Freitag, 22.01.2021
um 20:00 Uhr

Streaming Event




(Der Link für die Veranstaltung wird den Teilnehmer*innen ca. eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn via Mail zugesendet.)

Im Jahr 2020 jährt sich zum 75. Mal das Ende der nationalsozialistischen und zum 45. Mal das Ende der franquistischen Diktatur. Die Kölner Choreografin Gerda König nimmt in Kooperation mit ihrem spanischen Kollegen Jordi Cortés Molina und dem Videokünstler Jürgen Salzmann Bezug auf diese Gewaltherrschaften. Sie befassen sich mit den Folterkellern, die es in beiden Diktaturen gab, sowie ihren traumatisierenden Auswirkungen auf gegenwärtige Körper in Deutschland und Spanien.
Bedingt durch den Ausbruch der Covid-19 Pandemie begab sich die DIN A 13 tanzcompany erstmalig außerhalb des physischen Bühnenraums, in die privaten Räume. In „cellar & secrets – BEYOND REASON“ werden die Badezimmer der vier Tänzer*innen zu digitalen Bühnen, die Assoziationen mit Folterkammern und Einzelzellen sowie Erinnerungen an Erfahrungen von Isolation und Gewalt erzeugen. Durch eine raffinierte Live-Video-Regie – mit acht Kameras – entsteht aus vorproduzierten Bildern und Live-Tanz eine digitale Performance, die Verbindungen über die Distanz zwischen Deutschland und Spanien hinweg ermöglicht und die Gegenwart mit der Vergangenheit konfrontiert.
Die künstlerische Auseinandersetzung mit den historischen Verbrechen beider Diktaturen möchte wesentliche Ereignisse mahnend zur Oberfläche bringen und begreift sich als Teil eines Aufarbeitungsprozesses, der insbesondere in Spanien nur sehr langsam voranschreitet. Viele der Opfer von Folter, Gewalt und Haft in beiden Ländern trugen u.a. Behinderung als Folgeschäden davon. Die Bearbeitung dieser Thematik durch eine mixed-abled Company unterstreicht den Gedanken an Räume jenseits der Norm auf brisante Weise.

So 10.01. 20:00 + Fr 22.01. 20:00 + Sa 23.01. 20:00
Online (Livestream), € 5 für alle
Dauer: 60 Min. / enthält englische Sprache / Fr 22.01. anschl. Gespräch

The year 2020 marks 75 years since the end of the National Socialist and 45 years since the end of the Francoist dictatorial regimes. Cologne-based choreographer Gerda König cooperates with her Spanish colleague Jordi Cortés Molina and video artist Jürgen Salzmann to reference those tyrannies. They address the torture cellars present in both dictatorial states as well as their traumatising effects on present-day bodies in both Germany and Spain. Due to the outbreak of the COVID-19 pandemic, the DIN A 13 tanzcompany ventured beyond the physical stage space for the first time, into private spaces. In “cellar & secrets – BEYOND REASON”, the four dancers*’ bathrooms become digital stages that conjure up associations with torture chambers and solitary confinement as well triggering memories of isolation and violence. Through astute live video direction – with eight cameras – a digital performance featuring pre-produced images as well as live dancing emerges that enables connections spanning the distance between Germany and Spain, confronting the present with the past.

The artistic debate on the historic crimes of both dictatorships wants to sound a warning on essential events, bringing them to the surface, and views itself as part of a reconsideration process that advances only slowly, especially in Spain. Many victims of torture, violence and detention carried disability as subsequent damage of their experience. The handling of those topics by a mixed-abled company punctuates the thought of spaces aside from the norm in a volatile manner.

DIN A 13 tanzcompany has recently been awarded the Support Grant for Excellence in Dance of the State of North Rhine-Westphalia. Additionally, Gerda König also received this year’s Kölner Ehrentheaterpreis (Cologne Honorary Theatre Award) for the 25th anniversary of the DIN A 13 tanzcompany as well.

