Samstag, 17.07.2021
um 20:00 Uhr






Das Projekt "die Begegnungen“ kann man mit absoluter Sicherheit als die "außergewöhnliche Verrücktheit" zweier Künstler bezeichnen, die sich zufällig kennengelernt und als Künstler erkannt haben. Diese musikalische Darbietung wird von einer Videoprojektion begleitet, die die Charaktere der Schauspieler und das Ambiente selbst stärkt und auf eine andere, moderne Weise den Schauspielern selbst Zeit, Toleranz, Gewohnheiten und Temperament verleiht.
Akkordeonist, Produzent, Sänger und Komponist Jordan Djevic, auf dem Höhepunkt der Popularität im Bereich der modernen Musik, war entschlossen, sein turbulentes Leben zu brechen und Kunst zu seiner Lebensweise zu machen. Aufgrund seiner Erfahrungen aus allen Teilen der Welt, in denen er lebte, schufen die Erfahrungen von Musikern aller Ebenen, mit denen er zusammenarbeitete, seine eigene Musikrichtung, die beim Montreux Jazz Festival als Balkan Jazz bezeichnet wurde. Djevic macht weiter und kreiert eine Art "Ambient-Akustik" -Musik, die die Effekte der Natur nachahmt und eine verwandte Seele sucht, die sich noch weiterbewegt, um seine Ideen zu bereichern.
Die Tänzerin, Autorin, Tanzpädagogin, Regisseurin und Videokünstlerin Irena Trišić, verstand die Idee von Jordan Djevic perfekt und auf seine Art verbesserte nahezu jedes Segment der ursprünglichen Vertonungen. Die im ehemaligen Jugoslawien geborene Irena Trišić wuchs in Deutschland auf und absolvierte Ihre Ausbildung als Bühnentänzerin in Nürnberg. Sie ist auch als Sängerin tätig und hat einige Performances inszeniert und dabei mitgewirkt.
Während der Arbeit an dem Projekt änderte der Akkordeon- und Konzeptersteller Jordan Djevic mehrmals seine ursprüngliche Version und Idee. Sie wurden beide im ehemaligen Jugoslawien unter verschiedenen Umständen in verschiedenen Republiken geboren, die Kunst und Lebenseinstellungen ohne Vorurteile brachte die beiden gemeinsam auf die Bühne. So wie sie sich zu Beginn vorstellen, treffen sie sich zufällig auf einer Bank, und von dem Moment an, an dem sie das Projekt abschließen, lernen sie sich immer mehr und mehr und mehr kennen, bis sie entdecken, dass sie völlig identische Seelen sind. So wie sich die positiven Seiten eines Magneten abstoßen, so gegensätzlich sind auch Ihre Vorstellungen und Meinungen von Zeit zu Zeit, jedoch verbindet sie gerade diese Gegensätzlichkeit, verbindet Ihre Wesen in der Kunst und vereinigt Sie dort wieder. Durch hohe, ehrliche musikalische Virtuosität, durch viele Bewegungen die nicht von den Muskeln selbst angetrieben werden, sondern von einer höheren Kraft, verschieben diese beiden Künstler die Grenzen der realen und alltäglichen Kunst.
Zwei Menschen, auf der Suche nach der Wahrheit, der Liebe, blind, gefühlt rückläufig bewegend konfrontiert mit Ihrem Alltag, Ihren unterschiedlichen Charakteren und Ihren ex-Vorurteilen treffen sich eines verregneten Tages auf einer einsamen Bank – irgendwo ...Der Regen spült all Ihre bis dahin schlechten Taten weg und Ihre Seele gemeinsam flackern wieder auf, rein und leuchtend wie Perlen, und sie bleiben zusammen.
So beginnt das Stück "die Begegnungen", Ihr gemeinsames und vor allem besonderes Projekt. Ein Projekt zweier turbulenter Charaktere, manchmal ruhig, manchmal ungezähmt, führen dem Zuschauer ein Leben vor, welches die beiden führen - jeder auf seine Art und Weise. Für beide Künstler sind weder die Bühne, die Cafés, die Niederlagen noch die Sieger fremd, und sie machen dies während der Aufführung deutlich.
Zurück in die Vergangenheit, teils durch Videoprojektion und ein altes Radio, das manchmal den Klang des Balkans einführt, der niemanden gleichgültig lässt, waschen sie sich mitten auf der Bühne in leisen Tönen mit einer sanften Stimme, die mit Traditionen umarmt ist, und schmeißen so Ihre Wurzeln, ohne Skrupel, dem Publikums ins Gesicht.

Einlass: 19:30h

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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Tübingen

08.03.2021
20:00 Uhr
Tickets
ab 25,40 €
HIGH SOUTH - Peace, Love & Harmony - Tour 2021
Ein Sound, der nach Sonne, Freiheit, der American Westcoast und wie kaum ein anderer nach den großen Vorbildern der Band klingt: legendäre 60s & 70s Harmony Vocal Groups wie THE EAGLES, THE BYRDS, AMERICA oder CROSBY,STILLS,NASH AND YOUNG. Die Magie und Zeitlosigkeit, die in den Songs aus diesem Jahrzehnt steckt, wurde nie durch irgendwelche Modeerscheinungen zerrieben und HIGH SOUTH sind genau diejenige Band, die den Spirit dieser Zeit in die Zukunft führen wird.

Das Debütalbum „NOW“ schaffte es in einigen europäischen Ländern auf Anhieb in die Top 10 der Album-Charts und auch das zweite, von Chuck Ainlay, seines Zeichens u.a. Produzent von Dire Straits Mastermind Mark Knopfler, geschaffene Werk „HIGH SOUTH“ schaffte es wieder in die Top 10 und Top 20.

Für das am 6. März 2020 angesetzte dritte Album „PEACE, LOVE & HARMONY“ kamen Produzenten- und Songwriterlegenden Stan Lynch und Josh Leo an Bord, um den Sound echter handmade american music noch authentischer umzusetzen. Zahlreiche namhafte Gäste von Bands wie Tom Petty and the Heartbreakers, The Doobie Brothers, The Allmann Brothers Band oder The Mavericks wirkten bei den Aufnahmen mit.

Die gleichnamige Tour zum Album wird das Publikum wieder auf eine Zeitreise führen, in eine musikalische Ära, für die sich heute mehr Menschen begeistern, als jemals zuvor...

HIGH SOUTH sind:

JAMEY GARNER,
PHOENIX MENDOZA
KEVIN CAMPOS

Einlass: 19:15h

Die Veranstaltung wurde abgesagt.
Frl. WOMMY WONDER - „Geht´s noch?!"“
Geht´s noch?!

