche Mundwinkel in unkontrollierbare Bewegung versetzt.

Mit spielerischer Raffinesse und entwaffnender Selbstironie tourt das Trio seit seiner Gründung 2010 unermüdlich durch die Lande, ist zu Gast auf zahlreichen Festival und Konzertbühnen, aber auch in altehrwürdigen Theatern und stillen Dorfkirchen, begeistern da mit ihrem Mix aus eingängigen Melodien, einfühlsamen Balladen und waghalsigen Kompositionen.
Auch zwei CDs sind entstanden:
2012 erblickte das Debut »Hugo« das Licht der Welt, 2027 folgte »Dschabba«.

Zu ihrem 10-Jährigen Jubiläum bringen die drei Vollblutmusikanten einen Querschnitt ihres bisherigen Schaffens, gepaart mit neuen musikalischen Impressionen.
Fluffige Eigenkompositionen gehen da Hand in Hand mit Bearbeitungen von Klezmer und Folk sowie gewagten Adaptionen bekannter Welthits und Pop-Klassikern.
Wer dabei nicht begeistert ist muss taub sein!

»Ihre eigene Begeisterung übertrug sich von der ersten Note an aufs Publikum: Fast jeder wippte mit dem Fuß oder klatschte mit und ließ sich mitreißen. Das war so wirksam, dass es jubelnden Applaus und mehrere Zugaben gab.«
Wolfsburger Allgemeine
LAS MIGAS | Spanien
»Cuatro«
Das Flamenco-Quartett aus Barcelona:
Stark. Feminin. Brillant.

Die Musikerinnen:
ROSER LOSCOS Violine
ALICIA GRILLO Gitarre
CAROLINA LA CHISPA Gesang
MARTHA ROBLES Gitarre

Als Vorprogramm: SUENA FLAMENCO mit
MIGIWA SHIMIZU Tanz • JOSEL RATSCH Gitarre • MARIA LA PRENDA Gesang


»In der Musik von LAS MIGAS vermengt sich Flamenco mit lateinamerikanischen Elementen, Pop- und Folk-Klängen und einer jazzigen Note auf unnachahmbare Weise zu einem gradiosen Ganzen.«
Folkworld


Ist das Flamenco? Ein großes JA.
Aber es ist viel mehr, denn dieses spanische Ensemble mischt den klassisch traditionellen Gitarren-Flamenco andalusischer Schule mit Tango, Fado, Jazz, selbst mit Habaneras und wild beschwingter Zirkus- und Varietémusik. Das macht sie zu Stars einer offenen neuen Szene.

Beim traditionellen Flamenco spielen Frauen in der Regel ausschließlich die Rolle der Tänzerinnen, den Ton geben sie eher selten an. Dabei kann Flamenco so weiblich sein! Dieses Ensemble liefert den Beweis.
Das allein ist in ihrer spanischen Heimat sensationell und revolutionär genug, aber es ist beileibe nicht alles,
was ihren Flamenco so frisch und frei und unerhört und fast schon avantgardistisch klingen lässt.

LAS MIGAS lassen sich vom traditionellen Flamenco inspirieren, gehen aber über dessen Sprache und Grenzen weit hinaus. Die in Barcelona lebenden Musikerinnen aus Andalusien und Katalonien bringen zwei Gitarren, eine Geige, eine prägnant außergewöhnliche Stimme und ihre gesammelten Erfahrungen in ihr Ensemble ein: Während Marta Robles und Alicia Grillo vom Flamenco und der klassischen Gitarre kommen, ist Roser Loscos künstlerische Vergangenheit gepägt vom Tango, von Zirkus- und Varietémusik. Carolina La Chispa wiederum kommt vom Fado, ist beeinflußt von Jazz und Habaneras.
Diese unterschiedlichen Herkünfte, Präferenzen, Vorlieben und Prägungen integrieren die Frauen in ein Konzept, welches allen gleichwohl Geltung und Kraft gibt. Die Schönheit einer jeden Nuance strahlt aus, gibt der Musik unterschiedlichen Tönungen, Farben, Charme und Charakter.

So bekommt die Musik von LAS MIGAS etwas einzigartig besonderes, erstahlt hell wie ein sich drehendes Kaleidoskop, welches sein Erscheinungsbild immer wieder zu ändern vermag, auch wenn es doch immer dasselbe bleibt.

Dieser faszinierende Zauber ließ die vier Frauen in den vergangenen Jahren zu gern gesehenen und dort gefeierten Gästen auf den renommiertesten Bühnen Spaniens sowie auf Festivals in ganz Europa werden.

Der gefühlsintensive, betörende Gesang der katalanischen Sängerin bildet dabei den knallroten Faden, um den sich die mal sensibel und ausgewogen, mal kraftvoll und wild, mal hoch emotional und herzzerreißend gespielten Klänge der drei Instrumentalistinnen ranken.
Feminin und vielseitig begeistern LAS MIGAS mittlerweile ihr Publikum in ganz Europa.
Nun kommen sie zum ersten Mal nach Dresden. Olá!

http://lasmigas.com/

Dresden

09.02.2020
20:00 Uhr
Tickets
ab 24,20 €
SAMA feat. PAUL HOORN (Iran, Afghanistan, Deutschland)
»Östlicher Diwan«
Der unerschöpfliche Reichtum klassisch persischer Musik.

Mit

ALI PIRABI | Santur | Setak | Tanbur
HOSSEIN ARABZADEH Gesang
MEHRAN AZGHARZADEH Percussion
PAUL HOORN Textübertragungen | Worte & Gesang

Mit dieser mail, die Konzertveranstalter Andreas Grosse Anfang 2015 vom bekannten Dresdner Musiker, Sänger und Impressario Paul Hoorn erhielt, fing es an:

Hallo Andreas,
ich habe einen iranischen Musiker kennen gelernt, Ali Pyrabi. Er musste mit seiner Familie vor 2 Jahren aus dem Iran fliehen. Im Iran war er ein bedeutender Musiker, er spielt Santur und Setar, hat Wettbewerbe gewonnen und eine berühmte Musikschule geführt. Er hat auch klassische Violine studiert und liebt die deutschen Klassiker - ist also ein Wanderer zwischen den Welten.
Da musste ich an Dich und Deine Konzertreihe denken.
Ich wollte Dich fragen, ob Du Interesse hast, den Musiker in Deine Konzertreihe aufzunehmen. Er arbeitet zur Zeit mit zwei anderen persischen Musikern zusammen, einem wunderbaren Sänger und einem begnadeten Percussionisten. Ich würde mich sehr freuen, würde auch gern dabei mitarbeiten, die Inhalte
der Texte und die Zusammenhänge der Musik recherchieren und zu erklären im Konzert.
Was meinst Du?
Lieben Gruß, Paul.

