Freitag, 25.06.2021
um 19:00 Uhr

Bollwerk 107
Zum Bollwerk 107
47441 Moers



Das Trio „Vintage Neon“ vereint energetische Grooves, crunchy Gitarren-Riffs, Synthesizer-Sounds und eine klare Stimme zu einer Symbiose aus Retro und Modern. Hier trifft handgemachte Rock Musik auf elektronischen Pop. Die junge Sängerin Florence Mankenda wird von ihren Bandkollegen Jens Dreesen an den Drums (aktuell auch bei Frida Gold) und Alexander Schroer an der Gitarre (ehemals Mobilée und The Bonny Situation) begleitet. Live überzeugen sie ihr Publikum mit einer energiegeladenen Mischung aus atmosphärischen Klängen, drückenden Beats und Gute-Laune-Up-Tempo Nummern.

Aus Köln kommt NEUSER. Der Indiepop Dauerbrenner, der es mit seinem größten Hit, „Von vorn anfangen“ bis auf die 2006er Version der Bravo Hits geschafft hat, überzeugt durch virtuoses Gitarrenspiel und eine unverkennbar großartige Stimme.
Gefördert durch Neustart Kultur und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Einlass: 18:00 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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zkm_gameplay

Die legendäre Spieleplattform des ZKM »ZKM_Gameplay« startet mit »zkm_gameplay. the next level« eine Neuauflage.

Alle GamerInnen, aber auch BesucherInnen, die bislang kaum Erfahrung mit Computerspielen haben, sind zum informativen, kritischen und kreativen Austausch – und natürlich zum Spielen – in die Ausstellung eingeladen. 

Das neue Konzept basiert nicht nur auf den Erfahrungen des »ZKM_Gameplay«, sondern auch auf der Ausstellung »Games and Politics«, die seit 2017 in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut auf allen Kontinenten zu sehen ist.

Medium der digitalen Gesellschaft
Dass das Computerspiel sich zu einem Leitmedium entwickelt hat, ist heute kaum mehr eine gewagte These über den Stellenwert des interaktiven und multimedialen Mediums. Es hat sich weit von seinen Ursprüngen als Laborexperiment und Spielzeug entfernt und ist »das« Medium der digitalen Gesellschaft geworden, zwischen Pop-Kultur, Unterhaltung und Kunst. 

Mi bis Fr, 10 – 18 Uhr Sa & So, 11 – 18 Uhr

Karlsruhe

02.08.2021
Berechenbar – Unberechenbar

In der Digitalen Kunsthalle des ZDF bewegen sich BesucherInnen durch das virtuelle ZKM und können dort computergenerierte Kunstwerke entdecken.

Ist das Universum ein riesiger Computer? Die Frage ist nicht neu: Konrad Zuse, Pionier der Informatik, beschrieb 1969 das Universum als einen großen zellulären Automaten. Seiner Meinung nach ist es als ein diskretes Rechensystem vorstellbar, das aus Zellen besteht, die sich nach vorgegebenen Regeln entwickeln, indem sie die Zustände anderer Zellen an ihrem Ort berücksichtigen. Zelluläre Automaten können Funktionen berechnen und algorithmische Probleme lösen. Zuse nannte seine Hypothese »Rechnender Raum«; dieser könne das Universum als eine Kombination vieler kleiner Computer (in diesem Fall das Äquivalent zu den zellulären Automaten) modellieren, die sich zu einem großen Computer addierten. Auch Seth Lloyds »programmiertes Universum« schlägt vor, dass das Universum ein einziger riesiger Quantencomputer ist. Die Ausstellung nimmt diese Ideen der Berechenbarkeit der Realität auf.

Mit der Entwicklung von Berechnungen und grafischen Benutzeroberflächen stellt sich heraus, dass die Realität nicht nur als rechnergestütztes System beschrieben werden kann, sondern dass Mengen von »ausführbaren Dateien« neue virtuelle Realitäten erzeugen können. Diese Fähigkeit der Computer fasziniert Künstlerinnen und Künstler, die sich seit einem halben Jahrhundert mit generativer Ästhetik beschäftigten.

Während die Berechenbarkeit von Umgebungen heute klar zu sein scheint, ist die Frage, ob das Selbst berechnet werden kann, noch nicht bejaht worden, obwohl das Versprechen der künstlichen Intelligenz bereits das denkende Subjekt zu reproduzieren droht. Trotz der Tatsache, dass die heutigen Computer nicht in der Lage sind, menschliches Denken zu simulieren, so dass das Selbst noch nicht berechenbar ist, wirkte diese Erkenntnis als starkes Stimulans für spekulative Fiktion.

Im Mittelpunkt der Sammlung des ZKM | Karlsruhe steht die Medienkunst: Eine Kunstform, die sich durch das Medium definiert, mit dem sie geschaffen, verbreitet und rezipiert wird. Die in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts entstandenen Apparate computerverwandter Disziplinen wie Automatenkunde, Kybernetik, Informations- und Kommunikationstechnologien und künstliche Intelligenz haben den Medienbegriff allmählich erweitert und den Computer zu einem der wichtigsten Werkzeuge und Medien der bildenden Kunst gemacht.

»Berechenbar – Unberechenbar« zeigt softwarebasierte digitale Kunstwerke in einer computergenerierten Umgebung. Eine digitale Kopie eines Lichthofs am ZKM | Karlsruhe wird von mehreren zellulären Automaten bevölkert, die vollständig algorithmisch generiert werden. Die Trägerstruktur der Ausstellung reflektiert, genau wie die Kunstwerke, die sie zeigt, ihren Apparat und ihr Medium: den Computer.

 

Mehr zur Ausstellung: https://zkm.de/de/ausstellung/2020/10/berechenbar-unberechenbar

Mi – Fr, 10 – 18 Uhr Sa & So, 11 – 18 Uhr

Karlsruhe

02.08.2021
Beyond States

05.02.2021 – 07.11.2021

Ist der Staat Schutzraum oder Gefahrenzone? Hamsterkäufe im Supermarkt, Notfalllisten, Katastrophenschutz und Pandemiepläne: Das „Preppen“ ist zurzeit aktueller denn je, gleichzeitig wird die Schutzfunktion des Staates und damit auch die Thematik der Staatsgrenzen diskutiert. Einige Grenzen sind offen und passierbar, andere umstritten, viele strengstens bewacht.

Der durch das Fliegen ermöglichte Blick von oben relativiert Grenzen und reflektiert damit die Konzepte von Staatsgebieten und Grenzen. Neben der veränderten Perspektive müssen Staaten nach wie vor mit einigen Herausforderungen umgehen: Wem gehört der Himmel und wie hoch reicht ein Staat? Der Luftraum kann sowohl öffentlicher Raum, der grenzüberschreitende Kommunikation und Mobilität möglich macht, als auch nationalstaatlich und supranational regulierte Sphäre oder Kriegsschauplatz sein.

Die Ausstellung „Beyond States. Über die Grenzen von Staatlichkeit“ im Zeppelin Museum widmet sich diesen gegenläufigen Entwicklungen und fragt anhand der drei konstituierenden Merkmale – Staatsgebiet, Staatsbürgerschaft und Staatsgewalt – nach der aktuellen und zukünftigen Bedeutung des Staates. Sie wirft aber gleichzeitig auch den Blick bis in das 19. Jahrhundert zurück und ergänzt die künstlerischen Positionen mit Exponaten, die Grenzen, Staatlichkeit und damit verbundene Propaganda in der Luftfahrt thematisieren.

Gezeigt wird die interdisziplinäre Ausstellung im Zeppelin Museum am Bodensee. Ein besonderer Ort, auf den die Ausstellung in mehrfacher Hinsicht Bezug nimmt. Der Bodensee war lange völkerrechtliches Niemandsland. Deutschland, Österreich und Schweiz haben sich nur teilweise auf rechtsverbindliche Grenzen festgelegt. Seit 1648 sind die Staatsgrenzen nicht klar geregelt, der Obersee gilt als gemeinschaftliches Eigentum. Hier verwischen die Grenzen der Staaten.

International renommierte Künstler*innen reflektieren Fantasien bzw. Realitäten einer Staatskrise bis hin zum Staatsverfall, die sich zwischen Dystopie und Utopie bewegen. Angefangen bei rechtslibertären Ideologien, die in der Überwindung des Staates die Verwirklichung ultimativer Freiheit sehen bis hin zur Idee einer flexiblen Staatsbürgerschaft, die sich an Abo- bzw. Streaming-Portalen orientieren. Die Ausstellung wirft aber auch einen Blick auf diejenigen, die sich auf einen Zusammenbruch der staatlichen Ordnung vorbereiten wie u.a. Verschwörungstheoretiker und Prepper. Sie wirft aber gleichzeitig auch den Blick bis in das 19. Jahrhundert zurück und ergänzt die künstlerischen Positionen mit Exponaten, die Grenzen, Staatlichkeit und die damit verbundene Propaganda in der Luftfahrt thematisieren.

Kurator*innen: Ina Neddermeyer, Leiterin und Caroline Wind, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Kunst im Zeppelin Museum, Jürgen Bleibler, Leiter und Felix Banzhaf, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Zeppelin im Zeppelin Museum.

Eingeladene Künstler*innen: Nevin Aladağ, James Bridle, Simon Denny, Vera Drebusch & Florian Egermann, Forensic Oceanography / Forensic Architecture, Jacob Hurwitz-Goodman & Daniel Keller, Peng Kollektiv!, Christopher Kulendran Thomas, Henrike Naumann, Jonas Staal

Friedrichshafen

02.08.2021
gemeinsam einsam

Das Museum am Dom zeigt zur Wiedereröffnung ab Samstag, dem 13. März 2021 eine neue Foyer-Ausstellung unter dem Titel „gemeinsam einsam“.

Anhand von Gemälden, Fotografien und Skulpturen werden Bilder von menschlicher Gemeinschaft, aber auch von Einsamkeit und Alleinsein in Erinnerung gerufen, die wir alle auf die eine oder andere Art aus eigener Erfahrung kennen  - und die wir in den vergangenen Monaten erlebt und durchlebt haben.

Dabei zeigt sich, dass Einsamkeit und Gemeinsamkeit sich oft näher sind, als man denkt: der Einsame kann gehalten, unsichtbar begleitet sein; und Gemeinschaft verbirgt oft großes Alleinsein.

Die Ausstellung ist eine Einladung, über diese Verbindungen und Zusammenhänge und über unsere Erfahrungen mit Distanz, Abstand und Maskierung in den vergangenen Monaten nachzudenken - und sich an den Kunstwerken zu erfreuen.

Di bis Sa 9 bis 17 Uhr, So 13 bis 17 Uhr

Trier

02.08.2021
Schwieriges Erbe. Ausstellung

Was hat das Linden-Museum mit dem deutschen Kolonialismus zu tun? Welche württembergischen Akteur*innen waren am Kolonialismus beteiligt? Wie präsent war der Kolonialismus in der württembergischen Alltagswelt? Und wie wirkt er bis heute fort?

