Mittwoch, 27.03.2019

Ausstellung
Marcel Duchamp
27.03.2019 in Stuttgart

Es gibt kaum einen Künstler, der hinsichtlich seines Werks und seiner Persönlichkeit faszinierender ist als Marcel Duchamp (1887-1968). Indem er einen Alltagsgegenstand zum Kunstwerk erklärte und damit als Erfinder des »ready-made« die Kunstgeschichte revolutionierte, wurde er zum Vordenker einer ganzen Generation von Konzeptkünstlern. Bis heute hat der Einfluss seiner Werke und Schriften eine immense Bedeutung für die Gegenwartskunst.



Erstmals zeigt die Staatsgalerie ihren umfangreichen Marcel Duchamp-Bestand und das zugehörige Archiv Serge Stauffer in einer Ausstellung. Einflussreiche Werke aus der eigenen Sammlung, wie der »Flaschentrockner«, das Gemälde »Studie für die Schokoladenreibe No. 2« und das Fensterobjekt »La Bagarre d'Austerlitz« treffen auf internationale Leihgaben. Ergänzt werden die Werke durch ein einzigartiges Archiv, das von dem Schweizer Künstler und Duchamp-Forscher Serge Stauffer (1929-1989)zusammengetragen wurde. Erstmalig werden die bedeutenden »100 Fragen« zu sehen sein, die Stauffer 1960 im Zuge eines langjährigen Briefwechsels an Duchamp richtete. Die »100 Antworten« Duchamps ermöglichen nicht nur wesentliche Einblicke in sein künstlerisches Denken, sondern zeigen auch die außergewöhnliche Forschertätigkeit Stauffers. Erarbeitet durch ein von der Volkswagen-Stiftung gefördertes Forschungsprojekt werden die Ausstellung und die begleitende Publikation neue Erkenntnisse in die internationale Duchamp-Rezeption einbringen.




Di, Mi, Fr - So 10.00-18.00 Uhr
Do 10.00 - 20.00 Uhr
Mo geschlossen
dienstags und mittwochs Sonderöffnungen für angemeldete Schulgruppen ab 9 Uhr, Anmeldung unter: fuehrungsservice@staatsgalerie.de
Ausstellung
Eigentum verpflichtet.
27.03.2019 in Friedrichshafen

Ist das Raubkunst? Diese Frage stellt sich das Zeppelin Museum für seine eigene Sammlung. Kein gewöhnliches Unterfangen, denn die heutige Kunstsammlung wurde erst nach 1945 aufgebaut. Nach einem Totalverlust während des Zweiten Weltkriegs erwarb man ab 1950 in einer euphorischen Aufbruchsstimmung rasch die ersten 100 Kunstwerke. Von einer ‚Stunde null‘ kann jedoch weder auf dem Kunstmarkt noch in der Museumslandschaft die Rede sein. Mit der Wiedereröffnung des Museums im Jahr 1957 wurde die neue Sammlung gefeiert. Seitdem konnte sie kontinuierlich um Werke aus der Gotik bis in das 19. Jahrhundert und Hochkaräter der Klassischen Moderne erweitert werden. So wird in dieser Ausstellung ein nach wie vor unterschätztes Kapitel der Folgen des NS-Kunstraubes wie auch der gigantischen Kulturgutverlagerungen des 20. Jahrhunderts beleuchtet.



In akribischer Provenienzforschung konnten erstmals die Objektgeschichten von knapp 400 Kunstwerken und die Biografie einschlägiger Kunsthändler untersucht werden. Mit über 40 Werken werden sowohl brisante wie harmlose, geklärte als auch ungeklärte Fälle besprochen und die tatsächliche Bandbreite und die Hürden der Forschungsarbeit fassbar gemacht. Da gerade die "versteckten" Seiten die meiste Brisanz haben können, werden von sämtlichen Werken auch die Rückseiten gezeigt.



Ist das nun alles Raubkunst? Für viele der untersuchten Werke lässt sich diese Frage nicht eindeutig beantworten. Ziel ist es, durch die Ausstellung Transparenz zu schaffen, auf die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Forschung hinzuweisen und für das Museum möglichst weitgehend ausschließen zu können, dass Kunstwerke im Eigentum sind, die dem Museum eigentlich nicht gehören.



 






Mai bis Oktober: täglich, 9 bis 17 Uhr
November bis April: Di bis So, 10 bis 17 Uhr
Ausstellung
zkm_gameplay. the next level
27.03.2019 in Karlsruhe

Die legendäre Spieleplattform des ZKM »ZKM_Gameplay« startet mit »zkm_gameplay. the next level« eine Neuauflage.



Alle GamerInnen, aber auch BesucherInnen, die bislang kaum Erfahrung mit Computerspielen haben, sind zum informativen, kritischen und kreativen Austausch – und natürlich zum Spielen – in die Ausstellung eingeladen. 



Das neue Konzept basiert nicht nur auf den Erfahrungen des »ZKM_Gameplay«, sondern auch auf der Ausstellung »Games and Politics«, die seit 2017 in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut auf allen Kontinenten zu sehen ist.



Medium der digitalen Gesellschaft



Dass das Computerspiel sich zu einem Leitmedium entwickelt hat, ist heute kaum mehr eine gewagte These über den Stellenwert des interaktiven und multimedialen Mediums. Es hat sich weit von seinen Ursprüngen als Laborexperiment und Spielzeug entfernt und ist »das« Medium der digitalen Gesellschaft geworden, zwischen Pop-Kultur, Unterhaltung und Kunst.




Mi-Fr: 10–18 Uhr
Sa/So: 11–18 Uhr