Für Grosse gab es auf Paul Hoorns Frage keine Zweifel und so konnte im September 2015 in der nahezu ausverkauften Dreikönigskirche ein erstes beeindruckendes Konzert dieses Ensembles um Ali Pirabi stattfinden.

In einer weiteren mail an Ali Pirabi schrieb Paul Hoorn damals:
Das - siehe oben - ist der Titel, den ich für Euer Konzert vorschlage. Er ist angeregt durch die Gedichtsammlung »West-östlicher Divan« von Johann Wolfgang von Goethe, die Du ja in Deutsch und in Persisch besitzt, aber bei Deiner Flucht aus dem Iran zurücklassen mußtest - so wie auch Deine geliebte Violine, Deine Verbindung zur abendländischen Kultur... Zum Glück ist beides nicht unersetzbar: ich hab den persischen Goethe schon bekommen bei meinem Buchhändler und schick ihn Dir. Vielleicht willst Du ein Gedicht daraus klassisch persisch vertonen?
Es ist ja kein Zufall, dass Goethe seinen spät entdeckten persischen Kollegen Hafis (Hafez) mochte - so viele Schätze taten sich da auf, ist doch die Verbindung zwischen den Künsten und den Naturwissenschaften (besonders zwischen Musik und Mathematik), wie sie auch Goethe brennend interessierte, eine uralte persische Tradition.
Ich möchte gern in diesem Konzert dazu beitragen, dass die persische Kultur dem deutschen Publikum näher gebracht wird. Dazu möchte ich sehr viel wissen über die Stile und Motive der Musiken, über die Instrumente und vor allem über die gesungenen Texte und die Bedeutung des Musizierens im Iran.
Und ich möchte dieses Wissen dann in geeigneter Form an das Publikum hier in Dresden weitergeben.
Das heißt, dass ich anbieten möchte, zwischen den Musiken zu moderieren, Texte zu sprechen, Inhalte zu erklären.
Ich interessiere mich dafür, wo Ihr herkommt und wo Ihr hinwollt, wie es Euch geht mit der iranischen und der deutschen Kultur, was Euch mit beiden verbindet und was Euch davon trennt.
So hoffe ich, dass ich dazu beitragen kann, dass dieses Konzert eine Verbindung schafft zwischen den Welten – und dass Ihr hier neue Liebhaber Eurer großen Kunst findet.

Seitdem sind nahezu fünf Jahre vergangen und es ist allerhöchste Zeit für ein Widersehen und Wiederhören mit den wunderbaren persischen Musikern - und dabei auch zu erfahren, wie es ihnen in diesen Jahren ergangen ist.

Das Ensemble SAMA, dessen Name "mystischer Tanz" bedeutet, existierte in anderer Besetzung unter Ali Pirabis Leitung von 1994 – 2013. Es war eine feste Größe in der klassischen persischen Musik im Iran. Die Musiker spielten sowohl in ihrer Heimat als auch in arabischen Ländern und hatten zudem Erfolge in Europa.
Ali Pirabio hat die Formation nun in Deutschland wieder zum Leben erweckt.

Die Musiker:

ALI PIRABI | Santur | Setak | Tanbur
Geboren 1978 in Shiraz, Iran, Santur-Unterricht seit dem siebten und Geigenunterricht seit dem neunten Lebensjahr; Unterricht in klassischer iranischer Musik sowie in den Grundlagen der europäischen Musik; zweijähriges Studium an der Hochschule für Musik Teheran; 6 Jahre lang Erste Preise bei iranischen Musikfestivals (1994-99); Auftritte an u.a. an iranischen Universitäten; Auftritte bei Gedenkfeiern zu Hafez´ Geburtstag in Shiraz; Konzerte in Paris, Madrid und im Iran mit berühmten Spezialisten für iranische Musik.
Gründung einer Musikschule in Shiraz 2005; Zusammenarbeit mit verschiedenen iranischen Formationen, auch als Gheychak-Spieler.
Verfasste Zahlreiche Kompositionen für Theater, für Soloinstrumente und Orchester.
Gibt Unterricht in Santur, Violine, Setar, Kamanche und Tambur.
Ist Autor einer Musikgeschichte des Iran und eines Santur-Lehrbuches sowie mehrerer Essays.
Floh mit seiner Familie aus politischen Gründen aus dem Iran, sie leben seit 7 Jahren in Deutschland in Eisenhüttenstadt, in Forst und nun in Leipzig.

HOSSEIN ARABZADEH | Gesang
Geboren 1982 in Teheran im Iran; Gesangsunterricht seit dem 15. Lebensjahr; Studium der Philosophie in Dehli; Gesangsstudium im Iran bei Maestro Mohammad Reza Lotfi und anderen bedeutenden Lehrern; zahlreiche Konzerte an Universitäten und in verschiedenen Kultureinrichtungen im Iran und in verschiedenen Städten Deutschlands; arbeitet seit 2014 in Leipzig.

MEHRAN ASGHARZADEH | Tonbak | Daf
Geboren 1988 in Gorgan im Norden des Iran; begann ab dem 10. Lebensjahr mit dem Erlernen des Spiels auf der Bechertrommel Tonbak, dann auch Daf; praktizierte besonders spezielle Rhythmen der kurdischen Musik. Später begann er, sich mit dem persischen Streichinstrument Kamanche und der Theorie der persischen klassischen Musik zu beschäftigen. Er spielte in namhaften iranischen Ensembles und und Gab Unterricht in persischer Percussion. Gleichzeitig machte er in Gorgan den Bachelor in Bauingenieurwissenschaften und kam 2012 nach Dresden, um den Master in "Hydroscinece and Enginieering (Wasserresourcen-Managent)" zu machen. Auf musikalischem Gebiet befasst er sich nun auch mit Westeuropa – und mit lateinamerikanischen Rhythmen.