Bühne frei für ein neues Programm mit Lachmuskelkatergarantie, für Unterhaltung mit Haltung für Herz, Hirn und Zwerchfell und für einen bunten Mix aus Kabarett, Comedy, Travestie und Chanson.

Wer klassische Travestie mit Starparodien erwartet, liegt falsch, das Programm präsentiert "Kabarett im Fummel" mit einer Kunstfigur, die so authentisch ist, dass sie keine Kunstfigur mehr ist, in keine Schublade passt und daher gern mal aus dem Rahmen fällt – mit allen Ecken und Kanten (und körperlich auch mit Rundungen).

Wommy hat einen besonderen Blick auf das Leben und nimmt dabei zur Freude des Publikums kein Blatt vor den Mund; als Mittlerin zwischen den Geschlechtern teilt sie Männern, Frauen und allen weiteren Varianten gleichermaßen aus, schaut dem Volk aufs Maul und legt den Finger in die Wunden der Zeit.

Ihre satirisch überspitzten Geschichten sind aus dem Leben, ihre Chansons gehen unter die Haut – alles aus eigener Feder und wie selbsterlebt. Wommy bringt ihr echtes und ihr fiktives Leben auf die Bühne, erzählt im lockeren Plauderton, was ihrer Meinung nach unbedingt erzählt gehört, und wenn sie selber mal ein Päuschen braucht, wischt ihr Alter Ego, Kultraumpflegerin Elfriede Schäufele (bekannt von den SWR-Faschingssendungen) in urschwäbischer Manier feucht durch und nimmt sich das vor, was Frl. Wonder verschweigt und denjenigen zur Brust, den Wommy nur anhimmelt.

Pointen werden im Stakkato abgefeuert mit einer Gagdichte, die man andernorts selten findet, dennoch gibt es zwischendurch Zeit für besinnliche Lieder und Geschichten – der Abend ist eine Achterbahn durch sämtliche Gefühle und wirkt noch im Alltag nach.

Alle Infos auf
http://www.wommy.de

Einlass: 17:15h

Tübingen

18.04.2021
18:00 Uhr
Tickets
ab 19,00 €
THEN COMES SILENCE - “Machine” Tour 2021
Der Tod ist eine treue Muse. Er ist sicher, verlässlich, endgültig… kurz: er ist all das, was die anderen Musen nicht sind. Kreativität und Inspiration sind wankelmütige Freunde, allzu schnell verloren zwischen durchgeschwitzten Laken oder auf dem Boden leerer Flaschen. Im Angesicht des Todes jedoch laufen die Götter der Inspiration urplötzlich zu Topform auf und rauschen himmelwärts, aus allen Rohren auf die Synapsen feuernd. Die schwedischen Post-Punk-Goth-Rocker Then Comes Silence sind sich dieser niemals versiegenden Quelle wohl bewusst. Der Tod mag die letzte Schwelle sein, die ultimative Grenze zwischen diesem Leben und der großen Ungewissheit. Für die Gothic-Connaisseurs Then Comes Silence ist er vor allem eine starke Kraft, die sie antreibt.

In 2017 führte diese Obsession mit allem Letalen zu „Blood“, einem zutiefst morbiden, düster pulsierenden Genuss, der das Beste aus apokalyptischem Post Punk und nebligem Goth Rock extrahierte. Ein tödlich, ein merkwürdig berauschender Cocktail, serviert vom Branchenriesen Nuclear Blast. „Das war schon eine unglaubliche Zeit“, blickt Bandgründer Alex Svenson zurück. „Als wir bei ihnen unterschrieben, hatten wir urplötzlich alle Hände voll zu tun. Du denkst dir, es wird leichter, wenn du bei einem großen Label bist. Doch das wird es nicht.“ Mit anderen Worten: Ihre Karriere-Boost kostete sie einiges. Then Comes Silence bewerteten ihre Situation ausführlich, verloren einige Mitstreiter, gewannen mit Mattias Ruejas Jonson und einem gewissen Gentleman namens Hugo Zombie aber zwei große Talente dazu. Gefangen in dieser Einbahnstraße, zerlegten sie ihren Backkatalog, der seit dem 2012 veröffentlichten Debüt „Then Comes Silences“ aus immerhin vier Platten bestand, setzten ihren Sound neu zusammen, probten sich die Hintern wund, spielten so viel live wie nie zuvor. „Wir haben die Band neu gestartet“, sagt Alex. „Das neue Line-Up von Then Comes Silence ist mehr denn je das einer Rock-Band.“

Ihr gewaltiges neues Album „Machine“ spiegelt das wieder: Mehr Rock, mehr Tod, mehr von jener ungesunden Fixierung auf alles Düstere und Furchtbare. „Ich wollte unseren eingeschlagenen Pfad verlassen und nicht einfach ein zweites ‚Blood‘ schreiben.“ Alex nahm diese Neuerfindung todernst (sic!), fungierte sogar als Produzent. „2016 überzogen wir die Aufnahmen mit jeder Menge Geld und hatten keine Ahnung davon, wie wir das kalkulieren sollten“, sagt er ehrlich. „Für eine kleine Band wie uns hatten wir ein üppiges Budget – und hatten keine Ahnung, wie wir es einsetzen sollten. Wir dachten, dass wir uns einfach zurücklehnen und den Ritt genießen können. Der Kater kam erst später.“

„Machine“ kostete Schmerz und Kraft, war in vielfacher Weise ein Weg zurück zu ihren bescheidenen Anfängen als schwedisches Underground-Phänomen. Die packenden Beats, die gespenstisch kalten Melodien, die winterlichen Gitarren und düsteren Hooks zeigen, dass es das alles wert war – selbst jenes „verlorene Album“, das Alex mal so eben vor „Machine“ geschrieben und dann ad acta gelegt hat. Alles führte an diesen Punkt. Alles führte zu betörenden, trübseligen Hymnen wie „We Lose The Night“, „Dark End“ oder „Kill It“. Gemixt von Legende Stefan Glaumann (Rammstein, Deathstars, Killing Joke), schließen Then Comes Silence den Kreis und klingen endlich so, wie sie immer klingen wollten – „wie eiskaltes Wasser, das an einem Novembermorgen aus einer rostfreien Leitung läuft.“ Herzen werden schmelzen. Blut wird gefrieren.

Mit den wehenden Bannern von Post Punk und Goth in Händen, wollen Then Comes Silence vor allem eines sein: Eine Rock‘n‘Roll-Band von der dunklen Seite der Macht. „Es wird bis auf Weiteres keine neuen Bowies, McCartneys, Ramones oder Lemmys geben. Nicht in der gegenwärtigen Popkultur“, findet Alex. „Wir müssen die Rheintöchter sein, die das Rheingold bewachen. Wir müssen die Wächter des Heiligen Grals sein, bis eines Tages die neuen Rock-Propheten geboren werden.“ Äh, Amen?