Duration: 60 min. / contains English

Please note: After booking you’ll receive the link to the event shortly before the performance starts.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

weitere Termine

Artmann&Duvoisin - "Umzug in eine vergleichbare Lage"
+++English down below+++

Was bedeutet es, Zeitzeug*in zu sein? Welche besonderen Mittel haben Tänzer*innen, Zeitgeschehen zu bezeugen und zu dokumentieren? Und wie wird dieses Dokumentieren zu einer politischen Handlung? In Anlehnung an „News Animations“ der US-amerikanischen Tänzerin und Choreografin Simone Forti hören und verarbeiten Artmann&Duvoisin die Körperlichkeit von Radionachrichten. Sie erforschen den Weg vom Wort über die Sprache zur Geste, die den Körper einnimmt und damit den Worten eine physische Realität verleiht. Während sich im Frühjahr 2020 das Coronavirus in den EU-Ländern verbreitet, befinden sich an den europäischen Grenzen tausende geflüchtete Menschen unter katastrophalen Bedingungen, über deren Situation nur unzureichend berichtet wird. Artmann&Duvoisin suchen nach dem Potenzial eines Tanzens über die Nachrichten, um Formen von Entmenschlichung einerseits spürbar zu machen und diese zugleich durch tänzerische Handlung und die Präsenz der Performer*innen auf der Bühne herauszufordern. Die Performer*innen agieren dabei sowohl als Archiv der Geschehnisse als auch der spezifischen Lage, aus der heraus die Geschehnisse erlebt oder aus der Ferne bezeugt werden. Kann ein körperlicher Zugang zu medial bezeugtem Zeitgeschehen jenseits von vergeblichen Versuchen der Einfühlung oder immersivem Voyeurismus aktivierend wirken?

„Umzug in eine vergleichbare Lage“ überlagert tänzerische Handlungen mit einer live gesprochenen, akustisch verstärkten und verfremdeten Textmontage. Fast unmerklich entsteht dadurch eine Verschiebung zwischen Fürsorglichkeit und Grausamkeit, zwischen Solidarisierung und Ausgrenzung, die das Publikum mit den Atmosphären und Brüchen des vergangenen Frühjahrs konfrontiert.

Artmann&Duvoisin, das sind Elsa Artmann und Samuel Duvoisin, waren zuletzt 2018 mit „Hätten Sie von sich aus die Familie erfunden“ zu Gast am tanzhaus nrw. In ihren Arbeiten erforschen sie Formen kollektiver Komposition. Mit ihrem Herangehen, das den Umgang miteinander als zentralen kompositorischen Antrieb nutzt, blicken sie auf Konzepte von Gemeinschaft, die unser politisches Klima prägen. Ihre Ausbildung erhielten sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz Köln.

Dauer: 70 Min.

What does it mean to be a contemporary*? What are the specific means that dancers* can employ to witness and document contemporary events? And how does this documentation turn into political action? Following “New Animations” by US-American dancer and choreographer Simone Forti, Artmann&Duvoisin listen to and process radio news. They explore the route from the word, passing language, to the gesture that takes over the body, imparting physical reality to the words.

While coronavirus spread throughout the EU countries in the spring of 2020, thousands of people seeking refuge sat at the European borders, enduring catastrophic conditions, and their situation remains as yet insufficiently covered. Artmann&Duvoisin seek out the potential of a dance about the news, to make forms of dehumanisation palpable on the one hand, while at the same time challenging them through danced actions and the performers’* presence on stage. The performers act as both the archive of events as well as of the specific situation from which one experiences the events, or from which one can attest to these events from afar. Can a physical approach to media-related contemporary events yield action beyond futile attempts of empathy or immersive voyeurism?

“Umzug in eine vergleichbare Lage” superimposes a live spoken-word text montage, acoustically amplified and distorted, onto dance actions. From this, a shift, almost imperceptibly, between solicitousness and cruelty, between solidarity and ostracism, emerges, confronting the audience with the atmospheres and cracks of the past spring.
Elsa Artmann and Samuel are Artmann&Duvoisin have most recently guested at tanzhaus nrw with “Hätten Sie von sich aus die Familie erfunden” (“Would you have invented family by you own free will?”) in 2018. They explore forms of collective composition in their works. With their approach, utilising our contact with each other as a central compositional impulse, they gaze at concepts of community that influence our political climate. They were educated at the Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig/ Academy of Fine Arts Leipzig and at the Centre for Contemporary Dance Cologne.
Artmann&Duvoisin - "Umzug in eine vergleichbare Lage"
+++English down below+++