PAUL HOORN Rezitation | Moderation | Gesang
Geboren 1960, seit seiner Jugend Liebhaber und Sammler traditioneller Musik.
Er studierte Waldhorn, Komposition, Chorleitung und Orgel und war mehrere Jahre als Kirchenmusiker, später als Theatermusiker tätig.
1991 gründete er zusammen mit Andreas Zöllner das Weltmusik-Ensemble „Das Blaue Einhorn“, war bis zu ihrer Auflösung 2013 ihr Sänger und kreativer Kopf, arrangierte die meisten Stücke und war für die Nachdichtungen und Übersetzungen verantwortlich.
Zudem konzipierte, schrieb und gestaltete er die CD-Booklets und Plakate.
AFENGINN | Dänemark
»Klingra«
Rhythmisch. Poetisch. Melancholisch. Mit einem hellen Schimmer am Horizont.
Das neue Album.
AFENGINN | Dänemark

Das Konzert wurde vom Veranstalter aus der Dreikönigskirche in das Kleine Haus verlegt.
Bereits erworbene Tickets behalten Ihre Gültigkeit und können am Konzerttag kostenfrei umgetauscht werden.

Die Musiker:
DÁNJAL Á. NEYSTABØ Piano, Keyboards; Gesang • KIM RAFAEL NYBERG Wurlitzer, Moog bass,
Mandoline, Gesang • MAGGIE BJÖRKLUND Pedal Steel Guitar • ALEXANDER KRAGLUND Violine, Viola • HAAKON BERRE Drums, percussion • ROMANS KOMAR Trompete, Sounds

»Opulent und in keine Schublade zu zwängen. Ein musikalischer Hochgenuss!
Die Besucher riss es teils von den Stühlen, wenn es nach acht meditativen Minuten auf einmal wieder in einen trabenden Puls überging, um alsbald mit dem Ensemble durchzugaloppieren.
Was für Musik! Hochkonzentriert und zugleich völlig entspannt.
Nein, diese Stücke sind keine Hits. Es sind Meister-Werke!«
weltmusik.net

»Dicht gepackt mit originellen Ideen, verwegenen Melodien und vertrackten Rhythmen.«
Folkworld

AFENGINN bedeutet im Dänischen Stärke und Begeisterung.
Genau so hat sich die Band mit enormer Spielfreude und grenzüberschreitenden musikalischen Ideen einen herausragenden Ruf für überbordende Virtuosität und fantastische Livekonzerte erarbeitet.

AFENGINN ist die Schöpfung des Komponisten Kim Nyberg. Was diesen in ganz Skandinavien bekannten Musiker auszeichnet sind seine kreativen Schübe, denn jedes seiner bisher sechs Alben unterscheidet sich deutlich von seinem Vorgänger. Wenn man genauer hinhört merkt man, dass Nyberg seit Jahren schon an seiner musikalischen Sprache feilt, mit klingenden Motiven, asymmetrischer Rhythmik und delikaten Harmonien, die den Hörer unbemerkt immer tiefer in seine musikalische Welt führen. Die minimalistischen Strukturen sind mit der Herangehensweise eines Philip Glass oder Arvo Pärt vergleichbar, schaffen eine Zerbrechliche und doch enorm druckvolle Stimmung, denn immer wieder bricht sich die Musik mit symphonischer Energie in monumentalen Wellen Bahn. Doch was Nybergs Werke am meisten auszeichnet sind die strahlende Wärme und die melancholische Sehnsucht, die von ihnen ausgeht.

Für ihre Liveauftritte erhielten AFENGINN begeisterte Kritiken, genauso wie für ihre Alben. Dazu kommen jede Menge Preise und Auszeichnungen: Schon 2009 wurden sie als »Beste Folkband« mit einem »Danish Music Award« geehrt, 2010 für das »Beste Weltmusik Album«. Das zieht sich über die Jahre bis heute. 2016 veröffentlichten sie »Opus«, ein gewaltiges, emotional ergreifendes Werk, bestehend aus 4 Suiten a 20 Minuten, die insgesamt zwei CDs füllen:
»Danish Music Award Folk« für »Bester Komponist« und »Bestes Album«, »Danish Music Award Worldmusic« für »Bester Komponist« und »Bester Live Act« sind nur einige der dafür erhaltenen Preise. Vor zwei Jahren präsentierten die Musiker dieses Meisterwerk und bisherigen Höhepunkt ihres Schaffens auf fulminante Art im Kleinen Haus.

Für den Veranstalter dieser Konzertreihe war es eines der besten Konzerte, das er je gehört und erlebt hat.

AFENGINNs siebtes Album »Klingra« (Auf Färöisch: »Der Kreis«) ist eine ruhig erscheinende, doch unter der Oberfläche brodelnde, geradezu leidenschaftliche Komposition. Sowohl die Musik als auch die Texte in färöischer Sprache wurden in kreisförmigen Mustern angelegt – fast wie Zahnräder in einem Uhrwerk. Wem das zu technisch klingt: »Klingra« ist großartige, gefühlvolle, emotional packende Musik, ebenso Melancholisch wie hoffnungsvoll.

Im Januar 2019 begannen die Musiker ihre Welttournee zur neuen Produktion, die sie bisher u.a. bis in die USA und nach Australien geführt hat. Wir sind überaus glücklich, die Musiker wieder in Dresden begrüßen zu könnnen. Deshalb ist das hier eine ganz große Empfehlung!

https://afenginn.dk/

Dresden

16.02.2020
20:00 Uhr
Tickets
ab 22,00 €
NORDIC CELTIC FOLK-FESTIVAL
»Six Musicans from six Countries«
Das Festival nordisch keltischer Musik

Das "Celtic-Scandinavian Dream-Team" Kerstin Blodig und Ian Melrose spielen seit annähernd 25 Jahren
gemeinsam im Duo »Kelpie«. Darüber hinaus musizieren beide auch in anderen Bands und Projekten.
So entstand die famose Idee, Ians "Boy Band" und Kerstins "Girl Band" gemeinsam auf eine Bühne zu stellen.
Doch dieses neu entstandene Nordisch-Keltische Folkfestival bietet nicht nur diese beiden absoluten
Top-Trios, sondern darüber hinaus weitere Kollaborationen der sechs Musikerinnen und Musiker:
Da spielt dann Schweden mit der Bretagne, Wales mit Dänemark, Norwegen mit Schottland ...
Was für eine völkerverbindende Melange. Brexit adé!
In einem Grande Finale stehen alle Musiker gemeinsam auf der Bühne und wer weiß, was da erst für lebendige Musik voll Spaß und spontaner Ideen und Improvisationen entstehen mag.
Europa par excellance!

