Montag, 23.07.2018

Ausstellung
Kirchner und die »Künstlergemeinschaft Brücke«
23.07.2018 in Stuttgart

Begleitend zur großen Ausstellung »Ernst Ludwig Kirchner. Die unbekannte Sammlung« zeigen wir im Graphik-Kabinett Zeichnungen und Druckgraphiken weiterer Mitglieder der Künstlergemeinschaft »Brücke«, die Kirchner ab 1905 um sich geschart hatte: Erich Heckel (1883-1970), Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976), Emil Nolde (1867-1956), Max Pechstein (1881-1955) und Otto Mueller (1898-1979) sind mit Zeichnungen, Holzschnitten, Radierungen und Lithographien aus unserem reichen Bestand vertreten.



 



Thematisch erstreckte sich die Palette vor allem auf die Darstellung des Menschen: Diese ist vom Naturvorbild gelöst und erscheint in spontaner, vereinfachter, die Fläche betonender Weise. Der Verzicht auf Proportionen und Perspektive widerspricht der eigentlichen akademischen Tradition. So entstanden emotionale, »expressionistische« Werke, die den Menschen hauptsächlich in der Großstadt (Straßen- und Varietészenen) aber auch in der Natur (Akt, Badende) zeigen.



 



Insbesondere in der Graphik, geprägt von Vorbildern wie Paul Gauguin oder Edvard Munch, dienten leuchtende Farben wie auch grob geschnittene Holzstöcke in plakativem Schwarz-Weiß den Künstlern dazu, ihren Gefühlen und Leidenschaften unmittelbar Ausdruck zu verleihen. Seit 1911 wird dies mit dem Begriff »Expressionismus« sowohl in der Kunst aber auch gleichbedeutend in der Literatur umschrieben.




Di, Mi, Fr - So 10.00-18.00 Uhr
Do 10.00 - 20.00 Uhr
Mo geschlossen
dienstags und mittwochs Sonderöffnungen für angemeldete Schulgruppen ab 9 Uhr, Anmeldung unter: fuehrungsservice@staatsgalerie.de
Ausstellung
Ernst Ludwig Kirchner
23.07.2018 in Stuttgart

Die Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart beherbergt den großen Schatz von 81 Zeichnungen sowie 84 Druckgraphiken und einigen illustrierten Büchern von Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), dem Mitbegründer der Künstlergemeinschaft »Brücke«. Alle seine Schaffensperioden und wichtigen Themen wie Großstadt und Tanz, Landschaften auf Fehmarn sowie die Alpen und anderes sind in diesem bemerkenswerten Bestand vertreten. Vor allem Kirchners Druckgraphik ist außergewöhnlich, gibt es die einzelnen Blätter doch nur selten in Auflagen, sondern oft nur in jeweils wenigen Handdrucken.



 



Die zuletzt als Gesamtkomplex 1980 ausgestellten Werke werden 2018, im 80. Todesjahr des Künstlers, in einer Ausstellung präsentiert, begleitet von einem Bestandskatalog.



 



Alle vom Museum bereits in den 1920er Jahren erworbenen Druckgraphiken Kirchners wurden 1937 als »entartet« beschlagnahmt, so dass der Aufbau der Stuttgarter Kirchner-Sammlung erst nach dem Zweiten Weltkrieg beginnen konnte: Neben diversen Ankäufen und Geschenken von 1947 an bis in die 1970er Jahre war es vor allem das Konvolut von 143 Zeichnungen und Druckgraphiken, das 1957 in die Sammlung kam und dessen Herkunft mit »Sammlung Dr. Gervais, Zürich / Lyon« angegeben wurde. Mit dieser Provenienz gibt es in vielen Museen Kirchner-Blätter, aber der Sammler blieb lange Zeit ein Rätsel. Ein mittlerweile abgeschlossenes Forschungsprojekt der Staatsgalerie Stuttgart hat gezeigt, dass alle Blätter aus dem Nachlass des Künstlers bzw. seiner Witwe Erna Kirchner (1884-1945) stammen und dass die »Sammlung Gervais« offenbar eine Erfindung des Kirchner-Schülers Christian Laely (1913–1992) war, um die Werke trotz Vermögenssperre nach Deutschland verkaufen zu können.