Was bedeutet es, Zeitzeug*in zu sein? Welche besonderen Mittel haben Tänzer*innen, Zeitgeschehen zu bezeugen und zu dokumentieren? Und wie wird dieses Dokumentieren zu einer politischen Handlung? In Anlehnung an „News Animations“ der US-amerikanischen Tänzerin und Choreografin Simone Forti hören und verarbeiten Artmann&Duvoisin die Körperlichkeit von Radionachrichten. Sie erforschen den Weg vom Wort über die Sprache zur Geste, die den Körper einnimmt und damit den Worten eine physische Realität verleiht. Während sich im Frühjahr 2020 das Coronavirus in den EU-Ländern verbreitet, befinden sich an den europäischen Grenzen tausende geflüchtete Menschen unter katastrophalen Bedingungen, über deren Situation nur unzureichend berichtet wird. Artmann&Duvoisin suchen nach dem Potenzial eines Tanzens über die Nachrichten, um Formen von Entmenschlichung einerseits spürbar zu machen und diese zugleich durch tänzerische Handlung und die Präsenz der Performer*innen auf der Bühne herauszufordern. Die Performer*innen agieren dabei sowohl als Archiv der Geschehnisse als auch der spezifischen Lage, aus der heraus die Geschehnisse erlebt oder aus der Ferne bezeugt werden. Kann ein körperlicher Zugang zu medial bezeugtem Zeitgeschehen jenseits von vergeblichen Versuchen der Einfühlung oder immersivem Voyeurismus aktivierend wirken?

„Umzug in eine vergleichbare Lage“ überlagert tänzerische Handlungen mit einer live gesprochenen, akustisch verstärkten und verfremdeten Textmontage. Fast unmerklich entsteht dadurch eine Verschiebung zwischen Fürsorglichkeit und Grausamkeit, zwischen Solidarisierung und Ausgrenzung, die das Publikum mit den Atmosphären und Brüchen des vergangenen Frühjahrs konfrontiert.

Artmann&Duvoisin, das sind Elsa Artmann und Samuel Duvoisin, waren zuletzt 2018 mit „Hätten Sie von sich aus die Familie erfunden“ zu Gast am tanzhaus nrw. In ihren Arbeiten erforschen sie Formen kollektiver Komposition. Mit ihrem Herangehen, das den Umgang miteinander als zentralen kompositorischen Antrieb nutzt, blicken sie auf Konzepte von Gemeinschaft, die unser politisches Klima prägen. Ihre Ausbildung erhielten sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz Köln.

Dauer: 70 Min.

What does it mean to be a contemporary*? What are the specific means that dancers* can employ to witness and document contemporary events? And how does this documentation turn into political action? Following “New Animations” by US-American dancer and choreographer Simone Forti, Artmann&Duvoisin listen to and process radio news. They explore the route from the word, passing language, to the gesture that takes over the body, imparting physical reality to the words.

While coronavirus spread throughout the EU countries in the spring of 2020, thousands of people seeking refuge sat at the European borders, enduring catastrophic conditions, and their situation remains as yet insufficiently covered. Artmann&Duvoisin seek out the potential of a dance about the news, to make forms of dehumanisation palpable on the one hand, while at the same time challenging them through danced actions and the performers’* presence on stage. The performers act as both the archive of events as well as of the specific situation from which one experiences the events, or from which one can attest to these events from afar. Can a physical approach to media-related contemporary events yield action beyond futile attempts of empathy or immersive voyeurism?

“Umzug in eine vergleichbare Lage” superimposes a live spoken-word text montage, acoustically amplified and distorted, onto dance actions. From this, a shift, almost imperceptibly, between solicitousness and cruelty, between solidarity and ostracism, emerges, confronting the audience with the atmospheres and cracks of the past spring.
Elsa Artmann and Samuel are Artmann&Duvoisin have most recently guested at tanzhaus nrw with “Hätten Sie von sich aus die Familie erfunden” (“Would you have invented family by you own free will?”) in 2018. They explore forms of collective composition in their works. With their approach, utilising our contact with each other as a central compositional impulse, they gaze at concepts of community that influence our political climate. They were educated at the Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig/ Academy of Fine Arts Leipzig and at the Centre for Contemporary Dance Cologne.
Artmann&Duvoisin - "Umzug in eine vergleichbare Lage"
+++English down below+++

