Freitag, 18.09.2020
um 19:30 Uhr

Holzhausenschlösschen
Justinianstraße 5
60322 Frankfurt am Main




Es singt und spielt das Holzhausenquartett
(Sabine Fischmann, Till Krabbe, Berthold Possemeyer, Markus Neumeyer)

Claudio und Hero, Benedikt und Beatrice sind dieses Mal die Liebespaare, die das Holzhausenquartett sich vorknöpft, um sie in gewohnter Weise und mit Shakespeare als ihrem Mentor in einen Liebeswirbel zu treiben, der für alle Beteiligten zum Liebesstrudel wird, bevor am Ende glückliche Doppelhochzeit gefeiert werden kann.
In gewohnt-gekonnter Weise verbindet das Quartett Shakespeares Verse mit heutiger Sprache, zu der Markus Neumeyer wieder eine freche Musical-Komposition vorlegt.
Sabine Fischmann und Till Krabbe sind auch hier die Darsteller, die in rasendem Tempo in alle Rollen schlüpfen und der Bariton Berthold Possemeyer verzückt das Publikum erneut mit Liedern der Shakespeare-Zeit.

Heinz und Gisela Friederichs Stiftung (Förderer), Frankfurter Bürgerstiftung (Projektleitung)

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix

weitere Termine

Salon kontrovers: Briefe – schreiben und lesen. - „Ich finde jeden Satz, ja jedes Wort in Ihrem Manuskript ganz und gar falsch.“ Ein Geburtstagsabend für Marcel Reich-Ranicki
Mit Burghart Klaußner, Thomas Hupfer, Christian Wirmer und vielen Gästen

Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, geboren 1920 in Wloclawek/Polen, gestorben 2013 in Frankfurt am Main, hat mit seiner Arbeit für die „ZEIT“ und dann vor allem als Leiter des FAZ- Feuilletons, die Rezeption der deutschen Gegenwartsliteratur maßgeblich geprägt. Um das Ausmaß seines Einflusses zu beschreiben, nannte man ihn, als er zudem mit dem „Literarischen Quartett“ im ZDF breite Massen für die Literatur interessieren konnte, den „Literaturpapst“. Marcel Reich-Ranickis Geburtstag jährt sich am 2.Juni zum 100. Mal. Als Einstimmung auf diesen Geburtstag sind am 20. Mai Lesungen aus Reich-Ranickis Autobiographie „Mein Leben“ und Auszüge aus seinen Briefwechseln mit Golo Mann und Peter Rühmkorf zu hören. Dazu werden von Gästen, Freundinnen und Freunde „Briefe an Marcel“ gelesen.

Wir freuen uns sehr, dass wir die Schauspieler Burghart Klaußner, der die Texte von Reich-Ranicki lesen wird, und Thomas Hupfer (Peter Rühmkorf) und Christian Wirmer (Golo Mann) für diesen Reich-Ranicki-Ehren-Abend gewinnen konnten.

Künstlerische Leitung: Hanne Kulessa
Gesamtleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Dr. Marschner Stiftung
Kooperationspartner: Frankfurter Sparkasse
Lametta, Gans und Siegerkranz - Grammophon-Lesung mit Jo van Nelsen
Früher war mehr Lametta – aber nicht nur am Tannenbaum, sondern auch an der deutschen Heldenbrust. Denn unsere Urgroßväter und Großväter gingen im Kugelhagel des letzten Jahrhunderts Orden sammeln und hatten daher selten eine „Stille Nacht“… Umso mehr waren ihre Mütter und Gattinnen darauf bedacht, das bisschen Frieden noch idyllischer zu machen: Die Kitsch-Industrie blühte! Ob formschöner Rauchverzehrer oder Lore-Roman – was unsere Ahnen sich gegenseitig so unter den Weihnachtsbaum legten und am Heiligen Abend rezitierten und sangen, ist heute kaum noch vorstellbar. Ein Grund mehr für den Musikkabarettisten und Sammler Jo van Nelsen diese Erinnerungen dem Vergessen zu entreißen und so manches Kuriosum aus den Tiefen staubiger Archive zu Tage zu fördern: Zeitungsannoncen mit obskuren Geschenkideen und Geschichten von doppelten Weihnachtsmännern und toten Soldaten unterm Tannenbaum; Gedichte für brave Kinder im Matrosenanzug und HJ-Schulungshefte zum Gestalten des weihnachtlichen Heimabends – sie alle fügen sich zu einem unterhaltsamen wie gruseligen Panoptikum deutscher Kitsch- und Heldenseligkeit zwischen Reichsgründung und Stunde null.
Das alles untermalt mit zeitgenössischen Kitschpostkarten und Weihnachtsliedern direkt vom Grammophon, wie sie nur ein echter teutscher Männerchor schmettern kann!
Seien Sie dabei, wenn Erzengel Gabriel durch den Trichter den Hirten die Geburt Christi verkündet, Sozialisten das Weihnachtsfest abschaffen wollen und französische Korsetts als undeutsche Weihnachtsgabe geächtet werden. Geben Sie sich einem Abend voller Kitsch und Pathos hin, damit auch Sie am Ende von Herzen einstimmen können bei den Versen:

„Oh Herr, mein schwaches Singen,
Nimm es in Gnaden hin,
Einst wird es besser klingen,
Wenn ich im Himmel bin.“

Projektleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung
Ein Abend zu Albert Steinrück - Albert Steinrück – Schauspieler, Bohemien und Maler (1872-1929)
Es lesen Regine Vergeen und Michael Hanemann. Margret Heymann, die Autorin der Albert Steinrück-Biografie „Das Leben ist eine Rutschbahn“ kommentiert die Lesung.
Anschließend: Präsentation des Stummfilms „Fräulein Else“, nach einer Novelle von Arthur Schnitzler, begleitet am Klavier von Wolfgang Kordbarlag.
Im Film spielen u.a. Albert Steinrück, Elisabeth Bergner, Albert Bassermann und Adele Sandrock.

Er war ein faszinierender und populärer Bühnen- und Filmschauspieler der Weimarer Zeit. In fast dreihundert Theaterstücken trat er auf und in über 80 Stummfilmen wirkte er mit. Er begeisterte Publikum und Kritiker gleichermaßen. Seine moderne Art zu spielen kann man in vielen Stimmfilmen sehen wie z.B. in „Fräulein Else“ mit Elisabeth Bergner, nach der gleichnamigen Novelle von Arthur Schnitzler, „Golem“, „Asphalt“, „Der Schatz“, „Überflüssige Menschen“ und viele mehr. Er spielte in der Welturaufführung von Georg Büchners Drama „Woyzeck“ die Titelfigur. Alban Berg schrieb daraufhin seine gleichnamige Oper.
Lesung des Briefwechsels zwischen Albert Steinrück und seiner Frau Lissi geb. Sohn-Rethel, Tochter des Malers Alfred Sohn-Rethel und Schwester des Sozialphilosophen Alfred Sohn-Rethel.

Gesamtleitung: Frankfurter Bürgerstiftung
Förderer: Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung