Samstag, 23.02.2019

Theater ab 10,00 €
LA PLAZA - Mit deutschen und englischen Übertiteln
23.02.2019 in Berlin

Prägnant, brillant und unkonventionell: Das Theater von El Conde de Torrefiel sorgte in den letzten Jahren international für Beachtung. Die tragikomischen Arbeiten von Tanya Beyeler und Pablo Gisbert aus Barcelona, die zum ersten Mal 2017 am HAU waren, enthüllen eine Folge von absurden Tableaux Vivants, flankiert von Worten von unglaublicher Klarheit. Ihre neue HAU-Koproduktion “LA PLAZA” entwirft eine impressionistische Landschaft, die den öffentlichen Raum als reduziertes Modell der heutigen Welt versteht, gestaltet mit Hilfe von Licht, Klang und einer ätherischen, geisterhaften Ästhetik. Der Platz steht dabei für einen Ort des Aufeinandertreffens von Menschen und Geschichte, kollektiven Erinnerungen und unbekannter Zukunft. In einer Welt, die sich mit rasantem Tempo selbst überholt, wird Realität immer subjektiver, emotional besetzt und undurchdringbarer. Ein stetiger Konflikt herrscht zwischen der Sehnsucht nach dem Neuen und der Furcht vor dem Unbekannten. Von der unvorhersehbaren Zukunft eine Vorstellung zu erlangen, ist seit jeher ein großes Bestreben der Menschheit. Geschichten von dieser Suche zu erzählen, ist die Leidenschaft von El Conde de Torrefiel.

Incisive, brilliant and unconventional: The theatre of El Conde de Torrefiel has made quite a splash internationally in the last few years. The tragicomic works of Tanya Beyeler and Pablo Gisbert reveal a series of absurd tableaux vivant, flanked by words of incredible clarity. The newest piece “LA PLAZA” offers up an impressionistic landscape that sees public space as a reduced model of today’s world, shaped with the help of light, sound and an ethereal, ghostly aesthetic. The Plaza stands for a site where people converge with history, collective memories and an unknown future. In a world that is rapidly overtaking itself, reality becomes more and more subjective, emotionally charged and impenetrable. A constant conflict reigns between the longing for the new and the fear of the unknown. It has long been one of humanity’s great aspirations to get some idea about our unpredictable future. Telling stories about this search is the passion of El Conde de
Theater ab 16,50 €
EchoChamberMusic
23.02.2019 in Berlin

Wer in der Echokammer sitzt, hört nicht viel, das Wenige aber enorm verstärkt. In sozialen Medien ergeht es uns ganz ähnlich: Wir bekommen die eigene Meinung hundertfach gespiegelt und erfahren sie dadurch verstärkt. Die Gegenstimmen aber verstummen im Algorithmus. Dieser Effekt in den sozialen Netzwerken trägt den Namen des Raumes akustischer Verstärkung: Echokammer.

Gemeinsam mit der Klangkünstlerin Cathy van Eck sucht das experimentierfreudige Quartett DieOrdnungDerDinge mit assoziativer Leichtigkeit und Humor nach Querverbindungen und Parallelen zwischen akustischen, medialen und musikalischen Aspekten des Echo-Phänomens.

In welchen Echokammern des Alltags sitzen wir fest? Welcher Algorithmus lässt sich dafür schreiben? Wie könnte der klingen? Und lässt sich mittels eines Algorithmus ein Konzert programmieren, das genau den Vorlieben des Publikums entspricht?

Als musikalisches Material dienen dem Ensemble zeitgenössische Kompositionen, die überwiegend für EchoChamberMusic in Auftrag gegeben wurden, um das Echo zum Klingen zu bringen. DieOrdnungDerDinge greift aber auch auf die Echomotivik der Renaissance- und Barockmusik zurück, die den Nachhall bereits vor vielen Jahrhunderten als Inspirationsquelle für Kanon und Fuge nutzte. Zudem ist der griechische Mythos um Echo und Narziss für das Konzertprogramm philosophischer Assoziationsraum.

