Aufgrund der aktuellen Lage und den Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona Virus (COVID 19) kann es zu Änderungen in unserem Programm kommen. Unter https://hausamdom-frankfurt.de/ erhalten Sie ausführliche Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen.


Aufstehen für das Leben inmitten der Pandemie und Klimakatastrophe Spiritueller Thementag

Wider Resignation, Rückzug oder Altersmüdigkeit, Claus Eurich fragt zu unserer Handlungsverantwortung inmitten der globalen Krise und deren tieferen, auch spirituellen Ursachen. Er lädt ein zu einem Gespräch über Sprachlosigkeit, Apathie und die Liebe zum Leben. Er entwickelt biographisch und philosophisch begründete, handlungsorientierte ethische Positionen, die sich aus dem Resonanzraum der Mystik speisen: radikale Liebe und Allverbundenheit; Achtsamkeit und Ehrfurcht vor dem Leben. Ein Ermutigungstag für einen stillen und nachhaltigen Aufstand und eine enkelgerechte, klima- und naturverträgliche Lebensweise!

Mit:
· Prof. Dr. Claus Eurich, Philosoph, Autor, Kontemplationslehrer, Hochschullehrer für Kommunikation und Ethik (i.R.), Billerbeck

Eintritt: 29 €, erm. 19 €

Ort:
Haus am Dom
Domplatz 3
60311 Frankfurt am Main

Informationen zum Kartenverkauf folgen.

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

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zkm_gameplay

Die legendäre Spieleplattform des ZKM »ZKM_Gameplay« startet mit »zkm_gameplay. the next level« eine Neuauflage.

Alle GamerInnen, aber auch BesucherInnen, die bislang kaum Erfahrung mit Computerspielen haben, sind zum informativen, kritischen und kreativen Austausch – und natürlich zum Spielen – in die Ausstellung eingeladen. 

Das neue Konzept basiert nicht nur auf den Erfahrungen des »ZKM_Gameplay«, sondern auch auf der Ausstellung »Games and Politics«, die seit 2017 in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut auf allen Kontinenten zu sehen ist.

Medium der digitalen Gesellschaft
Dass das Computerspiel sich zu einem Leitmedium entwickelt hat, ist heute kaum mehr eine gewagte These über den Stellenwert des interaktiven und multimedialen Mediums. Es hat sich weit von seinen Ursprüngen als Laborexperiment und Spielzeug entfernt und ist »das« Medium der digitalen Gesellschaft geworden, zwischen Pop-Kultur, Unterhaltung und Kunst. 

Mi bis Fr, 10 – 18 Uhr Sa & So, 11 – 18 Uhr

Karlsruhe

23.06.2021
Berechenbar – Unberechenbar

In der Digitalen Kunsthalle des ZDF bewegen sich BesucherInnen durch das virtuelle ZKM und können dort computergenerierte Kunstwerke entdecken.

Ist das Universum ein riesiger Computer? Die Frage ist nicht neu: Konrad Zuse, Pionier der Informatik, beschrieb 1969 das Universum als einen großen zellulären Automaten. Seiner Meinung nach ist es als ein diskretes Rechensystem vorstellbar, das aus Zellen besteht, die sich nach vorgegebenen Regeln entwickeln, indem sie die Zustände anderer Zellen an ihrem Ort berücksichtigen. Zelluläre Automaten können Funktionen berechnen und algorithmische Probleme lösen. Zuse nannte seine Hypothese »Rechnender Raum«; dieser könne das Universum als eine Kombination vieler kleiner Computer (in diesem Fall das Äquivalent zu den zellulären Automaten) modellieren, die sich zu einem großen Computer addierten. Auch Seth Lloyds »programmiertes Universum« schlägt vor, dass das Universum ein einziger riesiger Quantencomputer ist. Die Ausstellung nimmt diese Ideen der Berechenbarkeit der Realität auf.

Mit der Entwicklung von Berechnungen und grafischen Benutzeroberflächen stellt sich heraus, dass die Realität nicht nur als rechnergestütztes System beschrieben werden kann, sondern dass Mengen von »ausführbaren Dateien« neue virtuelle Realitäten erzeugen können. Diese Fähigkeit der Computer fasziniert Künstlerinnen und Künstler, die sich seit einem halben Jahrhundert mit generativer Ästhetik beschäftigten.

Während die Berechenbarkeit von Umgebungen heute klar zu sein scheint, ist die Frage, ob das Selbst berechnet werden kann, noch nicht bejaht worden, obwohl das Versprechen der künstlichen Intelligenz bereits das denkende Subjekt zu reproduzieren droht. Trotz der Tatsache, dass die heutigen Computer nicht in der Lage sind, menschliches Denken zu simulieren, so dass das Selbst noch nicht berechenbar ist, wirkte diese Erkenntnis als starkes Stimulans für spekulative Fiktion.

Im Mittelpunkt der Sammlung des ZKM | Karlsruhe steht die Medienkunst: Eine Kunstform, die sich durch das Medium definiert, mit dem sie geschaffen, verbreitet und rezipiert wird. Die in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts entstandenen Apparate computerverwandter Disziplinen wie Automatenkunde, Kybernetik, Informations- und Kommunikationstechnologien und künstliche Intelligenz haben den Medienbegriff allmählich erweitert und den Computer zu einem der wichtigsten Werkzeuge und Medien der bildenden Kunst gemacht.

»Berechenbar – Unberechenbar« zeigt softwarebasierte digitale Kunstwerke in einer computergenerierten Umgebung. Eine digitale Kopie eines Lichthofs am ZKM | Karlsruhe wird von mehreren zellulären Automaten bevölkert, die vollständig algorithmisch generiert werden. Die Trägerstruktur der Ausstellung reflektiert, genau wie die Kunstwerke, die sie zeigt, ihren Apparat und ihr Medium: den Computer.

 

Mehr zur Ausstellung: https://zkm.de/de/ausstellung/2020/10/berechenbar-unberechenbar

Mi – Fr, 10 – 18 Uhr Sa & So, 11 – 18 Uhr

Karlsruhe

23.06.2021
Beyond States

05.02.2021 – 07.11.2021

Ist der Staat Schutzraum oder Gefahrenzone? Hamsterkäufe im Supermarkt, Notfalllisten, Katastrophenschutz und Pandemiepläne: Das „Preppen“ ist zurzeit aktueller denn je, gleichzeitig wird die Schutzfunktion des Staates und damit auch die Thematik der Staatsgrenzen diskutiert. Einige Grenzen sind offen und passierbar, andere umstritten, viele strengstens bewacht.

Der durch das Fliegen ermöglichte Blick von oben relativiert Grenzen und reflektiert damit die Konzepte von Staatsgebieten und Grenzen. Neben der veränderten Perspektive müssen Staaten nach wie vor mit einigen Herausforderungen umgehen: Wem gehört der Himmel und wie hoch reicht ein Staat? Der Luftraum kann sowohl öffentlicher Raum, der grenzüberschreitende Kommunikation und Mobilität möglich macht, als auch nationalstaatlich und supranational regulierte Sphäre oder Kriegsschauplatz sein.

Die Ausstellung „Beyond States. Über die Grenzen von Staatlichkeit“ im Zeppelin Museum widmet sich diesen gegenläufigen Entwicklungen und fragt anhand der drei konstituierenden Merkmale – Staatsgebiet, Staatsbürgerschaft und Staatsgewalt – nach der aktuellen und zukünftigen Bedeutung des Staates. Sie wirft aber gleichzeitig auch den Blick bis in das 19. Jahrhundert zurück und ergänzt die künstlerischen Positionen mit Exponaten, die Grenzen, Staatlichkeit und damit verbundene Propaganda in der Luftfahrt thematisieren.

Gezeigt wird die interdisziplinäre Ausstellung im Zeppelin Museum am Bodensee. Ein besonderer Ort, auf den die Ausstellung in mehrfacher Hinsicht Bezug nimmt. Der Bodensee war lange völkerrechtliches Niemandsland. Deutschland, Österreich und Schweiz haben sich nur teilweise auf rechtsverbindliche Grenzen festgelegt. Seit 1648 sind die Staatsgrenzen nicht klar geregelt, der Obersee gilt als gemeinschaftliches Eigentum. Hier verwischen die Grenzen der Staaten.

International renommierte Künstler*innen reflektieren Fantasien bzw. Realitäten einer Staatskrise bis hin zum Staatsverfall, die sich zwischen Dystopie und Utopie bewegen. Angefangen bei rechtslibertären Ideologien, die in der Überwindung des Staates die Verwirklichung ultimativer Freiheit sehen bis hin zur Idee einer flexiblen Staatsbürgerschaft, die sich an Abo- bzw. Streaming-Portalen orientieren. Die Ausstellung wirft aber auch einen Blick auf diejenigen, die sich auf einen Zusammenbruch der staatlichen Ordnung vorbereiten wie u.a. Verschwörungstheoretiker und Prepper. Sie wirft aber gleichzeitig auch den Blick bis in das 19. Jahrhundert zurück und ergänzt die künstlerischen Positionen mit Exponaten, die Grenzen, Staatlichkeit und die damit verbundene Propaganda in der Luftfahrt thematisieren.

Kurator*innen: Ina Neddermeyer, Leiterin und Caroline Wind, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Kunst im Zeppelin Museum, Jürgen Bleibler, Leiter und Felix Banzhaf, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Zeppelin im Zeppelin Museum.

Eingeladene Künstler*innen: Nevin Aladağ, James Bridle, Simon Denny, Vera Drebusch & Florian Egermann, Forensic Oceanography / Forensic Architecture, Jacob Hurwitz-Goodman & Daniel Keller, Peng Kollektiv!, Christopher Kulendran Thomas, Henrike Naumann, Jonas Staal

Friedrichshafen

23.06.2021
gemeinsam einsam

Das Museum am Dom zeigt zur Wiedereröffnung ab Samstag, dem 13. März 2021 eine neue Foyer-Ausstellung unter dem Titel „gemeinsam einsam“.

Anhand von Gemälden, Fotografien und Skulpturen werden Bilder von menschlicher Gemeinschaft, aber auch von Einsamkeit und Alleinsein in Erinnerung gerufen, die wir alle auf die eine oder andere Art aus eigener Erfahrung kennen  - und die wir in den vergangenen Monaten erlebt und durchlebt haben.

Dabei zeigt sich, dass Einsamkeit und Gemeinsamkeit sich oft näher sind, als man denkt: der Einsame kann gehalten, unsichtbar begleitet sein; und Gemeinschaft verbirgt oft großes Alleinsein.

Die Ausstellung ist eine Einladung, über diese Verbindungen und Zusammenhänge und über unsere Erfahrungen mit Distanz, Abstand und Maskierung in den vergangenen Monaten nachzudenken - und sich an den Kunstwerken zu erfreuen.

Di bis Sa 9 bis 17 Uhr, So 13 bis 17 Uhr

Trier

23.06.2021
Schwieriges Erbe

Was hat das Linden-Museum mit dem deutschen Kolonialismus zu tun? Welche württembergischen Akteur*innen waren am Kolonialismus beteiligt? Wie präsent war der Kolonialismus in der württembergischen Alltagswelt? Und wie wirkt er bis heute fort?

Die Ausstellung zeigt die kolonialen Verbindungen des Museums zwischen 1882, dem Jahr der Gründung des Württembergischen Vereins für Handelsgeographie als Träger des Museums, und ca. 1940 auf und bezieht Auswirkungen bis in die Gegenwart mit ein. Eine wichtige Rolle nahm Karl Graf von Linden ein. Er war Vorsitzender des Trägervereins und prägte das Museum während der Kolonialzeit. Entsprechend wurde das Museum 1911 nach ihm benannt. Daneben werden weitere Persönlichkeiten vorgestellt, die Teil von Geschichten sind, die sich zwischen dem Museum, Württemberg und den Kolonien abspielten. Ebenso wird nach denjenigen gefragt, über die wir aufgrund der kolonialen Verhältnisse wenig wissen, die aber dennoch maßgeblich am Aufbau der Sammlungen beteiligt waren.

In einem weiteren Schritt wird das kolonialistische Vereinswesen betrachtet, zu dem auch der Trägerverein zu zählen ist. Vereine prägten das gesellschaftliche Leben und dienten als Multiplikatoren kolonialer Ideologien. Ereignisse wie Kolonialtagungen, -ausstellungen und sog. „Völkerschauen“ oder Objekte der Alltagskultur zeigen, wie tief verwurzelt der Kolonialismus auch in Stuttgart war. Es wird gefragt, welche Kontinuitäten sich bis heute ergeben.

Ein weiterer Themenschwerpunkt befasst sich mit Gewalt und rückt exemplarisch den sogenannten „Boxer-Krieg“ in China (1900/01) in den Mittelpunkt. Hunderte Württemberger Soldaten zogen freiwillig in diesen Krieg, aus dem das Linden-Museum geplünderte Objekte besitzt. Württembergern, die an Kolonialexpeditionen und -kriegen teilnahmen, wurde ehrend mit Gedenktafeln und Denkmälern gedacht, die es teilweise noch heute gibt. Wie soll damit umgegangen werden?

In die Ausstellung fließt die Provenienzforschung im Museum ein. Außerdem wurde vom Linden-Museum eigens eine Untersuchung zu Württemberg und dem Kolonialismus in Auftrag gegeben. Die Landesgeschichte im Kontext des Kolonialismus zu betrachten und die vielen Querverbindungen zwischen Institutionen, Personen und Ereignissen herauszuarbeiten, ist ein neuer Ansatz. Auch wenn manche Fragen schon früher bearbeitet wurden, setzt die wissenschaftliche Forschung und Debatte bei vielen Fragen gerade erst ein.

Zentral sind dabei kritische Distanz und Multiperspektivität, um Kolonialgeschichte nicht einseitig oder gar nostalgisch aus der Sicht württembergischer Akteure nachzuerzählen. Dass die Auseinandersetzung stark in Bewegung ist, wird auch in der Ausstellung sichtbar. Angelehnt an die Idee der Werkstatt sind die Besucher*innen aufgefordert, Fragen zu beantworten, eigene Gedanken oder Kritik festzuhalten und ihr Wissen einzubringen oder zu hinterfragen. Die Besucher*innen können verschiedene Standpunkte und Perspektiven einnehmen, Leerstellen und Verbindungslinien werden offen gelegt und die Inhalte zur Diskussion gestellt.

Eintritt: EUR 8,-/6,- / Familien EUR 16,-

Hinweis:
Aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung ist eine Anmeldung für einen Time-Slot zum Besuch der Ausstellung erforderlich:
Tel. 0711.2022-579
(Sprechzeiten: Mo. bis So., 10 – 12 Uhr und 14 – 17 Uhr, Anmeldung bis 1 Tag vorher möglich)

 

Mo bis Sa von 10 bis 17 Uhr, So und Feiertage von 10 bis 18 Uhr

Stuttgart

23.06.2021
Chiharu Shiota

Kunst in ihrer besten Form vermag mit einem einzigen Statement ein visuelles Zeichen zu setzen, das einen bestimmten Zeitzustand einfängt. Die Installation »Connected to Life« »in Zeiten des Todes, wie ich hinzufügen möchte« (Peter Weibel) der japanischen Künstlerin Chiharu Shiota ist ein solches Kunstwerk.

Eine Reihe miteinander verbundener Betten, die im Foyer des ZKM | Karlsruhe in der Luft schweben, erinnert an die schockierenden Bilder aus Krankenhauskorridoren. Die Zeugnisse menschlicher Verletzlichkeit und Elends verlangen nach einem Mahnmal, das dem Leid der schwer kranken und letalen Opfer des Covid-19-Virus gewidmet wird, aber ebenso dem Opfer all jener, die in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen bereit sind, ihre eigene Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um das Leben anderer zu retten. Die mit roter Farbe gefüllten Plastikschläuche erinnern an Adern, durch die das lebenswichtige Blut und Sauerstoff fließen. Die Installation steht außerdem für die Hoffnung, dass menschliches Mitgefühl und Wissenschaft uns dabei helfen können, einen Weg aus der Corona-Pandemie zu finden und deren Folgen zu überwinden. 