Die beiden Bands sind:

Die "Boy Band":
CELTIC GUITAR JOURNEYS
»Guitar Masters Masterpieces«
mit
SOÏG SIBÉRIL (Frankreich) Gitarre
IAN MELROSE (Schottland) Gitarre, Whistles, Percussion
DYLAN FOWLER (Wales) Gitarre, Geang, Whistles

»Was für ein Gipfeltreffen dreier legendärer und international gefeierter Akustikgitarristen! Ihre verschiedenen keltischen Traditionen verschmelzen so elegant und auf spannende Weise mit angrenzenden Musikstilen wie Jazz und Weltmusik zu einem echten und einmaligen keltischen Schmuckstück.«
Folk Roots

Die "Girl Band":
HULDRELOKKK
»The Pan-Scandinavian Ladies Folk Trio«
mit
LIV VESTER LARSEN (Dänemark) Gesang, Geige, Percussion
KERSTIN BLODIG (Norwegen) Gesang, Gitarre, Bodhran
MIA GUNDBERG ADIN (Schweden) Gesang, Geige, Nykkelharpa

»Mit verträumten Melodien, betörend dreistimmigem Gesang, A-Cappella-Einlagen, rasant gespielten Fiddln und einer groovigen Gitarre verzauberten die drei ihr Publikum und präsentierten dabei die gesamte Bandbreite nordischer Folkmusik.«
Weserkurier
GRAN ORQUESTA DE TANGO CARAMBOLAGE | Deutschland
Jürgen Karthes
GRAN ORQUESTA de Tango CARAMBOLAGE | Deutschland
»Viajes de Tango« Die Tango-Reise.
10 Bandonions, 10 Violinen und mehr. Das große Orchester des Tango.
Das neue Konzertprogramm.

JÜRGEN KARTHE Orchesterleitung & Bandoneon
FABIAN KLENTZKE Grand Piano
SAUL VILLAO CRESPO Gesang
ROBERT BRENNER Kontrabass
DIETRICH ZÖLLNER Tuba

An den Bandoneons:
JIM TRÖSTER • UWE POSSELT • RONALD SCHIFFNER • TORSTEN POSPISCHIL • WOLFGANG FRIN • CORNELIA GINHOLD • MARIA KANNEGIESER • JOCHEN HILGENBERG • MARK LEMKE

An den Violinen:
CORNELIA PFEIL • JULIANA RAHLOFF • MADELEINE GRYGAR • THERESA LEMPP • MARIUS MARX • JOHANNES PARTZSCH • JUDITH HAMPEL • DETLEF HOFFMANN • ANDREA VOIGT • CHRISTIANE SCHUBERT • ANGELIKA WACHS

Undenkbar wäre der Tango ohne das Bandoneon.
Bereits im frühen 20. Jahrhundert war das Instrument prägender Bestandteil eines »Orquesta Típica«. Auch in Piazzollas »Tango Nuevo« und selbst beim modernen Electrotango bleibt der prägende Einfluß ungebrochen. Vielfach besungen gilt das Bandoneon in Südamerika bis heute als „die beste aller deutschen Erfindungen“.

Es war der Krefelder Musiklehrer Heinrich Band, der um 1840 herum aus der Chemnitzer Concertina das nach ihm benannte Instrument weiter entwickelt hatte, welches dann in Deutschland sehr schnell sehr beliebt wurde. Seeleute und deutsche Auswanderer gaben ihm um ab 1880 in den Hafenkneipen und Bordellen von Buenos Aires und Montevideo ein neues Zuhause. Dort entstand der Tango, als ob die Städte und ihre Menschen nur auf dieses Instrument gewartet hätten.

Jürgen Karthe, Gründer von »Cuarteto Bando« und »Duo Amoratado«, musizierte als Solist u.a. mit der Staatskapelle Dresden und den Münchner Symphonikern, gastierte in Buenos Aires, London, Paris, Yokohama, Istanbul, Moskau... - Doch damit nicht genug:
Mit dem 2011 gegründeten Sächsisch-Thüringisch-Fränkischem Orchester »Carambolage« erfüllt er sich und allen Tango-Liebhabern einen Herzenswunsch:

10 Bandoneons plus 10 Violinen plus Klavier, Cello, Kontrabass, Tuba und Gitarre sprengen jeden Rahmen und die meisten Bühnen - und sie lassen erahnen, wie energiegeladen, furios, komplex und dynamisch der Tango in seiner Blütezeit der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts in Buenos Aires geklungen hat. Dieses einmalige Orchester läßt diese Zeit wieder auferstehen.

In diesem neuen Konzertprogramm wird entgegen vieler Tangoklischees musikalisch die ungebrochen große Faszination des originalen Tangos beschrieben, die wohl alle Menschen ergreift, wenn sie sich dem Tango nähern. Nennen wir es schlicht und einfach Viajes de Tango - die Tango-Reise ...

Geschichtlich betrachtet tauchte der Tango erstmals um 1880 am Rio de la Plata auf und hat seither eine rasante Reise und Entwicklung über den gesamten Erdball angetreten. Welche enorme Faszination der Tango mit seiner leidenschaftlichen Musik, der besonderen Poesie der Texte und dem (damals als extrem verrucht geltendem ) unverwechselbaren Tanzstil immer noch und immer wieder ausübt, zeigt und belegt der Tango-Boom der letzten Jahre.
Überall wurden Schulen und Salons gegründet, Tango-Filme und Shows ziehen ein großes Publikum an.
Auch Stars der klassischen Musik wie Gidon Kremer, Milva, Daniel Barenboim u.a. haben den Tango für sich entdeckt. Und seit September 2009 gehört der Tango auch ganz offiziell zu den von der UNESCO geführten »Meisterwerken des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit«.

Inspiriert vom Tango und seinem Hauptinstrument, dem aus dem sächsischen Erzgebirge stammenden Bandoneon, formierten sich um den Dresdner Bandoneonspieler Jürgen Karthe im Jahr 2011 über 20 Musiker unterschiedlichster Couleur zu einem Tangoorchester zusammen, welches auf Grund seiner schieren Größe und künstlerischen Qualität in ganz Europa seinesgleichen sucht: Das GRAN ORQUESTA DE CARAMBOLAGE.
Es erweckt die Musik des Tango Argentino, die man vielleicht sonst nur von verstaubten Schelllack- oder Schallplatten kennt, zu neuer Kraft und neuem Leben. Neu aufbereitet, neu arrangiert, entstaubt, ohne die Patina der originalen Aufnahmen wegzuwischen, erklingt das Orchester in einem Sound, der mal eben etwas mehr als 100 Jahre musikalische Zeitgeschichte aufgesogen hat. Und neben einigen so berühmten Orchesterstücken wie »La Cumparsita« und »La Yumba« gibt‘s auch Neues aus der Feder von Orchesterleiter Jürgen Karthe zu hören.

