Dienstag, 21.08.2018

Ausstellung
Die Kulissenbibliothek der Franckeschen Stiftungen
21.08.2018 in Halle

Die Franckeschen Stiftungen sind seit über 300 Jahren ein Ort der Bücher. Bildung und damit Zugang zum Wissen der Zeit war das Grundanliegen von August Hermann Francke (1663-1727), dem Gründer, der heute nach ihm benannten Franckeschen Stiftungen zu Halle. Mit der Grundsteinlegung des Halleschen Waisenhauses 1698 war auch der Aufbau eines Verlags mit Buchhandlung und Druckerei verbunden. Schnell erwarb sich das Waisenhaus einen exzellenten Ruf, erhielt zahlreiche Schenkungen berühmter Zeitgenossen und wuchs nicht zuletzt durch gezielte Anschaffungen für den Unterricht in den Schulen und den stetig wachsenden Bestand der eigenen Druckerzeugnisse. Schon bald musste daher die Sammlung in einem eigenen Gebäude untergebracht werden.
In den Jahren 1726-28 entstand am oberen Lindenhof der Franckeschen Stiftungen Halle das älteste profane Bibliotheksgebäude der Deutschlands, die historische Kulissenbibliothek. Seit jener Zeit lädt sie Bücherfreunde und Forscher aus Halle und der ganzen Welt in diesen besonderen Wissenskosmos ein. Bereits Albrecht von Haller, Johann Joachim Winkelmann und Johann Wolfgang von Goethe bewunderten die bibliophilen Kostbarkeiten. Wie Theaterkulissen ragen die marmorierten Bücherregale in den Saal hinein, überspannt von barocken Korbbögen. Hinter unscheinbaren Buchrücken verbergen sich die erstaunlichsten Schätze. Das größte und schwerste Buch der Sammlung ist die Bibel des Lucas Osiander (1534-1604). Fast einen halben Meter hoch und 9,5 kg schwer begleitete sie den Prinzen Anton Günther von Anhalt-Zerbst (1653-1714) überall hin und spendete ihm Halt und Trost. Aber auch die erste deutsche Bibel, die in Amerika gedruckt wurde, und viele andere sehr seltene, teils über 500 Jahre alte Bücher werden hier aufbewahrt.
Der historische Bibliothekssaal hat die Jahrhunderte unbeschadet überstanden und bietet sich den Besuchern seit seiner umfassenden Restaurierung 1996-98 fast unverändert dar. Um der Öffentlichkeit die Bücherschätze der Bibliothek zeigen zu können, finden seit dem Jahr 2000 wechselnde Kabinettausstellungen im ehemaligen Lesezimmer neben dem historischen Bibliotheksraum statt.


10-17 Uhr
Ausstellung
Wohnhaus August Hermann Franckes
21.08.2018 in Halle

Das Francke-Wohnhaus mit Dauerausstellung zum Stiftungsgründer

Den Aufbau seines sozialen und pädagogischen Reformwerkes leitete August Hermann Francke von seinem Wohnhaus aus. Es war Nukleus und Ausgangspunkt seiner weitreichenden Unternehmungen, deren Spuren man heute noch in Gesellschaft, Religion und Kultur finden kann.
Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen bildet das Francke-Wohnhaus seit November 2008 wieder das Zentrum der Franckeschen Stiftungen. Es beherbergt das Info-Zentrum, das Francke-Kabinett und die Bibelmansarde.

Das Francke-Kabinett
In der ehemaligen Wohnetage der Familie Francke lässt eine ungewöhnliche Ausstellung die Stifterpersönlichkeit und seine vielfältigen Talente entdecken. Ob Theologe und Pädagoge, Global-Player und Visionär, Wirtschaftsexperte oder Bauherr – prominente Persönlichkeiten des heutigen gesellschaftlichen Lebens stellen in neun Filmen die Begabungen und die Tatkraft August Hermann Franckes vor.

Die Bibelmansarde
Im Jahr 1710 wurde in den Franckeschen Stiftungen die Cansteinsche Bibelanstalt gegründet, die sich für die Verbreitung der Bibel mittels preiswerter Druckausgaben einsetzte. Über 30 Millionen Bibeln haben seitdem die Franckeschen Stiftungen verlassen. Diese Tradition wird von der neuen Bibelmansarde im Dachgeschoss des Francke-Wohnhauses wieder aufgenommen. Jeweils dienstags um 18 Uhr lädt ein anspruchsvolles Programm rund um das Buch der Bücher zum aktiven Austausch und zum gemeinsamen Innehalten ein.