Dem Schnitter würde das gefallen. Sehr. Nach „Blood“, mit dem Alex vor allem den Tod seines Vaters verarbeitete, kommt das Ende aller Dinge jetzt in einer vollkommen neuen, hinterhältig anziehenden Form. „Es bringt rein gar nichts, gegen den Tod zu rebellieren“, zuckt er mit den Schultern. „Auch wenn der Tod den Hinterbliebenen Schmerz und Leid bringt, müssen wir akzeptieren, dass er für uns alle die Endstation ist. So ist es vorgesehen. Kommt damit klar, denn es wird uns alle erwischen.“ Sobald man sich damit auseinandersetzt, ist sich Alex sicher, wird sich das positiv auswirken. „Wenn wir über den Tod sprechen, singen, nachdenken, werden wir alles um uns herum mehr zu schätzen wissen. Vielleicht können wir sogar eine höhere Lebensqualität erreichen. Ich denke jeden Tag über den Tod nach und bin ziemlich sicher, dass er mich zu einem besseren Menschen macht.“ Der Tod, die ultimative Muse.

Einlass: 19:00h

Vorverkauf bis auf Weiteres gestoppt!
FRIED DÄHN & THOMAS MAOS - Double Feature Album Release Concert
Fried Dähn "now & then" Album Release - Cello Electric Indie

Seit mehr als 30 Jahren ist der Tübinger Cellist nun mit seinem Electric Cello unterwegs.
Er ist sich selbst und seiner künstlerischen Freiheit stets treu geblieben.
Blues Licks, World Sounds, New Jazz, Art Rock. Schräg, hypnotisch, meditativ, extatisch.
Spontan und kreativ, immer gepaart mit Überraschung und Spielwitz, verzaubert er mit seinem Instrument, seinem Erfindungsreichtum und nicht zuletzt mit seiner Virtuosität.
Nach Kiss my Guarneri, Nachtmusik und Cuento präsentiert er nun sein neues Solo Album
now & then, welches im Januar 2021 auf flavoredtune als Vinyl und CD erscheint.
http://www.friedstyle.com

Thomas Maos "glühen" Album Release

Der Tübinger Gitarrist ist leidenschaftlich gerne auf der Suche nach neuen Klängen.
Auf seinem neuen Album glühen verbindet er Elemente aus Minimal Music, elektronischer Musik und Rock zu atmosphärisch dichten Klangfeldern.
„Maos’ Musik wird mir verständlich als Heterotopie (Foucault): Klänge, die uns mit sich nehmen, ohne uns einer Illusion zuzuführen. Mit ihm zusammen erkunden wir das Andere, das Offene, das bisher noch nicht Wirkliche“. Prof. Dr. Philipp Thomas (2020)
http://www.elektrogitarre.de

Einlass: 19:30h

Tübingen

23.04.2021
20:00 Uhr
Tickets
ab 17,80 €
JOO KRAUS - “We are doing well” Tour
WE ARE DOING WELL. Das ist erst mal ein ziemlich breitschultriges Statement – speziell in diesen Zeiten. Aber wie immer kommt es auf den Kontext und den Absender an. Und der ist hier eben Joo Kraus. Ein Musiker, der am liebsten Genregrenzen und Stiletiketten auflöst und Musik so macht, wie er lebt: frei und fühlend. Gut möglich also, dass das Album ein paar Extra-Dimensionen birgt. (Spoiler: Ja, tut es.)
Vier Jahre ist es her, seit Joo Kraus mit dem Album JooJazz anklingen ließ, wohin er musikalisch unter-wegs ist: Von seinem Heimatplaneten Jazz aus geht er auf immer ausgedehntere Entdeckungsreisen, um jenseits jeder Crossover-Orthodoxie mit Sternschnuppen aus anderen Galaxien zu spielen – heißen sie nun Soul, Funk, Pop, Latin oder Elektro. Die Musik, die Joo von diesen Reisen mitbrachte, war schon auf JooJazz ein ohrenöffnendes Ereignis. Doch WE ARE DOING WELL öffnet den Horizont noch weiter: In den 10 Songs lässt er einfach alle Kategorieleinen los, überlässt sich dem Flow – und findet dabei vielleicht eine neue Heimat, weil er sie nicht gesucht hat: grenzenlos spielfreudig, virtuos vogelfreiwild und absichtslos tiefsinnig. Willkommen in Jootopia.
WE ARE DOING WELL kommt aufs erste Reinhören ganz schön gut gelaunt daher – ja, es geht uns verdammt gut hier: mit diesen oldschooligen funky Beats und Riffs, dieser federleicht intonierenden Trompete, die so virtuos ist, dass sie es nicht mehr beweisen braucht, mit diesen freestyligen, halb ge-rappten und halb gesungenen Vocals, und mit Arrangements, die zwischen freier Assoziation, Experi-mentierlabor und musikhistorischem Fundus klingen, als seien sie einfach so passiert.
Das alles ist eindeutig und entschieden unkommerziell – doch zugleich immens unterhaltsam und ein-gängig. Wie das möglich ist? „Große Freiheit“, sagt Joo einfach. Und ergänzt: „Die Songs sind diesmal noch freier geworden, weil wir uns noch weniger drum scheren, ob das in irgendeinem Radio gespielt wird oder sonst in kein Format passt.“
Wir – das sind wie immer seine Mitmusiker seit 16 Jahren und zugleich beste Freunde: Schlagzeuger Torsten Krill, der auch für Produktion, Recording, Mixing und Mastering (mit)verantwortlich zeichnet, Kontrabassist Veit Hübner und Pianist Ralf Schmid. Den größten Hut hat Joo Kraus selbst auf – Trompe-te und Gesang gehen ebenso auf seine Kappe wie Gitarren- und einige Keyboard-Parts sowie Text und Komposition. Wobei hier auch die Band erheblich mit im Boot war: „Bei manchen Stücken hatte ich zu-nächst nur ein paar Töne, und dann entstand im Studio oldschool-bandmäßig der Song. Wenn wir so zusammen spielen, wird’s richtig elektrisch, und es passiert etwas, das über uns vier hinausgeht“, er-zählt Joo.
Das, was darüber hinausgeht, ist es vielleicht auch, was WE ARE DOING WELL über die gut gelaunte