Was bedeutet es, Zeitzeug*in zu sein? Welche besonderen Mittel haben Tänzer*innen, Zeitgeschehen zu bezeugen und zu dokumentieren? Und wie wird dieses Dokumentieren zu einer politischen Handlung? In Anlehnung an „News Animations“ der US-amerikanischen Tänzerin und Choreografin Simone Forti hören und verarbeiten Artmann&Duvoisin die Körperlichkeit von Radionachrichten. Sie erforschen den Weg vom Wort über die Sprache zur Geste, die den Körper einnimmt und damit den Worten eine physische Realität verleiht. Während sich im Frühjahr 2020 das Coronavirus in den EU-Ländern verbreitet, befinden sich an den europäischen Grenzen tausende geflüchtete Menschen unter katastrophalen Bedingungen, über deren Situation nur unzureichend berichtet wird. Artmann&Duvoisin suchen nach dem Potenzial eines Tanzens über die Nachrichten, um Formen von Entmenschlichung einerseits spürbar zu machen und diese zugleich durch tänzerische Handlung und die Präsenz der Performer*innen auf der Bühne herauszufordern. Die Performer*innen agieren dabei sowohl als Archiv der Geschehnisse als auch der spezifischen Lage, aus der heraus die Geschehnisse erlebt oder aus der Ferne bezeugt werden. Kann ein körperlicher Zugang zu medial bezeugtem Zeitgeschehen jenseits von vergeblichen Versuchen der Einfühlung oder immersivem Voyeurismus aktivierend wirken?

„Umzug in eine vergleichbare Lage“ überlagert tänzerische Handlungen mit einer live gesprochenen, akustisch verstärkten und verfremdeten Textmontage. Fast unmerklich entsteht dadurch eine Verschiebung zwischen Fürsorglichkeit und Grausamkeit, zwischen Solidarisierung und Ausgrenzung, die das Publikum mit den Atmosphären und Brüchen des vergangenen Frühjahrs konfrontiert.

Artmann&Duvoisin, das sind Elsa Artmann und Samuel Duvoisin, waren zuletzt 2018 mit „Hätten Sie von sich aus die Familie erfunden“ zu Gast am tanzhaus nrw. In ihren Arbeiten erforschen sie Formen kollektiver Komposition. Mit ihrem Herangehen, das den Umgang miteinander als zentralen kompositorischen Antrieb nutzt, blicken sie auf Konzepte von Gemeinschaft, die unser politisches Klima prägen. Ihre Ausbildung erhielten sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und am Zentrum für Zeitgenössischen Tanz Köln.

Dauer: 70 Min.

What does it mean to be a contemporary*? What are the specific means that dancers* can employ to witness and document contemporary events? And how does this documentation turn into political action? Following “New Animations” by US-American dancer and choreographer Simone Forti, Artmann&Duvoisin listen to and process radio news. They explore the route from the word, passing language, to the gesture that takes over the body, imparting physical reality to the words.

While coronavirus spread throughout the EU countries in the spring of 2020, thousands of people seeking refuge sat at the European borders, enduring catastrophic conditions, and their situation remains as yet insufficiently covered. Artmann&Duvoisin seek out the potential of a dance about the news, to make forms of dehumanisation palpable on the one hand, while at the same time challenging them through danced actions and the performers’* presence on stage. The performers act as both the archive of events as well as of the specific situation from which one experiences the events, or from which one can attest to these events from afar. Can a physical approach to media-related contemporary events yield action beyond futile attempts of empathy or immersive voyeurism?

“Umzug in eine vergleichbare Lage” superimposes a live spoken-word text montage, acoustically amplified and distorted, onto dance actions. From this, a shift, almost imperceptibly, between solicitousness and cruelty, between solidarity and ostracism, emerges, confronting the audience with the atmospheres and cracks of the past spring.
Elsa Artmann and Samuel are Artmann&Duvoisin have most recently guested at tanzhaus nrw with “Hätten Sie von sich aus die Familie erfunden” (“Would you have invented family by you own free will?”) in 2018. They explore forms of collective composition in their works. With their approach, utilising our contact with each other as a central compositional impulse, they gaze at concepts of community that influence our political climate. They were educated at the Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig/ Academy of Fine Arts Leipzig and at the Centre for Contemporary Dance Cologne.
SEE! - "Superversammlung/superassemblage - online version"
+++English down below+++

In ihrer Performance „Superversammlung/superassemblage“ versammelt SEE! ungehörte, marginalisierte, verhöhnte und verstummte Stimmen. Jeder einzelne Chor, der in jedem*r Performer*in zusammenkommt, murmelt, flüstert, singt, lacht, schreit auf und verschafft sich Raum. Diesen Versammlungen errichtet SEE! ein performatives Klangmonument, baut es wieder ab und anschließend wieder auf – immer wieder neu, für jede Stimme, für jeden Sound, für jede Verstummung. Fremdartig anmutende Bewegungen, nie gehörte Stimmflächen und Ausrufungen mischen sich unter vertraute Worte, Gesten und Posen. Grenzen verschwimmen. Vexierbilder verflechten sich. Die Geister der Vergangenheit tummeln sich mit den Stimmen aus einer visionären Zukunft. Manchmal explodiert etwas, dann knallt oder raucht es. Und schon sind sie da, die Gesellschaften in jeder*m Einzelnen von uns.