Die Ausstellung zeigt die kolonialen Verbindungen des Museums zwischen 1882, dem Jahr der Gründung des Württembergischen Vereins für Handelsgeographie als Träger des Museums, und ca. 1940 auf und bezieht Auswirkungen bis in die Gegenwart mit ein. Eine wichtige Rolle nahm Karl Graf von Linden ein. Er war Vorsitzender des Trägervereins und prägte das Museum während der Kolonialzeit. Entsprechend wurde das Museum 1911 nach ihm benannt. Daneben werden weitere Persönlichkeiten vorgestellt, die Teil von Geschichten sind, die sich zwischen dem Museum, Württemberg und den Kolonien abspielten. Ebenso wird nach denjenigen gefragt, über die wir aufgrund der kolonialen Verhältnisse wenig wissen, die aber dennoch maßgeblich am Aufbau der Sammlungen beteiligt waren.

In einem weiteren Schritt wird das kolonialistische Vereinswesen betrachtet, zu dem auch der Trägerverein zu zählen ist. Vereine prägten das gesellschaftliche Leben und dienten als Multiplikatoren kolonialer Ideologien. Ereignisse wie Kolonialtagungen, -ausstellungen und sog. „Völkerschauen“ oder Objekte der Alltagskultur zeigen, wie tief verwurzelt der Kolonialismus auch in Stuttgart war. Es wird gefragt, welche Kontinuitäten sich bis heute ergeben.

Ein weiterer Themenschwerpunkt befasst sich mit Gewalt und rückt exemplarisch den sogenannten „Boxer-Krieg“ in China (1900/01) in den Mittelpunkt. Hunderte Württemberger Soldaten zogen freiwillig in diesen Krieg, aus dem das Linden-Museum geplünderte Objekte besitzt. Württembergern, die an Kolonialexpeditionen und -kriegen teilnahmen, wurde ehrend mit Gedenktafeln und Denkmälern gedacht, die es teilweise noch heute gibt. Wie soll damit umgegangen werden?

In die Ausstellung fließt die Provenienzforschung im Museum ein. Außerdem wurde vom Linden-Museum eigens eine Untersuchung zu Württemberg und dem Kolonialismus in Auftrag gegeben. Die Landesgeschichte im Kontext des Kolonialismus zu betrachten und die vielen Querverbindungen zwischen Institutionen, Personen und Ereignissen herauszuarbeiten, ist ein neuer Ansatz. Auch wenn manche Fragen schon früher bearbeitet wurden, setzt die wissenschaftliche Forschung und Debatte bei vielen Fragen gerade erst ein.

Zentral sind dabei kritische Distanz und Multiperspektivität, um Kolonialgeschichte nicht einseitig oder gar nostalgisch aus der Sicht württembergischer Akteure nachzuerzählen. Dass die Auseinandersetzung stark in Bewegung ist, wird auch in der Ausstellung sichtbar. Angelehnt an die Idee der Werkstatt sind die Besucher*innen aufgefordert, Fragen zu beantworten, eigene Gedanken oder Kritik festzuhalten und ihr Wissen einzubringen oder zu hinterfragen. Die Besucher*innen können verschiedene Standpunkte und Perspektiven einnehmen, Leerstellen und Verbindungslinien werden offen gelegt und die Inhalte zur Diskussion gestellt.

Eintritt: EUR 8,-/6,- / Familien EUR 16,-

Hinweis:
Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung ist eine Anmeldung für einen Time-Slot zum Besuch der Ausstellung erforderlich:
Tel. 0711.2022-579
(Sprechzeiten: Mo. bis So., 10 – 12 Uhr und 14 – 17 Uhr, Anmeldung bis 1 Tag vorher möglich)

 

Mo bis Sa von 10 bis 17 Uhr, So und Feiertage von 10 bis 18 Uhr

Stuttgart

02.08.2021
Orte jüdischen Lebens in Trier

Über Jahrhunderte bestand eine jüdische Gemeinde in Trier und brachte der Stadt nachhaltige Impulse. Bis heute zeugen die historischen Häuser der Judengasse oder der jüdische Friedhof in der Weidegasse sichtbar von dieser Vergangenheit. Viele Orte in Trier erzählen von diesem jüdischen Leben: Es sind Geschichten alteingesessener Familien, hoffnungsvoller Geschäftsleute und talentierter Kunstschaffender. Aber die Häuser, Straßen und Plätze erzählen auch von Pogromen, Verfolgungen und der systematischen Vernichtung jüdischen Lebens im Nationalsozialismus. Über 30 Video-Interviews an den Schauplätzen in Trier und der Großregion lassen die Spuren dieser Geschichte ebenso sichtbar werden wie die lebendige Gegenwart jüdischen Lebens in unserer Stadt.

Di-So, 10-17 Uhr

Trier

02.08.2021
Achim Mende – Crazy Little Planet

Achim Mende ist einer der prominentesten Fotografen im deutschen Südwesten. Seine erste Ausstellung in der Städtischen Galerie Überlingen erzielte 2013 einen Besucherrekord. 2021 präsentiert er die wunderbare „verrückte" Welt der 360-Grad-Photographie. In atemberaubenden Panoramen zeigt Mende seine Wahlheimat Überlingen, den Bodensee, Baden-Württemberg und den Rest der Welt, von Venedig bis zum Uluru (früher: Ayers Rock) in Australien.

Die Ausstellung korrespondiert mit der begehbaren Panorama-Rotunde auf dem Gelände der baden-württembergischen Landesgartenschau in Überlingen.

Di bis Fr 14 bis 17 Uhr. Sa, So, Fei 11 bis 17 Uhr

Überlingen

02.08.2021
SCHÖN UND GEFÄHRLICH:

Ab dem 3. April 2021, bzw. sobald es die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zulassen, zeigt das Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts in Baden-Baden die Ausstellung „SCHÖN UND GEFÄHRLICH: Die hohe See im 19. Jahrhundert“.

Macht Euch die Erde untertan! Wissenschaft und Technik erlaubten dem fortschrittlichen 19. Jahrhundert eine immer erfolgreichere Bändigung der Natur, medizinisch in der Bakteriologie, industriell durch Dampfmaschine und Elektrizität. Die biblische Aufgabe schien gelöst. Die ganze Welt konnte nun erforscht, erobert, erklärt, entzaubert werden. – Die ganze Welt? Nein! Auf hoher See tobte das große Drama zwischen zivilisatorischer Beherrschung und natürlicher Gewalt weiter, vom Floß der Medusa bis zur Titanic, zwischen nüchterner Handelsschifffahrt und exotischem Südseeparadies, Kapitän Ahab und Moby Dick, Tiefseekabel und betörenden Nixen, Taucherglocke und Schiffbruch. Das Meer mit seiner verlockenden Weite und rätselhaften Tiefe zog Abenteurer und Kaufleute, Militärs und Sinnsucher, Forscher und Künstler hinaus ins Offene, Schwankende: schön und gefährlich.

Alle technischen Geräte und Kunstwerke in der Ausstellung lassen die Besucher das ebenso vorsichtige wie mutige Unterfangen nachvollziehen, ein Stück menschengemäße Festigkeit auf die wogende Oberfläche der Ozeane zu legen und mit einem Schiff auf große Fahrt zu gehen. Die Wildheit der Weltmeere wird zum Gegenüber: offener als das Festland mit seinen vielen Landesgrenzen, chancenreicher als der Arbeitsalltag der bürgerlichen Klassengesellschaft, luftiger als das heimelige Biedermeier und die muffige Gründerzeit. Auf den berühmten Gemälden von Andreas Achenbach (1815-1910) schäumt das Meer unbändig auf gegen alle Vorausberechnungen. Stellte ein Bild einen Schiffbruch mit Zuschauern am Strand dar, so waren diese oft nicht selbstlose Retter, sondern strandräuberische Profiteure des Unglücks der Seeleute. Der erste funktionierende Taucheranzug führt vor Augen, dass die Tiefsee ein so abenteuerlicher Kosmos war wie heute das Weltall. Die Schnitzereien der Seeleute auf Pottwalzähnen zeigen das geradezu erotische Versprechen, das bis heute zum Freiheitsgefühl der Hohen See gehört.

Aus dem Schifffahrtsmuseum Rostock, dem Deutschen Meeresmuseum Stralsund und renommierten Privatsammlungen haben spektakuläre Leihgaben den Weg von der Waterkant an die Oos gefunden: der originalgetreue Nachbau der Kreeft’schen Tauchmaschine, ein riesiges Modell der Titanic, ein noch mächtigeres historisches Walskelett, Walfang-Harpunen und -Gewehre, wie sie von realen Kollegen Kapitän Ahabs benutzt worden sind sowie Gemälde von Hans Thoma (1839-1924) und die ebenso naturwissenschaftlichen wie märchenhaften Kunstdrucke von Ernst Haeckel (1834-1919). Ergänzt wird das künstlerisch-technische Panorama von den malerischen Mythenbeschwörungen eines Max Klinger (1957–1920), wilden Seestücken eines Johann Caspar Scheuren (1810–1887) und weiteren bedeutenden Leihgaben aus dem Deutschen Historischen Museum Berlin, der Dr. Axe-Stiftung Bonn sowie der Sammlung Wolfgang Peiffer.

Es erscheint ein Katalog für 19,- Euro im Verlag ATHENA bei wbv.

Di. - So., 11 - 18 Uhr, geöffnet an allen Feiertagen (auch montags), am Ostersamstag, -sonntag und -montag 9 - 18 Uhr geschlossen am 24.12. und 31.12.2021

Baden-Baden

02.08.2021
Trierer Porzellan.

Trierer Porzellan gehört seit Generationen zum festen Inventar zahlreicher Trierer Haushalte und ist mittlerweile auch überregional zu einem besonders begehrten Sammelobjekt geworden. Auf Auktionen werden Höchstpreise geboten, die den Preisen für Produkte anderer bekannter Manufakturen wie etwa Meißen in nichts nachstehen.

Mit Unterstützung der französischen Regierung wurde das Trierer Unternehmen 1809 in der säkularisierten Benediktinerabtei St. Martin eingerichtet und produzierte bis 1821. Allein im ersten Jahr stellten einer erhaltenen Statistik zufolge rund 80 Beschäftigte ca. 150.000 Stücke Porzellan her, darunter Kaffeeservice, Sammeltassen, Vasen, Kinderservice und Pfeifenköpfe. Die Ausstellung im Stifterkabinett wird eine kleine Auswahl aus der umfangreichen Sammlung des Stadtmuseums vorstellen.

Trier

02.08.2021
Yayoi Kusama: Eine Retrospektive

Yayoi Kusama zählt zu den bedeutendsten japanischen Künstler*innen der Gegenwart. Im März 2021 widmet der Gropius Bau Kusama die erste umfassende Retrospektive in Deutschland, die auf knapp 3000 m² zentrale Schaffensperioden aus über 70 Jahren nachzeichnet und eine Reihe aktueller Arbeiten umfasst, darunter auch einen neuen Infinity Mirror Room.

Ein wesentliches Anliegen der Retrospektive ist es, die Entwicklung von Kusamas Schaffen von frühen Gemälden und akkumulativen Skulpturen hin zu immersiven Erlebnisräumen nachzuzeichnen und insbesondere ihre bislang wenig beachtete künstlerische Aktivität in Deutschland und Europa aufzuarbeiten. Seit den 1960er Jahren hatte sich die Künstlerin selbst aktiv dafür eingesetzt, Ausstellungsprojekte jenseits ihres damaligen Lebensmittelpunktes New York zu realisieren und ihre Arbeiten im europäischen Kontext zu präsentieren. Dabei rückt auch die Rolle Kusamas als Pionierin des Personal Branding ins Blickfeld, die ihre künstlerische Persona und ihr multidisziplinäres Schaffen schon früh bewusst inszenierte und vermarktete.

