Samstag, 18.01.2020
um 20:00 Uhr

Theater Mönchengladbach
Odenkirchener Str. 78
41236 Mönchengladbach






Maiks Mutter ist in der Entzugsklinik, sein Vater mit seiner Assistentin auf Geschäftsreise, also wird Maik die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf, eigentlich Andrej Tschichatschow. Der Russlanddeutsche kommt aus einem der „Asi“-Hochhäuser in der Umgebung, irgendwie hat er es von der Förderschule bis aufs Gymnasium geschafft. Mit seinem geklauten Auto beginnt für Maik und Tschick eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz, auf der ihnen an einer Müllkippe die obdachlose Isa begegnet, die kein Blatt vor den Mund nimmt und sich ihnen kurzerhand anschließt.

Wolfgang Herrndorf, 1965 in Hamburg geboren und 2013 in Berlin gestorben, studierte ursprünglich Malerei. 2010 erschien sein dritter Roman Tschick, der seither mit großem Erfolg auf vielen deutschen Bühnen gespielt wird und 2016 von Fatih Akin
verfilmt wurde.

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TSCHICK - Theaterhaus Schauspiel
TSCHICK
Von Wolfgang Herrndorf, nach der Bühnenvorlage von Robert Koall

Es ist der Sommer ihres Lebens. Und eine Geschichte, die man nie vergisst. Zwei vierzehnjährige Jungs, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten: Maik Klingenberg, wohlstandsverwahrlost, nervös und schüchtern trifft auf Andrej Tschichatschow, genannt Tschick, ein Assi aus der Hochhaussiedlung, der es von der Förderschule irgendwie aufs Gymnasium geschafft hat. Das ungleiche Paar macht sich in einem geklauten Lada auf eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz. Und sie begegnen dabei auf einer Müllkippe am Ende der Welt Isa, einem Mädchen, das Maik die erste Liebe lehrt und die Freundschaft der beiden Jungs auf eine harte Probe stellt.

„Tschick“ ist ein wilder, romantischer Abenteuertrip, für den Wolfgang Herrndorf 2011 mit dem Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg ausgezeichnet wurde. In seinem großartigen, für den Leipziger Buchpreis nominierten Roman erzählt der 1965 in Hamburg geborene Autor von dem Sommer, in dem man erwachsen wird, von der ersten Liebe, der ersten richtig großen Dummheit und von einem unbekannten deutschen Land.

Regisseur Nils Daniel Finckh inszeniert „Tschick“ als eine radikal poetische Flucht aus dem grauen Alltag hinein in ein wildes, verwegenes und tieftrauriges Sommermärchen. Mit Ema Staicut, Aron Keleta und Yavuz Köroglu stehen dabei drei Mitglieder des Theaterhausensembles auf der Bühne, die den authentischen, rohen und doch zärtlichen Tonfall der Vorlage treffen und das Publikum auf eine atemberaubende Reise mitnehmen.

„Eine Geschichte, die man gar nicht oft genug erzählen kann“ – Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Die eindringlich inszenierte Eigenproduktion des Stuttgarter Theaterhauses schafft es tatsächlich, einen Saal voll obercool-gruppenzwanghaft vor sich hin angebender Halbwüchsiger in ihren Bann zu ziehen.“ - Kultur 06/2013