Die Auswirkungen der Pandemie auf das öffentliche Leben, private Kontakte und den Kultursektor sind greifbar: geschlossene Museen, Theater und Konzerthallen ohne Besucher:innen, Selbstständige, die auf finanzielle Unterstützung warten und buchstäblich um ihre Existenz kämpfen. Die Pandemie legt (teils altbekannte) Schwachstellen des Gesundheitssystems bloß, Krankenhäuser auf der ganzen Welt arbeiten an der Grenze der Belastbarkeit. Noch immer steigen weltweit die Todeszahlen, und neue Mutanten erschweren die Viruseindämmung zusätzlich. Die Eingangshallen kultureller Institutionen wie des ZKM sind normalerweise Orte der Begegnung und des Dialogs, wo Besucher:innen, Student:innen, Beschäftigte, Schulklassen und Künstler:innen sich tummeln und austauschen. Wäre die Pandemie nicht, wären sie Orte der Lebendigkeit – doch nun herrscht dort Stille. Mit ihrer großflächigen, für das Foyer des ZKM entworfenen Installation »Connected to Life« zeigt die bekannte japanische Künstlerin Chiharu Shiota ihr Geschick, Angst mit Milde, Monumentales mit Intimem zu verbinden. Die Arbeit besteht aus über 50 von der Decke herabhängenden Betten, die stufenförmig bis zum Boden reichen. Die Farbe fließt durch die Schläuche wie das Blut durch den menschlichen Körper – ein Symbol für den Fluss des Lebens, der für die vielen Todesopfer des Coronavirus so plötzlich endete. Doch indem die Installation uns metaphorisch daran erinnert, dass »die Welt heute ein Krankenhaus ist« (Peter Weibel), trägt sie auch eine Leichtigkeit in sich, die der Thematik ihre Schwere nimmt.

Chiharu Shiota schöpft ihre Inspiration häufig aus persönlichen Erlebnissen oder Gefühlen, die sie auf universelle menschliche Anliegen wie Leben, Tod oder Beziehungen ausdehnt. Konzepte wie Erinnerung und Bewusstsein definiert sie neu, indem sie alltägliche Objekte wie Schuhe, Schlüssel, Betten, Stühle und Kleider zusammenstellt und diese in riesige Geflechte aus Wollfäden einwebt. In ihren Installationen geht sie dem Gefühl der »Präsenz in der Abwesenheit« auf den Grund, und ihre Skulpturen, Zeichnungen, Performance-Videos, Fotografien und Leinwandbilder repräsentieren nicht greifbare Emotionen. 2008 erhielt Shiota den »Art Encouragement Prize« vom japanischen Minister für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie. Zahlreiche internationale Institutionen auf der ganzen Welt stellten ihre Arbeiten aus, darunter das Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa, Wellington, NZ (2020); das Mori Art Museum, Tokio, JP (2019); der Gropius Bau, Berlin (2019); die Art Gallery of South Australia, Adelaide, AU (2018); der Yorkshire Sculpture Park, UK (2018); das Power Station of Art, Shanghai, CN (2017); und die K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (2015). 2015 repräsentierte Shiota Japan bei der 56. Biennale di Venezia, IT. Im Rahmen der Bayreuther Festspiele 2021 (25.07.– 25.08.2021) und der Reihe »Diskurs Bayreuth« schuf die Künstlerin eine Installation im Festspielpark, eine Auftragsarbeit zum Thema »Götterdämmerung«. Die Künstlerin wurde 1972 in Osaka, Japan geboren. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Mo/Di geschlossen Mi–Fr 10–18 Uhr Sa–So 11–18 Uhr

Karlsruhe

23.06.2021
Orte jüdischen Lebens in Trier

Über Jahrhunderte bestand eine jüdische Gemeinde in Trier und brachte der Stadt nachhaltige Impulse. Bis heute zeugen die historischen Häuser der Judengasse oder der jüdische Friedhof in der Weidegasse sichtbar von dieser Vergangenheit. Viele Orte in Trier erzählen von diesem jüdischen Leben: Es sind Geschichten alteingesessener Familien, hoffnungsvoller Geschäftsleute und talentierter Kunstschaffender. Aber die Häuser, Straßen und Plätze erzählen auch von Pogromen, Verfolgungen und der systematischen Vernichtung jüdischen Lebens im Nationalsozialismus. Über 30 Video-Interviews an den Schauplätzen in Trier und der Großregion lassen die Spuren dieser Geschichte ebenso sichtbar werden wie die lebendige Gegenwart jüdischen Lebens in unserer Stadt.

Di-So, 10-17 Uhr

Trier

23.06.2021
PRINCESS HAMLET
von E. L. Karhu | Digitale Theaterserie

Mit dem Kauf eines Tickets erhalten Sie einen Zugangscode. Mit diesem Code können Sie alle vier Folgen von PRINCESS HAMLET ab ihrem jeweiligen Erscheinungsdatum bis 30.06.2021 jederzeit auf princess-hamlet.de abrufen.

Folge 1 – HAMLET: ab 25. März 2021
Folge 2 – GERTRUDE: ab 31. März | 20:00
Folge 3 – HORATIA: ab 14. April | 20:00
Folge 4 – OFELIO: ab 28. April | 20:00

Das Stück der finnischen Theaterautorin E.L. Karhu greift Shakespeares Motive wie Wahrheit, Liebe, Verrat und Macht auf, und spinnt sie im Comic-Format weiter. Ihre Version emanzipiert sich zur absurd-feministischen Hamlet-Überschreibung. Hamlet wird ihrer Rolle nicht gerecht.

Sie widersetzt sich den familiären Erwartungen, hat keine Lust auf Spitzenposition, auf royale Repräsentation und Abendessen mit Mutter. Hamlet tritt ihr kulturelles Erbe nicht an. Erinnert werden will sie doch. Und dafür hat sie einen schrecklichen Plan.

TEXT
E.L. Karhu

DEUTSCHE ÜBERSETZUNG
Stefan Moster

MIT
Yevgenia Korolov
Florentine Krafft
Grazia Pergoletti
Johannes Frick
Niko Eleftheriadis

REGIE
Marie Bues
Niko Eleftheriadis

BÜHNE UND KOSTÜME
Indra Nauck

VIDEOREGIE, KAMERA
Grigory Shklyar

MUSIK
Johannes Frick

DRAMATURGIE
Paula Kohlmann

REGIEASSISTENZ
Theresa Bürkle

SCHNITT
Grigory Shklyar

TONMISCHUNG
Timo Kleinemeier

TECHNISCHE LEITUNG
Max Kirks

BÜHNENBAU
Stephen Herter

TECHNISCHE EINRICHTUNG
Sebastian Fürst
Christoph Schmitz
Amir Saadat

TONTECHNIK
Christoph Schmitz
Timo Kleinemeier

Eine Produktion des Theater Rampe, gefördert von der Wüstenrot Stiftung

http://www.princess-hamlet.de

23.06.2021
20:00 Uhr
Tickets
ab 1,00 €
Sonderausstellung

Der Mensch nimmt wahr, was das Gehirn vorhersagt. Dabei spielen ihm die Sinne manchmal einen Streich. Auch in der Natur finden sich solche Phänomene – wenn der Mensch glaubt, plötzlich Dinge zu sehen, die eigentlich gar nicht existieren. Plötzlich erscheint eine Fata Morgana in der Wüste. 19 Stationen laden ein in die Welt der Illusionen und optischen Täuschungen. Das alles wird präsentiert mit Abstand und unter sicheren Hygiene-Bedingungen.

Sonderausstellungsfläche, Ebene D

Mannheim

23.06.2021
09:00 Uhr
Helmut Sturm

Die Retrospektive gibt erstmals einen umfassenden Einblick in das facettenreiche Werk des Malers Helmut Sturm (1932–2008) und beleuchtet seine verschiedenen Schaffensphasen. Sturms farbmächtige Arbeiten sind bedeutende Zeugnisse einer abstrakt expressiven Malerei in Deutschland nach 1945, die es versteht, das Figurative in die dynamischen Bildwelten einzubinden. Für den Maler war die Leinwand ein »räumlich bewegtes Spielfeld«, in dem sich Geschlossenheit und Expansion, Konstruktion und spontaner Gestus mit »allerlei Gerümpel aus der Spielzeugkiste der Wirklichkeit« vereinen. Die permanente Befragung seiner Malerei hat er sich zur Lebensaufgabe gemacht. Der langjährige Professor an der Kunstakademie München gehörte zu den Gründungsmitgliedern und zentralen Akteuren der Künstlergruppen SPUR, SPURWIR, GEFLECHT, und KOLLEKTIV HERZOGSTRASSE.

Mi-Fr 14-17 Uhr, Sa/So 11-17 Uhr

Neumarkt

23.06.2021
Achim Mende – Crazy Little Planet

Achim Mende ist einer der prominentesten Fotografen im deutschen Südwesten. Seine erste Ausstellung in der Städtischen Galerie Überlingen erzielte 2013 einen Besucherrekord. 2021 präsentiert er die wunderbare „verrückte" Welt der 360-Grad-Photographie. In atemberaubenden Panoramen zeigt Mende seine Wahlheimat Überlingen, den Bodensee, Baden-Württemberg und den Rest der Welt, von Venedig bis zum Uluru (früher: Ayers Rock) in Australien.

Die Ausstellung korrespondiert mit der begehbaren Panorama-Rotunde auf dem Gelände der baden-württembergischen Landesgartenschau in Überlingen.

Di bis Fr 14 bis 17 Uhr. Sa, So, Fei 11 bis 17 Uhr

Überlingen

23.06.2021
SCHÖN UND GEFÄHRLICH:

Ab dem 3. April 2021, bzw. sobald es die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zulassen, zeigt das Museum für Kunst und Technik des 19. Jahrhunderts in Baden-Baden die Ausstellung „SCHÖN UND GEFÄHRLICH: Die hohe See im 19. Jahrhundert“.

Macht Euch die Erde untertan! Wissenschaft und Technik erlaubten dem fortschrittlichen 19. Jahrhundert eine immer erfolgreichere Bändigung der Natur, medizinisch in der Bakteriologie, industriell durch Dampfmaschine und Elektrizität. Die biblische Aufgabe schien gelöst. Die ganze Welt konnte nun erforscht, erobert, erklärt, entzaubert werden. – Die ganze Welt? Nein! Auf hoher See tobte das große Drama zwischen zivilisatorischer Beherrschung und natürlicher Gewalt weiter, vom Floß der Medusa bis zur Titanic, zwischen nüchterner Handelsschifffahrt und exotischem Südseeparadies, Kapitän Ahab und Moby Dick, Tiefseekabel und betörenden Nixen, Taucherglocke und Schiffbruch. Das Meer mit seiner verlockenden Weite und rätselhaften Tiefe zog Abenteurer und Kaufleute, Militärs und Sinnsucher, Forscher und Künstler hinaus ins Offene, Schwankende: schön und gefährlich.

Alle technischen Geräte und Kunstwerke in der Ausstellung lassen die Besucher das ebenso vorsichtige wie mutige Unterfangen nachvollziehen, ein Stück menschengemäße Festigkeit auf die wogende Oberfläche der Ozeane zu legen und mit einem Schiff auf große Fahrt zu gehen. Die Wildheit der Weltmeere wird zum Gegenüber: offener als das Festland mit seinen vielen Landesgrenzen, chancenreicher als der Arbeitsalltag der bürgerlichen Klassengesellschaft, luftiger als das heimelige Biedermeier und die muffige Gründerzeit. Auf den berühmten Gemälden von Andreas Achenbach (1815-1910) schäumt das Meer unbändig auf gegen alle Vorausberechnungen. Stellte ein Bild einen Schiffbruch mit Zuschauern am Strand dar, so waren diese oft nicht selbstlose Retter, sondern strandräuberische Profiteure des Unglücks der Seeleute. Der erste funktionierende Taucheranzug führt vor Augen, dass die Tiefsee ein so abenteuerlicher Kosmos war wie heute das Weltall. Die Schnitzereien der Seeleute auf Pottwalzähnen zeigen das geradezu erotische Versprechen, das bis heute zum Freiheitsgefühl der Hohen See gehört.

Aus dem Schifffahrtsmuseum Rostock, dem Deutschen Meeresmuseum Stralsund und renommierten Privatsammlungen haben spektakuläre Leihgaben den Weg von der Waterkant an die Oos gefunden: der originalgetreue Nachbau der Kreeft’schen Tauchmaschine, ein riesiges Modell der Titanic, ein noch mächtigeres historisches Walskelett, Walfang-Harpunen und -Gewehre, wie sie von realen Kollegen Kapitän Ahabs benutzt worden sind sowie Gemälde von Hans Thoma (1839-1924) und die ebenso naturwissenschaftlichen wie märchenhaften Kunstdrucke von Ernst Haeckel (1834-1919). Ergänzt wird das künstlerisch-technische Panorama von den malerischen Mythenbeschwörungen eines Max Klinger (1957–1920), wilden Seestücken eines Johann Caspar Scheuren (1810–1887) und weiteren bedeutenden Leihgaben aus dem Deutschen Historischen Museum Berlin, der Dr. Axe-Stiftung Bonn sowie der Sammlung Wolfgang Peiffer.

Es erscheint ein Katalog für 19,- Euro im Verlag ATHENA bei wbv.

Di. - So., 11 - 18 Uhr, geöffnet an allen Feiertagen (auch montags), am Ostersamstag, -sonntag und -montag 9 - 18 Uhr geschlossen am 24.12. und 31.12.2021

Baden-Baden

23.06.2021
Trierer Porzellan.

Trierer Porzellan gehört seit Generationen zum festen Inventar zahlreicher Trierer Haushalte und ist mittlerweile auch überregional zu einem besonders begehrten Sammelobjekt geworden. Auf Auktionen werden Höchstpreise geboten, die den Preisen für Produkte anderer bekannter Manufakturen wie etwa Meißen in nichts nachstehen.

Mit Unterstützung der französischen Regierung wurde das Trierer Unternehmen 1809 in der säkularisierten Benediktinerabtei St. Martin eingerichtet und produzierte bis 1821. Allein im ersten Jahr stellten einer erhaltenen Statistik zufolge rund 80 Beschäftigte ca. 150.000 Stücke Porzellan her, darunter Kaffeeservice, Sammeltassen, Vasen, Kinderservice und Pfeifenköpfe. Die Ausstellung im Stifterkabinett wird eine kleine Auswahl aus der umfangreichen Sammlung des Stadtmuseums vorstellen.

Trier

23.06.2021
Streaming-Abo Literaturhaus Frankfurt
STREAMING-ABONNEMENT: MIT EINEM KLICK über 25 MAL LITERATURHAUS AUF DEM SOFA

Und so geht’s: Im Literaturhaus-Kartenshop einfach das „Streaming-Abo Literaturhaus Frankfurt“ auswählen, einmalig 50 Euro zahlen und losstreamen. Sie bekommen – per E-Mail – die Zugangsdaten zum Livestream für jede der Literaturhausveranstaltungen im April, Mai, Juni und Juli. Jedes der 26 Tickets enthält die für die Veranstaltung gültige Internetadresse und Ihren persönlichen Zugangscode, der bis zu dreimal nacheinander nutzbar ist. Sie können die Veranstaltung live am Bildschirm mitverfolgen oder innerhalb von 70 Stunden nach Veranstaltungsbeginn abrufen. (Die Aufzeichnung wird ca. drei Stunden nach Veranstaltungsende zur Verfügung gestellt.) Und Sie sparen mehr als 50 %.

