Konrad Beikircher - #beethoven - dat dat dat darf?! Premiere

Montag, 25.03.2019 um 20:15 Uhr



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ab 24,20 €




„Mein Leben lang hat er mich begleitet, Ludwig der Große. Jetzt ist es an der Zeit, zu erzählen, was dabei herausgekommen ist. Er war ‚harthörig’ und später taub, was ihn misstrauisch ohne Ende machte und er war rheinischer Republikaner von Grund auf. Kurz: der große, unberührbare Titan, der größte Komponist und der Held der Menschheit war im Alltag ein – was ein Glück! – ganz normaler Mensch. Ein Leben lang hab ich zusammengetragen und verspreche Ihnen, dass ich Ihnen nur die Wahrheit erzähle – wenn auch in meinen Worten. Was das alles mit „dat dat dat darf!“ zu tun hat? Kommen Sie vorbei, ich erzähl’ es Ihnen.“
Ihr Konrad Beikircher

Einlass ab 19:30 Uhr

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Konrad Beikircher
„Wissen Sie was 1619 war? Da hat ein Brüsseler Bildhauer dat Männeken Piss gemeißelt, seit der Zeit das Symbol für Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung. Und für Kleinkunst, die so heißt, weil dat Dingen vom Männeken ziemlich klein geraten ist. Das ist nun 400 Jahre her und ebenso seit 400 Jahren, wenn auch nur gefühlten, bin ich als Kleinkünstler unterwegs.“ Es dürfte klar sein, von wem diese Worte stammen: Das kann einzig und allein nur Konrad Beikircher sein. Einmal mehr wird er Hemsbach beehren und am 15. September das Herbstprogramm in der Kulturbühne Max eröffnen.
Lassen wir den Künstler weitersprechen: „Aus dieser langen Reihe von Jahren komme ich Ihnen mit dem ein oder anderen zu Ihrem Vergnügen: was es so mit der rheinischen Relativverschränkung auf sich hat (da kommen auch hartgesottene Lateiner ins Stottern!), wie das mit dem Ei ist, wenn man es durch die deutschen Sprachlandschaften kullern lässt und was das rheinische Alibi ist (ein Mitschnitt aus der Wirklichkeit übrigens). Dazu kommen staunenswerte Wahrheiten ans Licht: was denn das Niesen mit Sex zu tun haben soll, wie musikalisch Sprache sein kann, wenn man kein Wort versteht und es ist dennoch deutsch und wie der Rheinländer sich stundenlang über nix (im wahrsten Sinne des Wortes: N-I-X!) bestens unterhalten kann. Vielleicht kommt die Frau Walterscheidt auch zu Worte, sie konnte ja die schwersten Themen auf die rheinische leichte Schulter nehmen, kurz: Dialekte, Rheinisch, ebißje Züscholorie und viel Witz.“
Das ist Beikircher, eben wie man ihn mag (und mochte), quasi Conférencen aus dem Kleinhirn.

Einlass: 18:30 Uhr
Konrad Beikircher - #Beethoven- dat dat dat darf!
Mit drei Jahren habe ich die erste Schellackplatte auf den Küchenboden fallen lassen:
Beethoven’s Klaviersonate „Pathétique“, gespielt von Wilhelm Kempff. Alle fielen ins
Koma, ich hab’s überlebt. Mein Leben lang hat er mich seitdem begleitet, Ludwig der
Große. Jetzt ist es an der Zeit, zu erzählen, was dabei herausgekommen ist. Dass er
die Fünfte, die Neunte, den Fidelio oder die Wut über den verlorenen Groschen
geschrieben hat, weiß jeder. Dazu brauchen Sie nicht zu mir zu kommen, das steht
alles in den Programmheften der Konzertsäle. Privat war er allerdings alles andere als
der Fackelträger abendländischer Moral: der Schwerenöter war hinter Frauen her, aber
hallo! Meistens aber erfolglos und wenn die Sehnsucht allzu groß wurde, hat er sie
sich gemietet, er jonglierte mit dem Geld, dass es jeden Hütchenspieler begeistert
hätte, er schrieb immer wieder Rheinlieder und versteckte sie in berühmten
Kompositionen, weil der Rhein in Wien kein Schwein interessierte, er war verlobt mit
einer Bonnerin, die ebenfalls in Wien lebte, er war ein Helikopteronkel wie er im Buch
steht, er hat Fürsten erpresst und der Trinker Beethoven war ein launiger Griesgram,
der allein mit seinem Lachen Geld hätte verdienen können, so laut und ansteckend
war es.
Er war ‚harthörig’ und später taub, was ihn mißtrauisch ohne Ende machte und er war
rheinischer Republikaner von Grund auf.
Kurz: der große, unberührbare Titan, der größte Komponist und der Held der
Menschheit war im Alltag ein – was ein Glück! – ganz normaler Mensch. Ein Leben
lang hab ich zusammengetragen und verspreche Ihnen, dass ich Ihnen nur die
Wahrheit erzähle – wenn auch in meinen Worten. Wissen Sie, was Sie bisher nicht
wussten, glauben Sie, was Sie bisher nicht glauben wollten, erfahren Sie mehr: über
ihn und über – sich!
Was das alles mit „dat dat dat darf!“ zu tun hat? Kommen Sie doch vorbei, ich erzähl’
es Ihnen.

Foto: Dominic Reichenbach

Einlass ins Foyer 18:00 Uhr, Einlass in den Saal 18:30 Uhr

Eventdaten bereitgestellt von: Reservix