Frontseite hinaushebt: Jeder Song hat seine eigene Dynamik, weckt Imaginationen und führt an durch-aus seltsame Orte. Bei „Count to 4“ geht’s mit Vollgas ins Hippie-Speedjazz-Wah-Wah-Wonderland – mit Frank Zappa als Beifahrer und 70er-Progrock im Radio. „Elvis in Paris“ dagegen gleicht einer Spa-zierfahrt durch Toontown – die Häuser schief, die Straßen krumm, das Leben bunt und ziemlich schräg. Und das ist erst der Anfang der Sightseeing-Tour durch Jootopia: Mit „Space Glider“ verlassen wir end-gültig alles Feste und Gewisse. Orientfarbene Melodiefragmente fließen durch uns hindurch, vergessene Träume tauchen am Wegesrand auf, eventuell startet so eine Pilgerfahrt ins Unterbewusstsein ... are we really doing well?
Hier und jetzt und das Album hörend: Aber ja! Nach dem urban-untergründig mäandernden „Jootopia“ gibt es ein tiefes, friedvolles Ausatmen mit „Love“ – warm und melancholisch interpretiert von Fola Dada.
Und schließlich der titelgebende Song: „WE ARE DOING WELL“: Okay, das ist tatsächlich ein Statement – auch musikalisch. Startet cool, breitet sich dann überraschend aus und durchmisst in vier Minuten mehrere Jahrzehnte und Stimmungslagen. So mehrdeutig wie der Sound ist auch die Botschaft: „Klar, einerseits geht’s uns wirklich gut – aber viele Menschen, auch ich selbst, neigen auch dazu, sich in ihre heile kleine Welt zurückzuziehen, obwohl da draußen schon längst der Hurrikan tobt. Oder vielleicht auch nicht?“Joos Frage bleibt unbeantwortet im Raum. Sicher ist eh nichts. Außer vielleicht: Solange wir Musik wie die auf WE ARE DOING WELL hören dürfen, geht es uns in jedem Fall viel, viel besser.

mit: Joo Kraus, Gesang/Trompete/Live-Elektronik | Ralf Schmid, Keyboards | Veit Hübner, Bass | N.N., Schlagzeug

http://www.jookraus.de

Einlass: 19:30h

Tübingen

24.04.2021
20:30 Uhr
Tickets
ab 23,30 €
FELIX MEYER
Poetische Bilder für politische Botschaften

Auf der Straße spielt er schon seit geraumer Zeit nicht mehr, aber ein bisschen Straße ist immer noch in der Musik von Felix Meyer zu hören. Mit seinem Trio bewegt er sich zwischen Chanson und Folk. Dazu gesellt sich neuerdings auch eine gehörige Portion Pop. Seine gesellschaftskritischen Gedanken kommen gefälliger, aber nicht reduzierter daher.

Der Sänger und Autor appelliert an das Gefühl, und gleichzeitig fordert er von allen mehr Mut. Doch statt vordergründig zu agitieren, findet Felix Meyer für seine Gedanken poetische Bilder, die er mal melancholisch, mal aufrüttelnd ins Mikrofon singt. Ihn begleiten die Multiinstrumentalisten Erik Manouz und Johannes Bigge.
„Ich weiß nicht genau, was man mit Musik in die Welt hinausposaunen kann, aber wenn es vielleicht etwas gibt, was da draußen Menschen erreichen kann, dann ist es sowas wie Mitmenschlichkeit, Liebe oder Fantasie“.

Nicht von ungefähr wählt Felix Meyer für seine gesellschaftskritischen Texte statt nüchterner Worte poetische Bilder. „Ich habe Fotographie studiert und mich lange mit Bildern beschäftigt und auch ganz ähnliche Themen in der Fotographie behandelt. Ein Journalist nannte unsere Musik mal ‚dokumentarische Popmusik‘ und ich finde das bringt es ganz schön auf den Punkt. Es soll nicht explizit sein, es soll Platz lassen diese Bilder, die da kreiert werden, selber auszumalen, mit seinem eigenen Leben in Verbindung zu bringen.

Einlass: 19:30h
KEIMZEIT - “Das Schloss” Tour 2021
Das neue Keimzeit Album „Das Schloss“ schließt sich wunderbar organisch an die letzten Werke der Band an. „Auch wenn ich mal von anderen Künstlern zu Songs inspiriert werde, ist es am Ende doch immer so, dass ich die Strickart meiner Songs nicht wirklich verlasse“, reflektiert Norbert Leisegang sein Songwriting. Was sich geändert hat, ist der Gesamt-Sound. Denn Keimzeit haben diesmal mit Moses Schneider zusammengearbeitet, der u.a. auch schon für Tocotronic und die Beatsteaks an den Reglern saß. Die Basics wurden in einem Studio im ehemaligen Flughafen Tempelhof in nur vier Tagen live aufgenommen. Klingt als wären Keimzeit in die 60er zeitgereist, um das Wesentliche in ihrer Musik zu suchen und schließlich zu finden.
Dieser am Live-Sound von Keimzeit orientierte, erdige Gesamtklang zahlt sich in der Intensität und Atmosphäre der Lieder aus. Herausgekommen sind 12 Songs, die in ihrer klanglichen und textlichen Einzigartigkeit fesseln, berühren und auch nachdenklich machen. Neben dem schon erwähnten Titelsong gibt es jede Menge weitere spannende und bisweilen autobiografische Lieder.
Keimzeit haben mit „Das Schloss“ eine spannende Grundlage für eine zweijährige Tournee geschaffen. Diese wird die Band auf über 70 Bühnen in nahezu alle Bundesländer führen. Die über zweistündigen Konzerte sind immer ein eindrucksvolles Erlebnis und bieten reichlich Gelegenheit für eine musikalische Zeitreise durch fast vier Dekaden Keimzeit.

Einlass: 19:00h

Tübingen

03.05.2021
20:00 Uhr
Tickets
ab 25,40 €
JEAN-PHILIPPE KINDLER - "Mensch ärgere Dich"
Die Mutter von Jean-Philippe Kindler beschloss im Sommer 1996, ihren Sohn mitten in die Duisburger Realität hinein zu gebären - wozu solch zweifelhafte Entscheidungen führen?
Zuerst einmal zu einem Aufwachsen in Düsseldorf, einem Studieren in Tübingen und schließlich zu einem Wohnhaft-Sein im Paris des Ruhrgebiets: in Bochum. Zugegeben, der geographische Werdegang Kindlers ist die scheiternde Geschichte auf dem Stapel der abgelehnten Romanmanuskripte.
Sein künstlerischer Werdegang hingegen überzeugt in allem: Kindler ist NRW- Landesmeister im Poetry-Slam, Finalist der deutschsprachigen Meisterschaften und Nominierter für den Nachwuchsmoderatorpreis.
Er ist einer der wenigen Künstler_innen, die das Politische humorvoll, präzise und ungemein berührend darstellen können.
Das Video zu seinem Text „Mindesthohn“ wurde im Internet über 500.000 mal geklickt und bezeugt eine Energie im Wort, die bereits verloren geglaubt schien.
Mit seinem neuen abendfüllenden Programm „Mensch ärgere Dich“ erhebt er auf irrwitzige und poetische Art und Weise die Stimme für jene Geschichten, die zu selten gehört werden. So geht es mal um soziale Ungerechtigkeit, und mal um seine Eltern, die gerne „Läuft bei dir“ sagen. Die Zuschauer_innen erwartet eine Mischung aus präziser Slam-Poetry, Sprechgesang, Comedy-Elementen und Kabarett. Der Titel des Programms verrät es bereits: Kindler denkt Gesellschaft spielerisch, seine eigene Verantwortung betonend, dass wir die Politik so gestalten müssen, dass sie Glück für alle ermöglicht.
„Ein Slammer wie aus dem Bilderbuch“
sagt der WDR – schließt Euch an!

