Donnerstag, 21.06.2018

Ausstellung
70 Jahre Seerose
21.06.2018 in München

Ausstellung im Kunstkabinett & Skulpturen im Innenhof



Seit dem Jahr 1948 trafen sich die Münchner Künstler, die den 2. Weltkrieg, den Bombenhagel, Gefangenschaft oder Verfolgung durch das Naziregime überlebt hatten, in einem der wenigen wiedergeöffneten Lokale, der Schwabinger SEEROSE. Aus diesem Treffen entstand der Münchner Künstlerstammtisch SEEROSENKREIS.



Gründungsväter waren u. a. der Schauspieler Gustl Weigert, der Dichter Peter Paul Althaus und der Maler Hermann Geiseler. Die Seerose ist bis heute kein Verein, sondern nach ihrem Selbstverständnis eine offene Gruppierung, so etwas wie eine Künstlerheimat von durchaus familiärem Charakter. Sprecher für den offenen Kreis der bildenden Künstler ist Tobias Krug.



Die Bildenden Künstler vergeben seit mittlerweile über 40 Jahren alljährlich den von der Stadt München finanzierten Seerosenpreis, darüber hinaus seit einigen Jahren auch den Wanderpreis Seerosenring. Erhalten haben ihn bislang u.a. Sylvie de Muralt, Baldur Geipel, Erhard Paskuda, Hans-Jörg Dürrmeier, Manfred Mayerle, Dr. Hans-Jochen Vogel, Dr. Franz Forchheimer und Konrad Hetz.



Weitere Programmpunkte



29.01.2018 um 19 Uhr im Allotriakeller

Vortrag über die Zeit der Anfänge der Seerose, durch Dr. Franz Forchheimer, Stadtrat a.D.



25.06.2018 um 19 Uhr im Allotriakeller

Lesung aus "Auf Entdeckungsreise zur Geschichte des Münchner Seerosenkreises" von Irene Hallmann-Strauss




Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.
Kunst & Kultur
DRAUSSEN VOR DER TÜR
21.06.2018 in München

Regie, Bühne, Kostüme, Dramaturgie: Philip Lemke, Philipp Rosenthal, Nora Schulte

Licht: Benjamin Schmidt



Mit: Philip Lemke, Philipp Rosenthal, Nora Schulte





Produktion und Veranstalter: GbR Schöfl u.a."Draußen vor der Tür"





Der Kriegsheimkehrer Beckmann kommt nach dreijähriger Kriegsgefangenschaft nach Deutschland zurück. Immer noch traumatisiert von seinen Erlebnissen als Soldat im 2. Weltkrieg und getrieben von den Fragen nach Moral und Verantwortung, muss er sehen, wie die Menschen ihr normales Leben wieder aufgenommen und die unbequeme Vergangenheit so gut wie möglich verdrängt haben.

Jede einzelne Begegnung, ob mit seinem ehemaligen Vorgesetzten im Krieg, ob mit dem Kabarettdirektor, bei dem er für eine Anstellung vorspricht, oder der Nachmieterin seiner inzwischen verstorbenen Eltern, lässt Beckmann alleine und ohne Antworten zurück.

So bleibt er der von der Gesellschaft ausgespuckte, nicht mehr integrierbare Außenseiter, der ein ums andere Mal draußen vor der Tür abgewiesen wird, denn Verantwortung für das Geschehene will keiner übernehmen.



Nora Schulte, Philip Lemke und Philipp Rosenthal, Studierende des Studiengangs Schauspiel der Theaterakademie August Everding/Hochschule für Musik und Theater, haben Borcherts berühmtes Nachkriegsdrama gemeinsam bearbeitet.

Die Auseinandersetzung mit dem Stück und seinen Themen - Krieg, Zerstörung, Flucht, Existenzangst, Abschiebung – ließ sie dabei mühelos die Brücke zum aktuellen Geschehen schlagen: Beckmanns Krieg ist nicht nur ein vergangener...



"Und [ins Metropoltheater] passt [der Abend] prima hin, nicht nur aufgrund seiner Erzählweise (...), sondern auch, weil "Draußen vor der Tür" bei Lemke, Rosenthal und Schulte unglaublich spannend, bewegend und heutig ist - und ein Fest der Spiellust. Fast reibt man sich die Augen: Drei Studis im dritten (Philip Lemke) und vierten (Philipp Rosenthal und Nora Schulte) Jahr bearbeiten, inszenieren und spielen einen dazu noch selbst eingerichteten Klassiker der Theaterliteratur. Und man spürt in jedem Moment, dass es ihnen ein Anliegen ist, vom Schmerz eines innerlich zerrissenen Menschen zu erzählen und die Frage an uns weiterzugeben, wie wir es nach wie vor schaffen, das "Meer aus Toten" zu ignorieren und das Leid vor unseren Türen." (SZ)



"Dem Darstellertrio, das sich selbst inszenierte, gelingt eine Aufführung von erstaunlicher Vitalität. Was Wolfgang Borchert seinerzeit an authentischer Leiderfahrung und an zorniger Resignation in wuchtigen Expressionismus gehämmert hat, wird hier in nur einer Stunde hoch verdichtet zu einer zeitlosen Anklage einer Jugend im wehrtauglichen Alter." (Abendzeitung)





Preis: € 19,-

Ermäßigung: € 4,-

Junior-Ermäßigung (für Studenten/FSJler/Auszubildende bis zum 27. Lebensjahr): € 6,-

Montag und Dienstag = Theatertag: € 4,- Ermäßigung auf den Kartenpreis


Freitag, 22.06.2018