Folgende Veranstaltungen sind im Streaming-Abo enthalten:
20.4. Daniel Wisser
23.4. Annette Pehnt
25.4. Litprom-Literaturtage: Perspektivwechsel im Unterwegssein, 11 h
25.4. Litprom-Literaturtage: Netzwerken in neuen Kontexten, 14 h
25.4. Litprom-Literaturtage: Sprachen finden — Stimmen transportieren, 16 h
25.4. Litprom-Literaturtage: Globale Beziehungen und digitale Abhängigkeiten, 18 h
25.4. Litprom-Literaturtage: Vom Sprengen patriarchaler Muster, 20 h
30.4. Tanz in den Mai
5.5. Judith Hermann
10.5. Hans Jürgen Balmes
11.5. Elisa Diallo
18.5. Mareike Krügel
20.5. Ulrike Edschmid
25.5. Simone Buchholz
27.5. Franzobel
31.5. Robert Habeck
1.6. Deutscher Sachbuchpreis
7.6. Sharon Dodua Otoo
8.6. Schöne Aussichten
10.6. Florian Werner
15.6. Acht Visionen
20.6. Ole Könnecke
24.6. Schreibzimmer 2020
1.7. SINNFLUT: sexyunderground
5.7. Stefan Aust
8.7. Mikael Ross
(Ausgeschlossen sind das Leseclubfestival am 23.4. und die Veranstaltung am 6.5.)
Yayoi Kusama: Eine Retrospektive

Yayoi Kusama zählt zu den bedeutendsten japanischen Künstler*innen der Gegenwart. Im März 2021 widmet der Gropius Bau Kusama die erste umfassende Retrospektive in Deutschland, die auf knapp 3000 m² zentrale Schaffensperioden aus über 70 Jahren nachzeichnet und eine Reihe aktueller Arbeiten umfasst, darunter auch einen neuen Infinity Mirror Room.

Ein wesentliches Anliegen der Retrospektive ist es, die Entwicklung von Kusamas Schaffen von frühen Gemälden und akkumulativen Skulpturen hin zu immersiven Erlebnisräumen nachzuzeichnen und insbesondere ihre bislang wenig beachtete künstlerische Aktivität in Deutschland und Europa aufzuarbeiten. Seit den 1960er Jahren hatte sich die Künstlerin selbst aktiv dafür eingesetzt, Ausstellungsprojekte jenseits ihres damaligen Lebensmittelpunktes New York zu realisieren und ihre Arbeiten im europäischen Kontext zu präsentieren. Dabei rückt auch die Rolle Kusamas als Pionierin des Personal Branding ins Blickfeld, die ihre künstlerische Persona und ihr multidisziplinäres Schaffen schon früh bewusst inszenierte und vermarktete.

Der wegweisende Charakter ihrer Präsentationsformen und künstlerischen Sujets wird im Rahmen der Retrospektive durch Rekonstruktionen erlebbar, die Kusamas frühe Ausstellungsprojekte in Deutschland und Europa in den 1960er Jahren sowie zentrale Einzelausstellungen in den USA und Asien aus den 1950er bis 1980er Jahren zugänglich machen.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal

Organisiert vom Gropius Bau in Zusammenarbeit mit dem Tel Aviv Museum of Art

Unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters

Freitag bis Mittwoch 10:00 bis 19:00, Donnerstag 10:00 bis 21:00, Dienstag geschlossen

Berlin

23.06.2021
Jahresringe

„Jahresringe“ heißt die Ausstellung zum 20-jährigen Jubiläum der Galerie Bodenseekreis im Roten Haus am Meersburger Schlossplatz. Elf Künstlerinnen und Künstler aus Projekten der Kreisgalerie präsentieren vom 1. April bis einschließlich 11. Juni 2021 jeweils von Dienstag bis Sonntag sowie an den Feiertagen von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr ihre Arbeiten zum Thema „Baum“ und „Natur“. Dabei werden etablierte Namen der Region mit jungen Kunst-Positionen kombiniert. Inspiration verspricht auch der Mix aus Malerei, Grafik, Fotografie und Objektkunst. Das Spektrum künstlerischer Aussagen reicht vom Feiern der Schönheit der Natur bis hin zu kritischen Gedanken hinsichtlich der Zukunft.

Di-So und Feiertags 11-17 Uhr

Meersburg

23.06.2021
Hella Jongerius

Im Mittelpunkt von Hella Jongerius’ künstlerischer Praxis steht die Verknüpfung von Industrie und Handwerk, von traditionellem Wissen und Technologie. Der Gropius Bau widmet der Künstlerin und Designerin im Frühjahr eine Einzelausstellung, die sich während der Laufzeit prozesshaft weiterentwickeln wird.

Eine besondere Bedeutung kommt in Hella Jongerius’ Arbeit dem Weben zu, das eine der ältesten Kulturtechniken und gleichzeitig Grundlage für den digitalen Code ist. Die unter dem Titel "Kosmos weben" gezeigte Ausstellung bezieht die Besucher*innen durch interaktive Elemente in Jongerius’ offene und prozesshafte Arbeitsweise ein und schafft so einen Rahmen, sich kritisch mit Fragen nach Produktion und Nachhaltigkeit, Gegenwart und Zukunft auseinanderzusetzen.

Neben Jongerius’ Recherchen zu Innovation und zukunftsgerichteten experimentellen Praktiken liegt ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung auf ihrer andauernden Auseinandersetzung mit der Frage, welches Verhältnis wir zu Gegenständen einnehmen – und wie diesen eine heilende Funktion zukommen kann. Die Ausstellung knüpft dabei an die Geschichte des Gropius Bau an, der als Kunstgewerbemuseum und -schule mit eigenen Werkstätten ein Ort der Verbindung von Kunst und Handwerk war. In dieser Tradition wird Hella Jongerius mit ihrem Studio Jongeriuslab in den Monaten vor der Ausstellungseröffnung im Gropius Bau neue Werke produzieren.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal mit Clara Meister in Zusammenarbeit mit dem Studio Hella Jongerius

Freitag bis Mittwoch 10:00 bis 19:00, Donnerstag 10:00 bis 21:00, Dienstag geschlossen

Berlin

23.06.2021
Tomasz Zawierucha plays Tansman

Neues Album von Tomasz Zawierucha, Professor für Gitarre an der Folkwang Akademie der Künste Essen

Hommage à Chopin. Tomasz Zawierucha plays Tansman – veröffentlicht von Ars Produktion in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Düsseldorf.

Das künstlerische Schaffen Frédéric Chopins hat nicht nur Komponisten seiner Zeit enorm geprägt und beeinflusst, sondern auch nachfolgende Generationen weltweit. Bereits zu seiner Lebenszeit bewunderten ihn u. a. Friedrich Kalkbrenner und Robert Schumann und widmeten ihm eigene Werke. Auch zahlreiche andere Komponisten suchten Inspiration in seiner Stilistik, Ästhetik und Form. Zu den größten Meistern die ihn würdigten gehört Claude Debussy, der seine Douze Études als à la mémoire de Chopin komponierte. 

Auch die Gitarrenmusik, sowohl in Europa als auch in Südamerika, wurde von seiner Kunst stark beeinflusst. Die Komponisten und Gitarrenvirtuosen Johann Kaspar Mertz, Napoléon Coste und nicht zuletzt Francisco Tárrega ließen sich von der Musik Chopins inspirieren und schrieben Werke in seiner Lieblingsform, der Mazurka. Ferner bearbeitete Tárrega viele seiner Stücke meisterhaft für die Gitarre. Auch der paraguayische Gitarrenvirtuose und Komponist Agustín Barrios-Mangoré fügte in seinen Konzertprogrammen zahlreiche Transkriptionen ein und komponierte im Stile von Chopin. Die Giganten Heitor Villa-Lobos und Manuel María Ponce griffen ebenfalls gerne zur Mazurka-Form.

Alexandre Tansman (polnisch Aleksander Tansman) war einer der wichtigsten polnischen Komponisten des 20. Jahrhunderts. Er wurde 1897 in Łódź als Sohn jüdischer Eltern geboren. Nach seinem Musikstudium in Warschau wanderte er 1919 nach Paris aus. Aufgrund des deutschen Einmarschs 1940 floh er in den Süden Frankreichs, 1941, unterstützt von Charlie Chaplin, über Lissabon in die USA. 1946 kehrte Tansman nach Paris zurück und lebte dort bis zum seinen Tod am 15. November 1986.

Tansman genoss einen exzellenten Ruf als Komponist, Dirigent und Pianist. Seine Gitarrenwerke, zum größten Teil Auftragswerke für Andrés Segovia, waren ein wichtiges Element seines kompositorischen Schaffens. Die Begegnung der beiden Künstler fand 1924 während eines Hauskonzertes von Segovia in dem Hauptsitz der Zeitschrift La Revue Musicale in Paris statt. Tansman war fasziniert von seiner Kunst und komponierte sein erstes Werk für Gitarre, die Mazurka (1925), Segovia gewidmet. Das Stück wurde später von Schott’s Söhne Mainz herausgegeben. Zwischen den beiden Musikern entwickelte sich eine Freundschaft, welche über 60 Jahre bis zum Tod des Komponisten hielt. Dadurch entstanden zahlreiche Gitarrenwerke, welche heute zu den Wichtigsten des 20. Jahrhunderts zählen.

Aus dem CD-Booklet von Prof. Dr. habil. Piotr Zaleski. Übersetzung: Tomasz Zawierucha

Tomasz Zawierucha http://www.tomaszzawierucha.com/

„Zweifellos gehört Herr Zawierucha zu den interessantesten Persönlichkeiten der Gitarren-szene seiner Generation“ – so schrieb Jun Sugawara vom Gendai Guitar Magazine über seinen Soloabend in der Bunka Kaikan Recital Hall in Tokyo. Al Kunze vom Soundboard Magazine USA äußerte sich folgendermaßen über seine Bach-CD Einspielung: „His performance of the Chaconne is fascinating.“

Tomasz Zawierucha wurde in Poznań, Polen geboren, studierte in seiner Heimatstadt und an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Bereits während seines Studiums gewann er zahlreiche Wettbewerbe, u.a. den renommierten Tokyo International Guitar Competition. Seitdem konzertiert er weltweit, außerdem ist er als Dozent und Jurymitglied bei diversen Meisterkursen und internationalen Gitarrenwettbewerben tätig.

Als gefragter und engagierter Kammermusiker arbeitet er mit Künstlern wie Hideko Kobayashi, Thomas Müller-Pering und Olaf Van Gonnissen. Sein Interesse gilt nicht nur der modernen Konzertgitarre, sondern auch historischen Vorgängern wie der Barockgitarre.

Die von der Fachpresse mit mehreren Auszeichnungen bedachten CD-Produktionen –

„Excellent recording“ (GuitarArt Magazine), „Fünf Sterne“ (The Times), „Special recommended“ (The Records Geijutsu Disc Review) – wurden in Deutschland (Classic Clips), Japan (Gendai Guitar) und in Großbritannien (DGF) herausgegeben. „Hommage à Chopin“ ist nun die vierte Soloeinspielung von Tomasz Zawierucha.

Bereits drei Jahre nach seinem Studienabschluss wurde er zum Vertretungsprofessor an der Weimarer Franz Liszt Musikhochschule berufen. Zu seinen weiteren akademischen Stationen gehörten u.a. das Royal Conservatory of Scotland in Glasgow. 2014 wurde Tomasz Zawierucha als Professor für Gitarre an die Folkwang Universität der Künste in Essen berufen.

Tomasz Zawierucha spielt Römmich Gitarren und D’Addario Saiten.

Düsseldorf

23.06.2021
BarabásiLab

Die Ausstellung »BarabásiLab. Hidden Patterns« stellt die Tätigkeit des Physikers und Netzwerkwissenschaftlers Albert-László Barabási und seines Forschungslabors vor. Der Fokus der Ausstellung liegt hierbei auf der Entwicklung der Netzwerk-Visualisierung innerhalb der letzten 20 Jahre, die sich anhand der Projekte des BarabásiLabs ablesen lässt. 

Die aktuelle Welt produziert so viele Daten pro Tag wie zuvor nicht in Jahrzehnten. Das Wissen der Welt verdoppelt sich alle zwei Jahre. Um diese Datenmenge bewältigen zu können, bedarf es einer neuen Wissenschaft: die Visualisierung von kennzeichnenden Knoten und Netzen, von Parametern und Mustern.

Das innovative und interdisziplinäre Feld der Netzwerkforschung ermöglicht die Analyse verschiedenster kultureller und sozialer Phänomene. Unsichtbare, verborgene Verbindungen und sich stets wiederholende Muster innerhalb Natur, Gesellschaft, Sprache und Kultur können somit nicht nur erforscht, sondern auch sichtbar gemacht werden. Barabásis Netzwerkansatz verspricht eine umfassende, universelle Methode, die es erlaubt, viele Phänomene mit wissenschaftlicher Präzision zu beleuchten. 

Im Rahmen der Ausstellung können BesucherInnen einen umfassenden Einblick in die unter anderem sehr aktuellen Anwendungsbereiche der Netzwerkwissenschaft gewinnen. Die Netzwerkdiagramme und -strukturen werden in vielfältiger Weise und mittelst modernster Technik visualisiert, sodass die wissenschaftlichen und zugleich höchst ästhetischen Beiträge von Prints und Skizzen, über Videos bis hin zu realen und virtuellen Datenskulpturen reichen.

»BarabásiLab. Hidden Patterns« ist eine Zusammenarbeit mit dem Ludwig Museum, Budapest, wo die Ausstellung vom 10. Oktober 2020 bis zum 17. Januar 2021 gezeigt wird.

 

Mehr zur Ausstellung:https://zkm.de/de/ausstellung/2021/03/barabasilab-hidden-patterns

Mi – Fr, 10 – 18 Uhr Sa & So, 11 – 18 Uhr

Karlsruhe

23.06.2021
"... ein rühmlich bekannter Kupferstecher". Ludwig Buchhorn (1770-1856) - Halberstadt, Dessau, Berlin

Im vergangenen Jahr haben wir sie kurzfristigst abgeblasen, nun zeigen wir sie eben zum 251. Geburtstag, die Ausstellung "... ein rühmlich bekannter Kupferstecher". Ludwig Buchhorn (1770-1856) - Halberstadt, Dessau, Berlin (8. Mai bis 8. Aug.)

Buchhorn zählt zu den bedeutendsten Künstlern, die im 18./19. Jahrhundert aus dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt kamen bzw. hier tätig waren. Die Ausstellung stellt ihn als feinfühligen Porträtisten mit Sinn für die Eigentümlichkeiten seiner Porträtgestalten, als flotten Zeichner und als Druckgrafiker von bemerkenswerter Vielseitigkeit und Virtuosität vor. Breiten Raum nimmt auch das Lebensthema des Künstlers, die Darstellung von Bettlerkindern ein. Die Ausstellung wurde gefördert vom Land Sachsen-Anhalt und wird gezeigt in Kooperation mit dem Stadtmuseum Berlin.

Di-So 10.00 - 16.00 Uhr

Halberstadt

23.06.2021
Jarosław Modzelewski "Die Gleichgültigkeit der Welt"

Kunstausstellung: Jarosław Modzelewski. Die Gleichgültigkeit der Welt

Jarosław Modzelewski — Maler, Zeichner, Pädagoge. Ein Klassiker der polnischen Gegenwartsmalerei. Er arbeitet an der Warschauer Kunstakademie, wo er die Malerei-Werkstatt (Pracownia Malarstwa) leitet. In den 1980er und 1990er Jahren Mitglied von GRUPPA, einer Künstlergruppe, die mit der Strömung der neuen Expression assoziiert wird.

Die Ausstellung „Die Gleichgültigkeit der Welt” zeigt Gemälde von Jarosław Modzelewski aus den Jahren 2014-2020. Sie erzählt vom Menschen, von der Landschaft und von der vergehenden Zeit. Der Titel verweist auf die Haltung des Malers als Beobachter, der auf seine Notizen und Skizzen aus dem Alltag zurückgreift. Die für den Künstler typische „achtsame” Wahrnehmung der Welt ist uns heute, in Zeiten von Pandemie-Beschränkungen und erzwungener Isolation, allen vertrauter. Markenzeichen seines individuellen Stils sind Licht und Farbe, die er unter anderem durch die traditionelle Technik der Eitempera hervorbringt.