Der wegweisende Charakter ihrer Präsentationsformen und künstlerischen Sujets wird im Rahmen der Retrospektive durch Rekonstruktionen erlebbar, die Kusamas frühe Ausstellungsprojekte in Deutschland und Europa in den 1960er Jahren sowie zentrale Einzelausstellungen in den USA und Asien aus den 1950er bis 1980er Jahren zugänglich machen.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal

Organisiert vom Gropius Bau in Zusammenarbeit mit dem Tel Aviv Museum of Art

Unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters

Freitag bis Mittwoch 10:00 bis 19:00, Donnerstag 10:00 bis 21:00, Dienstag geschlossen

Berlin

02.08.2021
Hella Jongerius

Im Mittelpunkt von Hella Jongerius’ künstlerischer Praxis steht die Verknüpfung von Industrie und Handwerk, von traditionellem Wissen und Technologie. Der Gropius Bau widmet der Künstlerin und Designerin im Frühjahr eine Einzelausstellung, die sich während der Laufzeit prozesshaft weiterentwickeln wird.

Eine besondere Bedeutung kommt in Hella Jongerius’ Arbeit dem Weben zu, das eine der ältesten Kulturtechniken und gleichzeitig Grundlage für den digitalen Code ist. Die unter dem Titel "Kosmos weben" gezeigte Ausstellung bezieht die Besucher*innen durch interaktive Elemente in Jongerius’ offene und prozesshafte Arbeitsweise ein und schafft so einen Rahmen, sich kritisch mit Fragen nach Produktion und Nachhaltigkeit, Gegenwart und Zukunft auseinanderzusetzen.

Neben Jongerius’ Recherchen zu Innovation und zukunftsgerichteten experimentellen Praktiken liegt ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung auf ihrer andauernden Auseinandersetzung mit der Frage, welches Verhältnis wir zu Gegenständen einnehmen – und wie diesen eine heilende Funktion zukommen kann. Die Ausstellung knüpft dabei an die Geschichte des Gropius Bau an, der als Kunstgewerbemuseum und -schule mit eigenen Werkstätten ein Ort der Verbindung von Kunst und Handwerk war. In dieser Tradition wird Hella Jongerius mit ihrem Studio Jongeriuslab in den Monaten vor der Ausstellungseröffnung im Gropius Bau neue Werke produzieren.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal mit Clara Meister in Zusammenarbeit mit dem Studio Hella Jongerius

Freitag bis Mittwoch 10:00 bis 19:00, Donnerstag 10:00 bis 21:00, Dienstag geschlossen

Berlin

02.08.2021
BarabásiLab

Die Ausstellung »BarabásiLab. Hidden Patterns« stellt die Tätigkeit des Physikers und Netzwerkwissenschaftlers Albert-László Barabási und seines Forschungslabors vor. Der Fokus der Ausstellung liegt hierbei auf der Entwicklung der Netzwerk-Visualisierung innerhalb der letzten 20 Jahre, die sich anhand der Projekte des BarabásiLabs ablesen lässt. 

Die aktuelle Welt produziert so viele Daten pro Tag wie zuvor nicht in Jahrzehnten. Das Wissen der Welt verdoppelt sich alle zwei Jahre. Um diese Datenmenge bewältigen zu können, bedarf es einer neuen Wissenschaft: die Visualisierung von kennzeichnenden Knoten und Netzen, von Parametern und Mustern.

Das innovative und interdisziplinäre Feld der Netzwerkforschung ermöglicht die Analyse verschiedenster kultureller und sozialer Phänomene. Unsichtbare, verborgene Verbindungen und sich stets wiederholende Muster innerhalb Natur, Gesellschaft, Sprache und Kultur können somit nicht nur erforscht, sondern auch sichtbar gemacht werden. Barabásis Netzwerkansatz verspricht eine umfassende, universelle Methode, die es erlaubt, viele Phänomene mit wissenschaftlicher Präzision zu beleuchten. 

Im Rahmen der Ausstellung können BesucherInnen einen umfassenden Einblick in die unter anderem sehr aktuellen Anwendungsbereiche der Netzwerkwissenschaft gewinnen. Die Netzwerkdiagramme und -strukturen werden in vielfältiger Weise und mittelst modernster Technik visualisiert, sodass die wissenschaftlichen und zugleich höchst ästhetischen Beiträge von Prints und Skizzen, über Videos bis hin zu realen und virtuellen Datenskulpturen reichen.

»BarabásiLab. Hidden Patterns« ist eine Zusammenarbeit mit dem Ludwig Museum, Budapest, wo die Ausstellung vom 10. Oktober 2020 bis zum 17. Januar 2021 gezeigt wird.

 

Mehr zur Ausstellung:https://zkm.de/de/ausstellung/2021/03/barabasilab-hidden-patterns

Mi – Fr, 10 – 18 Uhr Sa & So, 11 – 18 Uhr

Karlsruhe

02.08.2021
"... ein rühmlich bekannter Kupferstecher". Ludwig Buchhorn (1770-1856) - Halberstadt, Dessau, Berlin

Im vergangenen Jahr haben wir sie kurzfristigst abgeblasen, nun zeigen wir sie eben zum 251. Geburtstag, die Ausstellung "... ein rühmlich bekannter Kupferstecher". Ludwig Buchhorn (1770-1856) - Halberstadt, Dessau, Berlin (8. Mai bis 8. Aug.)

Buchhorn zählt zu den bedeutendsten Künstlern, die im 18./19. Jahrhundert aus dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt kamen bzw. hier tätig waren. Die Ausstellung stellt ihn als feinfühligen Porträtisten mit Sinn für die Eigentümlichkeiten seiner Porträtgestalten, als flotten Zeichner und als Druckgrafiker von bemerkenswerter Vielseitigkeit und Virtuosität vor. Breiten Raum nimmt auch das Lebensthema des Künstlers, die Darstellung von Bettlerkindern ein. Die Ausstellung wurde gefördert vom Land Sachsen-Anhalt und wird gezeigt in Kooperation mit dem Stadtmuseum Berlin.

Di-So 10.00 - 16.00 Uhr

Halberstadt

02.08.2021
Jarosław Modzelewski "Die Gleichgültigkeit der Welt"

Kunstausstellung: Jarosław Modzelewski. Die Gleichgültigkeit der Welt

Jarosław Modzelewski — Maler, Zeichner, Pädagoge. Ein Klassiker der polnischen Gegenwartsmalerei. Er arbeitet an der Warschauer Kunstakademie, wo er die Malerei-Werkstatt (Pracownia Malarstwa) leitet. In den 1980er und 1990er Jahren Mitglied von GRUPPA, einer Künstlergruppe, die mit der Strömung der neuen Expression assoziiert wird.

Die Ausstellung „Die Gleichgültigkeit der Welt” zeigt Gemälde von Jarosław Modzelewski aus den Jahren 2014-2020. Sie erzählt vom Menschen, von der Landschaft und von der vergehenden Zeit. Der Titel verweist auf die Haltung des Malers als Beobachter, der auf seine Notizen und Skizzen aus dem Alltag zurückgreift. Die für den Künstler typische „achtsame” Wahrnehmung der Welt ist uns heute, in Zeiten von Pandemie-Beschränkungen und erzwungener Isolation, allen vertrauter. Markenzeichen seines individuellen Stils sind Licht und Farbe, die er unter anderem durch die traditionelle Technik der Eitempera hervorbringt.

Krzysztof Morcinek, Kurator

Wir laden Sie herzlich zum Ausstellungsbesuch ein: Di – Fr 11.00 – 17.00 Uhr 
Wir bitten um vorherige Anmeldung unter:Tel. 0211 866 96 20 oder duesseldorf@instytutpolski.pl

Bild: Jarosław Modzelewski: Was? Ein Ein-Mann-Staatsbetrieb? Womit? Da hast du dir was eingebrockt. 2015 © Jarosław Modzelewski

Siehe unsere Internetseite: www.instytutpolski.pl/duesseldorf

Düsseldorf

02.08.2021
Tadeusz Rozewicz "Unser älterer Bruder"

Tadeusz Różewicz: Unser älterer Bruder. Eine Text-Collage
Neuerscheinung im März 2021!

Tadeusz Różewicz (1921–2014), einer der großen polnischen Lyriker, hat in dieser ergreifenden Anthologie seinem älteren Bruder Janusz (1918–1944) ein literarisches Denkmal gesetzt. Janusz, der für ihn eine wichtige Vorbildfunktion hatte, wurde wegen seiner Untergrundaktivität während des Krieges von den Deutschen verhaftet und ermordet. Der Band enthält Gedichte, Prosafragmente und ausgewählte Briefe von Janusz, zahlreiche Erinnerungen an ihn sowie eine Reihe von Gedichten Tadeusz Różewiczs über seinen Bruder. Ergänzt durch Abbildungen entwirft diese Text-Collage das faszinierende Bild eines vielseitig begabten jungen Mannes, dessen Leben viel zu früh endete.

Tadeusz Różewicz
Unser älterer Bruder. Eine Text-Collage
Hrsg./ aus dem Polnischen von Bernhard Hartmann und Alois Woldan
Harrassowitz Verlag, Polnische Profile 11
Deutsches Polen-Institut Darmstadt
ISBN 978-3-447-11610-7 / E-Book: ISBN 978-3-447-39108-5
Herausgegeben in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Düsseldorf
Erscheinungsdatum: März 2021.

In Buchhandlungen erhältlich.

Düsseldorf

02.08.2021
Takeover

Die Welt aus Kinderaugen sehen und verstehen – diesem Wunsch folgt die Ausstellung „Takeover“. Sie ist eine Zusammenarbeit des Gropius Bau mit der Stiftung Brandenburger Tor, der Kulturstiftung der Berliner Sparkasse.

 

Dunkle Räume, die Ausstellung als Spiel, das Zusammenwirken von Licht und Wasser, Bewegung und Schatten sowie das Zusammenspiel von Klang und Natur: Für diese Themen entschieden sich Berliner Grundschüler*innen und kuratierten ihre eigenen Ausstellungen mit Werken von Berliner Künstler*innen. Den Auftakt macht diesen Sommer die Picasso Grundschule mit „Takeover. Plastik hört auf Pilz“ auf dem Südplatz des Gropius Bau – mit den Künstler*innen Roberta Busechian und Tue Greenfort. Pilz versus Plastik oder Pilz als Plastik und kann man Natur eigentlich wachsen hören? Das ist hier die Frage.

 

„Ich wünsche mir, dass Pilze als Waffe gegen die Umweltverschmutzung eingesetzt werden können.“

— Alexandra, Wilma und Lilly, Picasso Grundschule

„Ich wünsche mir, dass man zu einem Kunstwerk eine Melodie hört.“

— Etienne, Picasso Grundschule

„Ich bin lebendig. Ich bin vielfältig. Ich bin ein Lebewesen.“

— Adrijan, Picasso Grundschule

 

Roberta Busechian

Biografie

Roberta Busechian (*1990, Triest, Italien) ist Klangkünstlerin und Forscherin. Seit 2014 lebt sie in Berlin und lehrt Theorie, Praxis und Aktivismus in der Klangkunst. Sie interessiert sich für das Zuhören und seine Auswirkungen. Dafür schafft sie gemeinsame Sammlungspunkte im Raum. Ihre Arbeit beschäftigt sich auch mit den technologischen Möglichkeiten durch Live-Streaming und die Zeitverschiebung virtuell verbundener Stadträume. Roberta Busechians Performances und Installationen wurden in Europa und in den USA präsentiert.