Di, Mi, Fr - So 10.00-18.00 Uhr
Do 10.00 - 20.00 Uhr
Mo geschlossen
dienstags und mittwochs Sonderöffnungen für angemeldete Schulgruppen ab 9 Uhr, Anmeldung unter: fuehrungsservice@staatsgalerie.de
Ausstellung
#meinMuseum
23.07.2018 in Stuttgart

Im kommenden Jahr 2018 feiert die Staatsgalerie Stuttgart ihr 175-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum ist Anlass, die wechselvolle Geschichte des Hauses und seiner Sammlung zu erzählen und einen Blick hinter die Kulissen des Museumsbetriebs zu werfen. Erstmals wird die Geschichte dabei am Beispiel wichtiger Wegmarken und Zäsuren im Überblick dargestellt.



Gezeigt wird, wie sich das Haus über die Jahrzehnte und vor allem in der Nachkriegszeit als eines der wichtigsten Museen für die Kunst der Moderne in Deutschland positionierte.





Die Öffnung für die Kunst der Gegenwart war dabei keine stringente Entwicklung. Ihr ging eine gesellschaftliche, und immer wieder auch politische, Diskussion voraus, die zu wiederholten Neuausrichtungen der Staatsgalerie führte. Teils wurde intensiv um die Prämissen gerungen, nach denen gebaut, gesammelt, restauriert, ausgestellt und vermittelt werden sollte. Davon zeugen heute vier stilistisch ganz unterschiedliche Gebäude und die vielfältigen Sammlungsschwerpunkte des Museums. Nicht jede Entscheidung von Direktoren stand von vorne herein im Konsens mit der öffentlichen Meinung. Die Stuttgarterinnen und Stuttgarter haben immer klar formuliert, welchen Anspruch sie an ›ihr‹ Museum haben und wann sie ihre Erwartungshaltungen nicht eingelöst fanden. Zwangsläufig war die Geschichte der Staatsgalerie so von mitunter heftigen Debatten begleitet. Dies verdeutlicht: das Kunstmuseum ist kein hermetischer Ort, sondern eine zutiefst in der bürgerlichen Gesellschaft verankerte Institution, die alle angeht.




Di, Mi, Fr - So 10.00-18.00 Uhr
Do 10.00 - 20.00 Uhr
Mo geschlossen
dienstags und mittwochs Sonderöffnungen für angemeldete Schulgruppen ab 9 Uhr, Anmeldung unter: fuehrungsservice@staatsgalerie.de
Ausstellung
In Stuttgart zu Hause
23.07.2018 in Stuttgart

Was bedeutet es eigentlich in Stuttgart zu Hause zu sein? Welche Menschen, Gefühle und Dinge gehören für mich dazu?



In der Mitmachausstellung befassen sich Kinder und Jugendliche mit diesen Fragen. Sie zeigen mit  verschiedenen künstlerischen Techniken ihren Blick auf ihr eigenes Zuhause in Stuttgart, zeichnen ein diverses Bild ihrer Stadt und loten aus, was für sie ein gutes Zusammenleben ausmachen kann. In der Ausstellung wird nicht nur die Frage danach gestellt, was das eigene Zuhause ist, sondern auch ob die Objekte des Linden-Museums in Stuttgart zu Hause sind. „In Stuttgart zu Hause“ verbindet die Themen Zugehörigkeit und Ausschluss mit dem kolonialen Diskurs um Sammlungsobjekte.



Viele Kunstwerke in der Ausstellung entstehen im Vorfeld: Grundschüler*innen malen ihr eigenes Zuhause mit der Künstlerin Patricia Thoma, die seit 2014 mit Kindern aus aller Welt zum Thema Heimat arbeitet. Der Jugendclub des Linden-Museums begibt sich auf eine kreative Forschungsreise durch Stuttgart. Jugendliche aus dem Jugendhaus INZEL Bad



 



 



Cannstatt erstellen für die Ausstellung im Rahmen eines einwöchigen Workshops mediale Arbeiten. Künstlerisch begleitet werden sie dabei von Student*innen der Merz-Akademie und ihrer Dozentin, der Künstlerin Ülkü Süngün, deren Interessensschwerpunkt auf einem postkolonial-kritischen Ansatz liegt. In Mitmachstationen können alle Besucher*innen ihr Bild einer vielfältigen Stadt gestalten.