Krzysztof Morcinek, Kurator

Wir laden Sie herzlich zum Ausstellungsbesuch ein: Di – Fr 11.00 – 17.00 Uhr 
Wir bitten um vorherige Anmeldung unter:Tel. 0211 866 96 20 oder duesseldorf@instytutpolski.pl

Bild: Jarosław Modzelewski: Was? Ein Ein-Mann-Staatsbetrieb? Womit? Da hast du dir was eingebrockt. 2015 © Jarosław Modzelewski

Siehe unsere Internetseite: www.instytutpolski.pl/duesseldorf

Düsseldorf

23.06.2021
Polish Art Traces In Düsseldorf

Mit dem neuen Veranstaltungsformat EUROPE IN THE CITY feiert die Stadt Düsseldorf vom 1. bis zum 9. Mai 2021 die europäische Idee von Vielfalt, Solidarität und Offenheit. In diesem Rahmen können Bürgerinnen und Bürger Düsseldorf als europäische Stadt erleben und europabezogene Angebote und Veranstaltungen entdecken, pandemiebedingt vermehrt in Digitalformaten, aber auch in gedruckter Form.

Wir – Polnisches Institut Düsseldorf, Made in Dialog e.V. und Curated Affairs – freuen uns, mit unserer Postkarten-Gruß-Serie: POLISH ART TRACES IN DÜSSELDORF, Teil der Veranstaltung zu sein.

Zwölf Düsseldorfer Künstlerinnen, die in Polen geboren sind oder polnischstämmige Eltern haben, teilen mit uns ihre Kunstwerke auf Postkarten. Wir sind selbst überrascht, wie kraftvoll die Arbeiten wirken, die in unterschiedlichen Techniken geschaffen sind. Darunter: Zeichnung, Fotografie, Malerei, Performance und Skulptur. Eine bunte Vielfalt und Offenheit, so wie die Künstlerinnen selbst.

Die Idee ist, dass man in dieser kontaktbeschränkten Zeit diese Postkarten nutzt um seinen Bekannten, seiner Familie und seinen Freunden auf den ganzen Welt einen lieben, herzlichen Grüß, eine schriftliche Umarmung („printed Hugs“) oder auch einen positiven Gedanken aus Düsseldorf zuschickt. In der Pandemie-Zeit brauchen wir besondere Emotionen, die nicht über das Internet zu erreichen sind, sondern eher traditionell per Post. Hängt man sich diese Postkarte beispielsweise an den Kühlschrank, kann man jeden Morgen darauf schauen und möglicherweise die Nähe zu unseren Mitmenschen spüren.

Die Postkarten können Sie ab dem 1.Mai bei uns im Institut oder in anderen städtischen kulturellen Institutionen, die seit vielen Jahren unsere Partner sind, wie: das Rathaus, die Kunsthalle, das Hetjens Museum, das Filmmuseum, das Henrich-Heine-Institut, das Stadtmuseum usw. finden und kostenlos mitnehmen.

Die teilnehmenden Künstlerinnen sind: MAESS ANAND / KATARZYNA CUDNIK /ANGELIKA FOJTUCH / RENATA JAWORSKA / HALINA JAWORSKI / JOANNA KISCHKA / ANETTA KÜCHLER-MOCNY / CLAUDIA MANN / EWA PSZCZULNY / MORGAINE SCHÄFER / ANNA TATARCZYK / ANGELIKA J. TROJNARSKI

https://maess.eu / http://cudnik.de/ http://angelikafojtuch.net/wp/ / www.renata-jaworska.de / www.joannakischka.com / www.anetta-k-m.de / www.claudiamann.net / www.ep-photos.com / https://morgaineschaefer.com / http://anna-tatarczyk.de/ www.trojnarski.com

Veranstalter: Polnisches Institut Düsseldorf / Made In Dialog – Freundeskreis des Polnischen Instituts Düsseldorf e.V. / Curated-Affairs / Landeshauptstadt Düsseldorf
www.Curated-Affairs.de   / www.instytutpolski.pl/duesseldorf

https://www.duesseldorf.de/internationales/veranstaltungen/veranstaltungen-detailseite/newsdetail/europe-in-the-city-1.html

Siehe unsere Internet-Seite: www.instytutpolski.pl/duesseldorf

Düsseldorf

23.06.2021
Tadeusz Rozewicz "Unser älterer Bruder"

Tadeusz Różewicz: Unser älterer Bruder. Eine Text-Collage
Neuerscheinung im März 2021!

Tadeusz Różewicz (1921–2014), einer der großen polnischen Lyriker, hat in dieser ergreifenden Anthologie seinem älteren Bruder Janusz (1918–1944) ein literarisches Denkmal gesetzt. Janusz, der für ihn eine wichtige Vorbildfunktion hatte, wurde wegen seiner Untergrundaktivität während des Krieges von den Deutschen verhaftet und ermordet. Der Band enthält Gedichte, Prosafragmente und ausgewählte Briefe von Janusz, zahlreiche Erinnerungen an ihn sowie eine Reihe von Gedichten Tadeusz Różewiczs über seinen Bruder. Ergänzt durch Abbildungen entwirft diese Text-Collage das faszinierende Bild eines vielseitig begabten jungen Mannes, dessen Leben viel zu früh endete.

Tadeusz Różewicz
Unser älterer Bruder. Eine Text-Collage
Hrsg./ aus dem Polnischen von Bernhard Hartmann und Alois Woldan
Harrassowitz Verlag, Polnische Profile 11
Deutsches Polen-Institut Darmstadt
ISBN 978-3-447-11610-7 / E-Book: ISBN 978-3-447-39108-5
Herausgegeben in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Institut Düsseldorf
Erscheinungsdatum: März 2021.

In Buchhandlungen erhältlich.

Düsseldorf

23.06.2021
PIDcast#1 - Tadeusz Rozewicz „Unser älterer Bruder”

Willkommen zum 1. Podcast des Polnischen Instituts Düsseldorf
PIDcast#1 - Tadeusz Różewicz „Unser älterer Bruder”
Mit dem Übersetzer Bernhard Hartmann spricht unsere Literaturreferentin Monika Werner über das außergewöhnliche Buch – eine Collage aus Gedichten, Briefen, Prosastücken und Erinnerungen – ein beeindruckendes Porträt des Bruders von Tadeusz Różewicz - Janusz - eines jungen Mannes, den der Krieg aus dem Leben riss. Lesung: Julia Dillmann

PIDcast#1 -Tadeusz Różewicz "Unser älterer Bruder"
Unseren ersten PIDcast#1 widmen wir Tadeusz Różewicz, einem der bedeutendsten polnischen Lyriker und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Die Anthologie „Unser älterer Bruder. Eine Text-Collage“ hat er seinem Bruder Janusz (1918–1944) gewidmet.
Das Buch
Tadeusz Różewicz: Unser älterer Bruder. Eine Text-Collage
Aus dem Polnischen übersetzt von Bernhard Hartmann und Alois Woldan
Harrassowitz Verlag, März 2021
ISBN 978-3-447-11610-7 / E-Book: ISBN 978-3-447-39108-5
In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Polen-Institut Darmstadt und dem Polnischen Institut Düsseldorf
Mehr zum Buch und Autor unter: Mehr zum Buch Unser älterer Bruder

In unseren Podcasts sprechen wir mit interessanten Gästen aus der Kulturszene - über polnische Literatur, aktuelle Bucherscheinungen, neue Ausstellungen, Filme und vieles mehr.
Sie finden unsere PIDcasts bei https://polnischesinstitutduesseldorf.podbean.com/

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PIDcast#1
„Unser ältere Bruder. Einen Text-Collage“ von Tadeusz Różewicz
Gast: Bernhard Hartmann, der Übersetzer
Lesung: Julia Dillmann
Idee, Projektleitung und Moderation: Monika Werner
Produktion: Polnisches Institut Düsseldorf, 2021
Ton: Filip Jacobson

Online-Veranstaltung

Düsseldorf

23.06.2021
Takeover

Die Welt aus Kinderaugen sehen und verstehen – diesem Wunsch folgt die Ausstellung „Takeover“. Sie ist eine Zusammenarbeit des Gropius Bau mit der Stiftung Brandenburger Tor, der Kulturstiftung der Berliner Sparkasse.

 

Dunkle Räume, die Ausstellung als Spiel, das Zusammenwirken von Licht und Wasser, Bewegung und Schatten sowie das Zusammenspiel von Klang und Natur: Für diese Themen entschieden sich Berliner Grundschüler*innen und kuratierten ihre eigenen Ausstellungen mit Werken von Berliner Künstler*innen. Den Auftakt macht diesen Sommer die Picasso Grundschule mit „Takeover. Plastik hört auf Pilz“ auf dem Südplatz des Gropius Bau – mit den Künstler*innen Roberta Busechian und Tue Greenfort. Pilz versus Plastik oder Pilz als Plastik und kann man Natur eigentlich wachsen hören? Das ist hier die Frage.

 

„Ich wünsche mir, dass Pilze als Waffe gegen die Umweltverschmutzung eingesetzt werden können.“

— Alexandra, Wilma und Lilly, Picasso Grundschule

„Ich wünsche mir, dass man zu einem Kunstwerk eine Melodie hört.“

— Etienne, Picasso Grundschule

„Ich bin lebendig. Ich bin vielfältig. Ich bin ein Lebewesen.“

— Adrijan, Picasso Grundschule

 

Roberta Busechian

Biografie

Roberta Busechian (*1990, Triest, Italien) ist Klangkünstlerin und Forscherin. Seit 2014 lebt sie in Berlin und lehrt Theorie, Praxis und Aktivismus in der Klangkunst. Sie interessiert sich für das Zuhören und seine Auswirkungen. Dafür schafft sie gemeinsame Sammlungspunkte im Raum. Ihre Arbeit beschäftigt sich auch mit den technologischen Möglichkeiten durch Live-Streaming und die Zeitverschiebung virtuell verbundener Stadträume. Roberta Busechians Performances und Installationen wurden in Europa und in den USA präsentiert.

 

Tue Greenfort

Biografie

Tue Greenfort (*1973, Holbæk, Dänemark) studierte Kunst in Odense und an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule in Frankfurt am Main (bei Thomas Bayrle). Seine Arbeiten bewegen sich in dem Dreieck Mensch – Natur – Umwelt und verwenden verschiedene künstlerische Medien. Internationale Einzel- und Gruppenausstellungen machten seine Kunst bekannt. Von 2011–2013 war er Professor an der Funen Art Academy in Odense. Tue Greenfort lebt und arbeitet in Dänemark und Berlin.

 

 

Teilnehmende Berliner Schulen

48. Grundschule, Pankow

Carl-Humann-Grundschule, Prenzlauer Berg

Heinrich-von-Stephan-Gemeinschaftsschule, Moabit

Picasso Grundschule, Weißensee

 

Vermittler*innen: Hans Youssuf Kiesler, Kolja Kohlhoff, Merle Richter

Kuratorische Betreuung: Julia Moritz

Projektleitung Gropius Bau: Jenny Sréter

Projektleitung Stiftung Brandenburger Tor: Caroline Armand

Projektleitung Picasso Grundschule: Silke Kästner

 

Im Außenbereich des Gropius Bau durchgehend zu sehen; Soundinstallation von Mi–Mo, 10:00–19:00

Berlin

23.06.2021
Everything Is Just for a While

Für diese Ausstellung wurden ca. 1000 Stunden Filmmaterial aus öffentlichen und privaten Archiven gesichtet. Daraus wurden über 5 Stunden in Bild und Ton restauriert und zu drei Videoinstallationen montiert, die sowohl Nachrichten, Diskurs und Kunst aus 70 Jahren zeigen. Die 3-Kanal-Videoinstallation, die sich Kunstpositionen aus allen Festivalbereichen widmet (260'), reist chronologisch durch die Berliner Festspielgeschichte und wird zweimal täglich gezeigt.

 

Bislang kaum bekannte historische Videoaufnahmen aus eigenen, öffentlich-rechtlichen und privaten Archiven werden in „Everything Is Just for a While” anlässlich des 70. Geburtstags der Berliner Festspiele als kühner Zusammenschnitt präsentiert und laden zu einem neuen Blick auf heute immer noch verblüffende Kunstpositionen aus der ganzen Welt ein.

 

Labor und Experiment, Seismograf des Zeitgeists, Ausstellungsort und Debattierklub, Radical Art und Workshops für Jugendliche, Feuerwerk und Sport, wochenlang afrikanische Kunst, Städteplanung und Autor*innenförderung, Wissenschaftskolleg und Festumzug mit Wasserkorso und immer wieder Plattform der internationalen Kunstszene – all das waren die Berliner Festspiele in den vergangenen 70 Jahren. Im Geburtstagsjahr zeigt „Everything Is Just for a While” einen Zusammenschnitt aus bislang kaum bekannten Bewegtbildern, ein Spiegelkabinett der Erinnerungen. Die Videoinstallationen werden von einer Infowand gerahmt, die die Identität und die Geschichte der Berliner Festspiele veranschaulichen.

 

Die Videoinstallationen und Filme begutachten die Risse und Querschläger, die Extreme und Experimente der Festspielgeschichte und laden zur Erforschung der Frage ein, was diese vergangenen Orchester- und Jazzkonzerte, elektronischen Pionierarbeiten, Theateraufführungen, Stadtraumaktionen, Ausstellungen, Diskursreihen, Zirkusvorstellungen, Rituale, Tanzproduktionen, Jugendwettbewerbe, Kinoprojekte, Planetarienfilme, Künstler*innengespräche und Eröffnungsreden uns heute noch zu sagen haben. Das Wagemutige, das Out-of-the-box-Denken, die Bestrebung und Geduld zu sehen, was kommt und was wird, war unsere Ausrichtung bei der Recherche. Und sicher verrät die Art, wie wir unsere Geschichte betrachten und reflektieren, einiges darüber, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen.

 

So entstehen die Konturen einer niemals zu Ende erzählten Biografie einer Institution, die von zahllosen Mitarbeiter*innen und ihren höchst spezifischen Kompetenzen und Interessen geprägt wurde und wird. Der Strom an Ereignissen in dieser Erzählung erlaubt, einige Leitlinien im Engagement zu erkennen – die Beschäftigung mit Künstler*innen und Tendenzen in Osteuropa, Afrika, Amerika und Südostasien, mit der Geschichte der künstlerischen Avantgarden oder mit politischen Zäsuren prägen damals und heute die Festspielarbeit. Dreißig Jahre nach der Öffnung der Berliner Mauer ist rückblickend zudem der politische Gegensinn zur Situation in der DDR erkennbar. Die ursprüngliche Rolle als „Schaufenster des Westens“, aber auch die ständig wachsende Neugier auf andere Blickwinkel vieler nicht westlicher und indigener Kulturen und auf Strategien des nachhaltigen Wandels und des Umweltschutzes spiegeln sich in den Festivals und Programmen.

Mi bis Mo 10:00–19:00 Di geschlossen

Berlin

23.06.2021
“There is always Champagne in the Fridge. La Tentation d’Exister” Anh Doung Ausstellung

“Wenn ich mich selbst male, benutze ich einen echten Spiegel. Es ist also ein Spiegelbild des Spiegelbildes, also ist es tatsächlich mein wahres Ich“
ANH DUONG

Anh Duongs Porträts und Selbstporträts sind faszinierend, voyeuristisch, aufschlussreich und mysteriös, als ob sie etwas beobachten würden, das sich gerade entfalten wird. Der Betrachter sieht private Momente in intimen Räumen. Die Bilder erfassen eine bestimmte Stimmung oder Zeit im Leben des Künstlers, und dennoch müssen wir darüber nachdenken bzw. uns fragen, was dieser Moment oder dieses Kapitel bedeuten könnte. Die übertriebenen Augen fixieren unseren Blick und wir fühlen uns gefangen, durchbohrt, ausgesetzt, so nackt wie die Öle, die wir beobachten. Die Werke öffnen viele Türen und zeigen dabei aber noch mehr geschlossene auf, was sie umso verlockender und faszinierender macht.