 

Tue Greenfort

Biografie

Tue Greenfort (*1973, Holbæk, Dänemark) studierte Kunst in Odense und an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule in Frankfurt am Main (bei Thomas Bayrle). Seine Arbeiten bewegen sich in dem Dreieck Mensch – Natur – Umwelt und verwenden verschiedene künstlerische Medien. Internationale Einzel- und Gruppenausstellungen machten seine Kunst bekannt. Von 2011–2013 war er Professor an der Funen Art Academy in Odense. Tue Greenfort lebt und arbeitet in Dänemark und Berlin.

 

 

Teilnehmende Berliner Schulen

48. Grundschule, Pankow

Carl-Humann-Grundschule, Prenzlauer Berg

Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule, Moabit

Picasso Grundschule, Weißensee

 

Vermittler*innen: Hans Youssuf Kiesler, Kolja Kohlhoff, Merle Richter

Kuratorische Betreuung: Julia Moritz

Projektleitung Gropius Bau: Jenny Sréter

Projektleitung Stiftung Brandenburger Tor: Caroline Armand

Projektleitung Picasso Grundschule: Silke Kästner

 

Im Außenbereich des Gropius Bau durchgehend zu sehen; Soundinstallation von Mi–Mo, 10:00–19:00

Berlin

02.08.2021
Everything Is Just for a While

Für diese Ausstellung wurden ca. 1000 Stunden Filmmaterial aus öffentlichen und privaten Archiven gesichtet. Daraus wurden über 5 Stunden in Bild und Ton restauriert und zu drei Videoinstallationen montiert, die sowohl Nachrichten, Diskurs und Kunst aus 70 Jahren zeigen. Die 3-Kanal-Videoinstallation, die sich Kunstpositionen aus allen Festivalbereichen widmet (260'), reist chronologisch durch die Berliner Festspielgeschichte und wird zweimal täglich gezeigt.

 

Bislang kaum bekannte historische Videoaufnahmen aus eigenen, öffentlich-rechtlichen und privaten Archiven werden in „Everything Is Just for a While” anlässlich des 70. Geburtstags der Berliner Festspiele als kühner Zusammenschnitt präsentiert und laden zu einem neuen Blick auf heute immer noch verblüffende Kunstpositionen aus der ganzen Welt ein.

 

Labor und Experiment, Seismograf des Zeitgeists, Ausstellungsort und Debattierklub, Radical Art und Workshops für Jugendliche, Feuerwerk und Sport, wochenlang afrikanische Kunst, Städteplanung und Autor*innenförderung, Wissenschaftskolleg und Festumzug mit Wasserkorso und immer wieder Plattform der internationalen Kunstszene – all das waren die Berliner Festspiele in den vergangenen 70 Jahren. Im Geburtstagsjahr zeigt „Everything Is Just for a While” einen Zusammenschnitt aus bislang kaum bekannten Bewegtbildern, ein Spiegelkabinett der Erinnerungen. Die Videoinstallationen werden von einer Infowand gerahmt, die die Identität und die Geschichte der Berliner Festspiele veranschaulichen.

 

Die Videoinstallationen und Filme begutachten die Risse und Querschläger, die Extreme und Experimente der Festspielgeschichte und laden zur Erforschung der Frage ein, was diese vergangenen Orchester- und Jazzkonzerte, elektronischen Pionierarbeiten, Theateraufführungen, Stadtraumaktionen, Ausstellungen, Diskursreihen, Zirkusvorstellungen, Rituale, Tanzproduktionen, Jugendwettbewerbe, Kinoprojekte, Planetarienfilme, Künstler*innengespräche und Eröffnungsreden uns heute noch zu sagen haben. Das Wagemutige, das Out-of-the-box-Denken, die Bestrebung und Geduld zu sehen, was kommt und was wird, war unsere Ausrichtung bei der Recherche. Und sicher verrät die Art, wie wir unsere Geschichte betrachten und reflektieren, einiges darüber, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen.

 

So entstehen die Konturen einer niemals zu Ende erzählten Biografie einer Institution, die von zahllosen Mitarbeiter*innen und ihren höchst spezifischen Kompetenzen und Interessen geprägt wurde und wird. Der Strom an Ereignissen in dieser Erzählung erlaubt, einige Leitlinien im Engagement zu erkennen – die Beschäftigung mit Künstler*innen und Tendenzen in Osteuropa, Afrika, Amerika und Südostasien, mit der Geschichte der künstlerischen Avantgarden oder mit politischen Zäsuren prägen damals und heute die Festspielarbeit. Dreißig Jahre nach der Öffnung der Berliner Mauer ist rückblickend zudem der politische Gegensinn zur Situation in der DDR erkennbar. Die ursprüngliche Rolle als „Schaufenster des Westens“, aber auch die ständig wachsende Neugier auf andere Blickwinkel vieler nicht westlicher und indigener Kulturen und auf Strategien des nachhaltigen Wandels und des Umweltschutzes spiegeln sich in den Festivals und Programmen.

Mi bis Mo 10:00–19:00 Di geschlossen

Berlin

02.08.2021
ANTONY GORMLEY

Das SCHAUWERK Sindelfingen zeigt ab 13.06.2021 eine umfangreiche Einzelausstellung des britischen
Bildhauers Antony Gormley (*1950 London). Ausgezeichnet mit dem Turner Prize und dem Praemium
Imperiale zählt er zu den wichtigsten Künstlern der Gegenwart. Mit rund 30 Werken aus der Sammlung
Schaufler und aus dem Studio des Künstlers – darunter Arbeiten, die bisher nie öffentlich zu sehen waren –
ist es die bedeutendste Werkschau Gormleys, die je in Deutschland zu sehen war.

 

Zentrales Thema von Gormleys Schaffen ist der Mensch und seine Beziehung zum Raum. Ausgehend von
seinem eigenen Körper, den er als Material, Werkzeug und Motiv nutzt, zeigt er Figuren in unterschiedlichen
Zuständen: Enthüllung, Isolation, Herausschälen und Wachstum sind in der Ausstellung zu finden. Frühe
Skulpturen, wie die Bodenarbeit FLAT TREE (1978) und ONE APPLE (1982), zeigen Gormleys Interesse an Zeit
und ihrer Darstellung. 

 

Einige Werke sind umschlossen, andere offener und durchlässiger. Die fortwährende Infragestellung, wo ein
Körper beginnt und wo er endet, wird in Skulpturen erkundet, die sich von der Leere zur Masse entwickeln,
von der Linie zur Fläche, von der geradlinigen zur organischen Form und Struktur: von der fast gewichtslosen
linearen „Zeichnung im Raum“ bei FLARE II (2008) über die dichte Masse von CUMULATE (BREATHE II)
(2018) bis zur raumgroßen abgeschlossenen Dunkelheit von HOLD (2016). Drei großformatige
architektonische Werke – ROOM (1980), HOLD (2016) und MURMUR (2014) – stehen im Mittelpunkt der
Ausstellung und vermitteln zwischen dem individuellen Raum des Körpers und dem kollektiven Raum.

 

Nach der pandemiebedingten Verschiebung des Projekts im letzten Jahr, äußert sich der Künstler nun
begeistert über die Umsetzung ab Juni 2021: „Es freut mich, diese Ausstellung in den einzigartigen
ehemaligen Industriehallen des SCHAUWERK Sindelfingen zu machen. Die Räume sind großzügig, offen und
mit einem natürlichen Licht von oben erfüllt.“

Die Ausstellung zeigt Gormleys Transformation der Skulptur von rein materiellen und formalen Fragen hin zu
einer Erkundung des Lebens selbst. „Unser eigener Körper und seine Beziehung zu den ausgestellten Werken
ist ebenso Thema wie die Arbeiten selbst: der Körper als Behältnis, als Energiefeld, als Aggregat von Teilen, als
provisorischer Stapel, als Masse, als neuronales Netzwerk.” (Antony Gormley)

Di, Do 15:00-17:00 Uhr (öffentliche Führung) Sa, So 11:00-17:00 Uhr

Sindelfingen

02.08.2021
HfG Ulm

Mit der Ausstellung „HfG Ulm: Ausstellungsfieber“ widmet sich das HfG-Archiv dem Zusammenhang von Design und Ausstellungen. Die Präsentation ermöglicht einen neuen Blick auf die Designhochschule im internationalen Kontext. Im Mittelpunkt steht erstmals die Ausstellungstätigkeit der Hochschule, die wesentlich zu ihrer weltweiten Wahrnehmung beitrug.

Die zahlreichen Schul- und Auftragsausstellungen, die zwischen 1953 und 1968 von der HfG konzipiert und im In- und Ausland präsentiert wurden, finden besondere Beachtung. Unveröffentlichte Quellentexte und historisches Material, darunter Ausstellungsstände, Systementwürfe sowie Fotografien, veranschaulichen die Entwurfs- und Ausstellungspraxis der HfG. Otl Aicher spielte dabei in Theorie und Praxis eine maßgebliche Rolle. Besucher*innen sehen sich zurückversetzt in die 1950er und 60er Jahre, die Zeit eines grassierenden „Ausstellungsfiebers“, wie ein Zeitgenosse kommentierte. Nahezu jeder Bereich des alltäglichen Lebens wurde gestaltet und in Ausstellungen und auf Messen vorgestellt. Zu diesem Ausstellungsfieber trug die HfG wesentlich bei. Die Präsentation stellt diesen Anteil an der weltweiten Entwicklung erstmalig in den Fokus.

Als eine der einflussreichsten Gestaltungshochschulen des 20. Jahrhunderts war die HfG Wegbereiterin für das heutige Verständnis von Design als interdisziplinärer Praxis. Ihre Vorstellung von demokratischer Gestaltung, die sich im sogenannten „ulmer modell“. manifestiert, trägt die HfG über zahlreiche Ausstellungen in die Welt. Sie nutzte hochschulinterne Ausstellungen und Messeauftritte für große Firmen wie Braun, BASF oder SONOR als Experimentierfeld, um Ausstellungssysteme zu konstruieren und zu testen. Industriell gefertigte Messe- und Ausstellungssysteme etablierten sich in den 1960er Jahren zum Standard, die Ausstellungen der HfG tragen einen wichtigen Teil zu dieser Entwicklung bei.

Die Ausstellung „HfG Ulm: Ausstellungsfieber“ bildet den Abschluss des von der VolkswagenStiftung geförderten vierjährigen Forschungsprojekts „Gestaltung ausstellen. Die Sichtbarkeit der HfG Ulm“, das vom HfG-Archiv Ulm, von der Hochschule Pforzheim und der Folkwang Universität der Künste Essen gemeinsam getragen wird.

Di bis Fr 11 bis 17 Uhr, Sa und So 11 bis 18 Uhr

Ulm

02.08.2021
Philipp Franz von Siebold – Flora Japonica (1835-1870) gestern und heute

 


In einem prachtvoll illustrierten Tafelwerk – der ‚Flora Japonica‘ – stellte Philipp Franz von Siebold ab 1835 die Pflanzenwelt Japans umfassend vor. Viele, uns heute wohlvertraute Blumen, Büsche und Bäume hat der Würzburger Forscher aus Fernost erstmals in den europäischen Gartenbau eingeführt – zu einer Zeit, als „Blumisten“, Züchter und Parkbesitzer um Exotik wetteiferten. Die Entstehungsgeschichte des kostspieligen Druckprojekts von der getrockneten Originalpflanze über kunstvolle Aquarellskizzen bis hin zur handkolorierten, großformatigen Lithographie ist nicht weniger faszinierend als der Blick der Zeitgenossen auf die Schönheit der bis dahin weitgehend unbekannten Natur Japans. Doch auch heute noch inspirieren Siebolds botanische Tafeln wie auch die lebenden Pflanzen selbst Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt, etwas von deren Zauber und natürlicher Ästhetik einzufangen.

Die Würzburger Ausstellung mit zahlreichen Leihgaben aus privaten und öffentlichen Sammlungen ist im Siebold-Museum in der Frankfurter Straße 87 zu sehen. Das Museum ist täglich außer Montag von 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet.

An den Wochenenden und auf Anfrage gibt es Führungen durch die Ausstellung. Ein Ausstellungskatalog ist in Vorbereitung.

Würzburg

02.08.2021
14:30 Uhr
Germanenmythos und Kriegspropaganda. Der Illustrator Wilhelm Petersen (1900–1987)

National-konservativ geprägt, orientierte Wilhelm Petersen sich bereits in den 1920er Jahren an völkischen Ideologien. 1933 trat er in die NSDAP ein. Durch Alfred Rosenberg massiv gefördert, wurden seine Werke in Ausstellungen, als Illustrationen und Kunstdrucke vermarktet und von führenden Nationalsozialisten erworben. Seine Bildmotive prägten die Vorstellung von vor- und frühgeschichtlichen Germanen und „nordischen Idealfiguren“. 1938 verlieh ihm Adolf Hitler den Professorentitel. Als Kriegszeichner der Waffen-SS trugen Petersens Zeichnungen dazu bei, den Mythos der Waffen-SS als kämpferische Elite zu verbreiten. Nach dem Krieg wurde er als einer der Zeichner der Igelfigur „Mecki“ für die  Zeitschrift „Hör Zu!“ bekannt. Bis zu seinem Tod 1987 distanzierte sich Wilhelm Petersen nicht von seiner Rolle als NS-Künstler, sondern blieb im Netzwerk ehemaliger Nationalsozialisten und Mitglieder der Waffen-SS fest verwurzelt.


Im Burgsaal der Wewelsburg
Eintritt frei

Di bis Fr 10-17 Uhr; Sa, So und Feiertage 10-18 Uhr; Mo geschlossen

Büren-Wewelsburg

02.08.2021
Zheng Bo

Als In House: Artist in Residence 2020 beschäftigte sich der Künstler und Theoretiker Zheng Bo mit der Frage, wie Pflanzen Politik machen. Seine Ausstellung "Wanwu Council 萬物社" knüpft 2021 an die Themen an, die Zheng Bo während seines einjährigen Aufenthalts im Gropius Bau entwickelt hat.

Der daoistische Begriff Wanwu lässt sich als „zehntausend Dinge“ oder „Vielzahl von Ereignissen“ übersetzen und steht so für die unendlichen Möglichkeiten des Lebens in all seinen Formen. Im Rahmen der Ausstellung wird das erste Kapitel seines in Berlin und Brandenburg gedrehten Films "The Political Life of Plants 植物的政治生活" (2021) zu sehen sein, der Gespräche mit Ökolog*innen dokumentiert und mit experimentellen Szenen kombiniert. Die Serie "Drawing Life 寫生" (2020–21) versammelt Zeichnungen von vermeintlichem Unkraut und Bäumen, denen Zheng Bo in den 24 Halbmonaten des Lunisolarkalenders begegnet ist. Die Praxis des regelmäßigen Zeichnens zielt darauf ab, sich diesen verwandten Wesen anzunähern. "Wanwu Council 萬物社" setzt diese Annäherung fort: Die Ausstellung wuchert über den Gropius Bau hinaus in den „Gropius Hain“, wie Zheng Bo die Gemeinschaft von Platanen auf der Westseite des Gebäudes nennt.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal mit Clare Molloy

Freitag bis Mittwoch 10:00 bis 19:00, Donnerstag 10:00 bis 21:00, Dienstag geschlossen

Berlin

02.08.2021
Die Galerie der Straße / Die montierte Stadt

Die Galerie der Straße - Plakatkunst von Picasso zu Pollock
Die Ausstellung „Die Galerie der Straße – Plakatkunst. Von Picasso zu Pollock“ vereint 90 Plakate, mit denen in den 1950er- bis 1980er-Jahren Präsentationen von großen Künstlern wie Marc Chagall, Henri Matisse, Joan Miró und Pablo Picasso beworben wurden. Auch die amerikanische Avantgarde ist mit Jackson Pollock und Keith Haring in der Schau vertreten. Die farbenfrohen Werke der Sammlung KÖNA werden erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie entstanden vornehmlich als Lithografien in der Pariser Druckerei Mourlot, die auch eine Dépendance in New York eröffnete.  Mit französischen, amerikanischen und deutschen Werken widmet sich die Ausstellung dem Plakat als eigentümlichem Mischwesen zwischen der Welt der Kunst und der Welt des Kommerzes.

Die Wiege des künstlerisch gestalteten Plakats steht im Paris der Belle Époque. Schon in den 1890er-Jahren wird es zum begehrten Sammlerobjekt. Entsprechend der französischen Bezeichnung für diesen Werbeträger („Affiche“) kommt es sogar zu einem Plakatwahn (Affichomanie). Die Begeisterung für dieses Medium steckt schon bald den Rest Europas und die USA an. Es werden Plakatkunstausstellungen veranstaltet und Preise ausgelobt. Auch im 20. Jahrhundert bleibt Paris mit seinen auf künstlerische Grafik spezialisierten Druckereien die führende Metropole der Plakatkunst.

Plakate, so stellte einst der deutsche Philosoph und Schriftsteller Max Wiese fest, sind Netze, in denen sich unsere Wünsche verfangen sollen. In diesem Sinne gibt es viel Verfängliches in der Ausstellung zu sehen.

Die montierte Stadt - Von Fernand Léger bis Sergei Eisenstein
Elektrisches Lichtspektakel und dröhnender Verkehr, schier unendliches vertikales Wachstum von Wolkenkratzern, die Verschmelzung von Arbeits- und Freizeitraum und die generelle Beschleunigung des Lebens: In den 1920ern-Jahren übten die urbanen Architekturen in den Metropolen New York, Paris, Berlin und Moskau zunehmend einen Angriff auf die Sinneswahrnehmung ihrer Bewohner aus. Die Studioausstellung „Die montierte Stadt – Von Fernand Léger bis Sergei Eisenstein“ vereinigt 14 Filme, Foto- und Malerbücher von Künstlern wie Sergei Eisenstein, Fernand Léger, Erich Mendelsohn und Lázló Moholy-Nagy, die auf eindrucksvolle Weise eine neue Ästhetik der urbanen Raumwahrnehmung demonstrierten. Im Rahmen der Ausstellung lädt das Picasso-Museum mit Leihgaben aus Bibliotheken, Antiquariaten und Privatsammlungen zu einer künstlerischen Zeitreise in die Weltmetropolen der Goldenen Zwanziger ein.

Durch die Medien der Moderne – Fotografie und Film – und ihre revolutionären technisch-ästhetischen Verfahren entstand eine neue Ästhetik des Sehens in der Großstadt. Der russische Filmpionier Sergei Eisenstein entwickelte in diesem Zusammenhang eine einflussreiche Theorie der filmischen Montage, die er als Produkt des Urbanismus beschrieb, begrifflich verortet „halb in der Sphäre des Produktionsbetriebes, halb in der Sphäre der Music Hall.“ Die Vertreter dieser neuen Raumwahrnehmung propagieren einen völlig neuen Künstlertypus, der sich als Ingenieur einer technischen Avantgarde, einer neuen Zeit und eines neuen Sehens begreift.

Die Ausstellung veranschaulicht auf dialogische Art und Weise das Gestaltungsprinzip der filmischen und fotografischen Montage urbaner Sinneseindrücke.

Di-So: 10-18 Uhr, feiertags geöffnet

Heinz Mack

Heinz Mack
Skulpturen
4. Juli 2021 bis 2. Januar 2022

Heinz Mack feiert in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag. Der Skulpturenpark Waldfrieden ehrt ihn mit einer Ausstellung, die Macks Schaffen in seiner vielfältigen Beziehung zu Licht, Bewegung und Raum würdigt. Die Ausstellung bezieht nicht nur das Freigelände des Parks an besonders markanten Punkten ein, sondern nutzt zugleich auch alle drei Austellungshallen. Sie wird von Heinz Mack und Tony Cragg gemeinsam kuratiert.

Am 8. März dieses Jahres feierte Heinz Mack, Mitbegründer der Gruppe ZERO, seinen 90. Geburtstag. Der Skulpturenpark Waldfrieden ehrt den großen Maler und Bildhauer aus diesem Anlass mit einer Ausstellung, die ausschließlich seinem plastischen Schaffen gewidmet ist. In seinen drei Ausstellungshallen und im offenen Gelände präsentiert der Skulpturenpark 50 Skulpturen Heinz Macks, darunter zahlreiche Arbeiten, die bislang noch nie öffentlich gezeigt wurden. Auch wenn man rückschauend längere Zeiträume ins Auge fasst, wird die Ausstellung eine der großen Werkschauen des Künstlers.

Für Heinz Mack haben Kunstwerke neben der Erscheinung, mit der sie sich dem Auge des Betrachters präsentieren, ein Innenleben, dessen Eigenheiten die Philosophie erschließt. Er selbst sagt dazu: „Das Irritierende, Rätselhafte, Wunderbare, welches in der Kunst sichtbar wird, zeigt sich auf den Oberflächen. Wo sollte es sich sonst zeigen? Dasjenige, welches in der Kunst nicht erklärbar ist, verbirgt sich unter diesen Oberflächen …“. In diesem Sinne sieht Mack in Raum, Zeit und Licht konstituierende Faktoren plastischer Kunst. Über das rein Phänomenologische hinausgehend bedingt aber vor allem das Licht nicht nur die materielle Erscheinung des Kunstwerks. Es gewinnt für ihn darüber hinaus eine besondere Strahlkraft, die weit ins Metaphysische reicht, indem Licht auch die „entmaterialisierte“ Energie seiner Skulpturen wahrnehmbar macht.

Vor diesem Hintergrund bietet der Skulpturenpark Waldfrieden vor allem für die noch nie öffentlich gezeigten Arbeiten des Künstlers einen besonderen Rahmen, zumal Heinz Mack es schon immer für eine der wichtigsten Aufgaben plastischer Kunst hielt, Natur- und Kunstschönes in Verbindung zu bringen.