Einlass: 19:15h
MONOBO SON - Supersonic Tour 2021
Monobo Son feiert Geburtstag! Auf 10 bewegte Jahre kann die Band um Posaunist Manuel Winbeck nun zurückblicken. Viele Metamorphosen hat Monobo Son auf diesem Weg vollzogen - stilistisch und personell war und bleibt die Combo stets in Bewegung. Und dennoch ist es gelungen einen ganz unverwechselbaren Eigensound zu kreieren, der sich nicht an Genregrenzen hält, sondern diese liebevoll überschreitet und Elemente zusammenführt, die auf den ersten Blick so gar nicht zusammenpassen wollen.
Die Geschichte von Monobo Son ist nicht zuletzt auch eine Geschichte von Freundschaft. Hier haben sich fünf Musiker zusammengefunden, die stilistisch aus völlig verschiedenen Baustellen kommen, die sich menschlich aber soviel zu sagen haben, dass sich eine neue Ebene des musikalischen Austauschs auftut. Was sie eint, ist die bedingungslose Liebe zur Livemusik. Die Magie des Bühnenmoments wir zelebriert egal ob im verschwitzten Berliner Undergroundclub, im Jugendzentrum tief im Bayerischen Wald oder auf dem Stadtplatz von Wolgograd. Der Zauber der diesem Augenblick innewohnt, vermag es, Menschen zusammenzubringen, egal wo sie herkommen und welche Sprache sie sprechen, und darin sehen die fünf Männer, wenn man sie fragt, ihre höchste und ehrenvolle Aufgabe. Aber Monobo Son sind keine Nostalgiker, auch wenn man bei ihrer Musik gern die Augen schließt, und so manche Erinnerung hochkommt. Der Blick ist immer nach vorne gerichtet. Neue Herausforderungen stehen an, und pünktlich zum Jubiläum kommt ein brandneues Album („SuperSonic“ VÖ 05.02.21). In diesem Sinne: Auf die nächsten Zehn!

Einlass: 19:00h
SEBASTIAN LEHMANN - „Andere Kinder haben auch schöne Eltern“
Leseshow

Andere Kinder haben auch schöne Eltern - aber Sebastians sind die besten. Die besten, die er je hatte. Deswegen telefoniert er sehr häufig mit ihnen. Die Telefonate schreibt er mit und liest sie dann auf Bühnen vor. Das hat sich als guter Therapieansatz erwiesen. Auch fürs Publikum.
Aber nicht nur das: Sebastian ist viel unterwegs und erzählt von den Abgründen, die einem im Regionalexpress erwarten, den lustigsten Beleidigungen im Straßenverkehr und der unendlichen Weisheit eines Berliner Busfahrers. Außerdem übersetzt er die schönsten Hits der 80er, 90er und von heute. Damit die Welt endlich erfährt, wie Britney Spears auf deutsch klingt und Udo Jürgens auf chinesisch.
Sebastian Vater bittet um zahlreiches Erscheinen bei den Shows, damit er endlich die Unterstützung für seinen Sohn einstellen kann.
"Meine Mutter ruft aus meiner Heimatstadt Freiburg an", so beginnt jede Folge von Sebastian Lehmanns Radiocomedy "Elternzeit", die auf SWR3 und rbb radioeins läuft. Er ist Mitglied der größten Lesebühne Deutschlands, der Lesedüne, und hat zahlreiche Bücher geschrieben. Zuletzt erschienen "Mit deinem Bruder hatten wir ja Glück - Telefonate mit meinen Eltern" (Goldmann) und sein Roman "Parallel leben" (Voland & Quist).
„Selten war ‚einfach nur Lesen‘ so klug, unterhaltend und zwerchfellerschütternd....Lehmanns sonore Stimme, die durch seine Radiokolumnen bekannt wurde, hat inzwischen Kultstatus."
Jurybegründung Baden-Württembergischer Kleinkunstpreis

http://www.sebastianlehmann.net

Einlass: 19:00h

Tübingen

08.07.2021
20:00 Uhr
Tickets
ab 20,00 €
10 Jahre WÜSTE WELLE BIG BAND - Sunday Music Night
10 Jahre Wüste Welle BIG BAND | 2011 - 2021

Clara Vetter, Max Treutner & Wüste Welle BIG BAND
mit Sänger/Entertainer Teddy Schmacht (München), Samuel Restle u.v.a.m.

So. 10.10.2021 18 Uhr Tübingen, Sudhaus - Sunday Music Night
Wüste Welle BIG BAND | 2011 - 2021 | Licence To Swing - Licence To Rock

Die Tübinger Wüste Welle BIG BAND wurde 2011 als erste Bigband eines Freien Radios in Deutschland von Lothar Landenberger gegründet. Die Musiker der Wüste Welle BIG BAND sind vorwiegend Musiklehrer, Berufsmusiker und Musikstudenten.
Konzerte der Wüste Welle BIG BAND bieten Ihnen Gelegenheit neue Musik kennenzulernen, von der Sie nicht wussten, dass sie Ihnen gefällt.

Clara Vetter studierte Jazz-Piano an der HMDK Stuttgart bei Hubert Nuss und ist nun am Kopenhagener Rytmisk Musikkonservatorium im Masterstudium Music Performance.

Max Treutner (Basel) war Masterstudent von Lutz Häfner, spielte im Swiss Jazz Orchestra und ist Mitglied des Bundesjazzorchesters (BujazzO) seit 2020.