Die Stillleben, die Duong auch als Selbstporträts bezeichnet, sprechen für eine Beziehung zum Selbst. Sie zeigen typische Objekte aus dem Umfeld einer Frau wie Schuhe, Parfums und Make-up, die das dekorative Umfeld einer modernen Frau darstellen und den Konsum, der sie umgibt, untermauern. Wie die Porträts sprechen diese Objekte von der Beziehung einer Frau zu ihrem Selbstbild. Wie wichtig ist dieses Umfeld, das sie so verführerisch dargestellt? Was auch immer sie über Frauen oder Identität im 21. Jahrhundert sagen mögen, Duongs rätselhafte Gemälde verführen und fangen den Betrachter immer wieder ein.

Über Anh Duong

Anh Duong wurde in Bordeaux, Frankreich, als Tochter eines vietnamesischen Vaters und einer spanischen Mutter geboren. Sie studierte Architektur an der Ecole des Beaux-Arts in Paris und tanzte bei der Franchetti Academy of Classical Dance. 1988 begann sie parallel mit einem Umzug nach New York zu malen.

Ihre einzigartige Perspektive wird nicht zuletzt von ihrer erfolgreichen Modelkarriere beeinflusst, in der sie mit den renommierten Fotografen Peter Lindbergh, Herb Ritts, Francois Halard und Patrick Demarchelier arbeitete, um nur einige zu nennen. Sie erscheint in zahlreichen Publikationen wie Vogue, Elle und Architectural Digest.

Bei ihren Selbstportraits konzentriert sie sich so auf ihr Thema, das sie Maltechnik selbst fast vergisst. Ihre Konzentration gilt gänzlich dem Porträt und hauptsächlich dem Selbstporträt, das sie täglich als Tagebuch gemalt hat.

Zu den früheren Aufträgen zählen Porträts für prominente Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter Susan Sarandon, Anjelica Houston, Diane von Fürstenberg, Domenico Dolce, Vincent Gallo, Aby Rosen und Marie von Thurn sowie Taxis. Zuletzt entwarf sie ein Wandbild für das neugestaltete Museum in der Freiheitsstatue in New York.

Über die Galerie Gmurzynska

1965 in Köln gegründet, ist die Galerie Gmurzynska seit über 50 Jahren eine der führenden internationalen Kunstgalerien, die sich sowohl auf Meisterwerke der klassischen Moderne als auch Nachkriegskunst spezialisiert hat. Die Galerie Gmurzynska ist weiterhin die wichtigste Galerie für Künstler der russischen Avantgarde und der frühen Abstrakten Kunst des 20. Jahrhunderts. Das Programm der Galerie ist darauf ausgerichtet, Ausstellungen historisch wichtiger Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts zu zeigen, begleitet durch die Publikation wissenschaftlicher Begleitkataloge.

 

 

täglich 11:00 -17:00 Uhr

Zürich

23.06.2021
FRAUKE BEECK: Ein Frauendenkmal ist nicht genug!

Vernissage am Freitag, 11.06.2021 um 20 Uhr
Einführung: Dr. Susanne Asche, Direktorin des Kulturamts Karlsruhe und 2. Vorsitzende des Vereins Frauen & Geschichte Baden-Württemberg e.V.

Anmeldung erforderlich unter gedok-karlsruhe@online.de oder Fon: 0721 / 37 41 37

Die Berliner Künstlerin Frauke Beeck ist 1960 in Bremen geboren und studierte Kunst und Biologie an der Leibniz-Universität Hannover. Seit 1993 zeigt sie ihre Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland und seit 1998 in China. Sie kuratierte mehrere Ausstellungen in China, Berlin und Bremen. Frauke Beecks künstlerische Tätigkeit ist breit angelegt. Es begann mit textilen Arbeiten und Stahlgeweben und weitete sich aus auf Wandbilder, Spraybilder, Collagen, Installationen, Objekte und die Herstellung von Funbags sowie den jährlichen Wümmekalender. Aktuell recherchiert und arbeitet sie zum Thema historische Frauendenkmäler im öffentlichen Raum.

Die Spraybilder von Frauke Beeck erinnern vordergründig an Graffiti, haben aber lediglich das Sprayen gemeinsam. Mittels Schablonen und Abdeckungen entstehen differenzierte Kompositionen von scharfen Abgrenzungen und malerischer Unbestimmtheit auf Papier, Metall, Acryl sowie gebrauchten Druckplatten und Textilien.

Für die Ausstellung in der GEDOK Galerie in Karlsruhe hat sich Frauke Beeck mit Frauendenkmälern im öffentlichen Raum beschäftigt. Einigen dieser Portraits begegnen wir in der Ausstellung auf Augenhöhe und unmittelbar, nicht auf Sockeln stehend und nicht in typischer Heldenpose. Die Leistungen und persönlichen Schicksale dieser Frauen klingen an: ausgeprägte Arbeitshände von Mudder Cordes und Kleidung als Statussymbol bei Marga Berck. Mehr als 50 kleine Spraybilder zeigen Frauendenkmäler aus Bremen, Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Brandenburg und Bayern. In Karlsruhe steht das Denkmal der Großherzogin Luise von Baden – IST EIN FRAUENDENKMAL GENUG ?

Während ihres Aufenthaltes in Karlsruhe wird sich die Künstlerin den historischen Frauendenkmälern in Baden-Württemberg widmen.

Falls es durch Corona-Verordnungen Einschränkungen gibt, können Besucher*innen die Ausstellung nach Terminabsprache einzeln besichtigen
Mo bis Fr von 15.00–19.00 Uhr.

Mi bis Fr 17.00-19.00 Sa, So 14.00-16.00

Karlsruhe

23.06.2021
ANTONY GORMLEY

Das SCHAUWERK Sindelfingen zeigt ab 13.06.2021 eine umfangreiche Einzelausstellung des britischen
Bildhauers Antony Gormley (*1950 London). Ausgezeichnet mit dem Turner Prize und dem Praemium
Imperiale zählt er zu den wichtigsten Künstlern der Gegenwart. Mit rund 30 Werken aus der Sammlung
Schaufler und aus dem Studio des Künstlers – darunter Arbeiten, die bisher nie öffentlich zu sehen waren –
ist es die bedeutendste Werkschau Gormleys, die je in Deutschland zu sehen war.

 

Zentrales Thema von Gormleys Schaffen ist der Mensch und seine Beziehung zum Raum. Ausgehend von
seinem eigenen Körper, den er als Material, Werkzeug und Motiv nutzt, zeigt er Figuren in unterschiedlichen
Zuständen: Enthüllung, Isolation, Herausschälen und Wachstum sind in der Ausstellung zu finden. Frühe
Skulpturen, wie die Bodenarbeit FLAT TREE (1978) und ONE APPLE (1982), zeigen Gormleys Interesse an Zeit
und ihrer Darstellung. 

 

Einige Werke sind umschlossen, andere offener und durchlässiger. Die fortwährende Infragestellung, wo ein
Körper beginnt und wo er endet, wird in Skulpturen erkundet, die sich von der Leere zur Masse entwickeln,
von der Linie zur Fläche, von der geradlinigen zur organischen Form und Struktur: von der fast gewichtslosen
linearen „Zeichnung im Raum“ bei FLARE II (2008) über die dichte Masse von CUMULATE (BREATHE II)
(2018) bis zur raumgroßen abgeschlossenen Dunkelheit von HOLD (2016). Drei großformatige
architektonische Werke – ROOM (1980), HOLD (2016) und MURMUR (2014) – stehen im Mittelpunkt der
Ausstellung und vermitteln zwischen dem individuellen Raum des Körpers und dem kollektiven Raum.

 

Nach der pandemiebedingten Verschiebung des Projekts im letzten Jahr, äußert sich der Künstler nun
begeistert über die Umsetzung ab Juni 2021: „Es freut mich, diese Ausstellung in den einzigartigen
ehemaligen Industriehallen des SCHAUWERK Sindelfingen zu machen. Die Räume sind großzügig, offen und
mit einem natürlichen Licht von oben erfüllt.“

Die Ausstellung zeigt Gormleys Transformation der Skulptur von rein materiellen und formalen Fragen hin zu
einer Erkundung des Lebens selbst. „Unser eigener Körper und seine Beziehung zu den ausgestellten Werken
ist ebenso Thema wie die Arbeiten selbst: der Körper als Behältnis, als Energiefeld, als Aggregat von Teilen, als
provisorischer Stapel, als Masse, als neuronales Netzwerk.” (Antony Gormley)

Di, Do 15:00-17:00 Uhr (öffentliche Führung) Sa, So 11:00-17:00 Uhr

Sindelfingen

23.06.2021
HfG Ulm

Mit der Ausstellung „HfG Ulm: Ausstellungsfieber“ widmet sich das HfG-Archiv dem Zusammenhang von Design und Ausstellungen. Die Präsentation ermöglicht einen neuen Blick auf die Designhochschule im internationalen Kontext. Im Mittelpunkt steht erstmals die Ausstellungstätigkeit der Hochschule, die wesentlich zu ihrer weltweiten Wahrnehmung beitrug.

Die zahlreichen Schul- und Auftragsausstellungen, die zwischen 1953 und 1968 von der HfG konzipiert und im In- und Ausland präsentiert wurden, finden besondere Beachtung. Unveröffentlichte Quellentexte und historisches Material, darunter Ausstellungsstände, Systementwürfe sowie Fotografien, veranschaulichen die Entwurfs- und Ausstellungspraxis der HfG. Otl Aicher spielte dabei in Theorie und Praxis eine maßgebliche Rolle. Besucher*innen sehen sich zurückversetzt in die 1950er und 60er Jahre, die Zeit eines grassierenden „Ausstellungsfiebers“, wie ein Zeitgenosse kommentierte. Nahezu jeder Bereich des alltäglichen Lebens wurde gestaltet und in Ausstellungen und auf Messen vorgestellt. Zu diesem Ausstellungsfieber trug die HfG wesentlich bei. Die Präsentation stellt diesen Anteil an der weltweiten Entwicklung erstmalig in den Fokus.

Als eine der einflussreichsten Gestaltungshochschulen des 20. Jahrhunderts war die HfG Wegbereiterin für das heutige Verständnis von Design als interdisziplinärer Praxis. Ihre Vorstellung von demokratischer Gestaltung, die sich im sogenannten „ulmer modell“. manifestiert, trägt die HfG über zahlreiche Ausstellungen in die Welt. Sie nutzte hochschulinterne Ausstellungen und Messeauftritte für große Firmen wie Braun, BASF oder SONOR als Experimentierfeld, um Ausstellungssysteme zu konstruieren und zu testen. Industriell gefertigte Messe- und Ausstellungssysteme etablierten sich in den 1960er Jahren zum Standard, die Ausstellungen der HfG tragen einen wichtigen Teil zu dieser Entwicklung bei.

Die Ausstellung „HfG Ulm: Ausstellungsfieber“ bildet den Abschluss des von der VolkswagenStiftung geförderten vierjährigen Forschungsprojekts „Gestaltung ausstellen. Die Sichtbarkeit der HfG Ulm“, das vom HfG-Archiv Ulm, von der Hochschule Pforzheim und der Folkwang Universität der Künste Essen gemeinsam getragen wird.

Di bis Fr 11 bis 17 Uhr, Sa und So 11 bis 18 Uhr

Ulm

23.06.2021
Albert Leo Peil

Erstmals wird in der kunst galerie fürth das bislang unentdeckte Werk des Zeichners Albert Leo Peil in einer umfassenden Ausstellung gewürdigt und einem breiten Publikum vorgestellt.
Albert Leo Peil (*1946 Blankenfelde, †2019 Lauf/Peg.) kam in den 1960er Jahren in die fränkische Kleinstadt Lauf an der Pegnitz. Er lernte Dekorateur und studierte später für kurze Zeit an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Die Versuche, seine Kunst einem breiteren Publikum bekannt zu machen, fruchteten zu Lebzeiten nicht. Hinter seinem exzentrischen Äußeren, das er etwa durch kostümartige Kleidung kultivierte, verbarg sich ein in Sprachen, Literatur und mythologischen Themen gebildeter Mann und zugleich ein ebenso virtuoser wie sensibler Zeichner.
Albert Leo Peil hinterließ ein immenses, hunderte Zeichnungen umfassendes Werk, das vermutlich ausnahmslos in seiner Mietwohnung entstanden ist und das er über Jahrzehnte zu einer atemberaubenden Perfektion trieb. Peil entwickelte eine Art zeichnerischen Pointilismus, bei dem sich aus feinsten Punkten, Kringeln und Linien die Motive formieren und bei dem sich wie von selbst das Blatt zu füllen scheint.
Im Zentrum der meisten Zeichnungen steht eine maskuline, im Profil gezeigte Halbfigur, die der Künstler in stilisierter und idealisierter Form darstellt und die er zum Träger von Virilität sowie von sexueller und kreativer Potenz macht. Die Blätter sind darüber hinaus voll symbolträchtiger Chiffren und handschriftlicher Notate mit unzähligen Verweisen in die Welt der Kreativität und elementarer Empfindungen. Albert Leo Peil schuf in seinen Zeichnungen eine Art Gegenwelt, ein stilisiertes Ideal, in dem er die Verschmelzung der Bereiche von Mode, Kunst, Musik und Literatur ins Bild setzt. Selbst die Rückseiten füllte und reicherte der Künstler mit seinen Ideen an. Sie spiegeln wie die durchgezeichneten Vorderseiten Momente von Bewunderung, Sehnsüchten und Schmerz.

Die Städtische Galerie zeigt die Ausstellung im Rahmen der 6. Biennale der Zeichnung der Metropolregion Nürnberg und in Kooperation mit dem Stadtarchiv Lauf an der Pegnitz sowie Delmes & Zander, Cologne, die zahlreiche Leihgaben zur Verfügung stellen.

Abb.: Albert Leo Peil, Modemeister Stamm zu Nürnberg Junior (Maison des Modes), 1989, Tusche und Farbstift auf Papier, 32 x 24 cm, Foto: kunst galerie fürth

Mi-Sa 13-18 Uhr So und Feiertag 11-17 Uhr

Fürth

23.06.2021
Philipp Franz von Siebold – Flora Japonica (1835-1870) gestern und heute

 


In einem prachtvoll illustrierten Tafelwerk – der ‚Flora Japonica‘ – stellte Philipp Franz von Siebold ab 1835 die Pflanzenwelt Japans umfassend vor. Viele, uns heute wohlvertraute Blumen, Büsche und Bäume hat der Würzburger Forscher aus Fernost erstmals in den europäischen Gartenbau eingeführt – zu einer Zeit, als „Blumisten“, Züchter und Parkbesitzer um Exotik wetteiferten. Die Entstehungsgeschichte des kostspieligen Druckprojekts von der getrockneten Originalpflanze über kunstvolle Aquarellskizzen bis hin zur handkolorierten, großformatigen Lithographie ist nicht weniger faszinierend als der Blick der Zeitgenossen auf die Schönheit der bis dahin weitgehend unbekannten Natur Japans. Doch auch heute noch inspirieren Siebolds botanische Tafeln wie auch die lebenden Pflanzen selbst Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt, etwas von deren Zauber und natürlicher Ästhetik einzufangen.

Die Würzburger Ausstellung mit zahlreichen Leihgaben aus privaten und öffentlichen Sammlungen ist im Siebold-Museum in der Frankfurter Straße 87 zu sehen. Das Museum ist täglich außer Montag von 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet.

An den Wochenenden und auf Anfrage gibt es Führungen durch die Ausstellung. Ein Ausstellungskatalog ist in Vorbereitung.