11-17 Uhr

Wuppertal

02.08.2021
Marlene Dietrich – Die Diva. Ihre Haltung. Und die Nazis.

Marlene Dietrich war der erste deutsche Weltstar. Wer kennt sie nicht als Lola aus dem Filmklassiker „Der blaue Engel“ oder hat nicht schon einmal „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ gehört? Bis heute verbinden sich mit ihr viele schillernde Bilder: Sexsymbol und Mutter, Schauspielerin und Sängerin, Ehefrau und Geliebte, Kunstfigur und Stilikone, Weltstar und Diva.

Unzählige Ausstellungen und Publikationen rund um den Globus beleuchteten mit höchst unterschiedlichen Perspektiven das Phänomen Marlene Dietrich. Sie machten eine Frau sichtbar, die ihre Zeit verändert hat und nicht nur mit langen Beinen, rauchiger Stimme und laszivem Blick Männern wie Frauen den Kopf verdrehte.

Einen weniger beachteten Bereich ihres Lebens bildet ihre entschiedene Haltung gegenüber den Nationalsozialisten und ihr angespanntes Verhältnis zu ihrer Heimat nach 1945.

Marlene Dietrich mied seit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten ihre Heimat Deutschland. Sie ließ sich auf keine Zusammenarbeit mit den Nazis ein und unterstützte stattdessen deutsche Emigranten. 1939 wurde sie aus Überzeugung US-amerikanische Staatsbürgerin. Seit 1942 warb sie Kriegsanleihen für die USA ein und ging 1944 für die US-amerikanische Truppenbetreuung nach Europa. Dies wurde ihr noch 1960 bei ihrer Deutschland-Tournee von Teilen der Öffentlichkeit vorgeworfen. Marlene Dietrich kehrte danach nur noch selten in ihre Heimat zurück. Mitte der 80er Jahre nahm die Diva Kontakt mit Beate und Serge Klarsfeld auf, deren Leistungen als „Nazijäger“ sie bewunderte.

Die von der Gedenkhalle Oberhausen mit Unterstützung der Marlene Dietrich Collection Berlin realisierte Wanderausstellung rekonstruiert die ablehnende Haltung der Dietrich zum Nazi-Regime und ihr Verhältnis zu Deutschland über einen Zeitraum von mehr als 60 Jahren anhand zahlreicher Dokumente, Fotos, Presseartikel und Filmmaterialien. Die Ausstellung folgt dabei dem Lebensweg des Weltstars von Deutschland in die USA, zu den Schauplätzen des Zweiten Weltkriegs bis zurück ins Nachkriegsdeutschland und weiter nach Polen, Israel und schließlich Paris, wo sie 1992 verstarb.

Di bis Fr von 10 bis 13 Uhr und 15 bis 17 Uhr, Sa und So von 11 bis 17 Uhr, Mo geschlossen

Osnabrück

02.08.2021
Offener Prozess

Die Ausstellung ist eingebunden in das interdisziplinäre Projekt „Kein Schlussstrich. Jena und der NSU-Komplex“, das ein umfangreiches Programm aus Inszenierungen, Ausstellungen, Konzerten und musikalischen Interventionen im Öffentlichen Raum, Lesungen, Diskussionen, Workshops u.v.m. umfasst. Diese Initiative soll in erster Linie die Perspektiven der Opferfamilien und (post-)migrantischen Communities in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

Diese Präsentation ist Bestandteil der ersten Etappe, welche unter der Überschrift #1 Wer hört wen? Aufklärung und Klarheit“ zusammengefasst ist und wurde realisiert in Zusammenarbeit mit dem ASA-FF e.V.

 

Dienstag – Sonntag 10 – 17 Uhr Montag geschlossen

Jena

02.08.2021
DU LEBST NUR KEINMAL

Inszenierung, Provokation, Tabubrüche, Gewalt – die Werke des Paares Uwe Lausen (1941–1970) und Heide Stolz (1939–1985) sind in den 1960er Jahren ohne Entsprechung. Die Fotografien von Stolz und die Leinwände von Lausen erzählen von der Rolle des Individuums im sich wandelnden gesellschaftlichen Kontext, aber auch von engem künstlerischen Austausch und gegenseitiger Beeinflussung. 

 

 

Mi-Fr 14 bis 17 Uhr, Sa/So 11 bis 17 Uhr

Neumarkt

02.08.2021
Großer Bücherflohmarkt in der Bibliothek

Zum Verkauf stehen Bücher, DVDs, CDs, Spiele und Zeitschriften zu Schnäppchenpreisen. Veranstalter: Bibliothek / Eintritt frei

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag 10 - 12:30 Uhr | 15 - 18 Uhr 10 - 12:30 Uhr | 15 - 18 Uhr geschlossen 10 - 12:30 Uhr | 15 - 18 Uhr 10 - 12:30 Uhr

Lilienthal

02.08.2021
Systhema. Positionen des Konkreten

Frank Badur | Andreas Brandt | Stefanos Gazis | Johannes Geccelli | Kristin Gerber | Thomas Kaminsky | Jan Kotik | George Rickey| Christian Roeckenschuss | Klaus J. Schoen | Peter Sedgley | Rudolf Valenta

Malerei, Graphik, kinetisches Objekt

Eine Kooperation mit der Sammlung Grauwinkel, Kleinmachnow

1974 unter dem Namen „System“ gegründet, ist „Systhema“ die Antwort von 12 Berliner Künstlern, darunter eine Künstlerin, „auf einen Mangel“ inmitten realistischer Tendenzen der damaligen Zeit. „Abstrakte Kunst, vor allem die tendenziell systematisch-konstruktive bis technoid-kinetische, hat es schwer …“, schreibt Karl Ruhrberg im schmalen Katalog, der eine Ausstellung der Gruppe in Bern 1978 begleitete. Was einst als konkrete Utopie begann, ist heute Kunstgeschichte. In Brandenburg ist eine international beachtete Sammlung konkreter Kunst beheimatet. Sie ist Leihgeber und Vermittler von Werken und Dokumenten, die lange nicht mehr gezeigt wurden und mit dieser Rückschau neu zu entdecken sind.

Di-So 12-17 Uhr

Potsdam

02.08.2021
Das Zweite Gesicht

Meersburg verwandelt sich ab Ende Juli in eine begehbare Museumslandschaft. In der Kooperationsausstellung „Das Zweite Gesicht“ widmen sich drei Orte zugleich dem faszinierenden Wechselspiel menschlicher Rollen und Identitäten: das Neue Schloss, die Galerie Bodenseekreis im Roten Haus und das vineum bodensee. Jeder Ausstellungsort entwickelt seine eigene, charakteristische Vision zum Thema. Zwischen Installation und Videokunst, Malerei und Skulptur, Fotografie und Film bewegt sich der gemeinsame Inszenierungsbogen. Künstlerisch gestaltete Bilder laden das Publikum ein zu einer inneren Reise in die Tiefen menschlichen Bewusstseins.

 

11-18 Uhr

Meersburg

02.08.2021
Das schönste Bild bei mir zuhaus

Den diesjährigen 40. Todestag des Verlegers, Kunstsammlers und Stifters Kurt Fried (30. März 1906 bis 22. März 1981) nimmt das Museum Ulm zum Anlass zu einer Wiederauflage seines 1971 initierten Ausstellungsprojekts „Das schönste Bild bei mir zuhaus“.

Vor 50 Jahren konnte Kurt Fried eine für die damalige Zeit außergewöhnliche und in ihrer Art einmalige Ausstellung eröffnen. Mit „Das schönste Bild bei mir zuhaus“ wurde die Bevölkerung eingeladen, persönliche Lieblingsstücke aus den eigenen vier Wänden in die Galerie studio f zubringen. Damit öffnete sich dem Publikum ein heimlicher Blick auf privaten Wandschmuck und den individuellen Kunstgeschmack von Bekannten und Unbekannten.

Ein halbes Jahrhundert später, in einer Zeit, in der Partizipation und Interaktion im Ausstellungswesen immer mehr im Fokus stehen, greift das Museum Ulm über seine digitale Plattform nextmuseum.io die Idee von Kurt Fried auf und transformiert sie in die Gegenwart. Dabei sollen auch Fragen diskutiert werden wie: Warum umgeben wir uns in unseren Lebensräumen mit Kunst, Bildern, Objekten? Was hängen wir zuhause auf? Wo liegt der Unterschied zum Museum? Was sammeln und präsentieren wir im öffentlichen Auftrag? Wie unterscheidet sich unser persönlicher ästhetischer Geschmack? Ist er zeit- und trendabhängig?

Di bis Fr von 11 bis 17 Uhr, Sa und So 11 bis 18 Uhr

Ulm

02.08.2021
Kunstreichgewächse

In einer Zeit der Dystopien, in der multiple Krisen unsere Welt aus den Angeln heben und die Zukunft grau erscheint, macht das Museum Ulm mit dieser ersten über die digitale Plattform nextmuseum.io kuratierten Ausstellung sich auf die Suche nach dem paradiesischen Garten Eden. Der verwunschene Garten war, ist und bleibt als Ort des Rückzugs und der Idylle ein Sehnsuchtsmotiv.  Als Ideal verklärt, steht der Garten heute mehr denn je für die verlorene Einheit von Mensch und Natur. Seine Schönheit vermittelt eine Idee des Überirdischen und der Herrlichkeit des Paradieses, nach dem sich die Menschen seit Jahrhunderten sehnen.

Einem botanischen Garten vergleichbar sammelt, pflegt und zeigt das Museum Ulm in seinem denkmalgeschützten Gebäudeensemble des 15.-20. Jahrhunderts Kostbarkeiten aus 40.000 Jahren Kunst- und Kulturgeschichte. Die ausgewählten künstlerischen Positionen zum Thema Paradiesgarten werden im Ausstellungsprojekt zusammengeführt und das Museum in einen alternativen Ort des Staunens, Erlebens und Wiederentdeckens verwandelt.

Mit Werken u.a. von:

Marija Avramovic & Sam Twidale I Johanna K Becker I Janieke Bekasinski & Meike Schröder I Elisabeth Eberle I Alper Goldenberg I Barbara Herold & Florian Huth I Lena Violetta Leitner I Eva-Maria Lopez I Bas Meeuws I Anselma Murswiek I RaumZeitPiraten I Janina Schmid I Calebe Simões I Bea Targosz I Khyati Trehan I Cynthia van Wijngaarden

Di bis Fr von 11 bis 17 Uhr, Sa und So 11 bis 18 Uhr

Ulm

02.08.2021
FWK - SC Verl
Weiter geht's 2021 für die FC Würzburger Kickers! Der Traditionsverein wird niemals schlapp, seine treuen Fans mit Nervenkitzel und Action zu füttern. Sichern Sie sich jetzt Ihre Karten für die Saison 2021/2022 und atmen Sie endlich wieder Stadionluft! Tickets gibt's wie immer bei Reservix.

Wenn rot-weiße Fahnen von den Rängen der Flyeralarm Arena wehen, dann geben die Kickers auf dem Rasen alles. Mit der Unterstützung der Fans im Rücken bleiben die Punkte garantiert in Würzburg. Wer Fankultur, Traditionssport und Tempo-Fußball live erleben will, muss die Heimspiele am Dallenberg besuchen!