Teddy Schmacht ist Sänger und Entertainer aus Leidenschaft. Umweht von einer sanften Brise klassischen Showgeschäfts, in dunkle Abendanzüge gewandet und beschenkt mit einer Stimme, die Pop- und Rock-Songs ebenso wie Sinatra-Klassiker zum Leuchten bringen kann, betritt er die großen und kleinen Bühnen dieser Welt, um sich seinem Publikum ganz und gar hinzugeben – mit Charme und Wärme und allem, was er hat.

Samuel Restle studierte bei Adrian Mears in Basel und bei Shannon Barnett in Stuttgart Posaune. Er wurde 2018 ins Bundesjazzorchester aufgenommen.

Lothar Landenberger | Bandleitung, Konzeption, Organisation
Günter Flumm | Probenleitung

"Jeder Auftritt ist der Wichtigste". Teddy Schmacht

Facebook | Besuchen und liken Sie die WWBB gerne auf Facebook!
https://www.facebook.com/wwbigband
https://www.wueste-welle.de/big-band
https://www.youtube.com/wwbigband

Einlass: 17:30h

Tübingen

10.10.2021
18:00 Uhr
Tickets
ab 20,00 €
THE HENRY GIRLS - Irish Americana Folk
Diese drei Schwestern haben den Plan, Weltkarriere zu machen!
Karen (Fiddle Vocals), Lorna (Vocals, Accordeon) und Joleen McLaughlin (Harfe, Piano, Vocals) sind in ihrer Heimat Malin, einem malerischen Städtchen auf der Inish Eoghain Halbinsel in Nord Donegal, schon von jeher als "The Henry Girls" bekannt. Keiner weiß so recht warum, aber irgendwie blieb der ungewöhnliche Name an den drei Schwestern (von insgesamt sieben!) haften. Früh schon bekamen die jungen Mädchen Unterricht und zu Hause war mehrstimmiges Singen traditionell an der Tagesordnung, heute ist es ihr Markenzeichen. Erste Schritte ins Profi-Leben taten Karen und Lorna in Australien, während die jüngere Jolene zu Hause Harfe spielen lernte. Neben den traditionellen Klängen ihrer Heimatgegend hörten sie früh die modernen Varianten des Irish Folk und Pop (etwa die legendären Clannad, ebenfalls aus Donegal, und die Corrs), wendeten sich aber gleichfalls nach Westen, Richtung Amerika zu den Dixie Chicks mit ihrem folkigen Americana Sound. Schon bald gehörten die Girls zu denen, die amerikanische Folk- und Bluegrass-Richtungen per musikalischer "Transatlantic Connection" wieder stärker mit den keltischen Wurzeln verbanden. Schon immer hatten sie ein Herz für die besondere Magie im Gesang legendärer echter „Schwestern“-Gesangsensembles wie den Boswell Sisters oder den Andrew Sisters und so entsteht diese einmalige, berührend intensive Melange aus Stilen und Stimmen.

Einlass: 19:30h
JOHANN THEISEN - „Theisen Total – Ein Tollpatsch gibt Vollgas“
Johann Theisen ist Komiker, Zauberer und Musiker - und zwar einer von der ganz lustigen Sorte. Die Ulknudel aus Stuttgart hat ihr Leben lang hart dafür gearbeitet, sich einen echten Tollpatsch nennen zu können und das hat der "weiße Tyson" (viele nennen ihn auch liebevoll "Käsestängel") geschafft. Dafür musste er aber auch tief in die Trickkiste greifen und Kunststücke vollbringen, die teilweise bis heute seinen Namen tragen. Wie zum Beispiel der in der Unfallmedizin allseits bekannte “Theisen Salto”, bei dem sich der Athlet eigenhändig die Nase bricht. Theisen zeigt auch, wie man sich mit Hilfe von handelsüblichem Spülmittel und einer herkömmlichen Spülmaschine seine eigene kleine große Schaumparty zaubert oder warum es sinnvoll ist, ein Hörbuch auf Zufallswiedergabe zu hören.
Theisen erzählt, singt, rappt, zaubert und improvisiert sich durch den Abend und gibt dabei auf charmante Weise Einblicke in das Leben eines echten Hallodris. Er erklärt, warum er immer so blass ist (weil er nicht braun wird), welches Problem er mit Zirkuspferden hat, wie es sich anfühlt, Witze zu erzählen, über die keiner lacht und warum er immer wieder von Tierdokumentationen enttäuscht wird.
Fazit und Ausblick: Es erwartet Sie ein bunter und abwechslungsreicher Abend mit einem jungen aber dennoch mit ausgeprägten Geheimratsecken gesegneten Comedy-Talent.

Einlaß: 19:30h
SEPALOT QUARTET - "nownext"
Die Reise zwischen heute und morgen, zwischen dem jetzt und dem was kommt. Auf die Musik übertragen sind das genau die Zwischenräume, die entstehen, wenn man Genres und Zeitgeistschubladen aufzieht und sich auf ein Risiko einlässt.
In diesem schwerelosen Bereich spielt dieses neue, zweite Album des SEPALOT QUARTETs und füllt diese Zwischenräume mit einer locker geschichteten Fusion aus Jazz, Indie und Elektronik - immer durchdrungen von SEPALOTs HipHop Sozialisation.
Diese Möglichkeiten des Ausdrucks sind auch ein Zeichen für die Freiheit unserer Zeit, in der eine Generation ohne rivalisierende Jugendkulturen erwachsen geworden ist und Jazzkonzerte in Techno Clubs veranstaltet ohne ein Erklärungsmodell zu liefern.
Mit dem ersten Album des Quartets A NEW CYCLE beschränkte man sich noch auf die Umsetzung der bereits veröffentlichten SEPALOT Diskographie. Dieses Live Album lieferte schon den Grundstein für eine Selbstfindung im grossen Stil.
Das neue Album NOWNEXT atmet diesen Geist und ist ganz bei sich. Es liefert eine gleichermassen faszinierende, wie auch selbstverständliche Melange an Sounds, die trotz reichlich Patina ihre Herkunft nicht verleugnen.
NOWNEXT ist ein eindeutiges Gegenwartsalbum mit internationalem Format, dass sein reichhaltiges Repertoire aus der musikalischen Vita seiner Mitglieder (Sepalot, Angela Aux, Fabian Füss, Matthias Lindermayr) bezieht.
Erinnerungen, Assoziationen und Visionen werden geweckt und in eine musikalische Form gegossen. NOWNEXT das neuste Werk von SEPALOT und seinem Quartet.