Das Kölner Kollektiv SEE! setzt sich zusammen aus den Choreografinnen und Künstlerinnen SE Struck und Alexandra Knieps, die in Kooperation mit einem festen Team von Musiker*innen, Tänzer*innen und Künstler*innen anderer Sparten eine Gruppe formieren, um mit Performances und Installationen Räume zu besetzen.

Dauer: ca. 45 Min.

Bitte beachten: Um ein bestmögliches Hörerlebnis zu garantieren, empfehlen wir während der Online-Performance Kopfhörer zu tragen.

In their performance “Superversammlung/superassemblage”, SEE! assemble unheard, marginalised, ridiculed and silenced voices. Every single choir that accumulates in every single performer* murmurs, whispers, sings, laughs, cries out and makes space for themselves. SEE! erects a performative sound monument for these congregations, dismantling it again, only to subsequently rebuild it – new, again and again, for each voice, for every sound, for every silencing. Unfamiliar seeming movements, never before heard voicescapes and exclamations collate with known words, gestures and poses. Boundaries blur. Picture puzzles intertwine. The ghosts of the past scrimmage with the voices from a visionary future. Sometimes some things explode, and then, it detonates, or smoke billows. And here they are already, the societies within every single one of us.

Cologne collective SEE! is made up of choreographers and artists SE Struck and Alexandra Knieps who, in cooperation with a set team of musicians*, dancers* and artists* from other genres, comprise a group to occupy spaces with performances and installations.

Please notice: We recommend to wear headphones during the online-performance for the best possible experience.
SEE! - "Superversammlung/superassemblage - online version"
+++English down below+++

In ihrer Performance „Superversammlung/superassemblage“ versammelt SEE! ungehörte, marginalisierte, verhöhnte und verstummte Stimmen. Jeder einzelne Chor, der in jedem*r Performer*in zusammenkommt, murmelt, flüstert, singt, lacht, schreit auf und verschafft sich Raum. Diesen Versammlungen errichtet SEE! ein performatives Klangmonument, baut es wieder ab und anschließend wieder auf – immer wieder neu, für jede Stimme, für jeden Sound, für jede Verstummung. Fremdartig anmutende Bewegungen, nie gehörte Stimmflächen und Ausrufungen mischen sich unter vertraute Worte, Gesten und Posen. Grenzen verschwimmen. Vexierbilder verflechten sich. Die Geister der Vergangenheit tummeln sich mit den Stimmen aus einer visionären Zukunft. Manchmal explodiert etwas, dann knallt oder raucht es. Und schon sind sie da, die Gesellschaften in jeder*m Einzelnen von uns.

Das Kölner Kollektiv SEE! setzt sich zusammen aus den Choreografinnen und Künstlerinnen SE Struck und Alexandra Knieps, die in Kooperation mit einem festen Team von Musiker*innen, Tänzer*innen und Künstler*innen anderer Sparten eine Gruppe formieren, um mit Performances und Installationen Räume zu besetzen.

Dauer: ca. 45 Min.

Bitte beachten: Um ein bestmögliches Hörerlebnis zu garantieren, empfehlen wir während der Online-Performance Kopfhörer zu tragen.

In their performance “Superversammlung/superassemblage”, SEE! assemble unheard, marginalised, ridiculed and silenced voices. Every single choir that accumulates in every single performer* murmurs, whispers, sings, laughs, cries out and makes space for themselves. SEE! erects a performative sound monument for these congregations, dismantling it again, only to subsequently rebuild it – new, again and again, for each voice, for every sound, for every silencing. Unfamiliar seeming movements, never before heard voicescapes and exclamations collate with known words, gestures and poses. Boundaries blur. Picture puzzles intertwine. The ghosts of the past scrimmage with the voices from a visionary future. Sometimes some things explode, and then, it detonates, or smoke billows. And here they are already, the societies within every single one of us.

Cologne collective SEE! is made up of choreographers and artists SE Struck and Alexandra Knieps who, in cooperation with a set team of musicians*, dancers* and artists* from other genres, comprise a group to occupy spaces with performances and installations.

Please notice: We recommend to wear headphones during the online-performance for the best possible experience.