Das Linden-Museum Stuttgart verfolgt in der Ausstellung einen intersektionalen und transkulturellen Ansatz und arbeitet mit Anti-Bias-Methoden, Methoden des dialogischen Lernens sowie künstlerischen Techniken, um für Machtstrukturen zu sensibilisieren und deren Reproduktionen zu vermeiden.



In Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg



Im Rahmen von SWICH (Sharing a World of Inclusion, Creativity and Heritage), kofinanziert vom Creative Europe Programme der Europäischen Union




Di bis Sa von 10 bis 17 Uhr, So und Fei von 10 bis 18 Uhr
Theater & Comedy - Sonstige
Schulprojekt Samara Gymnasium Nr. 4/ Leibniz-Gymnasium - Bin ich, oder was?
23.07.2018 in Stuttgart

Theaterprojekt zum Thema „Identität“ : Die Schulpartnerschaft zwischen dem Gymnasium Nr. 4 in Samara und dem Leibniz-Gymnasium Stuttgart ist integriert in die Städtepartnerschaft Stuttgart-Samara, die dieses Jahr ihr 25. Jubiläum feiert.
Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten soll ein Theaterprojekt in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Renitenztheater verwirklicht werden. Für dieses Projekt konnte der Regisseur Christian Achmed Gad Elkarim gewonnen werden, der die Theaterarbeit zusammen mit dem Schauspieler und Intendanten des Renitenztheaters, Sebastian Weingarten, leiten wird.
Christian Achmed Gad Elkarim schreibt für dieses Projekt eigens ein Theaterstück zum Thema Identität, der vorläufige Titel lautet: „Bin ich, oder was?“
Im Rahmen des Stückes soll überlegt werden, was die Identität jedes Einzelnen eigentlich ausmacht. Diese Frage soll im Vergleich mit „den Anderen“ behandelt werden. Zentrale Gedanken, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler durch die Beschäftigung mit dem Theaterstück auseinandersetzen werden, sind folgende:
• Hängt die eigene Identität davon ab, welcher Nation ich angehöre und wenn dem so wäre, ergibt sich aus dieser Zugehörigkeit eine Verantwortung?
• Begründet sich die eigene Identität in der Sprache und was würde das für den Umgang miteinander bedeuten?
• Welche Rolle spielt die Sprache für das Verständnis der eigenen Person und für das Verständnis des Fremden?
• Wie ist das Verhältnis von Selbstbild und Fremdbild und wie entstehen im Spannungsverhältnis von Selbstbild und Fremdbild Antipathie und Feindschaft, wie Sympathie und Freundschaft?
Das Stück soll zweisprachig deutsch-russisch gestaltet werden, im Laufe der Probenarbeiten, bekommen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, eigene Überlegungen und Erfahrungen zum Thema einfließen zu lassen.
Darsteller: Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Nr. 4 Samara und Leibniz-Gymnasium Stuttgart sowie Sebastian Weingarten, Schauspieler und Intendant des Renitenztheater. Bühnenautor/Regisseur: Christian Achmed Gad Elkarim

Einlass 18.45 h

Dienstag, 24.07.2018

Ausstellung
Kirchner und die »Künstlergemeinschaft Brücke«
24.07.2018 in Stuttgart

Begleitend zur großen Ausstellung »Ernst Ludwig Kirchner. Die unbekannte Sammlung« zeigen wir im Graphik-Kabinett Zeichnungen und Druckgraphiken weiterer Mitglieder der Künstlergemeinschaft »Brücke«, die Kirchner ab 1905 um sich geschart hatte: Erich Heckel (1883-1970), Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976), Emil Nolde (1867-1956), Max Pechstein (1881-1955) und Otto Mueller (1898-1979) sind mit Zeichnungen, Holzschnitten, Radierungen und Lithographien aus unserem reichen Bestand vertreten.