Wer ihn und das Orchester auf seiner musikalischen Reise begelitet wird feststellen, dass beim Tango die Schritte von der ersten Begegnung zur Faszination und zur Besessenheit fließend sind. Wer sich einmal in dieses besondere Milieu begeben hat, in diese Welt, die viel mehr ist als einfach nur Musik, wer einmal diesen ganz eigenen Kosmos des Tangos durchquert hat und dabei gefangen wurde von den unsichtbaren Netzen dieser Sucht - der weiß, wovon die Rede ist.
Dies ist die Welt und die Musik des GRAN ORQUESTA DE TANGO CARAMBOLAGE.


P R E S S E

"Zehn Bandoneons, zehn Geigen, Tuba, Gitarre, Klavier, Bass und Gesang nennt das ´Gran Orquesta de Tango Carambolage´ sein Eigen. Das ist eine wirklich einzigartige Besetzung, noch dazu in europäischen Gefilden – genauer gesagt im Osten Deutschlands in Sachsen. Um solch ein Projekt auf die Beine zu stellen bedarf es viel Erfahrung, versierter Fertigkeiten in der Arrangierkunst und bester Kontakte in die Szene der Tangomusiker. Über all das verfügt der Gründer, Mentor und künstlerische Leiter dieses Orchesters, Jürgen Karthe. Dem beinah schon als Urgestein der Bandoneonisten Deutschlands zu bezeichnenden, nicht rastenden Knopfvirtuosen gelingt ein besonderer symphonischer Akzent in seiner Diskographie.
So erwartet den Hörer ein sehr authentischer Genuss."
Tangodanza

"Meisterhaft beherrscht Karthe das Spiel zwischen tanzbaren Tango und jenen komplizierten Rhythmen, die gute konzertante Unterhaltungsmusik ausmacht."
Neue Westfälische 16.04.2011

"Die Musiker um Jürgen Karthe verbanden virtuoses Spiel harmonisch mit zupackenden Tangosound. In ihren gefühlvollen Klang passte die Stimme von Caio Rodriguez einfach perfekt."
Emsdetter Volkszeitung


"Karthe zeigt mit seinem Spiel stets das Besondere im Tango, die Kraft, die Straße, den Wechsel von Leidenschaft und Gelassenheit. Ihn spielen zu sehen und zu hören ist ein Erlebnis."
Tangodanza

"Karthe gelingt es wie schon auf der letzten CD, den bekannten Tangos neues Leben einzuhauchen. Bei persönlicher Interpretation spielt er gekonnt mit den Elementen des Tangos."
tangokultur.info

"Selten hat man einen Bandoneonspieler gehört, der sein Instrument mit solcher Präzision beherrscht wie Jürgen Karthe."
Neue Westfälische 24.04.2007

"Jürgen Karthe weiß zu überzeugen. Er hat Charme und die musikalische Perfektion - und ihn treibt scheinbar immer wieder an, seine eigene musikalische Entwicklung ständig neu auszuloten." tangokultur.info

"Der Solist auf dem schwer zu spielenden Bandoneon, Jürgen Karthe, ist durch seine Oper "Porquee... Porquee...Tango Orphee" mit der Großform des Tangos durchaus vertraut. Er beherrscht die seltenen Zwischentöne als musikalisch-gedankliche Bereicherungen des Tanzes, ohne dabei die deutlich akzentuierte Form des Tangos aufzuweichen.“
Lausitzer Rundschau
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Ausschnitt aus einem Interview mit Jürgen Karthe, Gründer und Leiter des Gran Orquesta CARAMBOLAGE aus der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift TANGODANCA

Seit Monaten sorgt im Raum Dresden eine neue Tango-Formation für Furore. Jürgen Karthe, Urgestein der Dresdner Tangoszene, hat ein Großorchester gegründet, das allein durch seine Bandoneon-Reihe mit zehn bis zwölf Instrumenten aus dem Rahmen fällt. Am Rande einer Veranstaltung in Rudolstadt/Thüringen sprach Karthe über „sein“ Orchester und die Besonderheiten einer sehr uneinheitlichen Musiker-Gruppe.
Herr Karthe, Sie selbst treten in unterschiedlichen Formationen auf. Was war der Anlass, sich mit einem Projekt „Groß-Orchester“ zu befassen?
Für mich sind die alten Tangos interessant, so spärlich notiert sie auch sind, und von denen nur gelegentlich Aufnahmen existieren. So stellte sich mir die Frage: Wie haben es die Orchester damals geschafft, so kompakt, vielseitig und mit Swing zu klingen? Einige meiner Bandoneonschüler haben mich zu diesem Entschluss animiert, doch auch gemeinsam zu musizieren. Und wo gibt es schon zehn bis zwölf Bandoneons auf einmal, begleitet von gestandenen Tangomusikern aus meinen anderen Tangoprojekten mit Bass, Tuba, Gitarre, Klavier und Geige? Da kann eigentlich nicht viel schief gehen, dachte ich mir. Die ersten Konzerte waren dann für alle Beteiligten und Veranstalter so überwältigend, dass wir schon gemeinsam auf die nächsten Termine hinarbeiten.

„Carambolage“ klingt ja überhaupt nicht argentinisch – warum dieser Name?
Spirit und die Stimmung innerhalb einer Musikgruppe sind sehr wichtig. Nur so kann sich die Energie von Musikern auf das Publikum übertragen. Ein Freund gab mir dann beim Billard den Tipp, dass bei einer Carambolage eine Kugel den Impuls an die andere weitergibt. Den Vergleich fand ich treffend. Der Orchester-Name hat also nichts mit begeistertem Chaos zu tun, und spanisch ist er auch nicht.

Nach der Leitung kleinerer Formationen stellt die Arbeit mit über zwanzig Musikern doch sicher ganz andere Anforderungen an den „Chef“?
Das stimmt. Hier spielen mehr persönliche Dinge mit hinein. Wer kann mit wem spielen, wer passt spieltechnisch zueinander? Jede der vier Bandoneon- und Violinstimmen ist dreifach besetzt, um auch zeitliche Unwägbarkeiten mit einzubeziehen. Meine Musiker kommen aus einem Umkreis von immerhin 300 Kilometern. Da sind auch mal klare Ansagen und Planung wichtig. Ansonsten aber muss immer eine positive Grundstimmung im Raum sein, in solcher Atmosphäre lässt es sich leicht proben. In Vorbereitung der Premiere im vergangenen Herbst stand zunächst ein halber Jahr intensive Bandoneonprobe an. Das Bandoneon ist nun mal der schwierigste Part, bei dem man die meiste Zeit investieren muss, und es ist auch durch kein anderes Instrument zu ersetzen. Als das stand, ging alles andere zügig voran.