http://www.sepalot.com

Einlass: 19:00h

Tübingen

17.10.2021
20:00 Uhr
Tickets
ab 26,00 €
JAZZRAUSCH BIGBAND - "téchne"
"Eine Kernschmelze von Bigband-Sound mit House und Techno-Musik.“ (Süddeutsche Zeitung)
Mit im Schnitt 120 Konzerten im Jahr ist die Jazzrausch Bigband eine der erfolgreichsten Big Bands der Welt. Auf ihren Konzerten in Europa, Amerika, Asien und Afrika bringt sie mit „Klanggewalt, Groove und enormer Bühnenpräsenz“ (FAZ) Jazzfans und Tanzwütige zusammen, wie wohl aktuell kein vergleichbares Ensemble – Groove mit Köpfchen, Elektro mit Gebläse, Jazz im Rausch.
Keimzelle und Ausgangspunkt der musikalischen Reise ist eine Münchner Institution: das Harry Klein, einer der renommiertesten Elektro Clubs Europas. Im Jahr 2015, nur ein Jahr nach ihrer Gründung, wird die Jazzrausch Bigband Artist in Residence im „Harry“ und das junge Publikum flippt aus. Eine Big Band im Techno Club – wirklich einmalig, für München und die Welt. Schnell werden die Bühnen größer und die Band gastiert auf namhaften Festivals in der ganzen Welt.
So ist es nicht übertrieben, die Band ein Phänomen zu nennen. Eines, das auf ganz eigene Art zeigt, was lange schon brodelt in dieser Musik, die sich „Jazz“ nennt: Sie ist heute mehr denn je die Schublade für das, was sonst in keine Schublade passt. Und alle, die Musiker wie das Publikum, haben Spaß am lustvollen Einreißen von Grenzen. Die Musik der Jazzrausch Bigband, so scheint es, erfüllt in diesem Zusammenhang mehrerlei Hinsicht Sehnsüchte: Die der Clubgänger nach mehr Echtem, Handgemachtem, Frischem und Originellem. Und die der Jazz- und Klassik-Hörer nach mehr Wumms, Entertainment, nach großem Sound und fettem Groove.

Einlass: 19:30h
COBARIO - „weit weg“
Mit „weit weg“ präsentiert das charmante Wiener Weltmusiktrio Cobario das sechste Studioalbum. Und eigentlich sagt der Titel schon alles. Die meiste Zeit des Jahres reisen die drei Abenteurer mit zwei Gitarren und einer Violine um die Welt. Früher als Straßenmusiker, seit 2016 hochoffiziell im Auftrag des österreichischen Außenministeriums für weltmusikalische Verständigung. Die Leidenschaft für die Fremde steckt tief in ihnen und so tragen sie ihre Musikalität, ihr virtuoses Spiel und den Wiener Charme in die weite Welt und haben gleichzeitig Musik und Kultur aus bisher 29 Ländern aufgesogen. Ihre Inspirationen lassen sie in immer neue Songs fließen. Und zu jedem Lied können sie auf der Bühne eine spannende Geschichte erzählen.
Reisen ohne festes Ziel. Finden, was man nicht gesucht hat. Auch die Freiheit des musikalischen Dahintreibens der Wiener Musiker spiegelt sich auf „weit weg“ wieder, entführt den Zuhörer in einen kosmopolitischen Genre- und Stilmix, als ob Cobario musikalisch auf der ganzen Welt zuhause wären. Das klingt mal nach staubiger, südamerikanischer Wüste („El Mariachi“), mal nach beschwingten Balkan-Rhythmen („Zimbo“, „Hotel Balada“), mal nach dem Dolce Vita einer italienischen Küstenstadt oder nach den Mysterien des Orients. Beim Stück „Sary Arka“ sieht man förmlich die Pferde über die weiten Steppen Zentralasiens galoppieren, bei „Lucky Punch“ entführen Bluegrass-Rhythmen tief in die weiten Landschaften Tennessees. Trotz des steten Fernwehs der drei ist die Liebe zur Heimatstadt Wien aber immer präsent („Mein Wien“).
Mir ihrer großen Neugier haben sie fast nebenbei noch etwas anderes entdeckt: ihre Gesangsstimmen! Der im herrlich charmanten Wiener Dialekt zärtlich gesungene Refrain in „weit weg“ erzählt von der Sehnsucht nach den Liebsten, die das Reisen – oder vielleicht das ganze Leben so mit sich bringt. Cobario begeistern, reißen mit und ziehen das Publikum in ihren Bann, wo immer sie auftreten. Für ihre Fans sind El Coba (Jakob Lackner), Giorgio Rovere (Georg Aichberger) und Herwigos (Herwig Schaffner) längst Kult, ihre Musik für die Seele, die berührt und einen „weit weg“ trägt.

http://www.cobario.com

Einlass: 19:15h

Tübingen

12.11.2021
20:00 Uhr
Tickets
ab 23,00 €
OHRENFEINDT - "Das Geld liegt auf der Strasse" - Tour
OHRENFEINDT

Das Geld liegt auf der Strasse

Wo auch sonst? Irgendwie gehts ja immer um Kohle, Zaster, Knete, Asche, Penunzen, die Marie. Und OHRENFEINDT haben wirklich alles versucht: "’N Job in ´ner Bank", "Fluchtwagenfahrer", "Sechser im Lotto" – irgendwo muss der finanzielle Hintergrund für ein Leben in Saus und Braus ja herkommen.

Klar, Geld gibts in allen guten Banken und Sparkassen. Aber wenn man bestimmte Dienstleistungen einfach für Umme macht, wird’s nicht besser. Da ist es sicher fraglich, ob "Auf die Fresse ist umsonst" ein wirtschaftlich überzeugendes Konzept ist. Oder sollte man lieber doch zu "Nimm die Kohl und renn" raten?

Wie dem auch sei: "Die Hoffnung stirbt zuletzt". Manche Leute tun bekanntlich für Geld einfach alles – sogar arbeiten. Also steigen die Drei von der Rockstelle ein weiteres Mal in ihr fahrendes Zuhause, den Tourbus.

Mit ihrem neuen Album "Das Geld liegt auf der Straße" beschallen sie das Land von Nord nach Süd, von Ost nach West und zurück. "Es gibt kein Entkommen", sagt Bandchef Chris Laut, seines Zeichens Blues Harper, Hals und Bassist im Super-Schwergewicht. "Wenn Du ein Ohr für Roggenrohl hast, werden wir Dich kriegen!" So sehen das auch seine Komplizen Andi Rohde am Schlagwerk und Keule Rockt an der Krawallgeige: "Bei OHRENFEINDT wird mit dem großen Besteck gearbeitet. Das ist nix für Weichflöten!" Den Support übernimmt ein weiteres Dicke-Hose-Drei-Akkorde-Vollgas-Trio, das man unbedingt auf dem Zettel haben sollte: FORMOSA!