1907 wurde der Verein gegründet. In den ersten Jahren spielten sich die Kickers an die Spitze des Regionalfußballs, nach dem 2. Weltkrieg schnupperten sie immer wieder am Aufstieg in die 2. Liga – allerdings erfolglos. Erst 1977 gelang ihnen der große Coup, danach schien dem Fußballclub allerdings die Luft ausgegangen zu sein. Erst 2015 gelang die Rückkehr in die 3. Bundesliga und der sofortige Durchmarsch. Bei all den Aufs und Abs konnten sich die Spieler immer auf die Unterstützung ihrer treuen Fans verlassen. Selbst in den unteren Ligen war den Anhängern kein Weg zu weit, um ihren Verein anzufeuern. Hier ist Fußball viel mehr als nur ein Sport.

Feuern Sie gemeinsam mit der großen Fanfamilie Ihre Lieblingsmannschaft an. Wenn die Rothosen den Platz betreten, gibt es auch auf den Rängen kein Halten mehr. Eine große Party rund um den Fußball ist garantiert. Das sollten Sie sich auf keinen Fall entgehen lassen!
Tim Vantol Live (Neustart Kultur 2021)
Auf dem neuen Album „Better Days“ explodiert der Niederländer Tim Vantol geradezu mit neuem Lebensmut, hebt die Faust, heult den Mond an, krempelt die Arme hoch und lässt ein Triumphgeschrei hören, für das niemand zu alt ist. Das Titelstück gibt die Marschrichtung mit krachenden Gitarren und galoppierenden Drums vor: „I want to wake up next to you and feel unbroken.“ „A River Full Of Reasons“ schlägt in dieselbe Kerbe und spielt mitten in seinem Melodie-Crunch diesen einen entwaffnenden Moll-Akkord, der einem das Hemd aufknöpft und die Hand aufs Herz legt.
Auch sehr nachdenkliche Passagen beinhaltet das neue Album. „I’m going to make it, but not today“, heißt es beispielsweise auf “Not Today”. Doch schon mit „It’s Gonna Hurt“, dem weisesten Song, den Tim Vantol je geschrieben hat, nimmt er den Stift seiner eigenen Biografie wieder in die Hand und singt: „Promises are made to be kept.“ Stimmt ja auch. „Dieser Song ist eine Ode an den Schmerz“, sagt der Sänger. „Wir empfinden den Schmerz als etwas Schlechtes, dabei kann er uns auch stark machen. Natürlich wäre es mir lieber, mir wäre all das nicht passiert, aber es hat mich eben auch zu der Person gemacht, die ich jetzt bin, und rückblickend bin ich dadurch stärker geworden.“
Womit wir bei „You Will Never“ wären – dem Trink-, Fußball-, Weihnachts- oder Liebeslied sowie Protestsong in einem. Das man an der Theke singen kann, in der Badewanne oder auf den Barrikaden. Bis die Stimme aufgibt und der Refrain dem Schicksal Angst zu machen beginnt. Im Song heißt es ganz einfach: „You are never gonna get me down!“
Wie sagt Tim Vantol so schön?
„Ich war am Arsch und jetzt erzähle ich den Leuten, wie es ihnen gut gehen soll. Ist das heuchlerisch?“
Spoiler: Ist es nicht.

Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20 Uhr

Bei einigen Produktionen wird ab sofort ein tagesaktueller Negativ-Test auch von den Bands und Agenturen eingefordert und um hier nicht für Verwirrung zu sorgen, fordern wir ab sofort bei jedem Konzert einen offiziellen negativen Corona Test von Gästen, Mitarbeiter*innen und natürlich der gesamten Produktion – gilt ausdrücklich auch für bereits geimpfte oder genesene Personen!

Wir möchten hier lieber auf Nummer sicher gehen und möglichst vermeiden selber zum Infektionstreiber zu werden – wir hoffen auf eure Akzeptanz und Unterstützung und freuen uns auf die nächsten Konzerte!

Natürlich müssen wir uns alle (Besucher*innen, Mitarbeiter*innen, Künstler*innen und Produktion) für die kommende Zeit noch an einige Regeln halten, die wir in unserem Hygienekonzept fixiert haben – diese Maßnahmen präsentieren wir euch hier einmal im Überblick:

– Zutritt nur für Getestete (tagesaktueller negativer Corona Test; nicht älter als 24 Stunden)
– Mit Kontaktdaten registrieren
– Hände waschen
– Termin buchen (durch Ticketkauf)
– Nies- und Hustenetikette wahren (in die Armbeuge)
– Keine Umarmungen und Hände schütteln
– Bei Krankheitsanzeichen lieber auf das Konzert verzichten

Danke für euer Verständnis!

Einlass: 19:00 Uhr
Individualbesichtigung - .
Erkunden Sie in einem individuellen Rundgang die öffentlichen Bereiche des Olympiastadion Berlin und des Olympiapark Berlin und begeben Sie sich auf die Spuren deutscher Sport- und Architekturgeschichte. Sie erhalten viele Informationen über die Geschichte an den Dokumentationstafeln verteilt auf dem Gelände. Werfen Sie einen Blick auf die blaue Laufbahn und genießen Sie die beeindruckende Perspektive eines der modernsten Multifunktionsstadien Europas. (Ohne Führung)

Aufgrund der aktuellen Situation können sich die Öffnungszeiten kurzfristig ändern. Bitte informieren Sie sich direkt vor Ihrem Besuch noch einmal auf unserer Homepage. An Heimspieltagen von Hertha BSC ist das Besucherzentrum geschlossen. Zu Ihrem eigenen Schutz sowie zu dem der anderen Besucher*innen ist das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes (FFP2- oder OP-Maske) in einigen Bereiche obligatorisch.

Letzter Einlass bis 30 Minuten vor Ende der Öffnungszeiten. An Heimspieltagen von Hertha BSC bleibt das Besucherzentrum geschlossen. Am Tag nach einem Heimspiel kann es zu abweichenden Öffnungszeiten auf Grund von Aufräumarbeiten kommen.

Öffnungszeiten:
11.06. - 23.06. = Mittwoch bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr
ab 24.6. täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr

>>Bitte beachten: Die Tickets sind nur in dem angegebenen Zeitfenster gültig.

Letzter Einlass bis 30 Minuten vor Ende der Öffnungszeiten. An Heimspieltagen von Hertha BSC ist das Besucherzentrum geschlossen
Das Dschungelbuch - Open Air in Rommersdorf
Sommer, Sonne, Sonnenschein. Das sind die wichtigsten Zutaten für gelingende Sommer Open Airs. Von diesen gibt es auch 2021 wieder einige, die kein Freiluftfan verpassen darf. Also jetzt schnell Tickets bei Reservix sichern!

Die eigenen Stars unter freiem Himmel erleben, ist wohl der Traum eines jeden Fans. Ob beim Open Air, Konzert, Festival oder Comedy-Show, an der frischen Luft wird jedes Event zu einem unbeschreiblichen Highlight. Diese Sommer Open Airs darf sich einfach niemand entgehen lassen.

Was gibt es schöneres, als die Sonne im Gesicht, ein kühles Getränk in der Hand und den Lieblingsact auf der Bühne zu sehen? Richtig, nicht viel! Damit diesen Sommer der Freiluft-Fun nicht abreißt, gibt es zahlreiche Sommer Open Airs und Veranstaltungen, die ein wahrlicher Gute-Laune-Garant sind. Konzerte aus den Bereichen Rock, Pop und allem, was dazwischen liegt, sowie klassische Aufführungen sorgen dafür, dass garantiert alle das finden, was sie suchen. Doch das ist noch längst nicht alles: Neben den Festivals und Open Airs betreten auch reihenweise Größen aus dem Comedy-Bereich die Bretter, die die Welt bedeuten. Bei diesem Angebot hochkarätiger Veranstaltungen sucht man Langeweile in diesem Sommer sicherlich vergebens.

Beste Unterhaltung für die sonnenreichste Jahreszeit. Das ist die Garantie der Sommer Open Airs, die für Eventbegeisterte Highlights am laufenden Band liefern. 
4. Seenachtskonzert Kirchheim/Teck
Patrick Siben und seine STUTTGARTER SALONIKER verwandeln die Bürgerseen in Kirchheim/Teck in eine sympathische Konzertarena, ganz im Stile der großen Klassik Open Airs.
Der genaue Konzertort wird die Badewiese am unteren Badesee Wiese beim Kiosk.
Das Salonorchester spielt von einer schwimmenden Bühne aus, live auf klassischen Instrumenten, ganz ohne Verstärker Wassermusiken und Gondellieder von Barock bis zur Moderne.
Das Publikum bringt flauschige Decken mit, lagert im Gras am nahen Ufer und lauscht der leichten klassischen Muse und Unterhaltungsmusik der Vollblutmusiker - gerne auch beim Picknick mit der ganzen Familie.

Das umfangreiche Konzert gliedert sich in drei Teile mit zwei Pausen,
in denen das Publikum das mitgebrachte Picknick genießen und die meist selbstgemachten Köstlichkeiten mit denen der Nachbarn vergleichen und austauschen kann.

Mit Funiculi-Funicula wird in italienischer Feststimmung das Konzert eingeläutet.
In der ersten Konzerthälfte spielen die Saloniker venezianische Gondellieder von Mendelssohn, Leoncavallo und Amadei, der See mutiert zur adriatischen Lagune. Mit den mondän-melancholischen Walzern "Sur la plage" und "Barcarole" von Emile Waldteufel entsteht eine Stimmung wie in einem Fin-de-siécle-Strandbad. Aufregender Höhepunkt ist die Ouverture zur romantischen Oper "Die Matrosen". Hier fängt Friedrich von Flotow auf naturalistische Art unterschiedlichste Stimmungen des Ozeans ein und setzt sie in Beziehung zu den Stimmungen der Seefahrer.

In der Pause inspizieren die Musiker die Picknickkörbe, fressen sich durch und stärken sich für die nächste Runde. Das Publikum, das ohnehin wieder einmal viel zu viel eingepackt hat, läßt dies mit sich machen.

In der zweiten Konzerthälfte lassen sich die Saloniker zu Klängen der Wassermusik nur so treiben. "Dolce vita" und "far niente" greift um sich. Das einzigartige Werk barocker Unterhaltungsmusik von G.F.Händel bekommt im Saloniker-Sound wieder seine ursprüngliche Bedeutung der meisterlichen Entspannung: Ein wahrhaft königliches Vergnügen.

Der dritte Teil ist das ausgedehnte Finale eines wundervollen Abends. Unerhört, die intimen Klänge der sinfonischen Konzert-Ouvertüre "Die Hebriden" von Felix Mendelssohn-Bartoldy, dargeboten vom feinen Salonorchester. "Eine Nacht in Venedig", ein Gipfel italienischer Opernkunst des Wiener Walzerkönigs Johann Strauß. Jetzt kann nur noch Schwanensee von Peter Tschaikowski die Stimmung überhöhen. Das Publikum schwebt.
"Kommt jetzt der Schwan?" würde Loriot fragen. Er kommt. Denn um Zugaben sind die Saloniker nie verlegen.

Das Publikum wird gebeten, Decken und gefüllte Picknickkörbe mitzubringen.
Picknickmuffel können sich am Bürgersee-Kiosk mit allem versorgen. !Besonders empfehlenswert!