Das Glanzstück Ihres Orchesters ist natürlich die Bandoneon-Reihe mit zehn bis zwölf Instrumenten. Soweit ich weiß ist das einmalig in Europa?
Das stimmt nicht ganz. In Berlin haben Korey Ireland und Guillermo Destaillats ein ähnliches Projekt gestartet, das „Berlin Community Orchestra“. Ich finde diese Initiative prima. Das eine oder andere Stück haben wir sogar von Korey Ireland bearbeitet im Programm. Zudem zeigt es auch das zunehmende Interesse an rein akustischer Musik. Wichtig ist die Balance zwischen Violinen und Bandoneon. Daher auch die vielen Bandos, die für den Grundsound wichtig sind. Bei zu vielen Streichern wird es mir eher zu sinfonisch, weswegen ich auch Bratschen, Celli und Bläser weglasse.

Neben den Schülern in Ihrem Orchester sehe ich am Piano Fabian Klentzke, ein erfahrener Profi und Ihr langjähriger künstlerischer Weggefährte. Können Sie uns etwas über das Verhältnis von Amateuren und Profis sagen?
Wie ich schon erwähnte, die Mischung macht´s. Profis und Schüler in einem Orchester, das funktioniert. Jeder trägt je nach seinen spielerischen Möglichkeiten dazu bei, dass das Orchester nach Tango klingt. Die einen müssen dafür weniger, die anderen mehr üben. Dabei sind vor allem Fabian Klentzke am Piano, aber auch Robert Brenner am Kontrabass, Max Kleefeld an der Tuba, Leandro Raszkewicz an der Gitarre und Juliane Rahloff an der Violine schon länger Weggefährten von mir.

Wir sprachen schon über den großen Publikumszuspruch, auch die Presse ist ja voll des Lobes. Müssen wir trotzdem damit rechnen, dass Sie irgendwann den traditionellen Stil verlassen und – wie so viele junge Orchester – versuchen werden, den Tango neu zu erfinden?
Nein, keine Angst, das wird nicht passieren. Ich bin ja nun schon eine Weile vom Tango infiziert und finde gerade in den alten Tangos die Bereicherung für Neues.
BEN LORENTZEN (Norwegen) & ADAM GILES LEVY (England)
»King of Bitter Sorrow«
Hypnotische Lieder voller Magie.
Zwei charismatische Singer/Songwriter an einem Abend. Ein Doppelkonzert mit
BEN LORENTZEN (Norwegen) & ADAM GILES LEVY (England)

David Munyon. Liam McCormick. Terje Nordgarden. Katja Werker.
Die Anzahl der Musiker, die es schaffen, ihr Publikum ganz allein zu begeistern, ist überschaubar. Noch dazu in der großen und Ehrfurcht gebietenden Dreikönigskirche, in der kein Solist die Chance hat, sich in einer dunklen Bühnenecke zu verkrümeln. Um da zu überzeugen braucht es großes musikalisches Können ebenso wie eine charismatisch austrahlende Persönlichkeit.
Die Musiker des heutigen Abends besitzen beides. Und mehr.

BEN LORENTZEN (Norwegen) Gitarre, Gesang, Loopstation

Aufgewachsen ist Ben Lorentzen in einer musikliebenden Familien im äußersten Norden Norwegens, wo das Klima rau ist, die Landschaft majestätisch und die Sonne sechs Monate im Jahr hinter dem Horizont verborgen. Er selbst sagt: "Manche meinen, meine Musik sei dunkel und eindringlich, andere nennen sie Winter-Musik. Ich nenne sie einfach Acoustic Pop Noir".

Seine Eltern waren Fans von Hank Williams und Johnny Cash, als Kind lernte er ihre Songs. Früh wurde dabei das besondere Talent dieses Jungen erkennbar, der mit gerademal elf Jahren sein erstes eigenes Lied schrieb.
"Musik wurde für mich ein Ort des Trostes und der Kreativität, an dem ich träumen und atmen konnte. Als ich mein erstes Lied geschrieben hatte war ich eine Woche lang high. Das war etwas, was ich so noch nie erlebt hatte. Musik wurde mein Tor zur Religion, zum Unbekannten, zum Mysteriösen, zum Spirituellen."

Bereits als 19-jähriger Newcomer hat der gebürtige Norweger den ersten Plattenvertrag mit »EMI« in der Tasche. Im Jahr 2000 unterzeichnet er mit seiner Band »Brent« einen Vertrag mit »Universal« und veröffentlicht kurzerhand zwei Alben und eine EP, die es im norwegen Radio bis in die »Top 3« schafft.

Als Songwriter komponiert er Songs für Paal Flaata (»Midnight Choir«) und Martin Hagfors (»HomeGroan«) und arbeitet mit Musikern von »Madrugada«.
Im Jahr 2000 zieht er nach New York, überquert den Atlantik mit einem Koffer voller Songs. Schnell faßt er Fuß, arbeitet mit vielen amerikanischen Künstlern, bespielt legendäre Clubs wie »Bitter End« und »Hammerstein Ballroom«. 2015 veröffentlicht er seine erste Solo-CD »America«, die zweite »Pains & Pleasures of Intimancy« folgt 2017, Anfang 2020 erscheint »King of Bitter Sorrow«.

Ben Lorentzen ist ein - im besten Sinn gemeint - Musikbesessener:
"Musik ist meine Erlösung. Musik war der göttlichste Schritt, den ich in den dunkelsten und den hellsten Augenblicken meines Lebens getan habe. In meinen Liedern beschäftige ich mich mit Themen, die sowohl weh tun als auch aufrichten. Ich singe über die Schönheit des Lebens und auch die des Todes, der unser Leben umrahmt und ihm einen spirituellen Sinn gibt.“

ADAM GILES LEVY (England) Gesang, Gitarre, Loopstation

Ein Musikbesessener ist auch Adam Giles Levy.
Ursprünglich aus dem englischen Guildford kommend hat er die letzten Jahre in Kanada, Spanien und Großbritannien auf Tournee verbracht. Nebenbei hat er 2016 seine Debüt-EP »Unravelled« eingespielt, die ihm Dank wiederholter Sendungen bei der britischen »BBC« und beim spanischen Radio »RNE 3« besonders in diesen beiden Ländern viel Aufmerksamkeit und Popularität bescherte.

Neben unzähligen eigenen Konzerten muszierte er in dieser Zeit auch gemeinsam mit u.a. William Fitzsimmons und Mike Dawes, Noah Gundersen und Newton Faulkner. Der Erfolg seines Erstlings wirkte auf ihn wie ein Katalysator in Sachen Songwriting und künstlerisches Wachstum.