Ab 12. November 2020 sind die drei Nordlichter in einem Club in Deiner Nähe zu bewundern und rocken wie immer lauter als Chuck Norris schweigt. Schließlich muss der Lubel lollen, wie ein weiser Chinese einst feststellte. Das Geld liegt auf der Straße - und OHRENFEINDT sind nicht zu faul, es aufzuheben.

Einlass: 19:00h
NINA SIMONE REVUE - „Feeling good?“
Feeling good?
Nina Simone - ihre Musik, ihr Leben, ihre Zeit
Sie träumte davon, die erste schwarze klassische Pianistin Amerikas zu sein.
Sie wurde zur legendären Diva des Jazz - „black classical music“ in ihren Worten.
Ihre Lieder machten sie zur Stimme der Bürgerrechtsbewegung und zur „Highpriestess of Soul“.
Das ist das Leben einer einzigen Frau: Nina Simone, das Mädchen, das alle „Niña“ nannten.
Milch trinkend begann sie in kleinen Clubs zu spielen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Von dort aus eroberte sie die Welt. Doch an dieser und sich selbst verzweifelte sie auch.
Nina Simones Persönlichkeit könnte ein Bild Picassos sein. Kantig, verschoben, geheimnisvoll, verzerrt und unscharf, von versteckter Schönheit und Ästhetik, reich an Wundern und den Betrachter fesselnd.
Aufgewachsen in der Beschaulichkeit einer schwäbischen Kleinstadt, erscheint das Leben der Stuttgarter Jazz und Soul-Sängerin Fola Dada dem gegenüber wie aus einem anderen Universum. Wie anders ein Schicksal sein kann, je nachdem wann, wo, wie und als wer man geboren wird!
„Wer war Nina Simone eigentlich? Warum bewegte sie sich so, warum klang ihre Stimme so kantig, warm, widerspenstig, weich? Warum war ihr Blick so belastend? So belastet?
Nina ließ mich nicht los. Die Vielschichtigkeit ihrer Person. Die Echtheit ihrer Musik.
Pure Inspiration.“
Die Faszination Nina Simone wird in einer facettenreichen Show lebendig. Songs, Bilder und Texte machen das Leben Nina Simones spürbar.
Fola Dada, Florian Dohrmann, der Tübinger Kontrabassist, die Band bestehend aus Martin Schrack, Felix Schrack und Christoph Neuhaus, die Sprecherin und Moderatorin Katharina Eickhoff (SWR2) werfen ein Schlaglicht auf diese Geschichte. Ihre Geschichte. Die Umstände, die Sehnsucht, die Suche nach ihren afrikanischen Wurzeln. Der Schmerz und ihre Kämpfe mit der Liebe, der Gesellschaft, deren Vorurteilen und vor allem auch die Kämpfe mit sich selbst.
Ein weiter und verschlungener Weg, auf dem Identität eines der bedeutendsten Themen in Ninas Leben war. Dies alles erschafft ihre Kunst und ihre Bedeutung bis heute.
„Ich, in meiner Freiheit und in meinem Glücklichsein, also in einer absolut luxuriösen Ausgangsposition, verstand, wie stark Kunst sein kann, wenn man für etwas brennt, lebt, kämpft. Ich spürte mein Frausein und mein Schwarzsein und ich wusste, wie anders ich als Fola Dada tatsächlich war. Dieser Abend ist eine Danksagung und eine Verbeugung an Nina.“
... are you feeling good, Frau Dada? Miss Simone?

Gesang/Moderation: Fola Dada
Erzählerin: Katharina Eickhoff
Kontrabass und Konzept: Florian Dohrmann Piano: Martin Schrack
Schlagzeug: Felix Schrack
Gitarre: Christoph Neuhaus

Einlass: 19:00h
WISHBONE ASH - Tour 2022
Gegründet 1969 in London, England, sind WISHBONE ASH eine der einflussreichsten Gitarrenbands in der Gesichte des Rocks. Gleichermaßen inspiriert durch britischen Folk, amerikanischen Jazz und R&B, erspielte die Band sich öffentliche Zustimmung und Kritikerlob. Energie und Melodie haben The ASH zu einem schwer zu überbietenden Act gemacht, der aktuell durch eine neue Generation treuer Rockfans entdeckt wird. Über die Jahre hat die Band mit diversen musikalischen Genres experimentiert, von Folk, Blues und Jazz bis hin zu Pedal-to-the-Metal Rock und Electronica. Egal in welchem Stil, WISHBONE ASH’s unverkennbares Alleinstellungsmerkmal ist ihr Zusammenspiel zweier Leadgitarren, das unter anderem Bands wie Thin Lizzy, Lynryd Skynryd, Iron Maiden und Opeth beeinflusste.

Als wahre Krieger der Straße legt die Band jährlich rund 30.000 Meilen zurück, das entspricht etwa einer Erdumrundung. Den Sommer werden WISHBONE ASH im Studio verbringen, um ein neues Album aufzunehmen. Damit bringen sie ihren künstlerischen Output auf 25 Studioalben, 11 Livealben, sowie fünf Live-DVDs und die DVD Rockumentation „This is Wishbone Ash“. Ebenfalls erhältlich sind die fünfte Roadworks CD “Live in Sacramento”, die während der Nordamerika-Tour in 2018 aufgenommen wurden, und die ersten offiziellen Re-Releases von “Twin Barrels Burning” aus 1982 und “Raw to the Bone” aus 1985.

Zusätzlich kommen zum Jubiläum auch einige ältere Aufnahmen wieder ans Licht, so z.B. Snapper Records‘ neuester Release, “Live in Glasgow” von 1977. Ebenso der legendäre und sehnsüchtig erwartete TV-Mitschnitt “Live from Rockpalast” (Deutschland, 1970er Jahre), der demnächst beim Label „Made in Germany Music“ erhältlich sein wird. Doch damit nicht genug: WISHBONE ASH halten noch eine Vielzahl anderer Projekte bereit - das 50-jährige Jubiläum wird umfangreich mit Veröffentlichungen und Ereignissen begleitet.

2015 erschienen Andy Powells musikalische Memoiren mit dem Titel “Eyes Wide Open: True Tales of a Wishbone Ash Warrior,” an dem auch der renommierte irische Musikjournalist Colin Harper mitgeschrieben hat (verfügbar als E-Book für Kindle oder Apple iBook). “Es ist ein ziemliches Unterfangen 46 Jahre als tourender Musiker in dieser einen Band in Buchform zu bringen,” so Powell “Ich habe viele Veränderungen in der Musikindustrie und auch generell in der Welt gesehen, wie man sich vielleicht vorstellen kann.” Fest steht: keine andere Rockband in der Geschichte hat mehr mit dem Twin-Guitar-Konzept gespielt als WISHBONE ASH.

Einlass: 19:00h