VON UND MIT Iñigo Giner Miranda (Stimme) / Vera Kardos (Geige) / Cathrin Romeis (Cello) / Meriel Price (Saxophon) KOMPOSITIONEN Cathy van Eck / Alvin Lucier / Carola Bauckholt / Tom Rojo Poller/ Iñigo Giner Miranda / Oscar Escudero / Christoph Willibald Gluck / Orlando di Lasso / Henry Purcell KONZEPT Cathrin Romeis MUSIKALISCHE LEITUNG Iñigo Giner Miranda AUSSTATTUNG Ángela Ribera DRAMATURGIE Franziska Seeberg TECHNISCHE LEITUNG Alexander Choeb ASSISTENZ Paula Knüpling PRODUKTIONSLEITUNG ehrliche arbeit – freies Kulturbüro PRODUKTION DieOrdnungDerDinge GEFÖRDERT von Senatsverwaltung für Kultur und Europa / Musikfonds aus Mitteln der Beauftragten der Bunderegierung für Kultur und Medien KOOPERATION Theaterdiscounter Berlin MEDIENPARTNER taz.die tageszeitung

STÜCKE (Auswahl) Orlando di Lasso “Echokanon“ (1581) / Christoph Willibald Gluck “Echo et Narcisse“ (1779) / Henry Purcell “Suite Nr.2“ / Alvin Lucier “Vespers. acoustic orientation by means of echolocation, for players with hand-held echolocation devices“ (1968) / Carola Bauckholt “Doppelbelichtung“ (2016) / Neukompositionen von Cathy van Eck / Iñigo Giner Miranda / Tom Rojo Poller

DIEORDNUNGDERDINGE hat sich seit Gründung 2011 auf die Gestaltung und Erprobung eines Repertoires an der Schnittstelle von Konzert, Performance und Theater spezialisiert. Gemeinsam entwickeln die vier Musiker*innen originelle Präsentationsformen, die für ihr Konzert-Setting den Raum und szenische Aktionen mitdenken: Musikalische und performative Phantasie stehen gleichberechtigt nebeneinander und Konzert und Inszenierung verschränken sich. "DieOrdnungDerDinge" war mit seinen Produktionen u.a. beim "Transparent Sound Festival" in Budapest, im "Guggenheim Museum Bilbao", aber auch am "Züricher Schauspielhaus" und im "Gare du Nord Basel" zu Gast.
Kinderveranstaltung ab 17,50 €
Michel aus der Suppenschüssel - Ein Urania-Familienkonzert mit Zimtschnecken-Backworkshop
23.02.2019 in Berlin

Michel aus Lönneberga ist eine sehr lebendige, musikalische Lesung mit original schwedischer Volksmusik - nach Astrid Lindgrens Kinderbuch-Klassiker. Dabei kommt dem „Michel-Lied“ eine besondere Bedeutung zu, da es immer dann gesungen wird, wenn Michel wieder einmal Unfug gemacht hat. Besonderes Highlight dieser Veranstaltung ist das Zimtschneckenbacken, bei dem sich ab 14.00 Uhr die Kinder in Begleitung ihrer (Groß)eltern unter fachkundiger Anleitung seitens der Schwedischen Viktoria-Gemeinde betätigen können. Nach dem Konzert dürfen die frischen Zimtschnecken gemeinsam verspeist werden!

Die lebendigen Urania-Familienkonzerte begeistern kleine wie große Zuschauer. Sie führen auf unterhaltsame und zugleich lehrreiche Weise in die Welt der (klassischen) Musik ein. Einzelne Zusatzangebote wie das beliebte Instrumenten-Karussell (Konzert „Peter und der Wolf“) oder das traditionelle Zimtschneckenbacken (Konzert „Michel aus der Suppenschüssel“) machen die Veranstaltungen zu einem ganz besonderen Erlebnis!
Die künstlerische Leitung der Konzerte liegt in den Händen des Dirigenten, Komponisten und Musikpädagogen Andreas Peer Kähler. Er studierte Dirigieren und Komposition an der UdK Berlin sowie als DAAD-Stipendiat in Schweden und Finnland bei Jorma Panula und Eric Ericsson. Großen Einfluss auf seinen künstlerischen Werdegang hatte die Begegnung mit Sergiu Celibidache, bei dem er Dirigierkurse und Vorlesungen über musikalische Phänomenologie besuchte.

Andreas Peer Kähler, Dirigent, Musikpädagoge, Berlin

Die Michel-Combo, bestehend aus Violine, Blockflöte/Klarinette, Akkordeon, Kontrabass

Dauer: ca. 60 Min., keine Pause, ab 5 Jahren.

Eintritt einschl. Workshop: Kinder bis 11 Jahre: 8 € / Erwachsene: 15 € (erm. 13 €) / Urania-Mitglieder: 10 €

Reservierte Karten bitte bis 15.02. abholen. Danach gehen sie in den Vorverkauf zurück.

Illustration (c) Tanja Székessy