Inspiriert von den durchreisten Landschaften werden in seinen Songs die Geschichten der Orte und Menschen lebendig, die er auf seinem Weg kennengelernt hat. Voller Emotionen fließt seine Musik ebenso kraftvoll und treibend wie zart und fragil, immer aber auf den Punkt stimmig und echt.

Mit der im Juni 2018 veröffentlichten CD »Peninsula« im Gepäck muszierte er in acht europäischen Ländern, im November 2018 erstmals auch in dieser Konzertreihe, damals gemeinsam mit dem famosen »Anatomy of Frank«.

Das britische »Dirty Rock Magazine« beschreibt ihn als "Sänger wie ein rollender Stein, mit einer betörend schönen Stimme und Liedern, die das Herz berühren", »Insonoro« ergänzt "Es sind hypnotische Lieder voller Magie". Und für das spanische »La Hormigonera« ist Adam Giles Levy "ein absolut authentischer Troubadour, den man unbedingt Beachtung schenken sollte. Als Musiker ist er wie ein Rohdiamant, der bereit ist, entdeckt zu werden".


Diese letzten Sätze können und sollten unbedingt auf beide Musiker des heutigen Abends bezogen werden. Denn sowohl Ben Lorentzen als auch Adam Giles Levy besitzen dieses unverwechselbar eigene Flair, eine gänzlich eigene, überzeugende Musikalität, beeindruckendes Songwriting, großes instrumentales Können und Gesangs-Stimmen mit Gänsehauteffekt.
BUBE DAME KÖNIG
»Nachtländlein«
Von der Saale bis zur Irischen See. Neue Folkmusik
BUBE DAME KÖNIG


»Bube Dame König haben sich still und heimlich zu einem der besten Ensembles deutschsprachiger Folklore gemausert - und „Nachtländlein“ setzt diesen Höhenflug höchstwahrscheinlich noch fort. Ein Album, das bei jedem Hören noch besser wird.«
Rock`n Reel | UK

Nach »Traumländlein« (2015) folgt »Winterländlein« (2016) folgt »Nachtländlein« (2019) - soviel Konsequenz bei der Namensgebung ist selten.

Bereits mit ihrem Debut, der mit dem »Preis der deutschen Schallplattenkritik« geehrten ersten CD-Produktion »Traumländlein«, schufen die drei sympathischen Musiker ein märchenhaft anmutendes musikalisches Traumland, in dem es durchaus möglich ist, dass Anklänge und Melodien aus irischem, skandinavischem und französischem Folk auf deutsche Texte treffen, in denen alte Sagen und Legenden wieder lebendig werden.

Ein großes Herz haben die versierten Musiker auch für das romantische Volkslied, dem sie Arrangements abgewinnen, die man so schön und unprätentiös selten hört. „Dieses Trio wandelt traumwandlerisch sicher zwischen Schlichtheit und pointierter Virtuosität“, schrieb denn auch die Jury des »Preis der deutschen Schallplattenkritik« in die Begründung für die Preisverleihung.
Und der »Folker« ergänzt: „Ein Hochgenuss!“

Das im September 2019 erschienene »Nachtländlein« ist bereits die dritte CD dieses Trios, die neben den liebevollen Arrangements traditioneller Nacht- und Wiegenlieder noch so manche Überraschung bereit hält:
»Am Himmel steht der Mond so fahl« verknüpft eine Melodie afroamerikanischen Ursprungs mit einem fast
alptraumhaft anmutenden Text des Leipziger Lyrikers Thomas Kolitsch. Bei ihrer Version des bekannten niederdeutschen Volkslieds »Königskinder« überrascht die Band mit luftigem Groove und einem geradezu poppigen Refrain. Und mit dem Musicclip zum Song »Mittsommertraum« erzählt die Band ihre Version eines zauberhaften Feenmärchens nach keltischem Vorbild.

Ihr musikalisches Tun blieb nicht verborgen, besonders die Hörer und Fachmedien in den Ländern mit keltischen Traditionen widmen den Musikern euphorische Artikel und Rezensionen:
"The feel and sound of this excellent CD need no translation." (Sing Out! USA);
"Brilliant und charmant" (Celtic Rock Radio);
"A brilliant album of German folk music, which will appeal German and international audiences alike." (Folkworld).
THE FAMILY CREST | USA
»The News ... More infos next days«
Unkonventionell. Wagemutig. Energiegeladen.
Euphorische Songs zwischen Pop und Barock.
THE FAMILY CREST | USA

Die Musiker:
LAURA BERGMANN Flute | Percussion | Voice
GEORGE MOUSA SAMAAN Trombone
LIAM McCORMICK Voice and Guitar
ANTHONY FRANCESCHI Drums | Percussion
JOHN SEETERLIN Bass
CHARLY AKERT Cello
OWEN SUTTER Violin


Ihr Konzert im April 2019 in der Dresdner Dreikönigskirche war schlichtweg phenomenal.
Die Band um den Sänger und Komponisten Liam McCormick begeisterte mit enormen Können, fantasievoller Musikalität, enormer Leidenschaft, grenzenlos scheinender Kraft und Energie.

Nochmals in Dresden war Liam McCormick zu einem Solokonzert und wieder begeisterte er da sein Publikum mit seinen völlig eigenen Songs, die man kaum mit anderen vergleichen mag und seinem markanten Gesang, der ebenso völlig autark zu sein scheint.
Einziger möglicher Vergleich: Paradiesvogel Antony Hegarty, aber auch das nur manchmal.


Das barock anmutende und genresprengende Ensemble THE FAMILY CREST entstand als Idee des Komponisten, Sängers und Multi-Instrumentalisten Liam McCormick. 2009 startete er mit seiner Idee für ein Ensemble gemeinsam mit Mitbegründer John Seeterlin. Liam McCormick erzählt:

"Wir waren damals in einer anderen Band und waren desilliusioniert. John und ich hatten zu diesem Zeitpunkt eigentlich vor, mit der Musik gänzlich aufzuhören, aber andererseits wollten wir etwas schaffen und veröffentlichen, auf das wir noch Jahre später stolz sein wollten."

Anstatt die Musik zu verlassen, gingen sie es dieses Mal anders an. Sie starteten THE FAMILY CREST mit einer kühnen Vision, um eine musikalische Gemeinschaft zu bilden:
"Wir mochten es immer, Musik mit anderen Menschen zu machen – ein paar Leute zusammenzubringen und zusammen zu singen. Also machten wir überall Werbung dafür", sagt McCormick, "wir posteten auf Craigslist und mailten alten Freunden aus der Schule". Das Ergebnis war viel größer und gewaltiger als erwartete: Bei der ersten Aufnahme, die die Band produzierte, waren 80 Leute (Mitspieler) dabei!