Picknick nicht vergessen! Einlaß ab 18:00 Uhr
Der Kredit
Der Filialleiter der Bank hat es sich gerade so richtig gemütlich gemacht in seinem Leben. Zufrieden blickt er auf ein hübsch eingerichtetes Dasein mit allem, was dazugehört: Frau, Haus, Kind und sicherer Job. Doch just in dem Moment, in dem er sich ein bisschen zu sehr in seinem Bürostuhl zurücklehnt, taucht Anton Schmidt auf und beantragt bei ihm einen Kredit. Ein täglicher Vorgang für den Filialleiter: Antrag geprüft, Antrag abgelehnt. Der Antragsteller bringt nicht die entsprechenden Sicherheiten mit, und das bedeutet ein zu großes Risiko für die Bank.

Anton lässt sich nicht einfach abwimmeln und pocht auf seine Vertrauenswürdigkeit. Allerdings erneut vergebens. Doch der Antragssteller lässt nicht locker. Es beginnt ein Spiel um Geld und Glück, das berufliche und private System des Filialleiters gerät dabei völlig ins Wanken.

Geld gegen das eigene Glück! In Jordi Galcerans Stück Der Kredit wird das idyllische spießbürgerliche Leben des Filialleiters durch das Auftauchen des korrupten Kunden aus den Angeln gehoben und der Wert des Geldes in neues Licht gerückt. Im Handumdrehen sind die Weichen gestellt für den Absturz des Filialleiters in ein prekäres Dasein. Erfrischend komisch schildert Galceran, wie sich die Machtverhältnisse neu ordnen: Schritt für Schritt gerät der Filialeiter in die Fänge des Antragstellers, bis am Ende die Rollen gänzlich vertauscht sind.

Autor: Jordi Galceran
Regie: Katja Wolff
Bühne und Kostümbild: Saskia Wunsch
Darsteller: Daniel Breitfelder, Tobias Rott

Weitere Informationen:
http://www.toppler-theater.de

Eintrittspreis: 60,00€ (30,00€ pro Person)
1 Karte entspricht immer 2 Sitzplätzen für 2 Personen! Am Veranstaltungsabend werden ihnen die Plätze durch unsere Mitarbeiter zugewiesen.

Sie finden unsere aktuellen Hinweise zu Abstands- und Hygieneregeln unter:
http://www.toppler-theater.de/?page_id=4751

Achtung: Bei einer Inzidenz über 50 besteht die Pflicht zum Nachweis eines Negativtests. Sie müssen deshalb vorab einen Nachweis einholen. Vollständig geimpfte Personen benötigen einen Nachweis über ihren Impfstatus und sind von der Testpflicht befreit.

Rothenburg ob der Tauber

02.08.2021
19:30 Uhr
Tickets
ab 60,00 €
Vitra Schaudepot Timeslots - Eintritt Sammlung
DE / EN / FR

Im Vitra Schaudepot präsentiert das Vitra Design Museum Schlüsselobjekte seiner umfangreichen Sammlung. Im Zentrum des Gebäudes, das von Herzog & de Meuron designt wurde, steht eine Präsentation von über 400 Schlüsselstücken des modernen Möbeldesigns von 1800 bis heute. Unter den gezeigten Objekten sind frühe Bugholzmöbel, Ikonen der klassischen Moderne von Le Corbusier, Alvar Aalto oder Gerrit Rietveld, aber auch bunte Kunststoffobjekte der Pop-Ära oder jüngste Entwürfe aus dem 3D-Drucker. Ergänzt wird diese Präsentation um kleinere Wechselausstellungen zu sammlungsbezogenen Themen. Im Untergeschoss bietet das Vitra Schaudepot Einblick in weitere Sammlungsschwerpunkte, darunter skandinavisches und italienisches Design, die Leuchtensammlung, die Sammlung des Eames Office und eine Rekonstruktion des Büros von Charles Eames. Das Schaudepot Lab, eine Materialbibliothek mit Informationen zu Herstellungsverfahren, Entwicklungsprozessen und ca. 350 Materialproben sowie 17 Prototypen, lädt zum Entdecken, Ertasten und Kennenlernen ein.

At the Vitra Schaudepot, which is designed by Herzog & de Meuron, the Vitra Design Museum presents key objects from its extensive collection, creating one the largest permanent exhibitions and research sites on contemporary furniture design. The central focus is a selection of more than 400 key pieces of modern furniture design from the 1800s until today, including early Bugholz furniture, iconic modernist pieces by Le Corbusier, Alvar Aalto or Gerrit Rietveld, but also more recent examples of 3D-printed objects and lesser-known or anonymous objects, prototypes and experimental models. The permanent exhibition is complemented by smaller, temporary presentations focusing on items of the stored collection. On the lower ground floor, the Vitra Schaudepot offers insight into the extensive collection of Scandinavian and Italian design, the collection of lighting as well as the Collection of the Eames office and a reconstruction of Charles Eames’ office. The Schaudepot Lab located on the same floor is a Material library with information on production procedures, development processes and approx. 350 material samples as well as 17 prototypes.

Au Schaudepot, conçu par les architectes Herzog & de Meuron, le Vitra Design Museum présente au public des objets majeurs de sa vaste collection. L’essentiel du Schaudepot est constitué d’une collection permanente, avec plus de 400 pièces majeures du design de mobilier moderne, de 1800 à nos jours. Parmi les objets exposés, on retrouve des meubles anciens en bois cintré, des icônes du moderne classique de Le Corbusier, Alvar Aalto ou Gerrit Rietveld, mais aussi des objets en tissus colorés de la période pop ou de récents projets en impression 3D. Cette présentation sera complétée par de petites expositions temporaires dans des thématiques liées à celles des collections, à commencer par un aperçu du mouvement « Radical Design » des années 1960. Au sous-sol, le Schaudepot explore d’autres grands axes d’exposition, comme les designs scandinave et italien, la collection de luminaires et la Collection de Charles & Ray Eames.
Flughafen Tempelhof - Der Mythos Tempelhof
Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude des Flughafens Tempelhof spiegelt die wechselvolle Geschichte Berlins wider: Es ist Ausdruck der nationalsozialistischen Ideologie und diente im Zweiten Weltkrieg der Rüstungsproduktion durch Zwangsarbeiter. Tempelhof ist aber auch ein Symbol der Freiheit, die Luftbrücke von 1948/49 hat den Flughafen weltberühmt und zum Mythos gemacht. Während der deutschen Teilung blieb er für viele Menschen das Tor zur freien Welt.

Auf unseren Rundgängen führen wir Sie in ca. 2 Stunden zu den interessantesten Stellen des riesigen Gebäudes mit einer Fläche von über 300.000 Quadratmetern.

Dauer:
ca. 2 Stunden

Bitte haben Sie Verständnis, das es bei einer zu geringen Auslastung (unter 4 Personen) Führungen abgesagt oder verschoben werden können. Aufgrund der baulichen Barrieren des denkmalgeschützten Gebäudes können wir leider keine behindertengerechten Führungen anbieten. Das Fotografieren ist während der Führungen in den zu besichtigenden Räumen gestattet.

Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 / COVID-19 findet die Mythos Tempelhof Führung aktuell in einer etwas veränderten Form statt. Wir werden vor allem durch großflächige Bereiche mit Ihnen laufen und die Gruppengröße möglichst klein halten. Luftschutzräume können aktuell noch nicht während der Führungen begangen werden, sobald sich das ändert, wird aber auch ein Luftschutzraum wieder Bestandteil der Führung sein.
Zur Teilnahme an der Führung ist ein Mund- und Nasenschutz notwendig.
Des Weiteren sind die Abstandsregelungen auch während der Führung einzuhalten.
Unsere Guides werden hierzu eine Einweisung am Beginn der Führung geben, welche einzuhalten ist.
Vor allem aber freuen wir uns, dass wir Ihnen dieses wunderbare Gebäude mit all seiner Geschichte wieder näher bringen können.

Bei Gruppenbuchungen wenden Sie sich bitte an buchung@berlinkompakt.net.

Tickets an der Kasse vorzeigen
LES YEUX D´LA TETE - Jahrhunderthalle Sommerwiese
Sinti-Swing, französischer Chanson, Poetik-Punk oder Jazz – die sechs Musiker von Les Yeux d’la Tête lassen sich in keine Schublade stecken. Mit unbändiger Energie und grenzenloser Freude an der Musik bringen sie verschiedenste Stile auf die Bühne und schaffen so ein ganz besonderes Erlebnis für ihre Fans.

Im Jahr 2006 tat sich die Band nach einem Treffen der beiden Gitarristen in Paris zusammen, danach ging es zunächst durch die Cafés und Bars der Hauptstadt. Hier fand die Musik von Les Yeux d’la Tête großen Anklang bei den Zuhörern, also entschieden sie eineinhalb Jahre später, ins Studio zu gehen. 2008 erschien ihr erstes Album und die Anerkennung der Kritiker wuchs. Es folgten Auszeichnungen in Frankreich und dann Europa, die Konzerte wurden größer und die Band ebenfalls. Ihr Hauptaugenmerk ist trotz des zweiten Albums 2012 jedoch immer noch die Bühne, auf der sie ihr Publikum in ihre Welt entführen. Unzählige begeisterte Konzertbesucher belegen, wie grandios mitreißend die Band bei ihren Auftritten ist.

Jeder Song erzählt eine eigene Geschichte von Liebe, Glück oder dem Leben an sich. So werden die Zuhörer in die Gassen von Paris entführt, die Untergrundwelt der französischen Metro-Stationen oder auf eine osteuropäische Hochzeit. Mit viel Gefühl werden die Themen des Alltags in Klänge und Worte umgewandelt, mal himmelhochjauchzend, mal zu Tode betrübt. Erleben auch Sie die gesamte Bandbreite von Les Yeux d’la Tête und sichern Sie sich Ihre Tickets mit Reservix!
Die unendliche Geschichte

Schauspiel für alle ab 6 Jahren nach Michael Ende

Phantásien ist vom Untergang bedroht. Nur ein Junge namens Bastian kann es retten. Ein spannender Wettlauf gegen unbekannte Mächte beginnt. Gelingt es der Kindlichen Kaiserin und ihren Freunden Atréju und dem Glücksdrachen Fuchur, Bastian den Weg nach Phantásien zu zeigen, damit er es rettet?

Regie Kirsten Uttendorf | Ausstattung Claus Stump 

Bad Vilbel

02.08.2021
14:00 Uhr
Gruppe RADAMA 1959-1962

Ende 1959 lösen sich Erwin Eisch und Gretel Stadler von der Künstlergruppe SPUR und gründen gemeinsam mit Max Strack RADAMA. Doch gleich nach ihrer ersten Ausstellung in der Münchner Galerie Malura, der Gedächtnisausstellung Bolus Krim, für einen niemals wirklich existierenden Künstler, kommt es zum „Skandal“. Es gibt kaum ein Presseorgan, das damals nicht berichtet. Auch die Folgeausstellungen Kunst und Wohnraum oder Sakrale Kunst sind mit das Innovativste, was die deutsche Kunst nach 1945 zu bieten hat. Heute ist die Gruppe jedoch einer breiteren Öffentlichkeit weitgehend unbekannt.
Anhand von ca. 40 Kunstwerken, die 2019 als Schenkung des Ehepaars Eisch ins Museum Lothar Fischer gelangten, sowie Werk- und Installationsfotos aus der Zeit, wird das Wirken dieser Gruppe im historischen Kontext der 1960er Jahre in Deutschland neu beleuchtet.

Mi bis Fr 14 bis 17 Uhr, Sa/So 11 bis 17 Uhr

Neumarkt

02.08.2021