Informationszentrum und Francke-Kabinett: Di-So 10-17 Uhr
Waisenhausbuchhandlung: Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 10-13 Uhr


Ausstellung
In Bewegung
21.08.2018 in Leipzig

Die Stadt Leipzig verfügt über sehr lange und vielfältige Sporttraditionen. Zahlreiche Gebäude, Plätze oder größere Areale im Stadtgebiet sind eng mit regionaler, nationaler und internationaler Sportgeschichte verbunden. An diesen Orten entwickelte sich die Identität Leipzigs als Stadt des Sports.



Die Ausstellung basiert auf den Themen der „Sporthistorischen Stadtroute“, die 22 Orte von herausragender Bedeutung für die Geschichte der Bewegungskultur ab 2018 im Stadtraum markieren wird.



Die Ausstellung greift Vorläufer des modernen Sports wie die 1443 gegründete und bis heute bestehende Leipziger Schützengesellschaft, die Ballhäuser, Fechten, Reiten und Kraftathletik auf. Außergewöhnliche Bauten, Ereignisse, Sportarten und Persönlichkeiten aus rund 200 Jahren organisierten Sports werden thematisiert. Einzigartige Objekte aus den Sammlungen des Sportmuseums präsentieren erstmals seit 1991 Leipziger Sportgeschichte vom Turnen über den Arbeitersport und olympische Erfolge bis hin zur Sportwissenschaft und unserem heutigen Verständnis von Sport.



Exponate wie die Stadtansicht von 1595 mit den ältesten Darstellungen sportlicher Betätigung in Leipzig, ein Rundlauf aus dem Schulturnen, historische Sportkleidung oder ein Seitenwagengespann, das bei den Stadtparkrennen im Clara-Zetkin-Park zum Einsatz kam, zählen zu den seltenen Ausstellungsstücken.



Besucher können sich neben der historischen Sportbetrachtung auch in die Gestaltung eines künftigen Sportmuseums in Leipzig aktiv einbringen.



Gäste mit Bewegungsdrang dürfen an den sportlichen Mitmach-Stationen im Finger Skateboarding trainieren oder sich als Radrennfahrer, Boxer und Gewichtheber verausgaben.



Während der Ausstellungslaufzeit werden die ersten beiden Standorte der sporthistorischen Route eingeweiht - an der Sporthalle Leplaystraße, hier stand die Wiege des Leipziger Sportstättenbaus, und am Fockeberg, hier begann Leipzigs Fußballgeschichte.



Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.




Dienstag - Sonntag und Feiertage 10 - 18 Uhr
Ausstellung
DAUERAUSSTELLUNG
21.08.2018 in Leipzig

Die Ausstellung ist nach Erdteilen bzw. Großregionen gegliedert und umfasst eine Ausstellungsfläche von insgesamt 4200 Quadratmetern:

Die Exponate im Abschnitt SÜDOSTASIEN zeigen das handwerkliche Können und das ästhetische Empfinden der ausgewählten Kulturen und Ethnien. Sie erzählen von längst vergessenen Wanderungen und kulturellen Kontakten. Der Gebrauch spezieller Schmuckformen, Waffen, Kleidung ist nicht selten an eine besondere religiöse oder gesellschaftliche Funktion gebunden.

Im Bereich SÜDASIEN stehen Sri Lanka, der indische Kulturraum sowie die Kulturen der Ureinwohner der Region im Mittelpunkt der Ausstellung. Ein Höhepunkt der Ausstellung ist der Dorfkomplex aus Kutch, in Gujarat, der von Kunsthandwerkern dieser Region aufgebaut wurde.

Im Ausstellungsbereich MONGOLEN und TIBETER wird ein zusammenhängender Kulturraum vorgestellt, der sich vom Südhang des Himalaya und seiner Ausläufer nord- und westwärts durch sechs Länder (Indien, Nepal, Buthan, China, Mongolei, Russland) von Asien bis nach Europa erstreckt.

Der OSTASIEN-Abschnitt mit China und Japan greift die „Bilder“ auf, die wir von diesen Ländern haben und reflektiert und hinterfragt sie.

Der Großraum NORDOSTASIEN besteht aus dem Fernen Osten Russlands, aus Korea, Nordjapan und Nordostchina. Ein gemeinsames Merkmal der Völker dieser Region ist der Schamanismus. Präsentiert wird auch die Ainu-Sammlung, die mit über 700 Objekten zu den größten Europas zählt.