So entstand THE FAMILY CREST als eine "nur" siebenköpfige Kern-Band, aber mit über 500 "Extended Family-Members". Die Stammfamilie hat bereits ausgiebig durch Nordamerika getourt, drei EPs und drei CDs veröffentlicht, darunter auch die von Kritikern gefeierte »Beneath the Brine« und, vor kurzem, »The War: Act I«, der erste Teil eines Projekts, welches mehrere Medien umfasst. "The War verkörpert die nächste Version von The Family Crest", sagt Liam McCormick. Tatsächlich enthüllt das Album eine Band, die noch mehr in Einheit mit ihrem eigenen, groß angelegten barocken Ekletizismus steht. Grenzen scheinen die Musiker keine zu kennen. Fantasie und Energie im Überfluß!

McCormick ist als Komponist und Arrangeur Autodidakt, seine Einflüsse reichen von Gustav Mahler und Schostakowitsch bis zu Miles Davis, Hauschka, Kings of Convenience, Suzanne Sundfør, Villagers und Wilco. Diese kreative Offenheit führt zu diesen gänzlich originellen und üppigen Klanglandschaften. Seine Vorliebe, Genregrenzen zu negieren und ineinander zu verbiegen, gepaart mit der freudvollen Power der Live Performances, führt zu dieser Hochstimmung ihrer Musik.

"Es gibt immer wieder neue Herausforderungen für alles was diese Band tut", meint Liam McCormick. "Wir haben uns immer wieder neue Projekte vorgenommen, für die wir bis zu einem bestimmten Grad noch gar nicht bereit waren. Aber es hat immer geklappt, also bleiben wir dabei weiterhin so unerbittlich, unserem Traum zu folgen."

Für das Frühjahr 2020 ist eine neue CD angekündigt. Infos dazu fehlen noch, werden aber schnellstmöglich nachgereicht.

Presse:

»Diese Musiker sind unglaublich! In ihren Konzerten geben sie Dir ihre schlagenden Herzen und ihre strahlenden Seelen, sie lassen Dich jubeln und sie fliegen mit Dir in eine andere Galaxie, mit anderen Regeln und anderen Gesetzen, mit einer anderen Musik, die bunt ist und genzenlos, voll Licht und Freude.«
San Francisco Night
DAVID MUNYON | USA
»Longer Road for the Songs«
Der Dieb der Herzen mit neuer CD.

DAVID MUNYON Gesang & Gitarre

»Die Songs fließen aus mir heraus.
Ich selbst habe sehr wenig damit zu tun, ich halte nur die Gitarre, nur den Stift beim Schreiben.«
David Munyon

Bei ihm von einem guten Bekannten zu sprechen ist untertrieben.
In Dresden wird David Munyon seid über zwanzig Jahren geliebt und verehrt - und auch der Musiker hat eine sehr enge Beziehung zu dieser Stadt und ihren Menschen.
Besonders seine Konzerte in der Dreikönigskirche sind lebendige Tradition - auch deshalb, weil es keinen anderen Raum in Dresden gibt, der passender wäre für seine Musik, sein tief spirituelles Denken und Fühlen, seine ebenso stille und leise wie intensive Musik.

„Stealer of hearts“ ist er mal genannt worden, und wenn er singt ist er genau das: ein liebevoller Dieb der Herzen. Denn in seinen Liedern verwandelt er uns, heilt unsere Verletzungen, nimmt unsere alt und hartgewordenen Herzen, besingt und kuriert sie in seiner unnachahmlichen Art, bis sie wieder lieben können.

Der Singer/Songwriter aus Alabama, USA musste seine für 2019 geplante Tournee wegen gesundheitlicher Probleme absagen. Das war traurig und bedauerlich für alle Beteiligten. Nun aber hat sich seine Gesundheit stabilisiert und zum Guten gewendet. Und die Vorfreude steigt, denn im Frühjahr 2020 wird er wieder nach Deutschland kommen. Mit im Gepäck hat er dabei sein neues Studioalbum »Longer Road for the Songs«.

Nur getragen von seiner intensiver Stimme, seinem unnachahmlichen Gitarrenspiel und seinen zeitlos schönen Songs wird der 66 jährige Liedermacher sein Publikum erneut verzaubern.
David freut sich auf ein Wiedersehen mir seinen zahlreichen Fans besonders in Dresden, der Stadt, die ihm wie keine zweite in Deutschland aufgenommen uns seine Lieder aufgesogen hat.
Und wer David kennt, weiß, dass er sich bei seinen Konzerten nie an irgendwelche im Voraus gemachte Setlisten gahalten hat sondern immer frei war und ist, auch ältere oder selten gespielte Songperlen aus seinem umfangreichen Schaffen auch der früheren Jahre zu präsentieren.

Nur eines kann als sicher gelten:
Da, wo David Munyon singt und spielt, da ist es mucksmäuschenstill.
Da ist die Konzentration der Zuhörer ungeteilt. Da ist die Aufmerksamkeit riesengroß.
Da schlagen die Herzer höher und manchmal schnürt es einem beim Zuhören sanft die Kehle zu.
Welcome, David!


P R E S S E:

»Munyons Songs, mit denen er sich und uns bis auf die Haut auszieht, bestehen aus relativ simplen Melodien. Bei denen ihm eine gute Partnerin zur Seite steht: Seine Gitarre. Beide aber öffnen uns ein Herz so groß wie die Welt und rennen dabei offene Scheunentore ein. Ich habe wirklich endlich begriffen, was Katharsis ist: Indem der Mann von Tod, Herzschmerz und Krieg singt, befreit er sich davon. Und uns auch.«
Dresdner Neueste Nachrichten

»Mit nur wenigen, prägnanten Gitarrenakkorden schafft dieser Barde der Landstraße eine vollendet zeitlose Songpoesie.«
Stereoplay

»Der Mann spielt die Akkorde mit einer derartigen Intensität, als könne jeder sein letzter sein.«
Kölner Stadtanzeiger

»Vollendete Songs und völlig zeitlos, da an keine Zeit gewandt als an die innere Uhr.«
Die Zeit

»David ist der Standard, an dem alle anderen gemessen werden.«
Brian Wilson

»Für mich ist er eines der letzten Mysterien dieses Planeten.«
Erik Burdon