 



Thematisch erstreckte sich die Palette vor allem auf die Darstellung des Menschen: Diese ist vom Naturvorbild gelöst und erscheint in spontaner, vereinfachter, die Fläche betonender Weise. Der Verzicht auf Proportionen und Perspektive widerspricht der eigentlichen akademischen Tradition. So entstanden emotionale, »expressionistische« Werke, die den Menschen hauptsächlich in der Großstadt (Straßen- und Varietészenen) aber auch in der Natur (Akt, Badende) zeigen.



 



Insbesondere in der Graphik, geprägt von Vorbildern wie Paul Gauguin oder Edvard Munch, dienten leuchtende Farben wie auch grob geschnittene Holzstöcke in plakativem Schwarz-Weiß den Künstlern dazu, ihren Gefühlen und Leidenschaften unmittelbar Ausdruck zu verleihen. Seit 1911 wird dies mit dem Begriff »Expressionismus« sowohl in der Kunst aber auch gleichbedeutend in der Literatur umschrieben.




Di, Mi, Fr - So 10.00-18.00 Uhr
Do 10.00 - 20.00 Uhr
Mo geschlossen
dienstags und mittwochs Sonderöffnungen für angemeldete Schulgruppen ab 9 Uhr, Anmeldung unter: fuehrungsservice@staatsgalerie.de
Ausstellung
Ernst Ludwig Kirchner
24.07.2018 in Stuttgart

Die Graphische Sammlung der Staatsgalerie Stuttgart beherbergt den großen Schatz von 81 Zeichnungen sowie 84 Druckgraphiken und einigen illustrierten Büchern von Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), dem Mitbegründer der Künstlergemeinschaft »Brücke«. Alle seine Schaffensperioden und wichtigen Themen wie Großstadt und Tanz, Landschaften auf Fehmarn sowie die Alpen und anderes sind in diesem bemerkenswerten Bestand vertreten. Vor allem Kirchners Druckgraphik ist außergewöhnlich, gibt es die einzelnen Blätter doch nur selten in Auflagen, sondern oft nur in jeweils wenigen Handdrucken.



 



Die zuletzt als Gesamtkomplex 1980 ausgestellten Werke werden 2018, im 80. Todesjahr des Künstlers, in einer Ausstellung präsentiert, begleitet von einem Bestandskatalog.



 



Alle vom Museum bereits in den 1920er Jahren erworbenen Druckgraphiken Kirchners wurden 1937 als »entartet« beschlagnahmt, so dass der Aufbau der Stuttgarter Kirchner-Sammlung erst nach dem Zweiten Weltkrieg beginnen konnte: Neben diversen Ankäufen und Geschenken von 1947 an bis in die 1970er Jahre war es vor allem das Konvolut von 143 Zeichnungen und Druckgraphiken, das 1957 in die Sammlung kam und dessen Herkunft mit »Sammlung Dr. Gervais, Zürich / Lyon« angegeben wurde. Mit dieser Provenienz gibt es in vielen Museen Kirchner-Blätter, aber der Sammler blieb lange Zeit ein Rätsel. Ein mittlerweile abgeschlossenes Forschungsprojekt der Staatsgalerie Stuttgart hat gezeigt, dass alle Blätter aus dem Nachlass des Künstlers bzw. seiner Witwe Erna Kirchner (1884-1945) stammen und dass die »Sammlung Gervais« offenbar eine Erfindung des Kirchner-Schülers Christian Laely (1913–1992) war, um die Werke trotz Vermögenssperre nach Deutschland verkaufen zu können.




Di, Mi, Fr - So 10.00-18.00 Uhr
Do 10.00 - 20.00 Uhr
Mo geschlossen
dienstags und mittwochs Sonderöffnungen für angemeldete Schulgruppen ab 9 Uhr, Anmeldung unter: fuehrungsservice@staatsgalerie.de