Die ORIENT-Ausstellung „Kulturen im Dialog“ stellt das Miteinander von Menschen unterschiedlicher ethnischer und religiöser Zugehörigkeit des Nahen und Mittleren Ostens und die Wechselbeziehungen zwischen Nomaden und Sesshaften in Mittelasien dar. Im Mittelpunkt stehen die Basare, Tee- und Kaffeehäuser

Lange Zeit galten OSTAFRIKA und SÜDAFRIKA in Europa als geheimnisumwittertes Goldland des Altertums. Das „Reich des Priesterkönigs Johannes“ und „König Salomos Minen“ wurden häufig in diese Region verlegt. In den Steinbauten Simbabwes und den einst blühenden Handelszentren der Ostküste können die Besucher den Spuren dieser Legenden folgen. In der Ausstellung begegnen uns aber auch Buschmänner (San) und die Hirtennomadenvölker der Zulu, Massai und Herero. Besonders beeindruckend sind die zahlreichen Masken der ostafrikanischen Makonde.

Der Ausstellungsbereich AMERIKA vermittelt die Vielfalt nicht nur der indianischen Kulturen auf diesem Kontinent. Die Darstellung der afroamerikanischen Kultur Südamerikas wird die Themen Religion und Integration aufgreifen. Wunderschöne Federarbeiten aus dem Amazonasgebiet sowie eine umfangreiche Keramiksammlung aus dem Andenraum werden zu sehen sein. Die Ausstellung Nordamerikas greift die Kultur der „klassischen Indianer“ der Plains auf.

Der Bereich AUSTRALIEN und OZEANIEN zeigt sowohl die Vielfalt der traditionellen Kulturen der Ureinwohner auf, als auch die Perspektiven und Probleme dieser Menschen in unserer Zeit. Dabei wird Fiji als exemplarische Verbindungsstelle zwischen Melanesien und Polynesien besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Fiji-Sammlung des Museums zählt zu den ältesten der Welt.

Di-So 10.00-18.00 Uhr
Ausstellung
Tattoo & Piercing - Die Welt unter der Haut
21.08.2018 in Herrnhut

Sonderausstellung



Tattoo & Piercing - Die Welt unter der Haut



18.05.2018 - 16.09.2018



Mit der Ausstellung „Tattoo & Piercing – Die Welt unter der Haut“ zeigt das Völkerkundemuseum Herrnhut Geschichte und Gegenwart von Körperkunst und Körpermodifikation. Die Präsentation widmet sich den weltweiten Traditionen und verbindet durch die Geschichten hinter der Körperkunst Vergangenheit und Gegenwart. Als soziale Codes sind Körperbemalungen und -modifikationen so alt wie die Menschheit selbst und erzählen Geschichten, schaffen Identität und Zugehörigkeit, verschönern, heilen und schützen. Ausgehend von den Inselgruppen Polynesiens – der britische Seefahrer James Cook (1728 – 1779) brachte 1775 von seiner zweiten Weltreise den Prinzen Omai von den Gesellschaftsinseln nach Europa, dessen Ganzkörpertätowierungen großes Interesse und Erstaunen hervorriefen - verbreitete sich die Bezeichnung tatau für das traditionelle „Wunden-Schlagen“ bzw. Körperverzierung rasant. Bei dieser Methode wurden mit Knochen oder Stoßzähnen Wunden in die Haut geschlagen, um diese anschließend mit Ruß oder pflanzlichen Stoffen permanent einzufärben. Im 19. Jahrhundert wurde das Tätowieren auch in Europa zum Massenphänomen: Adlige und andere Bevölkerungsschichten trugen Farbe unter der Haut. Später wurden derart Bemalte vor allem in Westeuropa und Nordamerika sozial ausgegrenzt und stigmatisiert. Seit den 1970er Jahren brachten Jugendkulturen die gestochenen Bilder und Piercings innerhalb von Protestbewegungen wieder in öffentliche Bereiche. Heute sind Tattoos und Piercings allgegenwärtiger Trend und Massenphänomen. Die Beschäftigung mit dem Thema hat eine globale, aber auch regionale Szene geschaffen, in welcher vor allem Künstler und Künstlerinnen das Phänomen Körperbemalung und Körpermodifikation aufgreifen und verarbeiten. In ausgewählten Themenschwerpunkten wird verschiedenen Fragen nach der Bedeutung der Motive oder der Rolle von Tattoos und Piercings in heutiger Zeit nachgegangen.




Di-So sowie alle Feiertage 9:00-17:00
Mo geschlossen, außer an gesetzlichen Feiertagen
am 24. und 31. Dezember geschlossen