Würzburg

23.06.2021
14:30 Uhr
BroFi Streaming Show - Unterstützerticket
BroFi Streaming Show
powered by Stadtwerke Flensburg

Donnerstag 17.06.2021 um 19:30 Uhr – danach bis Donnerstag 24.06.21 um 19:30 Uhr buchbar

1996 begann eine neue Zeitrechnung am norddeutschen Comedy Himmel. Berta
Broschmann & Frieda Finke waren von ihren Schöpfern Dirk Magnussen und Michael
Wempner erschaffen worden und bauten sich in kürzester Zeit einen wachsenden Fan-Kreis
auf. Mit skurril-kabarettistischen Sketchen entwickelte das Duo ein abendfüllendes Late-
Night-Programm mit dem Titel „Wo wir sind ist vorne“ und begeisterte damit ihr Publikum
auf den NDR Comedy Tagen, der Kieler Woche und auf vielen Bühnen im hohen Norden.
2003 wurde der Musiker Holger Obbelode für einen Gastauftritt dazu geholt und blieb. Als
Trio entfachen sie in ihren Shows seither ein Feuerwerk mitreißenden Humors und servieren
komödiantische Kuriositäten auf ihre unnachahmliche BroFi-Art. Für das aktuelle Streaming
lädt das Trio ihr Publikum zu einem einzigartigen Medley der guten Unterhaltung ein. Aus
einem Füllhorn von über 100 Nummern präsentieren die drei Künstler via Internet ihre
skurrilen Parodien, satirischen Songs und selten gezeigten Kabinettstückchen aus dieser
kreativen Schaffenszeit. Weitere Infos unter:
http://www.brofi.net

So einfach geht´s:
1. Termin im Kalender eintragen.

2. Am Tag der Vorstellung kurz vor Start den YouTube-Kanal von Broschmann & Finke aufrufen. (Klicken Sie dafür einfach auf den Link auf Ihrem print@home Ticket)

3. Zurücklehnen und die Vorstellung genießen. (Der Stream startet automatisch.)

Kaufen Sie ein Unterstützer-Ticket in der Höhe Ihrer Wahl. Die Tickets stehen ab dem Veranstaltungstag für eine Woche zum Kauf bereit.

Flensburg

23.06.2021
19:30 Uhr
Tickets
ab 10,00 €
Germanenmythos und Kriegspropaganda. Der Illustrator Wilhelm Petersen (1900–1987)

National-konservativ geprägt, orientierte Wilhelm Petersen sich bereits in den 1920er Jahren an völkischen Ideologien. 1933 trat er in die NSDAP ein. Durch Alfred Rosenberg massiv gefördert, wurden seine Werke in Ausstellungen, als Illustrationen und Kunstdrucke vermarktet und von führenden Nationalsozialisten erworben. Seine Bildmotive prägten die Vorstellung von vor- und frühgeschichtlichen Germanen und „nordischen Idealfiguren“. 1938 verlieh ihm Adolf Hitler den Professorentitel. Als Kriegszeichner der Waffen-SS trugen Petersens Zeichnungen dazu bei, den Mythos der Waffen-SS als kämpferische Elite zu verbreiten. Nach dem Krieg wurde er als einer der Zeichner der Igelfigur „Mecki“ für die  Zeitschrift „Hör Zu!“ bekannt. Bis zu seinem Tod 1987 distanzierte sich Wilhelm Petersen nicht von seiner Rolle als NS-Künstler, sondern blieb im Netzwerk ehemaliger Nationalsozialisten und Mitglieder der Waffen-SS fest verwurzelt.


Im Burgsaal der Wewelsburg
Eintritt frei

Di bis Fr 10-17 Uhr; Sa, So und Feiertage 10-18 Uhr; Mo geschlossen

Büren-Wewelsburg

23.06.2021
tanzhaus nrw Mediathek - Online-Veranstaltungen 20.06. - 30.06.2021
So 20.06. – Mi 30.06.

Willkommen in der tanzhaus nrw Mediathek! Die Spielzeit 2020/2021 startete mit einem sorgfältig ausgearbeiteten Hygienekonzept. „Yes! We´re Open“ freuten wir uns im Spätsommer und führten unser Publikum durch eine Art Flughafenterminal aus Wegeleitsystem und Desinfektionsspray sicher zur Aufführung in den Großen Saal. Wir kennen das Ende dieser Geschichte: Mit dem zweiten Lockdown musste auch das tanzhaus nrw Aufführungen in leiblicher Kopräsenz einstellen.

Um die Arbeit der Künstler*innen, mit denen wir in dieser Spielzeit zusammenarbeiteten, weiterhin zu unterstützen und zu ermöglichen, präsentierten wir das Programm ab Januar 2021 weitgehend online in

Livestreams und Streams. Entstanden ist ein digitaler Spielplan, von dem wir nun zum Ende der Spielzeit 2020/2021 noch einmal einen Auszug präsentieren. Haben Sie eine Folge verpasst? Kein Problem. In der tanzhaus nrw Mediathek finden Sie viele unserer Streams für kleines Geld für 10 Tage On-Demand. Falls Sie den Aufführungskonsum zuhause auf dem Sofa schön finden, können Sie die insgesamt fünf Folgen auch pausenlos bingen. Viel Spaß beim Ansehen!

Folge 1: „Now&Next“

Folge 2: Josep Caballero Garcia, Kamila Kurczewski und Schüler*innen des Wim-Wenders-Gymnasium „Hey du!“

Folge 3: Artmann&Duvoisin „Umzug in eine vergleichbare Lage“

Folge 4: SEE! „Superversammlung/superassemblage“

Folge 5: Reut Shemesh „COBRA BLONDE“

Den Zugangscode finden Sie auf Ihrem Ticket.



Sun 20.06. – Wed 30.06.

Welcome to the tanzhaus nrw Media Centre! The 2020/2021 season started with a meticulously prepared hygiene concept. “Yes! We’re Open”, that is how we rejoiced in late summer, guiding our audience through some sort of airport terminal of signposts and disinfectant before securely landing at the performance on the big stage. We already know the end of that story: With the second lockdown, tanzhaus nrw, too, had to cease presenting performances in physical co-presence.
In order to continue supporting and enabling the work of the artists we collaborated with during this season, we started presenting the programme mainly online during live streams and streams, starting in January 2021. Emerging from this was a digital programme of which we will present an excerpt now, as the 2020/2021 season draws to a close. Did you miss an episode? No problem. You will find a number of our streams in our tanzhaus nrw Media Centre during a ten-day period, for a small fee. If you enjoy consuming the performances at home on the couch, you may also binge watch all five episodes uninterruptedly! Have fun while watching!

Episode 1: „Now&Next“

Episode 2: Josep Caballero Garcia, Kamila Kurczewski und Schüler*innen des Wim-Wenders-Gymnasium „Hey du!“

Episode 3: Artmann&Duvoisin „Umzug in eine vergleichbare Lage“

Episode 4: SEE! „Superversammlung/superassemblage“

Episode 5: Reut Shemesh „COBRA BLONDE“

You will find the access code on yout Ticket.
Zheng Bo

Als In House: Artist in Residence 2020 beschäftigte sich der Künstler und Theoretiker Zheng Bo mit der Frage, wie Pflanzen Politik machen. Seine Ausstellung "Wanwu Council 萬物社" knüpft 2021 an die Themen an, die Zheng Bo während seines einjährigen Aufenthalts im Gropius Bau entwickelt hat.

Der daoistische Begriff Wanwu lässt sich als „zehntausend Dinge“ oder „Vielzahl von Ereignissen“ übersetzen und steht so für die unendlichen Möglichkeiten des Lebens in all seinen Formen. Im Rahmen der Ausstellung wird das erste Kapitel seines in Berlin und Brandenburg gedrehten Films "The Political Life of Plants 植物的政治生活" (2021) zu sehen sein, der Gespräche mit Ökolog*innen dokumentiert und mit experimentellen Szenen kombiniert. Die Serie "Drawing Life 寫生" (2020–21) versammelt Zeichnungen von vermeintlichem Unkraut und Bäumen, denen Zheng Bo in den 24 Halbmonaten des Lunisolarkalenders begegnet ist. Die Praxis des regelmäßigen Zeichnens zielt darauf ab, sich diesen verwandten Wesen anzunähern. "Wanwu Council 萬物社" setzt diese Annäherung fort: Die Ausstellung wuchert über den Gropius Bau hinaus in den „Gropius Hain“, wie Zheng Bo die Gemeinschaft von Platanen auf der Westseite des Gebäudes nennt.

Kuratiert von Stephanie Rosenthal mit Clare Molloy

Freitag bis Mittwoch 10:00 bis 19:00, Donnerstag 10:00 bis 21:00, Dienstag geschlossen

Berlin

23.06.2021
Der singende und klingende Bauernhof - Ein interaktives Liedertheater mit Schauspielern und Figuren für Kinder ab 4
Die kleine Luca ist ein stilles Kind und ein bisschen schüchtern. Da ist es gar nicht so einfach, wenn man auf den singenden und klingenden Hof von Bauer Bolle kommt, wo den ganzen Tag fröhlich gesungen und getanzt wird. Kartoffel Kurt liebt Musical, Schwein Schwuz mag Country-Musik und Hahn Konstantin ist Schlager-Fan. Doch dann fällt Bauer Bolle in den Teich und wird krank, und Luca muss sich allein um den Hof kümmern – die Kuh melken, die Hühner füttern, das frische Heu wenden. Zum Glück helfen ihr die Tiere und die Kinder aus dem Publikum! Und dann hat sie die rettende Idee, die den Bauern wieder gesund macht. So entdeckt Luca, was alles in ihr steckt. Der Bauernhof ist ein grosses Abenteuer, an dem sie Stück für Stück wächst. Ihre Sensibilität und Phantasie werden gebraucht, und sie versteht: »Jeder ist anders, und hey- ich bin okay.«

Dieses neue interaktive Liedertheater des mehrfach preisgekrönten Theater Sturmvogel bezieht die kleinen Zuschauer wie immer voll ins Geschehen ein. Die Ideen und Kommentare der Kinder werden von den Schauspielern spontan aufgenommen, und dazu gibt es fröhliche Lieder mit Live-Musik, die zum Mitsingen und Mitbewegen animieren. Und am Ende musizieren Schauspieler und Kinder gemeinsam im grossen Gemüse-Orchester - da heisst es: auf Möhrenflöten blasen, auf Kürbissen trommeln und ins Gurkophon tuten!
Mit liebevollen Figuren und aufwändigen Kostümen wird die bunte Welt des Bauernhofs auf der Bühne zum Leben erweckt, und alle haben richtig Spass.

Ein Stück übers Anderssein, innere Kraft finden und das Landleben

abgesagt
Genie und Verbrechen
Irgendwo in den Weiten Amerikas steht ein Motel, einst Filmkulisse für Calamity Jane und Quentin Tarantino. Hier treffen verzweifelte Verlierertypen aufeinander, die sich auf ihren kriminellen Wegen verirren. Ihre Versuche, sich irgendwie über Wasser zu halten, gehen immer schief, und das mit anzusehen, ist gleichermaßen zum Lachen wie zum Weinen. Shirley zum Beispiel steht ziemlich weit oben in der Verbrecherhierarchie, ist aber abhängig von Big Boss und zwei unfähigen Ganoven, die nichts auf die Reihe kriegen. Rolly lebt seit 35 Jahren das Leben eines Verbrechers, aber mit Prinzipien! Denn er ist gegen Körperverletzung. Er und sein Sohn Stevie sollten ein Restaurant abfackeln, doch wegen der Prinzipien haben sie nur die Köchin gekidnappt: Amanda. Dummerweise – so stellt sich heraus – ist sie die Tochter von Big Boss. Amanda entkommt und verfolgt unbeirrbar ihr Ziel, frei und unabhängig zu werden. Mit Frauenpower geht’s zur Sache. Amanda übernimmt die Führung der Bande im Motel Gestrandeter und entwickelt einen genialen Plan: ihren verhassten Vater umbringen, dessen Nachfolge antreten, sein kriminelles Reich regieren. Das Ding mit der Gewaltlosigkeit muss ignoriert werden: „Wer schlapp macht, kriegt einen Tritt in die Eier und verliert sein Herz.“

Unter dem Titel „Suburban Motel“ verfasste der kanadische Autor George F. Walker eine sechsteilige Kriminalgroteske. Deren dritter Teil „Genie und Verbrechen“ entstand 1997. Nach dem Screwball-Prinzip sorgen vor allem die wortspielwütigen Dialoge für Spaß und beste Unterhaltung und trotzen dem Desaster, in das die abstruse Story mündet. Das Scheitern der fünf Helden ist tragisch, denn sie scheitern wegen ihrer Nettigkeit, ihrer Gewaltlosigkeit und ihres Mitleids. Nicht Dummheit, sondern Pech verbindet sie. Pech und die Traurigkeit, dass sie nicht gut sein können in der Welt der Armen.
Stadtführung durch die Historische Altstadt im Nordseebad Otterndorf
Gehen Sie – gemeinsam mit fachkundigen Gästeführern – auf Spurensuche durch unser jahrhundertealtes Nordseebad und genießen Sie das Flair in der historischen Altstadt.

Jede teilnehmende Person ist verpflichtet, während der Stadtführung eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und es gelten die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln.

Erfahren Sie auf der Stadtführung allerlei Wissenswertes über Otterndorf und die Historie der Stadt. Wussten Sie beispielsweise schon, dass Otterndorf früher einmal zu Sachsen gehört hat und mehr durch Pech an Hannover ging? Oder warum Otterndorf schon im Jahr 1400, kurz nach der „Gründung“, das Stadtrecht erhielt? Was es damit auf sich hat und welche Geheimnisse sich noch in der Historie und in der Altstadt Otterndorfs verstecken, verraten Ihnen unsere Stadtführer gerne bei einer unserer Stadtführungen. Dabei erfahren Sie selbstverständlich nicht nur viel Interessantes über Otterndorf als Stadt, sondern auch über das Leben damals und Spannendes über das Heute.

Die Stadtführungen führen durch die historische Altstadt mit Ihren Kopfsteinpflaster-Gässchen (ca. 1,5 km Wegstrecke) und dauern in etwa 90 Minuten. Markante Anlaufstellen auf den Führungen sind oft das Historische Rathaus und die rundherum stehenden, für die Region und Historie bedeutenden, Bauten (u.a. Landratsamt und das Kranichhaus), der Kirchplatz mit der eindrucksvollen St. Severi-Kirche und dem Himmelreich, der Hafen (Großer Specken), das Schloss mit dem Torhaus und Gefängnis sowie der Norder- und Süderwall mit dem Lusthäuschen.

Jeden zweiten Mittwoch im Monat geht es immer mit dem Utröper, auch bekannt als Ausrufer, auf Geschichtsspaziergang. Gekleidet in historischer Montur, seinem Abbild auf dem Kirchplatz nachempfunden, sprachlich an das Original – Plattdeutsch – angelehnt, nimmt er alle interessierten mit auf Entdeckungstour durch die Otterndorfer Altstadt. Entdecken Sie mit ihm beispielsweise was sich hinter den Hexenbesen in den Häuserfassaden verbirgt und das wievielte Schloss da inzwischen im Schlosspark eigentlich steht.

Der vierte Mittwoch im Monat gehört dann immer Severus. Severus – ein Wollweber und Bischof – ist der Schutzheilige der Wollweber und Namensgeber der Otterndorfer St. Severi Kirche. Mehr als 1000 Jahre ist sein Name inzwischen fest mit dem Nordseebad Otterndorf verbunden. Doch warum wählten die Otterndorfer Bauern Severus zum Namensgeber ihrer Kirche und wie wurde aus einem einfachen Wollweber ein Bischof? Finde es heraus und begib dich zusammen mit der Wollweberin ins 4. und 11. Jahrhundert nach Christus. Wandelt auf den Spuren Severus‘ und denen der Hadler Bauern zur Zeit des Baus des Bauerndoms.

Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Bitte an die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln denken.
Kirmeskinder
+++ Die Veranstaltungsreihe "Kirmeskinder - Das Schülermusical für die ganze Familie" , die für den 21.-28.06.2020 in der Stadthalle Wilhelmshaven geplant war, wird auf den 20.-27.06.2021 verlegt. Tickets behalten Ihre Gültigkeit. +++

„Willkommen, hier im Paradies, wo täglich neues Zeug geschieht. Manchmal glaub ich, alles hier ist magisch.“

Seit mehr als 20 Jahren begeistern die Musicalproduktionen des Tanzstudios Let´s Dance Jung und Alt. Mit Tanz, Schauspiel und Gesang, zaubert Leiterin Sabrina Alexiadis mit der neuen Produktion „Kirmeskinder“ (Premiere: So., 20.06.2021, gefolgt von weiteren Vorstellungen) ein Feuerwerk von bunten Farben und schrägen Figuren auf die Bühne. Die Proben haben bereits begonnen: Mit mehr als 250 Beteiligten werden Choreografien geübt, Gesangsstücke geprobt und Szenen erarbeitet. Simon Kasper, musikalischer Leiter der Produktion, studiert mit einem 20-köpfigen Orchester etwa 20 Musikstücke ein. Die Zuschauer erwartet ein Knallbonbon aus Tanz, Gesang, Musik und Theater.

Der Förderverein des Tanzstudios Let´s Dance präsentiert ein buntes Potpourri, direkt vom Jahrmarkt. Also, alles einsteigen, bitte anschnallen und gut festhalten! Gleich beginnt die Fahrt!

Überall dort, wo sie gerade sind, riecht es nach Zuckerwatte, gebrannten Mandeln und unzähligen anderen Leckereien. Bunte Lichter und mitreißende Musik erfüllen Abend für Abend den Jahrmarkt, der von lauter schrägen Typen betrieben wird: Da sind die orakelnde „Bärtige Dame“, die stets zerstrittenen siamesischen Zwillinge Lenzi und Zenzi, ein offensichtlich zu groß geratener Zwerg und der termingeplagte Direktor samt haarigem Tiermensch. Mitten unter all diesen Freaks lebt der Waisenjunge Ben, der mit seinem Lachen jeden ansteckt. Zusammen mit seiner besten Freundin Ida versucht er dem eher mäßig besuchten Jahrmarkt neuen Schwung zu verleihen. Als die geheimnisvolle Nahla auftaucht, um als neue Praktikantin anzuheuern, scheint sich das Blatt zu wenden und mit dem Jahrmarkt geht es schlagartig bergauf. Während alle ganz hin und weg von ihr sind, beschleichen Ida und die Zwillinge hingegen Zweifel an Nahla´s bezaubernder Art und das nicht nur, weil sie Ben ganz ungeniert schöne Augen macht und er immer weniger Zeit für seine beste Freundin zu haben scheint. Als dann auch noch der unfreiwillig humorlose Baron Acidus auf den Plan tritt und Ben in seine Fänge gerät, ist die Sache klar: Sie müssen etwas unternehmen…

Das neue Musical „Kirmeskinder“ entführt mit Hilfe der kunterbunten Kirmesbewohner die Zuschauer in aufregende, unbekannte Welten und erzählt mit viel Herz und einer gehörigen Portion Witz vom Anderssein und von der magischen Kraft des Lachens.

Für den Erfolg der Produktion sorgen altbekannte Kooperationspartner von Let’s Dance, wie die IGS Wilhelmshaven, die Cäcilienschule, das Neue Gymnasium, das Kampfkunststudio Krebser, die BBS Wilhelmshaven, die Musikschule Wilhelmshaven, sowie die Wilhelmshaven Touristik und Freizeit GmbH.

die Veranstaltung ist abgesagt
Vitra Schaudepot Timeslots - Eintritt Sammlung
DE / EN / FR

Im Vitra Schaudepot präsentiert das Vitra Design Museum Schlüsselobjekte seiner umfangreichen Sammlung. Im Zentrum des Gebäudes, das von Herzog & de Meuron designt wurde, steht eine Präsentation von über 400 Schlüsselstücken des modernen Möbeldesigns von 1800 bis heute. Unter den gezeigten Objekten sind frühe Bugholzmöbel, Ikonen der klassischen Moderne von Le Corbusier, Alvar Aalto oder Gerrit Rietveld, aber auch bunte Kunststoffobjekte der Pop-Ära oder jüngste Entwürfe aus dem 3D-Drucker. Ergänzt wird diese Präsentation um kleinere Wechselausstellungen zu sammlungsbezogenen Themen. Im Untergeschoss bietet das Vitra Schaudepot Einblick in weitere Sammlungsschwerpunkte, darunter skandinavisches und italienisches Design, die Leuchtensammlung, die Sammlung des Eames Office und eine Rekonstruktion des Büros von Charles Eames. Das Schaudepot Lab, eine Materialbibliothek mit Informationen zu Herstellungsverfahren, Entwicklungsprozessen und ca. 350 Materialproben sowie 17 Prototypen, lädt zum Entdecken, Ertasten und Kennenlernen ein.

At the Vitra Schaudepot, which is designed by Herzog & de Meuron, the Vitra Design Museum presents key objects from its extensive collection, creating one the largest permanent exhibitions and research sites on contemporary furniture design. The central focus is a selection of more than 400 key pieces of modern furniture design from the 1800s until today, including early Bugholz furniture, iconic modernist pieces by Le Corbusier, Alvar Aalto or Gerrit Rietveld, but also more recent examples of 3D-printed objects and lesser-known or anonymous objects, prototypes and experimental models. The permanent exhibition is complemented by smaller, temporary presentations focusing on items of the stored collection. On the lower ground floor, the Vitra Schaudepot offers insight into the extensive collection of Scandinavian and Italian design, the collection of lighting as well as the Collection of the Eames office and a reconstruction of Charles Eames’ office. The Schaudepot Lab located on the same floor is a Material library with information on production procedures, development processes and approx. 350 material samples as well as 17 prototypes.

Au Schaudepot, conçu par les architectes Herzog & de Meuron, le Vitra Design Museum présente au public des objets majeurs de sa vaste collection. L’essentiel du Schaudepot est constitué d’une collection permanente, avec plus de 400 pièces majeures du design de mobilier moderne, de 1800 à nos jours. Parmi les objets exposés, on retrouve des meubles anciens en bois cintré, des icônes du moderne classique de Le Corbusier, Alvar Aalto ou Gerrit Rietveld, mais aussi des objets en tissus colorés de la période pop ou de récents projets en impression 3D. Cette présentation sera complétée par de petites expositions temporaires dans des thématiques liées à celles des collections, à commencer par un aperçu du mouvement « Radical Design » des années 1960. Au sous-sol, le Schaudepot explore d’autres grands axes d’exposition, comme les designs scandinave et italien, la collection de luminaires et la Collection de Charles & Ray Eames.

Online-Verkauf für diesen Termin nicht mehr möglich, bitte wählen Sie einen anderen Termin.
German Design 1949–1989: Two Countries, One History - Eintritt Sonderausstellung
DE / EN

Geprägt durch Bauhaus und Werkbund, erlangte deutsches Design zu Beginn des 20. Jahrhunderts weltweite Bedeutung. Nach 1949 nahm es einen wohl einzigartigen Verlauf: in den zwei Teilen des gespaltenen Landes setzte sich die Entwicklung der Vorkriegszeit unter völlig unterschiedlichen Vorzeichen fort. Das Vitra Design Museum präsentiert vom 20. März bis 5. September 2021 die Ausstellung »Deutsches Design 1949–1989. Zwei Länder, eine Geschichte«, die mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung erstmals die deutsche Designgeschichte der Nachkriegszeit in einer großen Gesamtschau untersucht. Dabei werden die unterschiedlichen Lebenswelten auf beiden Seiten der Mauer deutlich, aber auch die vielen Parallelen und Querbezüge, die das Design in Ost und West verbanden.

Driven by the Bauhaus and Werkbund movements, German Design gained wide recognition in the early twentieth century. After 1949, its development followed a unique path as designers in the divided nation continued working under opposed political systems in East and West Germany. More than thirty years after the German reunification, the Vitra Design Museum presents the exhibition »German Design 1949–1989: Two Countries, One History« from 20 March until 5 September 2021. It is the first overview that explores German design on both sides of the Iron Curtain. While giving insights into the different design philosophies in the German Democratic Republic and the Federal Republic of Germany, it also reveals the many parallels and interrelations linking design in East and West during the nation’s divide.

Online-Verkauf für diesen Termin nicht mehr möglich, bitte wählen Sie einen anderen Termin.
Michael Köhlmeier: Die Märchen - Freiluft-Lesung, Reihe: Es grimmt
Wetter-Radar! Täglich um 15 Uhr lesen Sie auf unserer Homepage, ob die Veranstaltung vom Stadtgarten ins Literaturhaus verlegt werden muss.

Als Kind hat Michael Köhlmeier traditionelle Märchen gehört oder gelesen – heute schreibt er die Märchen unserer Zeit! Keine Nacherzählungen bekannter Stoffe, sondern eigene Geschichten. Von der traurigen Frau und dem neidischen Arzt, von Schneeblume und Kasgsichtl: „Wild, witzig und wuchtig. Schaurig und schön, mit einem Schuss Melancholie“ (Frankfurter Rundschau). Hinter sprechenden Tieren und schweigenden Menschen tönt die alte Frage aus dem „geheimsten aller geheimen Märchen“. Was ist aus den ersten Menschen geworden, nachdem sie aus dem Paradies vertrieben wurden? Denn weil sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute ... Michael Köhlmeier, bekannt als enthusiastischer Vermittler von Märchen und Sagen in Büchern, im Rundfunk und Fernsehen, liest und erzählt „Die Märchen“ (Hanser, 2020).

Verhext, verwandelt, verwunschen: An drei Tagen präsentiert die Freiluft-Lesereihe „Es grimmt“ Märchen und Fabeln in zeitgenössischem Gewand und verwandelt die Stadtgarten-Bühne in einen Märchen-Parcours. Es grimmt! Sagenhaft schön, fabelhaft bezaubernd in Lesung, Gespräch und Konzert. Für alle kleinen und großen Märchen-Fans.
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Foto: © Peter-Andreas Hassiepen

Eine Veranstaltungsreihe des Kinder- und Jugendliteratursommers 2020/21 der Baden-Württemberg-Stiftung,
http://www.literatursommer.de

Datum: 23.06.2021, 19:30 Uhr
Ort: Bühne im Stadtgarten
Eintritt: 9/6 Euro

Bei Blitz und Donner finden die Veranstaltungen im Literaturhaus statt; Wettertelefon: 0761/28 99 89; online unter: http://www.literaturhaus-freiburg.de

Lesung
Junges Literaturhaus

Freiburg im Breisgau

23.06.2021
19:30 Uhr
Tickets
ab 9,00 €
Fee Badenius & Band
Kultur querbeet präsentiert in der Reihe "Pastinaken & Poeten": Fee Badenius

*** Beginn wegen des EM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft bereits um 19 Uhr, Einlass: 18 Uhr. ***

Fee Badenius wandelt auch in ihrem neuen Programm zwischen den Welten, sowohl musikalisch, als auch textlich. Ihre Lieder pendeln zwischen Sehnsucht und Melancholie, zwischen Zartheit und Stärke, haben aber auch immer Bodenhaftung und intelligenten, hintersinnigen Witz. Dabei sind es vor allem der charmante Vortrag und die anschmiegsame Stimme, die bereits unzählige Zuschauer im ganzen deutschsprachigen Raum
begeistert haben.

Fee Badenius hält uns und sich selbst den Spiegel vor, zertrümmert ihn aber nicht, sondern malt mit einer ordentlichen Portion Optimismus ein Lächeln auf die beschlagene Scheibe. Mit großer musikalischer Vielfalt und Spielfreude unterstützen sie ihre hervorragenden Musiker. Die Band um Fee Badenius macht aus kleinen Melodien große Hymnen und aus einfachen Liedern Musik, irgendwo zwischen Liedermacher, Pop und Jazz, einfühlsam und leidenschaftlich, aber vor allem immer so, dass das große Ganze sinnvoll unterstützt wird. Wer ein Konzert von Fee Badenius besucht, schließt sie und ihre Band ins Herz und erlebt einen Abend, der Kopf und Herz gleichermaßen zum Klingen bringt.

Oder, wie es der Liedermacher Stephan Sulke sagte:
"Sie ist ein bildhübsches, absolut süßes Ding, das man in die Vitrine zum Anbeten stellen möchte, sie hat einen Humor, der das Gift zweier schwarzer Mambas ersetzt, sie ist sturz-blitz-gescheit – und das Wichtigste, sie wickelt das Publikum um den Finger zum Neidischwerden. Sie hat einen Stil gefunden, irgendwo im Niemandsland zwischen Satire, Chanson und Wehmut.“

Gefördert von der BKM und der Initiative Musik im Rahmen des Förderprogramms "Neustart Kultur".
Gesponsert von der SVO, vielen Dank!

*** Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise: ***
Die Veranstaltung findet bei (nahezu) jedem Wetter unter freiem Himmel statt.
Sie werden in der Reihenfolge Ihres Erscheinens platziert.
Bitte informieren Sie sich tagesaktuell auf
http://www.kultur-querbeet.de, ob und unter welchen Voraussetzungen die Veranstaltung stattfinden kann.
Bitte beachten Sie die tagesaktuell geltenden Hygieneregeln.
Es erfolgt eine Besucherdokumentation. Bitte halten Sie am Einlass nach Möglichkeit die Luca App bereit.

Einlass: 18:00 Uhr

Celle

23.06.2021
19:00 Uhr
Tickets
ab 23,00 €
Strandbad Langener Waldsee - Tageskarte
Achtung: Die Zufahrt zum Strandbad mit dem KFZ ist nur mit einem gültigen Online-Parkticket möglich.
An den Kassen können keine Eintritts- oder Parktickets erworben werden. Sollte das Kontingent an Parkplätzen erschöpft sein, ist auch dann eine Anreise mit dem KFZ ohne gültigem Ticket nicht möglich.

Im Strandbad Langener Waldsee stehen 700 Parkplätze zur Verfügung. Ab 18.00 Uhr werden nach vorheriger Überprüfung weitere Parkplätze für Feierabendschwimmer freigeschaltet.

Grundsätzlich gelten die aktuellen AHA-Regeln.

Der Zeltplatz und die Wohnmobilstellplätze sind geschlossen.

Die Sonnensegel stehen jedoch nicht zur Verfügung, da hier die Gefahr besteht, dass sich viele Personen auf engem Raum konzentrieren. Die Beachvolleyballfelder, Tischtennisplatten, das Kletterschiff und die anderen Kinderspielgeräte können genutzt werden.

Der FKK-Bereich im Strandbad ist unter Einhaltung der Corona-Regeln uneingeschränkt nutzbar.

Die Rettungsinseln im Waldsee bleiben zugänglich, dürfen jedoch nur von maximal vier Personen gleichzeitig genutzt werden.

Der Waldseebus fährt in dieser Saison nicht, um die Gefahr von Gedränge in den Fahrzeugen auszuschließen.

Kein Anspruch auf Ersatz oder Kostenrückerstattung auch bei höherer Gewalt.

Keinen Eintritt zahlen Schwerbehinderte mit Merkzeichen B und deren Begleitperson, soweit eine Begleitperson im Schwerbehindertenausweis eingetragen ist. Es besteht eine Nachweispflicht vor Ort. Bei der Anreise mit einem KFZ muss trotzdem ein gültiges Online-Parkticket erworben werden. Ist kein Parkticket mehr verfügbar, ist die Anreise mit einem KFZ nicht möglich.

