Mittwoch, 21.02.2018

Donnerstag, 22.02.2018

Kunst & Kultur
Venedig im Schnee
22.02.2018 in Cottbus

Aus dem Französischen von Annette und Paul Bäcker



Nathalie und Jean-Luc sind überglücklich miteinander. Die Sanierungsarbeiten ihrer Pariser Altbauwohnung sowie die Hochzeitsvorbereitungen laufen auf Hochtouren, als Jean-Luc zufällig seinem ehemaligen Studienkollegen Christophe begegnet. Spontan lädt Jean-Luc den alten Freund zu einem gemeinsamen Abendessen ein. Leicht verspätet erscheint dieser mit seiner Freundin Patricia bei den Gastgebern. Leider ist Patricia mehr als schlecht gelaunt – ihre Beziehung zu Christophe steht gerade auf der Kippe und das verliebte Geturtel von Nathalie und Jean-Luc ist für sie unerträglich. Vor Wut bringt sie kein Wort heraus, was Nathalie zu der arglosen Annahme veranlasst, Patricia sei schlichtweg der Landessprache nicht mächtig. Patricia ist perplex. Doch im Reflex lässt sie sich auf die Idee ein, sie sei tatsächlich Ausländerin und gewinnt im Laufe des Abends zunehmend Spaß an dem Gedanken.



Zum Entsetzen Christophes erfindet Patricia das unbekannte „Chouwenien“ und eine landesübliche Phantasiesprache, in der sie sich mit den bemüht radebrechenden Gastgebern unterhält. Diese fallen nicht nur auf Patricias vorgetäuschte Identität herein, sondern glauben, ihr und ihrem gebeutelten, chouwenischen Volk etwas Gutes tun zu müssen und vermachen der vermeintlich Bedürftigen lauter Dinge, die sie selbst nicht mehr benötigen. Dabei bemerken sie nicht, wie sie selbst in ihrem positiven Rassismus vorgeführt werden. Doch Patricia, die nach und nach ihre Zuneigung zu Christophe wiederentdeckt, treibt ihr Spiel weiter, bis sogar ein billiges Souvenir, eine Schneekugel mit einer Ansicht Venedigs, die Besitzerin wechselt.


Freitag, 23.02.2018

Samstag, 24.02.2018

Eventreisen
Ins Riesengebirge nach Jelenia Gora und Karpacz
24.02.2018 in Cottbus

Karpacz - unser Ausflug 1
Etwa 6.000 Einwohner leben im bekannten Fremdenverkehrsort Krummhübel / Karpacz. Das Örtchen liegt an der Straße zum Pass auf dem Brückenberg im Riesengebirge, welches sich an der polnisch-tschechischen Grenze, in etwa 20 km breite und 40 km länge erstreckt. Die Bergwelt des Riesengebirges ist dabei sehr abwechslungsreich. Viele Geschichten und Sagen werden über dieses Gebiet erzählt, am bekanntesten ist wahrscheinlich die Geschichte von Rübezahl, einem der bekanntesten Geister der deutschen Sagenwelt.
Eine Sehenswürdigkeit ist die Stabkirche Wang, eine mittelalterliche norwegische Stabholzkirche aus Vang, die 1841 vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV. erworben und in Brückenberg, mittlerweile Ortsteil von Krummhübel im Riesengebirge wieder aufgebaut wurde.
Außerdem haben wir die mit 1602 m und damit höchsten Erhebung des Riesengebirges, die Schneekoppe, genau im Blick. Zu Ihr kommt man bequem mit einem Sessellift.
Für Daheimgebliebene sind die handgeschnitzten Holzfiguren beliebte Mitbringsel. Sie gibt es in allen möglichen Größen, Farben und Formen.
Erleben Sie das winterliche Riesengebirge, sowie die Kirche Wang mit unserem Ausflug 1. Natürlich auch mit einem deftigen Mittagessen.

Jelenia Gora - unser Ausflug 2
Die Stadt Jelenia Góra bzw. Hirschberg liegt am Fuße des Riesengebirges, im Tal des Bóbr, in den westlichen Sudeten. Schon früh wurde die Stadt ein wichtiger Handelsstützpunkt, heute ist sie ein wichtiges Gewerbezentrum.
Die Geschichte der Stadt begann mit dem Bau einer Burg im Jahre 1004. Nur wenige Jahre später entstand am Fuße dieser Burg eine Siedlung. Diese Siedlung entwickelte sich in Ihrer Blütezeit, im 15. und 16. Jahrhundert, zu einer ansehnlichen Stadt. Vor allem das Handels- und Tuchmachergewerbe entwickelten sich hier sehr stark.
Während des zweiten Weltkriegs wurde die Stadt nur geringfügig zerstört, die barocke sehr schöne Altstadt ist daher erhalten geblieben. Den Marktplatz - Rynek - schmücken sehr schöne alte Bürgerhäuser mit mächtigen Arkaden.
Der bekannteste Hügel der Stadt – Góry Sokole - ist etwa 650 m hoch. Hier ließen sich Künstler schon mehrfach inspirieren. Im Allgemeinen bietet Jelenia Gora viele schöne Sehenswürdigkeiten.
Die Hütte Julia ist eine der wenigen existierenden Herstellungsbetriebe von Kristallglas in Polen. Hier werden handgeformte und handgeschliffene Produkte hergestellt und weltweit veräußern.
Eine traditionelle Herstellungstechnik und vielfältige Produktpalette unterscheidet unser Angebot von Angeboten anderer Herstellungsbetriebe.
Besuchen Sie mit unserem Ausflug 2 neben der Riesengebirgsrundfahrt auch die Glashütte Julia. Zeit für einen Werkseinkauf ist eingeplant!