Der Badebetrieb endet um 20:30 Uhr
Theater: Chaim und Adolf - Theater Lindenhof Melchingen
Eine Begegnung im Gasthaus

Von Stefan Vögel

Chaim Eisenberg, Israeli mit deutschen Wurzeln, kommt zum wiederholten Male zum Wandern ins Schwabenland. In dasselbe Dorf, in denselben Gasthof. Doch eines fehlt ihm in der Idylle: Ein adäquater Schachpartner. Laut Gastwirt Martin kommt dafür nur einer in Frage: der Bauer Adolf. Obwohl der Name bei Chaim Skepsis auslöst, lässt er sich auf
die Schachpartie ein und Adolf entpuppt sich als kluger und schlagfertiger Partner mit Witz und Humor. Mit dem gemeinsamen Spiel, welches von Gastwirt Martin aufmerksam verfolgt wird, beginnt gleichzeitig eine Spurensuche in die Vergangenheit. Verbindet die beiden etwa mehr als die Liebe für Springer, Bauer und König?

Mit leichter, spielerischer Hand wird eine einzigartige Liebesgeschichte in den Wirren des Zweiten Weltkriegs erzählt, die bis heute wirkt und in welche die beiden Schachspieler durch ihre Vorfahren verwoben sind. Das witzige, spannungsreiche und versöhnliche Stück von Stefan Vögel wird am Theater Lindenhof uraufgeführt.

Verlag: Thomas Sessler Bühnen- und Musikverlag GmbH

Gefördert im Sonderprogramm „Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Förderung von künstlerischen und kulturellen Projekten“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Dauer: 90 min, keine Pause
Es spielen: Martin Olbertz, Peter Höfermayer, Franz Xaver Ott
Regie: Franz Xaver Ott
Kostüme: Ilona Lenk
Musikalische Einstudierung: Markus Ege
Regieassistenz: Jakob Heim


Es gilt die 3-G-Regel. Zutritt haben nur Personen, die geimpft, getestet oder genesen sind. Bitte entsprechenden Nachweis mitbringen. Plätze werden zugewiesen. Maskenpflicht auch während der Vorstellung.
Souvenir de Florence - Streichsextette von Tschaikowsky & Dvorak
Frielinghaus Ensemble
Streichsextette Dvořák & Tschaikowsky



Antonín Dvořák Streichsextett A-Dur, op. 48
Peter Iljitsch Tschaikowsky Streichsextett d-Moll, op. 70 »Souvenir de Florence«


Frielinghaus Ensemble
Gustav Frielinghaus, Leonard Fu, Violine | Alejandro Regueira Caumel,
Sào Soulez Larivière, Viola | Oliver Léonard, Jakob Schall, Violoncello



Von der Elphi ins Stadthaus:

Seit der Eröffnungssaison ist das Frielinghaus Ensemble regelmässig in der Elbphilharmonie sowie in weiteren deutschen Konzertsälen zu Gast. Über die gerade veröffentlichte CD urteilte die Süddeutsche Zeitung mit „Leidenschaftlich und zart“ und Radio Bremen sprach von „unheimlicher Power und ganz viel Lust am Musikmachen“.

Erweitert man ein Streichquartett um eine Bratsche und ein Cello, verändert sich auch der Klang. Er wird dunkler, dichter, bisweilen fast sinfonisch. Kein Wunder, dass die Romantiker das Streichsextett besonders liebten. Die beiden Werke des Konzertabends kommen wie klingende Selbstporträts ihrer Schöpfer daher: Das überschäumend musikantische, vom böhmischen Volkston geprägte Sextett op. 48 von Dvořák und »Souvenir de Florence« von Tschaikowsky, das der russische Komponist in Erinnerung an einen Aufenthalt in der toskanischen Stadt schrieb und dessen schwelgerisches Melos von einer für ihn ungewöhnlichen Heiterkeit geprägt ist.

Jetzt ist das Ensemble um den Hamburger Geiger Gustav Frielinghaus, ebenfalls Primarius des Amaryllis Quartetts, live im Stadthaus Ulm zu erleben. Die Südwestpresse beschrieb das Spiel des Frielinghaus Ensembles als „leidenschaftsvoll“ und „mit vollem Risiko“.

Einlass: 18:30 Uhr
Christian Neef: Der Trompeter von Sankt Petersburg
Glanz und Untergang der Deutschen an der Newa

Einst war Sankt Petersburg eine schillernde Metropole, fünftgrößte Stadt der Welt und von Deutschen geprägt, wie keine andere. Deutsche Monarchen, Unternehmer und Künstler hatten der Stadt an der Newa ihr grandioses Gesicht gegeben. Mit der Revolution 1917 und Stalins Herrschaft ging diese Blütezeit dramatisch zu Ende. Der langjährige SPIEGEL-Korrespondent und Russlandkenner Christian Neef erzählt diese Tragödie am Beispiel von vier Lebensgeschichten, unter anderem des gefeierten Trompeters Oskar Böhme, der von Stalins Geheimpolizei erschossen wurde, der Apothekerdynastie Poehl und der Familie des Schauspielers Armin Müller-Stahl. Auf der Grundlage von bisher unbekannten Dokumenten verschränkt er auf kunstvolle Weise menschliches Schicksal mit den Stürmen der Weltgeschichte. Und er lässt eine Epoche wiederaufleben, die uns Deutschen viel näher ist, als wir ahnen. Christian Neef beschäftigt sich als SPIEGEL-Korrespondent seit über drei Jahrzehnten mit der Berichterstattung aus Russland bzw. der Sowjetunion, dem Kaukasus, Zentralasien und Osteuropa. Er arbeitete unter anderem 16 Jahre lang in Moskau, war zehn Jahre stellvertretender Auslandschef des SPIEGELs und gilt als ausgewiesener Experte für den Ukraine-Konflikt.

Eine Veranstaltung der Villa Esche/GGG
Mit freundlicher Unterstützung von ADLATUS AG und PŸUR-Tele Columbus AG

Einlass ca. 18.15 Uhr

Die Veranstaltung wurde verlegt. Der neue Termin wird noch bekannt gegeben.
Christian Neef: Der Trompeter von Sankt Petersburg
Glanz und Untergang der Deutschen an der Newa

Einst war Sankt Petersburg eine schillernde Metropole, fünftgrößte Stadt der Welt und von Deutschen geprägt, wie keine andere. Deutsche Monarchen, Unternehmer und Künstler hatten der Stadt an der Newa ihr grandioses Gesicht gegeben. Mit der Revolution 1917 und Stalins Herrschaft ging diese Blütezeit dramatisch zu Ende. Der langjährige SPIEGEL-Korrespondent und Russlandkenner Christian Neef erzählt diese Tragödie am Beispiel von vier Lebensgeschichten, unter anderem des gefeierten Trompeters Oskar Böhme, der von Stalins Geheimpolizei erschossen wurde, der Apothekerdynastie Poehl und der Familie des Schauspielers Armin Müller-Stahl. Auf der Grundlage von bisher unbekannten Dokumenten verschränkt er auf kunstvolle Weise menschliches Schicksal mit den Stürmen der Weltgeschichte. Und er lässt eine Epoche wiederaufleben, die uns Deutschen viel näher ist, als wir ahnen. Christian Neef beschäftigt sich als SPIEGEL-Korrespondent seit über drei Jahrzehnten mit der Berichterstattung aus Russland bzw. der Sowjetunion, dem Kaukasus, Zentralasien und Osteuropa. Er arbeitete unter anderem 16 Jahre lang in Moskau, war zehn Jahre stellvertretender Auslandschef des SPIEGELs und gilt als ausgewiesener Experte für den Ukraine-Konflikt.

Eine Veranstaltung der Villa Esche/GGG
Mit freundlicher Unterstützung von ADLATUS AG und PŸUR-Tele Columbus AG

Einlass ca. 15.30 Uhr

Die Veranstaltung wurde verlegt. Der neue Termin wird noch bekannt gegeben.
DARAUF HABEN WIR GERADE NOCH GEWARTET

Lange waren sie abgetaucht. Nun wagen sie sich wieder an die Oberfläche. Hat sich die Welt sehr verändert, gehören sie da noch hinein? Und passt die Welt noch zu ihnen? Ein bisschen fremd kommt sie ihnen schon vor, aber das kann auch an der Zeit liegen, die vergangen ist. Oder die Gewohnheit hat einfach ein bisschen Migräne.

Voll Neugier und Erwartungen macht sich die Expedition auf den Weg, kein Hindernis hält sie auf. Sie singen gegen den Lärm an und für die Sehnsucht, und sie versuchen dahinterzukommen, was wohl ihre Aufgabe sein könnte. Aber anscheinend kann ihnen da niemand wirklich weiterhelfen. Also machen sie sich selbst auf die Suche nach ihrer Erinnerung und schlagen sich durchs Dickicht, überqueren gefährliche Straßen und klettern auf große Tiere. Und ohne es zu merken, kommen sie ihrem Ziel immer näher.

mit Irene Rovan, Sophie Wendt, Helmut Dauner, Axel Röhrle
und als Gäste Ines Honsel, Marion Niederländer, Julia Kohlmann, Arno Friedrich

Regie Lorenz Seib
Kamera und Schnitt Pius Neumaier
Ausstattung Claudia Karpfinger, Katharina Schmidt
Ton Tom Holderried

Produktion TamS Theater e.V.

mit freundlicher Unterstützung durch das
Kulturreferat der Landeshauptstadt  München

Das TamS meldet sich zurück. Mit einem Film oder besser gesagt mit einer kleinen Serie. Sechs Folgen, jede gute drei Minuten lang, erzählen die Reise einer seltsamen Gesellschaft durch eine melancholische Welt.

Schon seit März setzte sich das künstlerische Team im TamS zusammen, um zunächst ohne Ziel zu überlegen, wie es in dieser Situation weitergehen soll und kann. Was ist die Form, welche Möglichkeiten gibt es und welche Themen stehen auf der Tagesordnung, jenseits von Inzidenz und Quarantäne. In regelmäßigen Treffen entwickelte das Ensemble die Idee zu „Darauf haben wir gerade noch gewartet“. Und so erzählt die Serie auch etwas über die Rückkehr der Kunst in ihre alten Räume, das Herantasten und auch über die Fremdheit und die Zögerlichkeit. Es ist ja nicht so, dass wir einfach weitermachen können wir bisher. Die Welt ist anders, und wir auch.

Von 24. bis 29. Juni erscheint jeden Tag um 12 Uhr
eine neue Folge auf

www.tamstheater.de und auch vimeo , https://www.instagram.com/tamstheater/ und facebook

ab 24. Juni um 12 Uhr online

München

23.06.2021
Pink Punk Pantheon - Die kabarettistische Karnevalsrevue

Ein Virus geht um.
Die Welt ein Maskenball, aber ohne Tanzen und Singen!
Der Rest ist Schweigen.
Und hinter den Masken treiben nun die Ungeister der Zeit umso ungestörter ihr Unwesen: Die Trumps und Lukaschenkos, die Orbans und Erdogans, die Rechtspopulisten und Reichsflaggenschwenker, Terroristen und Opportunisten feiern ihre Geisterstunde.
Aber keine Angst. Es regt sich Widerstand!
Fassnacht und Fastelovend waren immer dazu da, die bösen Geister zu vertreiben. Und so haben Fritz und Hermann, der kleinste aber kämpferischste Elferrat der Welt, und ihre Gefolgschaft sich dieser Tradition fest verschrieben: "Widerstandskräfte zu stärken, ist das Gebot der Stunde!", so Fritz auf der letzten Vorstandssitzung, bei der eine Reihe widerstandserprobter Getränke gereicht wurden, ... das Sitzungsprotokoll ist deshalb etwas lückenhaft ...aber am Ende dann die gute Nachricht:

"Wir haben einen Impfstoff! Das erlösende Lachen!"

Ihr könnt es schon hören, je mehr ihr euch dem Pantheon in Beuel, der Insel der Glückseligkeit, dem neuen Impfzentrum der Republik nähert. Und wir brauchen dafür keine Spritze, keine Lockerungen oder Lockdowns, und schon gar nicht light, denn es gibt nichts Ungesünderes als light Produkte! Allenfalls eine verlockende Getränkekarte und uns alle zusammen, natürlich mit anständigem Abstand!

Verlachen wir gemeinsam die bösen Geister!
Mer laache se kapott!

Mit:
Beate Bohr, Gabi Busch, Aischa-Lina Löbbert, Maryam Yazdtschi, Norbert Alich, Ben Beracz, Gerd Beracz, Volker Büdts, Tunç Denizer, Rainer Pause, Sangit W. Plyn, Hagen Range, Massimo Tuveri, Gerhard Vieluf.
Regie: Stephan Ohm

www.facebook.com/Pink-Punk-Pantheon-1508374899209757/


INFOS ZUM VORVERKAUF FÜR PINK PUNK PANTHEON

wie man so sagt, die Hoffnung stirbt zuletzt, und unsere ist im Moment, dass unsere Karnevalsrevue PINK PUNK PANTHEON 2021 stattfinden kann, für die wir den Online-Vorverkauf nun gestartet haben. Um es vorab zu sagen: Sollten die Vorschriften die Durchführung doch nicht ermöglichen, werden Ihnen die Eintrittsgelder ohne Abstriche und Probleme automatisch umgehend erstattet, da wir diesmal nur über unser eigenes System verkaufen und es keine Probleme mit Drittanbietern geben wird!

- Die Karten können ausschließlich online, d. h. allein hier über das Buchungssystem auf der homepage des Pantheon erworben werden.


Unter Einhaltung der momentan geltenden Abstands- und Hygieneregeln wird alles etwas anders als sonst sein, aber wir haben uns um höchste Bequemlichkeit für Sie bemüht. Das gilt selbstverständlich auch bereits für den Vorverkauf, deshalb hier einige Infos, die Sie wissen sollten, bevor Sie zur Kartenbuchung schreiten:

- Pro Veranstaltung bieten wir Ihnen gegenüber "normalen" Jahren nur etwa die Hälfte der Plätze im großen Pantheon-Saal an..

- Es wird durch die Vorgabe der coronabedingt notwendigen Kontaktdatennachverfolgung dieses Mal tischweise und damit platzgenau gebucht werden, Sie wissen also im Vorfeld, wo Sie sitzen werden.


- Es werden keine Einzelplätze, sondern nur komplette Tische (Zweier-, Vierer- und Fünfer-Tische) verkauft. An den 2er, 4er und 5er-Tischen gilt selbstverständlich, dass dort Personen aus maximal 2 Haushalten sitzen dürfen, Sie sollten sich deshalb vor der Ticketbuchung bereits passend zur Tischgröße verabreden, denn die entsprechenden Adressdaten müssen bereits bei der Buchung angegeben werden. Auch das dient ja letztendlich ihrem Schutz unter den Regeln der Kontaktdatennachverfolgung.


- Auch wenn es durch die tischgenaue Buchung am jeweiligen Abend dann erfreulicherweise keinen "Sturm" auf die besten Plätze geben wird, möchten wir Sie bitten, am Veranstaltungsabend trotzdem früh vor Ort zu sein, denn wir brauchen die Zeit, um Ihnen die Laufwege und einige Regeln ganz persönlich und in Ruhe zu erklären, damit Sie sich und die anderen Zuschauer am ganzen Abend zu schützen wissen und so die Veranstaltung auch wirklich rundum geniessen können. Wir brauchen natürlich auch mehr Zeit als sonst, Sie vor Vorstellungsbeginn noch mit Getränken an Ihrem Platz versorgen zu können, denn an den Theken wird man leider ebenfalls aus Gründen des Schutzes wohl nicht bestellen können.


- Die Eintrittspreise haben gemessen am Einzelticketpreis das Niveau des Vorjahres. Allerdings wird es wegen der Besucherbegrenzung keine Ermäßigungen geben können:
ein Tisch mit 2 Plätzen inklusive Vorverkaufsgebühren: 94,50
ein Tisch mit 4 Plätzen inklusive Vorverkaufsgebühren: 189,-
ein Tisch mit 5 Plätzen inklusive Vorverkaufsgebühren: 236,25

- ein kleiner Tipp: auch wenn es keine Studenten-/Schülerermäßigungen geben kann in diesem Jahr, so werden doch die Stehtische mit Barhockern sowie die 2er-Plätze auf Barhockern entlang der Saaltheke um einiges preiswerter als die normalen Stuhlplätze angeboten.