Zustiege: Cottbus, Spremberg, Weißwasser, Horka, Görlitz

Die geplanten und aktuellen Fahrzeiten erhalten Sie auf
http://www.ldcev.de, unter Fahrzeiten.

Bitte erfragen Sie die gültigen Fahrzeiten ca. 3 Tage vor der Fahrt unter http://www.ldcev.de oder Telefon 03 55 - 3 81 76 46.
Kunst & Kultur
Don Giovanni
24.02.2018 in Cottbus

Dramma giocoso in zwei Akten KV 527 von Wolfgang Amadeus Mozart

Libretto von Lorenzo da Ponte | Herausgegeben von Wolfgang Plath und Wolfgang Rehm

(Neue Mozart-Ausgabe) | Aufführung italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln



Don Juans unstillbarer Lebenshunger, seine sexuelle Hyperaktivität und strotzende Vitalität sind legendär. Ebenso, dass er mit vielen Frauen kompromisslos und in völliger Hingabe den Augenblick genießt. In Mozarts Oper DON GIOVANNI behauptet der Diener Leporello, dass sein Herr es länder- und altersübergreifend mit fast 2000 Frauen getrieben habe und dass jede Einzelne von ihm und seiner Persönlichkeit fasziniert sei. Giovannis rückhaltloser Lebensanspruch schließt seine Ablehnung ein, im Gefüge der Gesellschaft zu funktionieren und sich den gesellschaftlichen Spielregeln, Geboten und Tabus unterzuordnen. Er ignoriert sie, weil sie ihn daran hindern, so zu leben, wie er will. Aber diese anarchische Selbstverwirklichung bringt ihn in Konflikte mit dem Gesetz – gleichzeitig beginnen plötzlich die Abenteuer des spanischen Verführungskünstlers fehlzuschlagen. Als ihn der altehrwürdige Komtur im Schlafzimmer seiner Tochter Anna überrascht, tötet ihn Don Giovanni im Duell. Auch die junge Braut Zerlina – die eigentlich seinem Beuteschema perfekt entspricht – lässt sich zwar freiwillig von ihrem Bräutigam trennen, aber Giovanni dennoch nicht wirklich zum Zuge kommen. Als zudem noch seine verlassene Ehefrau Elvira auftaucht und alte Rechte einklagt, sieht sich Giovanni mit den gebündelten Konsequenzen seines Handelns konfrontiert. Beharrt er auf seinem Lebensanspruch oder ist er bereit, sich bekehren zu lassen?



Wolfgang Amadeus Mozarts Musikkomödie DON GIOVANNI setzt ein opulentes Theaterspiel voller Leidenschaften in Gang. Da wird geliebt, verheimlicht, verkleidet, verwechselt, maskiert und demaskiert – eine Art Buffo-Oper, in der die Tragik hinter den Masken hindurchscheint und die offenbart, wie sehr dieses lebenspralle Prinzip Giovannis tatsächlich zerstörerisch wirkt.


Sonntag, 25.02.2018

Montag, 26.02.2018

Kunst & Kultur
Michael Kohlhaas
26.02.2018 in Cottbus

Fassung von Moritz Peters



Wer war dieser Michael Kohlhaas, der in der Mitte des 16. Jahrhunderts in Brandenburg und Sachsen für Unruhe sorgte – ein Opfer bürokratischer Mühlen und machtpolitischer Ignoranz, ein Kämpfer für Gerechtigkeit, Racheengel oder verblendeter Terrorist? Kleist beschrieb ihn in seiner 1810 veröffentlichten Novelle als einen „der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit“ und die Cottbuser Bühnenadaption will der Frage nachgehen, warum sich dieser unbescholtene Mann derart radikalisierte. 



Alles beginnt damit, dass der im Brandenburgischen ansässige Rosshändler Michael Kohlhaas mit Reitpferden unterwegs ist, um sie auf Sachsens Märkten zu verkaufen. An der Burg des Junkers Wenzel von Tronka wird er aufgehalten und soll einen Passierschein vorweisen. Kohlhaas will das geforderte Dokument nachreichen und lässt als Pfand zwei Pferde zurück. In Dresden erfährt er, dass es einen solchen Passierschein nicht gibt, und findet bei seiner Rückkehr die Tiere abgemagert und damit wertlos vor. Auch sein dort gelassener Knecht wurde misshandelt und fortgejagt.



Gegen dieses Unrecht reicht Kohlhaas beim Kurfürsten von Sachsen eine Klage ein, die durch den Einfluss der Familie von Tronka abgewiesen wird. Weitere Versuche, sich auf juristischem Weg Gehör und Recht zu verschaffen, misslingen. Als seine Frau in Berlin eine Bittschrift abgeben will und dadurch ums Leben kommt, lässt Kohlhaas alles hinter sich. Bewaffnet und von ehemaligen Knechten begleitet, beginnt er einen Rachefeldzug gegen den Junker Wenzel von Tronka. Seinem fliehenden Feind auf der Spur, brennt er dessen Burg nieder, setzt Wittenberg und Leipzig in Flammen und macht sich mit seiner Selbstjustiz zum Staatsfeind. Es dauert nicht lange, bis der Fall die höchsten politischen Kreise erreicht.


Dienstag, 27.02.2018